Krefeld verliert mit 7 in Saarlouis! Wow. Damit ist Ferndorf 5 Punkte vor dem Zweiten, zwischen den beiden Genannten sind es dagegen nur noch 3 Punkte. Wird es nochmal spannend im Rennen um den zweiten Aufstiegsrundenplatz? Vor ein paar Wochen hätten sicher viele gesagt, Krefeld und Ferndorf sind durch. Plötzlich ist die Tür für 3 Vereine wieder ein kleines bisschen auf. Die müssen jetzt alle drei die Schlagzahl mitgehen, wenn sie ihre kleine Chance nicht sofort wieder verspielen wollen. Das ist eine relativ attraktive Konstellation.
Beiträge von Andi.Waffen57
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Wenn Klimpke die gleiche Quote wie Buric gehabt hätte, dann wäre es sehr eng geworden.
Diese Rechnereien gepaart mit Hätte-Hätte-Fahrradkette sind nicht mehr als müßig. Interessanter als die Quote ist meistens sowieso die Zahl der real gehaltenen Bälle. Und da hat Buric laut HBL-Statistik 8 Minuten länger gespielt als Klimpke (58 vs 50) und 10 Bälle mehr gehalten (16 vs 6).
Natürlich ist es dann eine wahnsinnige Expertenaussage, dass Klimpke - wenn er genauso gut gewesen wäre wie Buric - das Spiel völlig gekippt hätte. Zieht man die 10 Paraden von Flensburgs Toren ab, gewinnt Wetzlar 23:26. "Das wäre dann eng geworden". Wow. Aber selbst wenn Klimpke 10 Bälle mehr gehalten hätte, wäre es doch völlig anders gekommen. Das Geschehen ist niemals statisch. Dann wäre der Spielverlauf ein ganz anderer gewesen, wären Spielverlauf, Rhythmus, Abwehrumstellungen, Auszeiten etc. völlig anders gewesen. Vielleicht hätte Flensburg sogar trotz gleichstarker TW-Leistungen durch die Veränderung anderer Variablen (plötzlicher immenser Sprung bei TFs bei Wetzlar) un-eng gewonnen.
Das Spiel ist rum, Buric hat eine Leistung Prädikat "Internationale Klasse" abgerufen, Klimpke kriegt von mir ein "Gehobener Bundesligadurchschnitt". Jetzt weiter dran herumzudoktoren ist, wie gesagt, müßig.
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Ich finde Gottfridson ist nicht mehr so prägend für das Spiel der Flensburger.
Für den Kopf der Gegenspieler ist er das aber unverändert.
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Zur Einordnung aber die Info, dass im Kader der Gäste 13 Spieler in Cetinje geboren sind, das ist eine Stadt mit 13.900 Einwohnern.
Das ist ein fantastischer Fakt. Pure Mannschaftssport-Romantik, mit so einem Kader Europapokal zu spielen - völlig ungeachtet des Ergebnisses gegen die SG.
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Und für die ewigen Nörgler und Kritikaster: Pommern war mal deutsch!!!!!;-)
Also wenn der Hase so läuft: Nikola Bilyk einbürgern! Wir hätten endlich einen Halb Linken mit Weltformat, und da können die Deutschtümler dann auch nicht motzen. Rapid Wien war schließlich mal deutscher Fußballmeister

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Und dann ist die Frage, ob man sich 3 RR leisten kann und/oder will. Nötig wäre es eigentlich.
Hat nichts mit Wechselgerüchten zu tun, aber: Nötig wäre das eigentlich bei jedem Bundesligisten.
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vor allem wenn man sich in Liga 2 etablieren möchte!
Wenn man sich in Liga 2 etablieren möchte und das Ganze von Beginn an ein seriöses Unterfangen werden soll, braucht man sowieso 3 Torhüter. Das haben wir in der letzten Abstiegssasison schmerzhaft gelernt.
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Guter Griff halte ich fast noch für zu harmlos.
