Beiträge von brodie79

    Duvnjak war doch schon vor sechs Jahren weitgehend aus dem Angriff raus, als Sagosen da war und genügend Spieler fit waren. Da hat er nur Abwehr gespielt und ist die zweite Welle gelaufen. Schlussendlich ist er wieder im Angriff eine Option geworden, weil der THW seit vielen Jahren vergeblich versucht hat, eine neue erste Reihe aufzubauen.

    Man hat vor vier Jahren Johansson und Wallinius geholt, vor drei Jahren Skipagøtu und vor zwei Jahren Madsen. Das waren auch keine reinen Nachwuchstalente, denn bis auf Skipagøtu haben alle CL gespielt, bevor sie nach Kiel gekommen sind. Normal müssten diese vier heute Kiel im Rückraum tragen, was sie aus verschiedenen Gründen nicht machen (können). Nicht zu vergessen Bilyk, der gerade mal 39 Tage älter ist als ein Felix Claar, d.h. auch jetzt nicht aus Altersgründen nicht mehr in Frage käme. Das sind fünf Rückraumspieler, die heute im Alter zwischen 24 und 29 sind.

    Es gab doch in Kiel in den letzten Jahren nie diesen Punkt, wo der Plan war, voll auf Duvnjak zu setzen, sondern schlussendlich musste man es immer wieder, weil man es bisher nicht geschafft hat, Spieler zu finden, die es sportlich und gesundheitlich schaffen, den THW so zu tragen, dass Duvnjak einen auf O'Sullivan macht und auf dem letztem Kaderplatz die Rolle des Kapitäns spielt, der sportlich jetzt nicht so wirklich gebraucht wird. Mit Makuc, Köster und Ankermann sollten sich doch zumindest andere Möglichkeiten ergeben.

    Das schöne im Handball der letzten Jahre war doch, dass Teams erfolgreich waren, die eine klare strategische und systematische Arbeit geleistet haben. Sowohl von der Trainingsarbeit, als auch von der Kaderplanung. Die Jäger von Einzeltalent, auch mit tiefen Kadern, liefen den großen Erfolgen, gerade europäisch, eher hinterher. Wenn man sich mal die Top 3 der CL letzte Saison ansieht, dann sieht man Kader, die gar mal so tief besetzt sind.

    Barcelona hatte letzte Saison die Cikuša Brüder mit 20 als Backup im Rückraum und Seif El-Deraa. Da hat man schon gesehen, dass so ab Position 14 im Kader das Niveau nicht mehr so richtig da ist. Aufgrund der Liga brauchen sie natürlich auch weniger. Ähnlich war es bei Magdeburg, wo man bei Weber, Zehnder und O'Sullivan auch wusste, dass sie abseits von 7m-Problemen nicht eingesetzt werden. Dort ist offenbar schon der dritte Rechtshänder und gewissermaßen fünfte Rückraumspieler mit Jonsson mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden, weil er offensiv so wenig eingesetzt wird. Wenn man dem glauben kann, was man hier so liest, hat er offenbar direkt in seiner ersten Saison wieder an seinem Abschied gearbeitet. Berlin verzichtete vorletzte Saison nach dem Karriereende von Drux komplett auf einen siebten Rückraumspieler, selbst der sechste mit Beneke spielt kaum. Da haben sie dann am Ende einen dritten Linksaußen mitgenommen, damit der Kader voll wird. Letzte Saison war dann Nachwuchsspieler Pichiri die Nummer sieben im Rückraum.

    Für den THW wird wichtig sein, dass sich ein Kern an Spielern herausbildet, die das Spiel tragen und nicht immer wieder mit kleineren oder größeren gesundheitlichen Problemen ausfallen. Spieler, die nicht nur für die Spiele fit sind, sondern auch für Training, sodass sich über Zeit und Trainingsarbeit ein echtes Mannschaftsspiel etabliert. Wenn es mal zu langfristigen Ausfällen in diesem Kern kommt, dass man muss man sportlich als auch finanziell vorbereitet sein, hier möglichst hochwertigen Ersatz zu holen, so wie das Magdeburg z.B. mit Smárason vorletzte Saison gelungen ist. Sollte der Kader weiter so verletzungsanfällig sein, wird es vermutlich schwierig sein, sich als Mannschaft entscheidend zu verbessern.

