Beiträge von Andi.Waffen57

    Juri Knorr, eines der großen Aushängeschilder der Liga, hat bisher (wie viele weitere!) kein Portrait auf der HBL-Seite. Bei etlichen Spielern steht "Gewicht = 0, Größe = 0, Nationalität = Keine Angabe. Bei manchen Spielern steht im Profil nicht mal der Name sondern nur ein Code.

    Das ist eine glasklare Verschlechterung im Vergleich zur letzten Saison. Traurig.

    Nun ja, es gibt mehrere Gründe. Primär, weil die Kapazität der Ischelandhalle aktuell (freiwillig) auf 1302 begrenzt ist, weil man die restlichen Plätze nicht für sinnvoll nutzbar hält (dazu habe ich ja bereits das ein oder andere in Beitrag #228 gesagt). Da man einerseits diese Zahl inzwischen des Öfteren knackt und andererseits in der 1. Bundesliga, in der man perspektivisch irgendwann zumindest mal vorbeischauen möchte, eine Mindestkapazität von 2250 vorgeschrieben ist, die man mit der Ischelandhalle zwar erreichen könnte, aber eben nur mit schlechten Plätzen, ist es für den Verein sinnvoll eine "größere" Halle zu errichten. Dass die Halle nicht größer gebaut wird, liegt daran, dass man beim vergangenen Versuch einer Mehrzweckarena mit ca. 5000 Plätzen ärgerlicher-, aber verständlicherweise an der Gemeinnützigkeit gescheitert ist. Deswegen hat man das Projekt heruntergefahren auf den aktuellen Vorschlag mit einer kleineren reinen Sporthalle.

    Ansonsten möchte man die Halle auch haben, um den ganzen Verein an einem Ort zu bündeln. Aktuell nutzt man Hauptsächlich die Sporthalle Mittelstadt und die Sporthalle Wehringhausen sowie teilweise die Sporthalle der Emil-Schumacher-Schule, die Sporthalle des Fichte-Gymnasiums, die angemietete Trainingshalle an der Berghofstraße, das Athletikzentrum im neuen "Haus der Eintracht" am Ischeland und natürlich die Ischelandhalle. Also 7 über den Bezirk Mitte verteilte Orte, die teilweise über 3 km auseinander liegen. Und die Leichtathletik, die ich hier mal außen vor gelassen habe ist nochmal weiter weg. Zudem muss man mit den durch die Stadt zugeteilten Hallenzeiten leben und teilweise mit mehreren Mannschaften gleichzeitig in einer Halle trainieren und hat weitere Ärgernisse, wie beispielsweise die Parkproblematik an der Sporthalle Mittelstadt. Mit der neuen Halle hätte man die Möglichkeit alle Sparten und Mannschaften zusammen an einen modernen Ort zu bringen, den man größtenteils selbst verwalten kann.

    Danke für die ausführliche Antwort!

    Die Sache ist bald 2 Jahre alt und seitdem hat Fuhr quasi Berufsverbot.

    Unglaublich, dass sowas in Deutschland möglich ist.

    Naja, ich weiß nicht. Es hat in der Geschichte der Bundesrepublik zahlreiche Fälle gegeben, in denen reale Berufsverbote verhängt worden sind - die meisten in der Zeit des deutschen "Red Scare". Das hatte eine komplett andere Qualität.

    Fuhr dagegen hat kein Berufsverbot. Natürlich schreibst du auch nur "quasi Berufsverbot". Aber dazu folgender Gedanke:

    Wenn sich ein Mitarbeiter im IT-Management bei unterschiedlichen Unternehmen nacheinander wie eine offene Hose benimmt und sich dieses unternehmensschädigende Verhalten in der Branche rumspricht - dann nimmt den auch keiner mehr. Selbst wenn kein (und das ist in der Wirtschaft in solchen Fällen auch nicht üblich) hieb- und stichfestes Rechtsgutachten vorliegt, dass das konkrete Fehlverhalten richterlich bestätigt. Das ist die gleiche Situation. Es ist eine Frage von Nachfrage und Angebot. Und Fuhr wird schlichtweg nicht mehr nachgefragt.

    Bezüglich des Hallenprojektes sehen die Pläne nun einen Komplex aus einer klassischen Dreifachhalle mit einer Spielfläche von ca. 45 m x 27 m und einer kleinen Tribüne für 150 Zuschauer und einer größeren Halle, die einerseits als Spielstätte dienen soll und im Trainingsbetrieb in zwei Spielfelder mit Wettkampfgröße unterteilt werden kann, in einem Gebäude vor. Zur Verfügung stehen soll eine Kapazität von 2620 Plätzen beim Handball [...]