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Hanning schreibt in seiner jüngsten Kicker-Kolumne darüber, dass das Füchse-Potsdam-Modell (folgend FPM genannt) auch im deutschen Fußball zur Anwendung kommen sollte. Da kann man nur zustimmen. Es wird vermutlich wie eine Art Generalschlüssel auch in anderen leistungsorientierten Mannschaftssportarten anwendbar sein.
Man könnte sogar noch weitergehen und fordern, dass das FPM mal ausführlicher Gegenstand einer wissenschaftlicher Auseinandersetzung in den diversen Sportmangement-Fakultäten an unseren rennomierten Sportunis wird. Man könnte versuchen, eine Art Blaupause konzeptionalisieren, um diese dann weiteranzuwenden. Als eine Art Standardsicherung für die Masse der von Pionier Hanning erzielten Fortschritte. Leider lese und verstehe ich keine sportwissenschaftlichen Fachzeitungen und weiß daher nicht, ob konkret zum Fall des FPM schon mal gearbeitet worden ist.
Der Handball ist letztlich gesamtgesellschaftlich zu unbedeutend, als dass da gerade eine (internationale!) breite Öffentlichkeit mitkriegen könnte, welches Reformpotential dem FPM innewohnt. Das hätte alles viel mehr Aufmerksamkeit verdient.
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Nach dem gestrigen Spiel kann ich auch sagen, das Ante Grbavac der beste Angriffsspieler der Liga ist.
Hey Rotbart, freut mich, dass wir scheinbar einen ähnlichen Blick auf (seinen) Handball haben. Wobei er natürlich auch aktiv ins Auge springt.
Komplett für mich nicht, da er nur auf Außen deckt.
Legitimer Einwand. Die Debatte (An Andy Schmid ist sie ja jahrelang durchexerziert worden) ist natürlich uralt und ich will sie hier nicht wieder aufrollen, daher lasse ichs mal so stehen und gehe wohl letztlich auch mit, dass Grbavac nicht der kompletteste Spieler der Liga ist.
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Außerdem: War GOG so schwach oder SCM so souverän, ist dann immer die Frage.
Nein, das ist nicht die Frage. Wenn man die Spiele gesehen hat, hat man die Antwort doch gesehen. Und warum man sich zwischen dem einen oder dem anderen festlegen muss verstehe ich auch nicht.
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Kielce gewinnt knapp gegen Zagreb. Platz 1 und Platz 6 sind damit nur 2 Punkte auseinander. Das gab es nach dem 8. Spieltag noch nie.
Ich halte alle 6 dieser Mannschaften für in der Lage, ins Final4 einzuziehen. Bei manchen davon muss 100% alles passen damit das klappen kann - aber möglich ist es für alle. In der anderen Gruppe sind es dagegen nur 3 Teams. Gog hat mich jetzt zweimal enttäuscht. Ich hatte mit Leistungen, wie sie Elverum zuhause gegen Flensburg gezeigt hat, gerechnet. Die haben wir aber nicht zu sehen bekommen.
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Es zeigt sich, dass es nicht nur ein Thema im Handball ist. Wir erleben gerade etwas Neues und als Gesellschaft ist das ein ganz schweres Thema und bricht mit alten Paradigmen.
Das hier ist der entscheidende Punkt in der gesamten Debatte, sportartübergreifend. Die Auseinandersetzung mit solchen problematischen Dynamiken im Sport ist pfuschneu und alle Akteure werden sich daran messen lassen müssen, ob sie in der Lage sind, die Entwicklung mitzugehen. Oder ob sie in einer Art reflexionsunfähigen Verweigerungsposition den Zeitgeist abblocken, wie man (ich) bisher bei Fuhrs Reaktionen den Eindruck hatte.