    Das waren die Worte vom Aufsichtsrat laut dem NDR-Artikel.

    Zitat

    Auch auf die Frage, nach welchen Kriterien der Aufsichtsrat Szilagyis Arbeit bewertet, bleibt Kruse eher grundsätzlich. Er verweist auf dessen Verantwortung für Budget, Kaderplanung und Trainerauswahl.

    Warum diese Kriterien trotz Platz sechs und des Verpassens des internationalen Wettbewerbs zu einem uneingeschränkten Vertrauensbeweis führen, beantwortet Kruse jedoch nicht konkret. Selbst auf die Frage, welche Erwartungen der Aufsichtsrat künftig an Szilagyi stellt, bleibt er allgemein: Man wolle den eingeschlagenen Weg gemeinsam fortsetzen.

    Die meisten Geschäftsführer, die nicht auch Inhaber sind, haben normalerweise Zielvorgaben, die immer geprüft werden. Das scheint es beim THW nicht zu geben oder wenn man diese nicht benennen will, dann drückt man sich vlt. auch einfach ungeschickt aus, sodass es so aussieht, dass es keine gibt. Bleibt so ein bisschen die Frage, ob Szilágyi wirklich das komplette Vertrauen hat und frei agieren kann oder ob die wichtigen Entscheidungen nicht ohnehin woanders getroffen werden und er gar nicht der starke Mann ist.

    Man sieht aber schon, dass beim THW nicht der ganz große Druck auf dem Kessel ist und im Zweifel lieber zu lange gewartet wird, als zu vorschnell gehandelt. Insofern wird Lund auch Zeit bekommen, selbst wenn es nächste Saison keinen ganz großen Sprung nach vorn gibt. In jedem Fall scheint es so zu sein, dass das Vertrauen sehr groß ist, wenn einmal jemand da ist, auch wenn es nicht so läuft und kritische Geister, so wie ich, das mitunter auch nicht verstehen.

    Infantino ist seit Jahren bereit für Geld wirklich alles zu machen. Wenn jemand mit einer Idee um die Ecke kommt, wo es für ihn was zu verdienen gibt, wird er kreativ, wie er das irgendwie so durchbekommt, dass es rechtlich noch geht, egal wie lächerlich er sich damit macht. Dann bereitet er im Hintergrund Dinge vor, die dann so bekloppt sind, dass man nicht mal damit rechnet. So Dinge, wie dass der FIFA-Präsident auf einmal durch lautes Beifall-Klatschen bestimmt wird und nicht etwa durch eine nachvollziehbare Wahl.

    Die Idee war sicher, dass 30 Minuten vor einer Abstimmung zu platzieren ohne dass sich ein organisierter Widerstand bilden kann und genügend kleine Verbände mit Dollar-Zeichen in den Augen zustimmen.

    Eric war doch auch ständig angeschlagen. Außerdem musste er immer werfen, wenn Dule und Reinkind mit ihm den Rückraum gebildet haben, weil die konsequent verweigert haben. Jicha hat das diverse Male zugelassen, sodass er sich oftmals über 10 Würfe genommen hat bzw. nehmen musste, dabei aber nur zu 2 bis 3 Treffern kam.

