Beiträge von brodie79

    Wen hättest du gerne, also realistisch möglich? Fis etc. Sind ja leider raus.

    Mal als Beispiel, wegen Fis, der nun zu Barca geht als Nachfolger von Dika Mem.

    Wenn man die Leute fragen würde, ob Mem oder Blaž Janc der bessere Spieler ist, dann würden vermutlich die meisten (oder alle) Mem sagen. Für Barca war aber von essentieller Bedeutung für die CL, dass sie Mem nicht einsetzen mussten, obwohl der mutmaßlich bessere Spieler ist.

    Wenn Mem spielt, müssen sie in der Abwehr immer Mem auf Außen parken, damit sie auf Halb eine vernünftige Verteidigung haben. Also hat oft Janc mit Mem gespielt. Janc in der Abwehr auf Halb und Mem auf Außen, dafür Mem offensiv auf Halb und Janc auf Außen. Das hat aber bedeutet, dass der Rechtsaußen Aleix Gómez nicht spielen konnte oder rauswechseln musste. Zum einen hat Barcelona damit in der Defensive jemand verloren, der gut antizipiert und Ballgewinne hat und zum anderen hat das im Gegenstoß und der schnellen Mitte sehr viel Tempo gekostet. Dadurch, dass Janc aber offensiv durch die Vorarbeit von Makuc keine Heldentaten vollbringen musste, um auch dort ein Faktor zu sein, konnte Barcelona mit Janc und Aleix spielen und hat davon extrem profitiert.

    Daher muss man aus meiner Sicht immer schauen, was für das Gesamtgefüge der Mannschaft die sinnvollste Option ist und nicht ob Spieler A nun besser als Spieler B ist.

    Hat man nicht aus ähnlichen Gründen auch mal Gisli ziehen lassen?

    Sicherlich. Aber da musste Magdeburg auch eine Weile gucken, bis es besser wurde. Direkt in seinem ersten Spiel für den SCM hat er sich die zweite schwere Schulterverletzung zugezogen und ist für die gesamte Rückrunde ausgefallen und dann im Jahr darauf die dritte, wo er wieder für die restliche Saison ausgefallen ist. Danach war es zwei Jahre besser, bevor dann die vierte kam beim CL-Final 4. Ich schätze mal, dass man in Madeburg da auch stark dran gearbeitet hat bzw. auch muss, damit es möglichst bei vier bleibt. Wie gesagt: Wenn man denkt, dass man Mittel und Wege hat, dass es besser ist, kann es das Risiko auch wert sein.

    Freundschaft!

    Er hatte allerdings kein Vetragsangebot des THW. Er hätte dann auch noch einmal wechseln müssen.

    Das schon richtig. Aber er hätte doch sicher irgendwo vernünftig in Europa unterkommen können für die zwei Jahre und dann mit 32/32 nach Hause, wenn das finanziell so einen heftigen Unterschied machen würde zu dem, was er jetzt in Aalborg bekommt.

    Zumal es doch auch von THW-Seite aus ein gewisses Risiko ist, auf Skipagøtu zu setzen, so oft, wie er in den letzten drei Jahren ausgefallen ist. Es sei denn man ist zuversichtlich, dass man Mittel und Wege hat, dass es besser wird. Zum Beispiel nur eine gewisse Belastung oder Änderungen im Training, etc. Wobei es dann auch immer die Frage ist, wie er der die Nationalmannschaftsfenster übersteht, gerade die Turniere. Gerade wenn man sich die vorletzte Saison ansieht. Beim THW immer wieder verletzt ausgefallen oder angeschlagen wenig bis gar nicht einsatzfähig. Dann zur Nationalmannschaft und dort zwei Spiele durchgespielt und dann wieder nicht verfügbar. Ich fand es aus Kieler Sicht auch keinen No-Brainer mit ihm zu verlängern bis zu dieser Saison. Im Englischen gibt es diesen schönen Spruch: The best ability is availability. Das muss dieses Jahr zwingend besser werden.

    Magnus Landin hat auch nach acht Jahren im Ausland/Deutschland lieber einen Vierjahresvertrag in Aalborg abgeschlossen, als die zwei Jahre noch im Ausland zu bleiben. Und das mit 30/31. Er wäre sicher außerhalb von Dänemark für die zwei Jahre noch untergekommen, wenn er jetzt mit der Rückkehr nach Dänemark so große finanzielle Abstriche hätte. Das wird ihm Aalborg sicher auch finanziell lukrativ gestaltet haben.