Es ist letztlich das gleiche wie mit jeder "fortschrittlichen" Veränderung gesellschaftlicher Zustände. Bei der Einführung des Frauenwahlrechts wurde damals auch unsäglich gezetert a l a "Dieser neumodische Firlefanz ist doch alles Schwachsinn..." genauso werden Leute heutzutage den gleichen Satz schmettern, wenn es um zunehmende Sensibilität für geschlechterspezifische, hierarchische Beziehungsgefüge und deren potenziellen Missbrauch im Sport geht. Aber es ist wichtig, dass das Thema ein Thema wird, was früher noch okay war ist es eben heute nicht mehr. Und wer dieses Voranschreiten der Zeit ignoriert, deklariert sich selbst als unfähig, mit der Moderne Schritt zuhalten. Denn: Wie schon das Frauenwahlrecht die Qualität der Demokratie verstärkt hat, verstärkt das Ausmerzen von schädlichen Umgangsformen im Sport die Qualität des Spiels - wenn sich alle Akteure (in dem Fall Akteurinnen) ausschließlich auf den Sport konzentrieren können und nicht irgendwelchen unmenschlichen Druck oder trainerinduzierte Paranoia als "Nebenkriegsschauplatz" bedienen müssen. Diesen Mehrwert des Fortschritts muss man sehen. Und wenn man den nicht sehen kann, hat man letztlich auf einer Trainerbank auch nix mehr verloren. Das ist dann eine langfristige Qualitätssteigerung durch Auslese auf Kosten der kurzfristigen Qualität, weil sich einige taugliche Akteure (Fuhr) selbst absägen.
Aber die neue Generation wird wachsen.
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Das Kommentatorenduo von Kiel - Füchse war das Beste, das ich auf dem Posten seit langem gehört habe.
Dickes Kompliment an Dyn für die Verpflichtung von Andy Schmid.
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Absolute Duvnjak Masterclass Leistung.
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Klingt überspitzt gesagt fast so, als ob Jicha sein Team (zumindest in den Auszeiten) nicht mehr erreicht.
Keine Ahnung, dazu gucke ich den THW viel zu wenig. War gestern nur eine Ausnahme. Habe mich aber sehr über die Elanlosigkeit in Angriff 1 nach der Auszeit gewundert.
Die Ansprache von Jicha fand ich, wie schon geschrieben, aber eigentlich gut. Er war emotional und zugleich präzise. Wenn er sie damit nicht erreicht hat, lag das nicht an ihm. Meine 2 Cents aus der Außenperspektive.
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In HZ2 nimmt Jicha eine Auszeit, ist sehr emotional und appelliert an die Ehre seiner Mannschaft. Schließt mit der konkreten Ansage eines Ablaufs. Aus der Außenperspektive eine gute Auszeit. Richtige Inhalte, Ton getroffen, Lösung vorgegeben.
Spiel geht weiter, sein Rückraum spielt etwas völlig anderes: Eine Jugo Links Bewegung als Auftakt, der Ball wird 3x weitergestoßen, Reinkind schließt nicht einmal halbherzig und ohne große Vorbereitung ab - Ball weg.
Für mich die Szene des Spiels (Nicht im Sinne von Spielentscheidend) und der bisherigen Kieler Saison.
Das geht so keine Woche mehr gut.
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Endlich mal wieder ein neuer , ernstzunehmender Verein [...]
Mit Verlaub, nein. Ernstzunehmende Vereine betreiben eine seriöse Finanzplanung.
Bei ernstzunehmenden Vereinen besteht nicht der Zweifel, ob nicht am Ende nur ein Finanzriese aus den Fjorden den Versuch einer riesigen Marketingkampagne für die eigene Supermarktkette unternommen hat und damit kolossal gescheitert ist, weil man im Gegensatz zum Vorbild Mateschitz nicht einen globalen Markt bedient sondern nur den norwegischen, welcher viel abhängiger von den (derzeit miesen) Konjunkturzyklen ist als die Brause-Blaupause.
Bei ernstzunehmenden Vereinen ist nicht fraglich, ob sie in 3 Jahren überhaupt noch in der aktuellen Form existieren.
Kolstad ist ein künstlich aufgeblähtes Konstrukt für die eventfreudigen Gutbetuchten im urbanen Raum Norwegens. Wer mal bei einem Großturnier mit norwegischer Beteiligung war kennt dieses Publikum. Es geht um die norwegische obere Mittelschicht - die wohl größte und finanzstärkste obere Mittelschicht Europas in Relation zur Landesgröße. Die sollen ihren Einkauf bei Rema machen und ganz nebenbei bringen Tickets und Merch auch ein paar Pfennig rein. Thats all. Marketing.