    Johansson hat den Punkt, wo er werfen will, schon lange hinter sich. Er will passen und das wissen mittlerweile auch alle. Er steigt hoch, mehr oder weniger mit einem Schritt und hofft, dass jemand darauf beißt, dass er werfen will. Wenn ja, gibt es potentiell Platz für einen Pass. Beim EL-Final 4 war das sehr heftig, wie ihn die Abwehr von Montpellier und Melsungen dominiert hat. Die sind meist nicht einfach nur defensiv geblieben, sondern haben angetäuscht, dass sie raustreten und sind gleich wieder zurückgegangen. Das hat ihn völlig verunsichert und er hat dann in der Regel fast schon hilflos aus dem reinem Armzug geworfen mit den entsprechenden Quoten.

    In der Abwehr verweigert er in der Regel komplett. Im Alles oder Nichts Spiel gegen Melsungen hat er in den Momenten, wo er auf halb verteidigen musste, Krištopāns einfach durchlaufen lassen. Der war fast erschrocken, weil Landin wirklich alles, was er an Kraft hatte, eingesetzt hat, um ihn zu halten und er nun quasi ohne Körperkontakt einfach durchgehen konnte. Da musste er erstmal das Timing finden. Hier muss Johansson zwingend einen anderen Zugang finden. Da kann er keine Dika-Mem-Alibi-Verteidigung machen. Man kann nur hoffen, dass es körperliche Gründe gab, weshalb er Kontakt mehr oder weniger aus dem Weg gegangen ist und er hier mit voller Energie auch defensiv sich reinwerfen kann, um wieder ein kompletter Spieler zu sein.

    Grundsätzlich haben die Halb-Positionen mit Makuc natürlich sehr große Chancen in eine viel bessere Lage zu kommen. Wenn es Makuc gelingt ähnlich wie in Barcelona die Halben zu holen, sodass die in eine Position kommen, wo sie eine klare Wurfchance haben und nicht ohne Vorbereitung am Mann hochsteigen, dann ist da viel möglich. Auch gerade mit Johansson, wenn er dann wirklich auch mit Überzeugung in den Wurf geht. Sollte die Abwehr dann wirklich auf ihn raustreten, dann hat er so eine exzellente Übersicht, dass er gerade den Kreis sehr gut bedienen kann. Aber dazu muss man natürlich seinen Wurf respektieren.

    Die Halben bei Barcelona haben das vorgemacht, was mit Makuc möglich ist. Nur nur, dass sie in gute Wurfgelegenheiten kommen, sie haben auch in der Regel die meisten Vorlagen, weil sie sehr spielintelligent agiert haben mit einer guter Mischung aus Wurf und Pass, wenn die Abwehr raustritt. Dazu kann Makuc das super lesen, wenn die Abwehr zu sehr auf das Holen der Halben geht und er dann selber gehen kann.

    Nicht nur, weil er aus Barcelona kam, aber aus meiner Sicht würde es Sinn machen, dass sie Kiel eher an Barcelona orientiert als am SCM, d.h. klassisches Spiel als Durchbruch. Man hat zum einen Halbe, die aus dem Holen werfen können. Wenn er halbwegs fit ist, auch Reinkind. Wenn man von ihm nicht verlangt, dass er sich im 1:1 gegen die Abwehr durchsetz oder irgendwie drüber wirft, dann kann sein Wurf weiter eine Waffe sein, wenn er aus der Bewegung abdrücken kann. Zum anderen auch, weil man Kreisläufer hat, die es gewohnt sind, sich in anspielbare Positionen zu laufen, wie Frade in Barcelona.

    Setzt man auf Durchbruch, dass ist die Aufgabe vom Kreis primär das Stellen von Sperren. Außer Stuttgart mit ihren vier Rückraumspielern hat letzte Saison kein Team weniger Tore vom Kreis gemacht als der SCM. Das war auch die Vorjahre so, dass es meist so Platz 15 in der Liga war. Letzte Saison war die Quote nicht beste, da war es nur Platz 17, mit normaler Quote wäre es Platz 16. Und das liegt nun nicht daran, dass Saugstrup und Bergendahl schlechte Spieler sind. Kiel hat mit Pekeler und Laube aktuell zwei Kreisläufer, die es gewohnt sind, angespielt zu werden und sich in Position zu bringen und nächste Saison mit Fischer einen weiteren Kreisläufer in diese Richtung. Will man auf Durchbruch gehen, dann ist vielmehr der Kreis die entscheidende Position, noch mehr als die 1:1 Fähigkeit der Rückraumspieler.