    Das eigentlich würde ich streichen.
    Auf die jeweilige Linie (wenn es die denn zumindest gibt) muss sich eingestellt werden. Das ist auch Aufgabe der Spieler und des Trainers.
    Was das Spiel gegen Lemgo betrifft, fand ich es z.B. sehr erfrischend, dass es keine Hinausstellungen gab.

    Das hat Kehrmann in der Auszeit direkt zu Beginn der zweiten Hälfte z.B. seinen Spielern auch mitgegeben. Da hatte Versteijnen davor zwei Mal verworfen nach einem Schubser von Johansson. Da hat es in der Vergangenheit fast immer den 7m gegeben. Entsprechend hat sich Versteijnen auch aufgeregt und Kehrmann darauf verwiesen, dass auch Kiel in den Situationen keinen 7m bekommt. Nach der Auszeit hat Lemgo dann als Maßnahme auf die Linie der Schiedsrichter auch nicht mehr groß versucht gegen die Hand den Durchbrauch auf Halb zu suchen, weil das Abdrängen durch den Abwehrspieler nicht bestraft wurde in dem Spiel. Außerdem ist Duvnjak für Johansson rein und dann ist die Abwehr auch ohnehin etwas anderes.

    Jetzt im Spiel gegen Göppingen gab es zu Beginn eine Sequenz, wo Kiel nicht sauber in die Abwehr zurückgekommen ist und Köster dann zunächst auf Halb verteidigt hat und Johansson im Innenblock. Persson war aus den ersten Angriffen gewohnt, dass er leichtes Spiel (gegen Johansson) hat, aber Köster hat sofort gewusst, was er machen will und das zugestellt. Wenn Köster noch halb verteidigen könnte, hätte es auch der Innenblock einfacher, aber das ist nun gerade nicht. In allen Spielen hat es bisher die Einwechslung von Duvnjak gebraucht, damit die Abwehr besser wurde und vermutlich würde sie mit Ankermann statt Načinović in der offenen Variante auch noch besser stehen.

    In den drei Spielen hatten die Gegner in der ersten Halbzeit eine (zu) hohe Wurfquote, die dann in der 2. HZ deutlich geringer wurde. Aus meiner Sicht die Hauptaufgabe von Lund hier Mittel zu finden, dass das schneller passiert, weil man vermutlich nicht immer so zurückkommen kann. Wenn man noch das Parken des RM mitnimmt, muss Kiel vermutlich drei oder sogar vier Wechsel machen für eine Abwehr auf hohem Niveau. Da muss man in der Kaderplanung wirklich dringend ran.

    Bei Načinović konnte man schon im Vorfeld gewisse Zweifel haben, weil er bei den Kroaten auch gerne mal gestrichen wurde und die z.B. lieber den ehemaligen Leipziger Mamić für die Abwehr in den Kader genommen haben. Mittlerweile sieht man schon, dass er weder offensiv noch defensiv richtig herausstechen kann. Da sind auch mal gute Spiele dabei, aber ich sehe das Level für ganz oben bei ihm nicht. Sportlich würde ich maximal die Rolle als Kaderspieler sehen und einen richtig starken Verteidiger für Laube im Verbund mit Fischer, sodass Köster auch auf Halb verteidigen kann, wenn Duvnjak dann nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn Pekeler es gesundheitlich noch hinbekommt, dann wäre das natürlich top, aber irgendwie glaube ich das nicht mehr.

    Offensiv würde ich Reinkind nur mit Makuc spielen lassen. Der kann ihm den ein oder anderen auflegen, sodass er seinen Wurf aus dem Rückraum mit entsprechender Vorarbeitet auch gut nehmen kann. Mit Skipagøtu macht für mich keinen Sinn. Die erste HZ in Göppingen jetzt die erste in der Saison, die offensiv wirklich abfiel, was für mich auch mit der Kombo der beiden zu tun hat, die nicht zueinander passen. Ich finde es im Übringen sehr gut, dass Reinkind nicht versucht irgendwas zu machen, um seine Aufstellung zu rechtfertigen, sondern bisher sehr konsequent nur das gemacht hat, was er auch kann. In der Vergangenheit war die Disziplin im Rückraum manchmal bisschen verloren gegangen und es wurden nur schwer treffbare Würfe genommen. Das ist viel besser bisher.