    Geht es um einen Um-/Ausbau der Ischelandhalle oder soll ein neuer Standort entstehen? Bin da nicht im Thema.

    Naja, der TuS kokettiert ja immer mit dem "Dorfverein" Image :) Aber letztlich steht da das wirtschaftlich nicht ganz so schwache siegerländer Umfeld mit potenziellen Sponsoren zur Verfügung.

    Naja, die Siegerländer Wirtschaft ist bei weitem nicht mehr das, was sie mal war. Berichte wie dieser hier werden in letzter Zeit immer mehr: https://www.siegener-zeitung.de/lokales/sieger…EBIJPY4CTQ.html. Natürlich ist man immernoch stärker aufgestellt als andere Regionen. Aber wenn zusätzlich zu den generellen, jahrzehntelang von CDU-Regierungen verweigerten (aber benötigten) Investitionen keynesianischer Art ein "zweites Lüdenscheid" passieren sollte, wird es noch düsterer.

    Hier noch ein paar weitere solcher Meldungen:

    Was bedeutet der ZF-Schrumpfkurs für Kreuztaler Beschäftigte?
    Das ZF-Standbein an der Langenauer Straße in Kreuztal sollte Führungsstandort für innovative Herstellungsverfahren zur Produktion von Stabilisatoren werden.…
    www.siegener-zeitung.de
    Siegen: Sparkurs bei Deutschen Edelstahlwerken DEW - auch Jobs fallen weg
    DEW wollen sich aufs Kerngeschäft konzentrieren und Verwaltung verschlanken – hier sollen auch Jobs wegfallen. IG Metall: „Schwierige Situation“.
    www.wp.de
    Stellenabbau beim Paketdienstleister: Was heißt das für den DPD-Standort Wilnsdorf?
    Die Geschäfte laufen nicht gut, DPD zieht Konsequenzen: Deutschlandweit wird jede siebte Stelle gestrichen. Auch in Wilnsdorf sind 120 Mitarbeiterinnen und…
    www.siegener-zeitung.de

    Auch wenn es sich nicht um direkte Sponsoren des TuS Ferndorf handelt, so gibt es doch eine Vorstellung davon, wie die wirtschaftliche Lage mittlerweile beschaffen ist. Und auch wenn im Internet die Trottel "Die plöde, plöde Ampel" plärren - das Kind ist vor langen Jahren in den Brunnen gefallen, da war Baerbock noch nicht mal in der Politik.

    Wo Du sicher recht hast ist das es VIEL gesünder ist die Logos von einem dutzend Mittelständlern statt dem einer fetten Brauereilogo auf dem Trikot zu tragen :)

    Wenn ich könnte, würde ich dir mehr als nur einmal zustimmen.

    Oh man, ein weiterer dilettantischer Punkt am BuLi-Homepage-Komplex: Wollte gerade den HBL-Newsletter abbestellen (unten in der letzten Mail, die er mir geschickt hat). Klicke ich auf das im Foto markierte "Newsletter abbestellen" -> Funzt nicht, ich lande auf einer 404-Seite der HBL-Homepage. Egal welcher Browser, egal welches Endgerät.

    Ob es mit irgendwelchen EU-Richtlinen vereinbar ist, dass Newsletter nicht abbestellbar sind?! Wären wir in den USA würde die Klage schon per Brieftaube zum nächsten Gericht unterwegs sein. ;)

    Noch einmal der Hinweis, dass der Kicker schon lange bevor ich diesen Post vor 2 Wochen erstellt habe, die Spielpläne und Tabellen von 1. und 2. Liga bereits ins eigene System eingepflegt hatte. Was ich übrigens deshalb interessant fand, weil es heißt, dass sie nicht einfach die HBL-Daten übernehmen und bei sich einpflegen sondern den Aufwand eigens betreiben.

    In dem Fall ist ein Fußball-Onlinemagazin besser organisiert als die offizielle Handball-Seite. Das ist schon bitter.

    Prell Juri [...].

    Der Name triffts (leider?) voll auf den Punkt. Bei aller Sympathie, die diese Mannschaft bei mir im Turnierverlauf gewonnen hat. Die unzähligen Male, in denen Knorr nicht aus dem Pass in die Vorwärtsbewegung sondern aus dem Prellen heraus eine Entscheidungssituation kreieren will, sie machen die Spiele für mich persönlich immer schwerer guckbar. Es sieht nicht schön aus. Es beraubt das Spiel immer einer relativen Dyamik. Es widerspricht daher auch dem Lehrbuch; das wäre aber natürlich noch verzeihbar, wenn "das Unkonventionelle" wenigstens auch konstant hochwertig wäre. Aber das ist es nicht.