    Schon letzte Saison hat man beim THW gesehen, dass es das 7:6 braucht, um Lücken für Durchbrüche zu stellen. Erst durch den zweiten Kreisläufer hatte Skipagøtu Platz. Ohne den hatte er extrem viele Auffahrunfälle und wie vermutlich 95% aller Spieler scheint er körperlich nicht in der Lage diese Belastung auszuhalten. Insofern weiß ich gar nicht, ob das so gut ist, wenn Kiel auf Durchbruch spielen will. Da bin wirklich mal gespannt, wie das praktisch funktioniert. Beim SCM gibt es nicht umsonst eine Zeit vor und mit Saugstrup. Ohne die Verpflichtung von Saugstrup kommt Magdeburg vlt. nie da nach ganz oben mit dem Durchbruch-Spiel.

    Im SHZ-Ticker stand das:

    Zitat

    Neben den verletzten Akteuren Emil Madsen und Vincent Büchner sind auch die angeschlagenen Elias Ellefsen á Skipagötu und Jarnes Faust in Kiel geblieben und verpassen das Testspiel in der ausverkauften Werner-Kuhrt-Halle in Hohn gegen Drittligist HSG Eider Harde.

    Natürlich hat man das mit PdV. Das ist aufgrund seiner Verletzung und weil es zu weitsichtig war, aber leider in die Hose gegangen. Darauf wollte ich hinaus. Weitsichtig muss also nicht immer gleichbedeutend mit gut sein.

    Im März 2021 hat man die Vertragsverlängerung von Landin um vier Jahre bis 2025 bekannt gegeben ohne jede Erwähnung von Klauseln. Im April 2022 hat man veröffentlicht, dass Landin im Juni 2023 den THW verlassen wird. Im November 2022 hat man die Verpflichtung von Gérard bekannt gegeben mit einem Jahresvertrag inkl. Option auf ein zweites. Der war dann 36 als er beim THW hätte einsteigen sollen, was er bekanntlich nie wirklich gemacht hat. Im August 2023 hat man dann bekannt gegeben, dass Pérez de Vargas ab 2025 im Tor stehen wird. Man hatte also vermutlich gehofft, dass man mit Gérard die Zeit überbrückt bekommt, bevor man eine neue Lösung hat, die dann Pérez de Vargas wurde. Aber auch hier wieder ein Spieler, der auch 34 war bei Vertragsbeginn in Kiel.

    Klar können Torhüter auch länger top bleiben, aber wenn man sich ansieht, dass z.B. der SCM Torhüter holt, die 23/24 sind und schon in dem Alter vielversprechende Leistungen gezeigt haben, dann kann man doch in Kiel nicht von weitsichtiger Planung reden, sondern eher von Reaktionen auf eine ausbleibende Planung und deren Rettung.

    Bei Frankreich gegen Paraguay z.B. hat man eine ähnliche Treterei auch zugelassen. Es war einfach die Linie, die man vorgegeben hatte. Diese WM hatte wieder einen Rückgang der Karten zu verzeichnen. Die kartenreichste WM war 2006. Da gab in 64 Spielen 326 gelbe und 19 gelb-rote Karten, d.h. in Summe 345 gelbe Karten, was einen Schnitt von 5,39 pro Spiel macht. 2026 jetzt in 104 Spielen 280 gelbe und 2 gelb-rote Karten, d.h. in Summe 282 gelbe Karten, was im Schnitt 2,77 gelbe Karten pro Spiel macht. Man ist also bei fast der Hälfte der Karten gegenüber dem "Rekord-Turnier". Nach 2006 gingen die gelben Karten 2010 und 2014 auch zurück, sodass 2014 auf einem ähnlichen Level war wie jetzt, bevor es dann 2018 und 2022 wieder nach oben ging. Es war jetzt die vierte WM in Folge, wo es nur zwei oder drei gelb-rote Karten gab. Die zweite gelbe Karte scheint bei WMs mittlerweile sehr schwierig zu bekommen. Dafür gab die Renaissance der roten Karte. Nach zwei Turnieren, wo es fast gar keine gab, ist man jetzt wieder bei einem normalen Schnitt für WMs. Dort hält die WM 1990 den Rekord für den höchsten Schnitt mit 16 in 52 Spielen, d.h. 0,31 pro Spiel.