Das ist für mich kein ernstzunehmender Verein.
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Das ganze fühlt sich ein bisschen an, als hätte Hanning seit einigen Jahren einen Spielstand bei "Handball-Manager" auf "Leicht" am Laufen. Das soll in keiner Weise diskreditieren. Aber er lässt es nun mal so unglaublich einfach aussehen, aus dem Nichts etwas Fantastisches zu formen. So wie der dieses Projekt dort aufgezogen hat - schon als die aktuelle Leistungsträgergeneration noch B-Jugendlich war ist das Ganze angelaufen - das ist wirklich phänomenal.
PS: Jetzt wo ich drüber nachdenke; ich weiß gar nicht ob es wirklich einen "Handball-Manager" für Spielkonsolen gibt. Das wäre mal was für die Kids! EA Sports, übernehmen.
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Ich fände es wichtiger einen wirklich jungen RM ( bzw zum. U25) zu holen, ebenfalls mit diesem Ziel, egal ob JG 25 geht oder verlängert ist er dann 32 und Mads 34 wenn ich mich grad nicht täusche. Möller ist so viel jünger nicht und bei ihm bleibt einfach ein Fragezeichen. Pytlik sehe ich momentan nicht als Mittelmann und das wäre auch verschenkt
D'accord.
Pytlick und Möller sind auf ihrem derzeitigen Entwicklungsstand an guten Tagen Weltklasse, an durchschnittlichen Tagen HBL-Spitzengruppe-Mittelmaß. In die Leistungen beider Konstanz zu bringen, wird eine der zentralen Herausforderungen Krickaus sein, will man in 4 Monaten wirklich um (alle) Titel mitzocken. Beide sind noch nicht verlässlich genug, müssen aber das Vertrauen wieder und wieder bekommen, um sich entwickeln zu können. Dabei ist natürlich inbegriffen, dass es Spiele geben wird, in denen sie das Vertrauen enttäuschen werden. Es kann nicht anders sein und es ist ein wichtiger Teil des Prozesses. Aber diese Situation stellt jede Mannschaft der Teamsportgeschichte vor die Frage nach dem Umgang damit.
Der "Rückenfreihalter" auf RL ist in der Konstellation des Flensburger Kaders Mensah, der etatmäßig auf RM geplant aber wohl die beste C-Lösung auf RL in der gesamten Welt ist. Wenn Ptylick als auch Möller ihr Pulver verfeuern und es an einem der besagten durchschnittlichen Tage mal nicht ausreicht, muss sich eine gegnerische Spielvorbereitung auch noch auf einen dritten Halben ungeheueren Formats vorbereiten. Das ist eine unheimliche Waffe der Flensburger. Mensah spielt zwei Positionen annähernd gleichgut. Das macht die SG an formstarken Tagen sehr, sehr schwer berechenbar. Mensah ist für mich der absolute Keyplayer dieser Kaderzusammenstellung. Und das sogar, wenn er nicht mal viel spielt.
Nur, wenn Mensah Feuerwehr spielen gehen muss, ist JG allein auf der Mitte. Ich halte daher die Verpflichtung eines zusätzlichen RM für sinnvoller, gerade weil Mensah RL auf einem Niveau spielen kann, wie wenige andere. Diese Qualität würde sich weniger ausspielen wenn noch ein dritter regulärer RL Spielzeit bekommen soll - oder er sitzt eben wenn Mensah dort spielt. Das ist Quatsch.
Im Übrigen: Ich halte die Tatsache, dass Flensburg eben keinen siebten Rückraumspieler (das wäre in meinem Verständnis dann der dritte RM) im Kader hat, für ein Indiz seriösen Wirtschaftens. Wenn man sich nur 6 leisten kann, spielt man auch nur mit 6. Das ist riskant, aber zeitgleich nachhaltiger.