    Sollte man sich kadertechnisch nochmal entscheiden, Faust draußen zu lassen und was passieren, würde ich auf Rechtsaußen einen der beiden RM stellen, wenn der Gegner dann soviel Platz lässt wie jetzt Göppingen. Szilágyi konnte sich in der Regel Abschlüsse auf dem Level von Rückraum Rechts gegen die Hand nehmen, weil soviel Platz war. Das sollte gerade Skipagøtu aus seinem Spiel viel besser gewohnt sein, wenn er auch mal dort spielt bzw. sich auch dorthin treiben lässt.

    Die Linie der Schiedsrichter war doch recht früh klar.

    Zum Beispiel beim 5:4 der 7m für Göppingen, wo Schiller dann den Heber versucht. Da geht Klöve in die Lücke, springt sich aber eine sehr schwierige Abschlussposition, bekommt aber noch einen kleinen Kontakt von Reinkind und es gibt 7m. Diese Aktion gab es in den bisherigen Spielen von Kiel die ganze Zeit, weil Reinkind und Johansson immer spät dran sind. War in den ersten beiden Spielen der Saison kein 7m. Gerade Versteijnen im ersten Spiel gegen Lemgo hat bei jedem Abschluss noch einen späten Schubser von Johansson bekommen, der nicht gepfiffen wurde. Da war klar, dass in dem Spiel bei leichten Kontakten im Durchbruch der 7m gepfiffen wird.

    Eigentlich wäre es natürlich gut, wenn die Schiedsrichter grundsätzlich nicht von Spiel zu Spiel andere Maßstäbe hätten, aber zumindest in einem Spiel sollte klar schnell sein, was der Maßstab ist. Im ersten Spiel gegen Lemgo gab es dann entsprechend bei solchen Kontakten bei Abschlüssen vom THW auch keine Strafe.

    Das ist sicher eine trainerphilosophische Frage, ob es einer Mannschaft mehr Sicherheit gibt, wenn man konsequent an Plan A festhält oder dass es auch einen Plan B gibt? In der Theorie macht ein Wechsel von A auf B natürlich Sinn, wenn A nicht funktioniert, aber verliert man durch das Wissen um Plan B vielleicht auch etwas der Sicherheit und Konsequenz von Plan A, weil man um die Möglichkeit von Plan B weiß? Darüber kann man vermutlich trefflich philosophieren.

    In diesem System ist auch Nacinovic im IB ein Thema

    Das ist richtig. Gerade weil von den Halben kaum Druck auf den Gegner kommt, muss der Innenblock sehr viel verteidigen und da stimmt es auch einige Mal nicht. In den ersten beiden Spielen hat sich der Innenblock auch oft rausziehen lassen ohne großen Druck, während die Halben sind passiv geblieben sind, sodass es dann sehr einfach war hinter den Block zu kommen und dorthin zu passen. Man hat jetzt in beiden Spielen sehr viele Sperren der gegnerischen Kreisläufer gegen die Halben gesehen, die meist zu spät merken, was gespielt wird, obwohl es sich auch gerne mal wiederholt und wiederholt. Der Innenblock verliert dann auch die Übersicht und ist weder auf dem Pass, noch am Kreisläufer und wirkt mitunter etwas wild und verloren. Da ist noch viel Arbeit in der Abwehr vor Kiel.

    Klar, es waren jetzt noch nicht die Top-Top-Gegner, aber ich finde schon, dass man sieht, wie versucht wird, den Ball deutlich mehr laufen zu lassen und die Außen auch insgesamt vorbereiteter wirken, d.h. sie machen gerne mal schon eine Bewegung in die Aktion, bevor der Ball kommt und stehen nicht nur für die Breite da und warten. Die großen Tests werden kommen, aber bisher sieht es doch so aus, als könnte schon mehr Fluss ins Angriffsspiel kommen und das braucht so oder so Zeit. Da wird sicher schon mal eine Delle kommen, aber der Wille scheint da und wenn man da dran bleibt und die vielen Trainingszeiten nutzt, sich nicht von Rückschlägen aus der Ruhe bringen lässt, dann kann das doch offensiv in eine sehr gute Richtung gehen.