    Wie auch immer, das ist ja nur eine partikulare Kritik. Großes Kompliment an diese Olympia-Mannschaft, sie hat uns zahlreiche Momente gebracht, die uns aus dem Sessel gerissen haben. Dafür und eigentlich nur dafür liebe ich den Handball so. Das Endresultat ist doch letztlich egal. Es geht um "Joga Bonito", es geht um das Wunderschöne am Sport - die Dramatik, die Emotion, die hochklassige athletische Ausführung. Gold oder Silber? Für die Athleten vielleicht relevant, für mich nicht. Ich habe tolle Spiele gesehen. Darum geht es.


    Dennoch interessiert es mich, wie der DHB es schafft, die Chancen der kleinen Vereine zu reduzieren?

    Naja, es hat in der Vergangenheit schon Turniermodi gegeben, die wirklich das Gefühl hinterließen, es ginge nur darum, die kleinen Teams schnell auszusieben. Ob das aktuell noch so ist weiß ich nicht - mittlerweile habe ich leider jeden Überblick über den Turniermodus verloren, da er gefühlt 10x in den letzten 12 Jahren geändert wurde.


    Sicherlich hat man im nördlichen Siegerland nichts gegen eine weitere Runde DHB-Pokal einzuwenden. Doch wenn das nicht klappt, ...... joah, dann ist das halt so.

    Das ist richtig - und ich finde das schade. Der DHB-Pokal ist für die meisten kleinen Mannschaften kein Higlight sondergleichen wie im Fußball sondern eher so ein "Joa dann spielen wir's halt"-Ding. Es gibt eben auch kaum (finanzielle) Anreize für ein Weiterkommen. Der einzige Benefit ist die unter Umständen etwas vollere Halle, wenn man in der nächsten Runde auf Bundesligisten wie Erlangen oder Stuttgart trifft... Aber wirklich ernst nimmt den Pokal gefühlt leider niemand. Selbst als wir 2017 mal als Drittligist ins Achtelfinale eingezogen sind war das zwar ein tolles Spektakel gegen die Löwen in Gummersbach, aber letztlich doch auch nicht mehr als ein "Ui, gut gemacht. Anyways, wann geht die Liga weiter?"

    Ich finde es irgendwie schade und verschenkt, dass auf der offiziellen Homepage der HBL auf der Unterseite "Gesamttabelle" ein Hinweis steht, dass die Tabelle erst zum 20. August aktualisiert wird. Dazu gibt es einen Link zu einer PDF-Datei mit teilweise noch gelben Markern, in der der Spielplan einsehbar ist. Das ist doch irgendwie nicht so ganz der mediale Standard, den man heute erwarten kann, oder doch? Der Kicker z.B. hat schon Tabellen und Spielpläne der 1. und 2. Liga bei sich im Portal angelegt. Warum dauert das so lange bei der HBL; erst knappe 2 Wochen vor den ersten Spielen der Saison?

    Für das gestrige Testspiel gegen Ligakonkurrent ASV Hamm gibt es nur ein Adjektiv: Furios! Mit "mal eben so" 14 Toren schießt man den Club von unserem Ex-Spieler Andi Bornemann wieder die A45 hoch. Ein paar zentrale Erkenntnisse:

    - Adanir scheint auf den ersten Blick ein vollwertiger Ersatz für Puhl zu sein. Natürlich kann man noch irren. Aber er hat auch das Zeug, uns zu zeigen, dass er besser als Puhl zu dessen Glanzzeiten werden kann

    - Janko Kevic ist immernoch eine einzige Augenweide

    - Wenn das Gestrige nicht eine Leistungsspitze sondern die Normalform unserers Deckungsverbunds war, dann werden es einige Mannschaften in der Stählerwiese sehr schwer haben

    - Halb Rechts ist mit Hecker und Mundus zu dünn besetzt

    - Dahlgren sieht bisher nach einem absoluten Lucky Punch Transfer aus. Auf die Flügelzange mit Eres freue ich mich jetzt schon

    Die Vereine freuen sicher sehr, wenn du ihnen ohne Gegenleistung Geld spendest. ;)

    Nunja ich denke mir: Wenn es in Gummersbach geht, geht es woanders sicher auch. Im Bergischen Land hat man auf keinen Fall mehr Geld als oben an der Grenze zu Dänemark. Es liegt also eher daran, wie die einzelnen Posten organisiert sind. Und da hat man in GM wohl einfach so kalkuliert, dass man erstmals wert auf ein wirklich attraktives Trikot legt - und woanders hat man die mögliche Relevanz des Themas eben noch nicht erkannt. GM beweist: Es liegt nicht daran, dass man muss.