    Ich kann Dir bei der Bewertung des Schiris nicht im geringsten zustimmen. Die Situation nach dem Spiel ist auch eine Folge dass er eine viel zu großzügige Linie hat laufen lassen. Spätestens nach 15 min hätte Argentinien die erste Karte verdient gehabt. Die gelb-rote Karte ist ein klarer Fehler - das war ganz klar glatt rot. Hatte allerdings für das Spiel keine Auswirkung. Das abgepfiffene Tor wegen angeblichem Foul passt nicht zu der Linie des Spiels - nach deiner Lesart nicht jeder bums - war das niemals ein Foul.

    Ein guter Schiri hätte mit frühem Grenzen aufzeigen dafür gesorgt dass viele Ruppigkeiten unterblieben wären

    Das kann sicher so sehen, hat aber in der Vergangenheit auch gerne mal anders herum funktioniert. Spiele, in denen Schiedsrichter schnell härter sanktionieren, enden dann in frühen Platzverweisen, was für noch mehr Chaos und Hektik sorgt. Oder es hilft auch gar nicht. Als Beispiel das Spiel Holland gegen Argentinien im Viertelfinale 2022, was Argentinien nach Elfmeterschießen gewinnt. Da endet das Spiel mit 18 gelben Karten und nur einer gelb-roten gegen Holland nach dem Schlusspfiff. Hier hätte der Schiedsrichter aufgrund der schnelleren gelben Karten viel mehr Spieler vom Platz stellen müssen bei einer konsequenten Linie, aber geholfen, das Spiel zu beruhigen hat es nicht.

    Bei Weltmeisterschaften gibt es bei jedem Turnier schlechte Schiedsrichter-Leistungen, weil immer viele pfeifen, die sonst nie auf diesem Level unterwegs sind. Viele Schiedsrichter sind auch nur das eine Turnier dabei. Grundsätzlich gibt es ein Limit von drei WM-Turnieren. Es gibt nur einen Schiedsrichter, der mehr als 10 Spiele bei einer WM gepfiffen hat mit dem Usbeken Ermatov von 2010 bis 2018.

    Daher gibt es auch regelmäßig wildeste Geschichten. Mein Favorit ist ecuadorianische Schiri Byron Moreno, der 2002 das Skandal-Spiel zwischen Gastgeber Südkorea und Italien gepfiffen hat und maßgeblich an deren Ausscheiden beteiligt war, was dann wiederum gut für Deutschland war, weil so Italien als potentieller Gegner fürs Halbfinale raus war. Der wurde dann einige Jahre später beim Versuch Drogen am Körper zu schmuggeln in New York festgenommen, was den damaligen italienischen Torhüter Buffon zu dieser Aussage veranlasste: „Sechs Kilo Drogen? Meines Erachtens hatte er diese schon 2002, aber nicht in der Unterwäsche, sondern im Körper.“

    Argentinien hat doch schon häufig so gespielt, gerade wenn sie merken, dass sie unterlegen sind. Das erste WM-Finale, was ich gesehen habe, war 1990, wo Argentinien dann die ersten beiden Platzverweise in der Geschichte der WM-Finale bekommt. Da wirkten auch einige, als hätten sie etwas eingeworfen.

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    Monzon, Klinsmann und auch der Schiri unvergessen.