    Die Abwehr wird mit dem aktuellen Kader sicher das Thema sein, wo es am meisten zu tun gibt, etwas zu finden, was funktioniert. Gerade die Halbpositionen hatten gegen Lemgo schon Mühe wie in den letzten Jahren. In beiden Spielen aber die Wurfquote vom Gegner in der 2. HZ deutlich reduzieren können. Gegen Lemgo von 65% auf 50%, gestern von 70% auf 52%. In Bietiegheim zumindest Torwart auch in Faktor dabei.

    Vorne bisher sehr konstant. Die vier Halbzeiten bisher mit Wurfquoten von 68%, 69%, 73% und 68%. Trotz auch sehr unterschiedlichem Personal. Da hat sich bisher dann immer eine Kombination gefunden, sicher auch dank der entsprechenden Kadertiefe, zumindest offensiv.

    Bei der Art von Hero-Ball, welcher unter Gíslason gespielt wird, ist keiner der üblichen Verdächtigen gut genug, dass er in jedem Spiel liefern wird. Man kann aufgrund einer hohen Masse an potentiellen Kandidaten, die sich in einen persönlichen Flow spielen können, immer hoffen, dass mindestens einer es gerade jetzt in dem Moment fühlt und erfolgreich ist. Das wird vermutlich weiter ein Trial and Error werden, wer das an dem Tag gegen den Gegner ist. Für mich ist Lichtlein die einzig spannende Personalie, weil er für einen ganz anderen Handball steht in Berlin und irgendwie so gar nicht zu Gíslason passt. Lässt er Lichtlein "sein" Spiel machen mit entsprechenden Einsatzzeiten oder bleibt er eine Kaderergänzung, die nur kommt, wenn man mal was ganz anderes probieren will?

    Bilyk musste sich bei den bedeuteren Spielen meist hinten anstellen und hat dann trotzdem ohne Murren und selbstverständlich drei Tage später bei einem sogenannten Pflichtsieg für die Meisterschaft seine Tore gemacht und Kiel viele Spiele gewonnen. Diese Pflichtsiege sind in der Realität auch nicht mal eben zu erreichen, da muss man schon Qualität haben, gerade weil beim THW in seiner Zeit nie viele qualitativ hochwertige Wurfchancen durch Teamhandball herausgespielt wurden, sondern er sich auch viele schwere Würfe nehmen musste. Da braucht man schon nicht wenig individuelle Qualität. Nicht umsonst hat er bei der letzten Meisterschaft 22/23 die meisten Feldtore für Kiel in der Liga gehabt. Dadurch bekamen andere auch ihre Pausen, um dann in den entscheidenden Spielen selbst glänzen zu kommen. Den Ruhm bekommen dann aber nur Final-Helden. Und natürlich hat ihm immer das Quäntchen Qualität gefehlt, um selbst einer zu sein. Dass er dann ab 23/24 ein RM sein sollte, war auch eine totale Fehleinschätzung bei der Kaderplanung, die ihm persönlich in der Wahrnehmenung auch sehr geschadet hat.

    Für jemanden, der Eisenach nicht näher verfolgt, war das doch recht überraschend, dass es da so grundlegende Probleme gibt, als diese öffentlich wurden. Für Insider vielleicht nicht. Kaufmann hat im Oktober 2021 übernommen. Nach zwei Jahren wurden im Dezember 2023 die Verlängerungen von ihm und Nowak bis 2027 und Witte bis 2029 bekannt gegeben. Da wirkte doch alles in Ordnung. Im Herbst 2024 gingen dann die öffentlichen Streitigkeiten los. Heißt drei Jahre hatte man doch den Eindruck, dass sich Eisenach sehr erfolgreich gemeinsam in die 1. Liga gearbeitet hat und auf einem guten Weg war, sich gut in der Liga zu etablieren. Dass es da hinter den Kulissen so schwierig lief, kam zumindest für einen wie mich, der weg ist, sehr überraschend, weil normal gerade die kleineren Standort diese Richtungsstreitungen nicht kompensieren können und dann schnell der sportliche Erfolg ausbleibt.