    Wieso ist das verrückt? Ich halte das für normal in einem Spezialforum. Was gibt es nach erwartbaren Siegen groß zu diskutieren? Bei überraschenden Siegen wird auch mehr geschrieben. Niederlagen, und vor allem unerwartete, geben doch erst Anstoß zu Diskussionen, da sich viele hier fragen was schief lief und die Ursachen analysieren. Das fängt dann bei Kaderauswahl an und hört bei möglicherweise zu harten Betten auf. Ich sehe in der intensiven Diskussion der Niederlagen im Damenbereich in erster Linie Empathie vieler Schreibleringe deren Hobby Handball ist und denen solche Spiele physisches Leiden bereitet.

    Danke! Ein Lichtblick-Post! Man tut immer so als wäre Deutschland (oder allgemein der Westen) die Region der unzufriedenen Nörgler - man kann den Spieß auch umdrehen und sagen, es ist die Region der Welt, in dem aufgrund des nach wie vor relativen Wohlstands viele Menschen die Kapazitäten haben, Leidenschaften jenseits von Lohnarbeit und Selbsterhaltung zu pflegen.

    Ich bin kein Anhänger der Woken aber sie haben in dem Punkt Recht, dass wir im globalen Vergleich privilegiert sind. Wir haben alle genug Zeit (und Geld!), um unsere Zeit damit zu verbringen, zum Thema Handball aufgebrachten Hirnschmalz in schriftlicher Form zur Diskussion zu stellen; im Prinzip für nichts und wieder nichts. Einfach nur aus Freude an der Sache. Das können sehr viele Menschen auf der Welt nicht. Leidenschaften zu pflegen ist ein Privileg der wohlhabenden Länder.

    Und Leidenschaften werden eben besonders dann sichtbar, wenn ihr Gegenstand in einer Weise geformt wird, der Leiden schafft...

    Aber klar, man macht es sich einfach, wenn man das Alles einfach als Genörgel abtut.


    Norwegen ohne Reistad deutlich geschwächt.

    Wobei ich mir da auch gedacht habe, dass das eigentlich nicht sein kann. Die spielen insbesondere in der Crunchtime mit Kristiansen - Oftedal - Mork im Rückraum durch, obwohl die Bank gut besetzt ist. Alle drei sind Altstars, alle drei sind Multi-CL-Sieger, da hätte man mehr erwarten müssen. Hinten raus kam gar nichts mehr außer das Oftedal mit Prellmove versucht hat, von 4 ausgehend 3 zu überlaufen um 2 zu ziehen und für Mork die Lücke zu schaffen. Nicht mal mehr das hat am Ende geklappt. Aber alle drei sind auch nicht mehr jung. Und alle drei hatten in den letzten 6-7 Minuten jeweils einen gravierenden Ballverlust/ Fehler, quasi hintereinander.

    Der direkte Vergleich der Halb Linken Kristiansen - Jamina Roberts ist haushoch an die Schwedin gegangen.

    [...] aber ich sehe diverse Dinge auch sehr kritisch, die du da nennst.

    Fangen wir bei der „unantastbaren“ Stählerwiese an. Natürlich würde ich es begrüssen, wenn man in der Stählerwiese bleibt und ich persönlich sehe durchaus noch min. eine mögliche Ausbaustufe der Halle.

    Du sagst, dass du Dinge kritisch siehst und dann kommt ein "Fangen wir an" aber danach kommt zum Hallenthema weder ein Einspruch, noch eine Kritik an dem, was ich schrieb sondern du wiederholst in etwa das Gleiche einfach nochmal.

    Der TuS Charme ist sicherlich schön und nett, aber und da kommen wir zum nächsten Punkt Wachstum.

    Doch Wachstum ist wichtig und notwendig! Wirtschaftlich muss es weiter vorangehen. Wenn wir uns alle erinnern, dann lag der Etat bei dem erstmaligen Aufstieg bei ca. € 500-600k.! Wo wird der Etat bei diese Saison liegen? Offenbar bei ü1Mio. €. Ist das Wachstum? Natürlich!

    Gegen wen oder was argumentierst du hier? Ist das schon diskursives Schattenboxen? Ich habe nirgendwo die Aussage getätigt, dass die bisherige Entwicklung oder auch das Prinzip "Wachstum" als solches etwas negatives ist. Auch die Frage "Ist das Wachstum?" verstehe ich nicht. Was soll man denn dazu sonst sagen außer Wachstum? Ich habe doch nie derartiges behauptet. Komisch.