    Die letzten 30 Minuten von England wirkten wie eine Formations-Übung ohne Gegnerfokus. Stehe ich richtig? Stehen wir richtig? Wer steht wo? Wie sind die Abstände? Verschieben wir richtig? Entstehen keine Lücken zwischen uns? Die waren alle mit sich selbst beschäftigt. Dann stellt Tuchel auch noch die Formation durch die Wechsel um, wo noch mehr Unsicherheit reinkommt. Ich dachte eigentlich, dass die Idee der 5er-Kette ist, dass die Außenverteidiger dann dann höher schieben können, um die Flanken zu verhindern oder zumindest mal bisschen Druck zu machen, aber die haben weiter nur den Raum verteidigt, auch wenn da weit und breit überhaupt niemand war. Das war skurril anzusehen in einem WM-Halbfinale.

    Zverev ist in erster Linie sehr konstant auf sehr hohem Niveau, ohne die großen Peaks zu haben. In den letzten zehn Jahren stand Zverev nur 2022, durch die Verletzung bei den French Open, am Ende des Jahres außerhalb der Top 7 in der Weltrangliste. Er ist aktuell auf Platz 15 aller Spieler jemals bei den Wochen in den Top 10. Wenn er noch drei gute Jahre hinbekommt, kann er da bis auf Platz 7 kommen. Ende diesen Jahres wird er an Björn Borg vorbeiziehen. Schafft er die drei Jahre, wird er auch auf der ATP Tour die meisten deutschen Siege haben. Bis zu Tommy Haas fehlen ihm jetzt noch fünf, bis Boris Becker sind es einige mehr.

    Bei den ganz großen Spielern siehst du, dass sie bei Spielen gegen andere Top 10 Spieler eine Sieg-Quote von 65% aufwärts haben. Das hatte z.B. genau Becker. Zverev ist da jetzt bei 40%. Durch die vielen Spiele gegen Sinner ist die Quote ein gutes Stück gefallen, aber es zeigt auch, dass er überhaupt in diese Spiele kommt. Fast alle anderen haben ähnliche Quoten, aber mit viel weniger Spielen, weil sie nicht konstant sind.

    Aber er hat eben gegen die sieben Spieler, gegen die er in seiner Karriere am meisten gespielt hat, eine negative Bilanz. Da sind dann nicht nur Sinner, Alcaraz und Djokovic, sondern auch Medvedev, Fritz, Tsitsipas und Thiem.

    Das ganze ist vor allem ein Trick, dass die WM 2034 in Saudi Arabien stattfinden kann, nachdem sie erst 2022 in Qatar war. Aufgrund des Rotationsprinzip der Austragung in den Kontinentalverbänden hat man durch die nächste WM sowohl Europa, Afrika als auch Südamerika abgedeckt, sodass 2034 wieder Asien möglich war.

    Auch ter Stegen hat bis zu seiner Verletzung Hinrunde Saison 24/25 8-9 Spieltage super gehalten. Also völlig Banane zu behaupten, das seine beste Zeit lange vorbei ist.

    Leider haben ihn Verletzungen immer wieder ausgebremst

    Wenn ter Stegen mal wieder gesund wird, dann kann er sicher nochmal angreifen. Bei Torhütern ist das sowieso manchmal wild.

    Emiliano Martínez, der bei Argentinien im Tor steht, ist mit 20 Profi bei Arsenal geworden. Danach ist er sieben Jahre lang an unterklassige englische Vereine, sowie nach Spanien zu Getafe ausgeliehen worden. Dort war er noch mit 25 Jahren 2. Torhüter bei einem Aufsteiger in die erste spanische Liga. Mit 27 hat er dann überhaupt mal eine erste Chance bei Arsenal bekommen, bevor er mit 28 zu Aston Villa gewechselt, mit fast 29 sein Debut in der Nationalmannschaft gab und wenige Monate später Weltmeister wurde und danach Preise als bester Torhüter erhalten hat.