    Letzte Saison hat Abdelhak als zweiter Rückraum Rechts einige Spiele gesund auf der Tribüne gesessen, nachdem Pekeler wieder fit war, womit es 17 gesunde Profis im Kader gab. Da wurde statt Abdelhak lieber der vierte Kreisläufer in den Kader genommen wurde. Da er aber eh nicht mehr (viel) gespielt hatte, fiel das aber gar nicht groß auf. Spätestens durch die Verletzungsproblem von Skipagøtu war das dann auch nicht mehr nötig.

    Die BBL ist eine reine Sprungbrettliga zu den großen Ligen wie der ACB in Spanien oder zumindest zu Teams, die in der Euroleague spielen. Das ist eine geschlossene Super-Liga, für die es keine sportliche Qualifikation gibt. Deren Teams spielen aber trotzdem noch in den normalen Ligen der Länder. Den finanziellen Unterschied sieht man bei Bayern, die dort spielen im Gegensatz zum Rest der Liga. Alba ist seit letzter Saison nicht mehr dabei. Heißt für die ausländischen (meist amerikanischen) Spieler, die primär die Qualität bestimmen, gibt es in der Regel kein Interesse langfristig in Deutschland zu bleiben. Wenn man schon "nur" in Europa unterkommt, dann bei einem Euroleague-Team. Ansonsten gibt es z.B. auch China oder auch Australien als Möglichkeiten, die auch teilweise gut bezahlen.

    Noch eine Ergänzung zur anderen Seite. Die meisten Teams in Deutschland verpflichten die ausländischen Spieler aufgrund von Videos aus dem College oder Spielen in anderen Ligen. Das sind in der Regel Highlight-Tapes, die von den Agenten kommen. Dazu über Referenzen von Kontakten, d.h. ein Großteil der Spieler sehen die Teams das erste Mal wirklich spielen, wenn sie dann da sind. Heißt die Vereine müssen die Qualität der Spieler einschätzen in Relation zur Qualität der Gegner auf den Videos. Das ist für die Vereine auch ein großes Risiko. Oft machen das die Trainer selbst. Deswegen sind die Vereine auch eher vorsichtig mit Verträgen. Bei fast allen Mannschaften in der BBL kommt es zu Trennungen in der Vorbereitung, wenn man die Spieler erst richtig einschätzen kann.

    Die BBL ist eine reine Sprungbrettliga zu den großen Ligen wie der ACB in Spanien oder zumindest zu Teams, die in der Euroleague spielen. Das ist eine geschlossene Super-Liga, für die es keine sportliche Qualifikation gibt. Deren Teams spielen aber trotzdem noch in den normalen Ligen der Länder. Den finanziellen Unterschied sieht man bei Bayern, die dort spielen im Gegensatz zum Rest der Liga. Alba ist seit letzter Saison nicht mehr dabei. Heißt für die ausländischen (meist amerikanischen) Spieler, die primär die Qualität bestimmen, gibt es in der Regel kein Interesse langfristig in Deutschland zu bleiben. Wenn man schon "nur" in Europa unterkommt, dann bei einem Euroleague-Team. Ansonsten gibt es z.B. auch China oder auch Australien als Möglichkeiten, die auch teilweise gut bezahlen.

    Das ist ja genau das, was Kretzschmar sagen wollte.

    Setze ich voll auf Ankermann, kann ich die nächsten Jahre nicht mit Makuc UND Skippy bestreiten.

    Das ist mir zu inviduell gedacht. Die Frage ist doch immer, was macht einen als Mannschaft besser? Ich denke, die Füchse haben (vlt. auch nur im Training) gesehen, dass Lichtlein Dinge mitbringt, von denen Andersson und Gidsel profitieren. Mehr als mit Holm auf der Mitte, der zu dem Zeitpunkt der individuell der stärkere Spieler gegenüber Lichtlein war. Wenn man zwei so dominante Halbe hat, braucht man auf der Mitte nicht unbedingt den nächsten, der das Spiel stark individuell prägen will. Insofern war Lichtlein rein vom Spielertyp jemand, der sehr gut gepasst hat. Man hätte vermutlich jemand holen können, der rein auf der Position mehr bringt, aber dann wäre man vlt. als Mannschaft schwächer gewesen, weil dann Andersson und Gidsel nicht so zur Geltung gekommen wären, schon alleine, weil sich ein dominanter RM Aktionen genommen hätte, die Gidsel Möglichkeiten weggenommen hätte und vermutlich nicht so effektiv gewesen wären.