    Du sprichst von gesundem Wachtum. Auch da gehe ich uneingeschränkt mit, aber Wachstum hört nicht irgendwo auf.

    Doch, das tut es. Aus vielen unterschiedlichen Gründen. Zum Beispiel wenn ein Markt "gesättigt" und das jeweilige Unternehmen (zunächst) nicht in der Lage ist, seine Verkaufsstruktur zu diversifizieren. Dann hat man mit seinem bisherigen Portfolio zunächstmal das Optimum erreicht und stagniert auf diesem (temporären) Optimum, ohne weiterzuwachsen. Man versucht an dem Punkt dann idealerweise, neue Absatzmärkte zu generieren oder das Portfolio zu verbreitern.

    Will man in 5 Jahren (nach hoffentlich 5 Jahren 2.Liga) sagen, so das war es jetzt. Wir sind zufrieden mit den 5 Jahren? Nein! Bestimmt nicht.

    Wo habe ich das denn behauptet? Man sollte - ob in der Marktwirtschaft oder im Privatleben - immer versuchen, bis an sein Optimum heranzuwachsen. Und dann muss man zunächst, bevor man weiterwächst, die Bedingungen schaffen, damit man weiterwachsen kann und das folgende Wachstum genauso nachhaltig ist, wie das bisherige. Gleichzeitig sollte man immer demütig bleiben (Erik Wudtkes Wording seinerzeit bei uns!) und nicht vergessen, was die Wurzeln sind. Das zu tun ist was völlig anderes als zu sagen "Wir sind zufrieden mit 5 Jahren 2.HBL, reicht jetzt mit Vorwärtsbewegen".

    Die Spieler werden auch nicht aus purem Wohlwollen hier für €2,50 spielen!

    Oh man, ich verstehe wirklich nicht, warum du das schreibst. Es macht für mich keinerlei Sinn. Als wäre das nicht vollkommen klar.

    Am Ende ist der TuS ein Wirtschaftsunternehmen und dieses Wirtschaftsunternehmen muss am Ende auch liefern. Zurück zu den hoffentlich 5 Jahren: Glaubst du ernsthaft, dass nach 5 Jahren keine gestiegenen Ansprüche aufgekommen sind? Sowohl bei den Fans und dem Umfeld! Das möchte ich fast drauf wetten. Ebenso darf man davon ausgehen, dass auch nach diesen potentiellen 5 Jahren unser Etat ein anderer/höherer wäre. Würde er nach 5 Jahren der gleiche sein, dann sind wir bei Stillstand und dieser ist bekanntlich Rückschritt! Der zitierte Charm verfliegt dann irgendwann auch.

    Für die realistischen wirtschaftlichen Möglichkeiten des Siegerlands der 2020er Jahre für den Handballsport wäre der Zustand, sich im Mittelfeld der Liga2 über 7-8 Jahre etabliert zu haben und über eine Halle mit einem Zuschauerschnitt von 1700-1900 zu verfügen, aus meiner Sicht das derzeitige Optimum. Es gibt einen Shuttlebus von Siegen ZOB zur Halle und einen gut geführten Fanshop in der City-Galerie. Es gibt hauptamtliche Mitarbeiter in GmbH und Handballabteilung und die A-Jugend spielt ab und zu Bundesliga, während B und C in der höchstmöglichen Liga spielen und wieder eine Strahlkraft bis über 50km haben Die U23 spielt in der Oberliga-Spitzengruppe und im Stadtbild Kreuztals und Siegens ist der TuS wesentlich präsenter als jetzt mit Werbung und kreativer Präsentation. So kann man sich in etwa das aktuelle Optimum ausmalen. Großartiges Wachstum darüber wäre (gegen die aktuellen (Wachstums-)Ressourcen gelesen) unorganisch und müsste auch unorganisch herbeigeführt werden (z.B. durch einen Investor). Beschriebenes Optimum wäre vor dem Hintergrund, "wo wir herkommen" das langgezogene Finale des schon mehrfach besagten Sport-Märchens. Sollten wir diesen Zustand jemals erreichen, wäre das eine fantastische Errungenschaft. Jeder Mensch, der da nicht zufrieden wäre und ein "weiter immer weiter" fordert, ist entweder Erfolgsfan oder noch nicht lange dabei und weiß nicht, wer wir sind und wo wir herkommen. Demütig zu sein heißt nicht aufzuhören sich zu bewegen.