Trotz der jetzt aufgestellten Regeln, weiß man, wenn es dumm läuft, womöglich erst nach dem aller letzten Spiel im CL-Finale eine Woche nach dem letzten Spieltag in der HBL, wer in welchem Wettbewerb spielt. Wenn es so bleibt, kann man gespannt sein, wie sich das auf die Planungen der Teams auswirkt.
Beiträge von brodie79
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Es kann maximal ein weiterer Platz in der EL dazu kommen, nämlich wenn ein deutscher Klub die European League gewinnt. Sechs Teilnehmer ist erstmal das Maximum.
Was ist bei einem EL-Sieger, außerhalb der Top 5 in der HBL liegt? Heißt weiterer Platz, dass den dann immer der 5. Liga in der Liga bekommt, auch wenn vlt. der 8. der Liga die EL gewinnt? Oder bekommt den der EL-Sieger unabhängig vom Platz in der Liga?
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Halbfinale mit 4 Teams aus 4 unterschiedlichen Ländern - idealer kann man das nicht besetzen. Überrascht bin ich, dass nur ein Team aus England dabei ist.
Eigentlich nicht. Von den sechs Teams, die dabei waren, spielt nur eine Arsenal eine ordentliche Saison, wobei die auch nicht absolut top ist. Manchester City rappelt sich gerade wieder etwas auf, ist aber nicht mehr das City aus den Vorjahren. Liverpool hat große Mühe in der zweiten Saison mit Slot. Bei Chelsea läuft es auch nicht richtig inkl. Trainerwechsel. Davon hatte Tottenham jetzt schon zwei und in der Liga stehen sie gerade auf einem Abstiegsplatz. Newcastle kommt wie beim letzten Mal nicht mit der Doppelbelastung von Liga und CL klar. Dass es alle sechs ins Achtelfinale geschafft haben, zeigt die Grundqualität der Liga. Dass davon vier in der Runde ausscheiden, ink. City gegen Real Madrid aber auch, dass es gerade keine Teams sind, bei denen es richtig läuft.
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In jeder Sportart immer dasselbe. Im Basketball hat man in der Vergangenheit sogar Möglichkeiten eingeführt, die den Weg für zahlungskräftige Großstädte frei machen sollte.
Vorfahrt für MetropolenQuakenbrück, Bremerhaven, Oldenburg: Die Basketball-Bundesliga spielt zur Hälfte in kleinen Städten. Weil das den Durchbruch der Sportart behindere, dürfen…taz.deZitatGut die Hälfte der 16 BBL-Teams stammt aus Städten mit weniger als 200.000 Einwohnern. ... Es ist kein Umfeld, in dem die Weltkonzerne um Sponsorenverträge Schlange stehen. ... Pommers Lösung des Problems heißt „Wildcard“: Gegen eine Zahlung von je 100.000 Euro erhalten ab der nächsten Saison zwei Vereine unter Umgehung des sportlichen Wettbewerbes Aufnahme in die BBL. ... Gedacht waren die „Wildcards“ vor allem für Hamburg und München. Die Großstädte verfügen über 10.000-Plätze-Hallen und spielen derzeit in der dritten Liga. Beworben haben sich beide nicht.
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Bei Mem habe ich einige Szenen der letzten Jahren im Kopf, gerade beim Final 4 der CL, wo er bei längerer Belastung im Spiel muskuläre Probleme bekommen hat. Die letzten 2,3 Jahre hatte er immer mal wieder auch andere Verletzungen und jetzt in der Rückrunde eine Muskelverletzung, die bisschen länger gedauert hat. Vermutlich wird er in Berlin kein Dauerbrenner sein können, aber dabei helfen die Last auf mehr Schultern zu verteilen.
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Auch zwischen mehreren Prozentangaben kann man eine Differenz bilden. Ich habe mich von von 25 auf 26% um nominal 1% Prozentpunkt und damit um insgesamt 4% verbessert ist letztendlich ein und dasselbe. Und zur Veranschaulichung hier die Änderungen der Prozentpunkte anzugeben dürfte man auch verstehen. Ist einfach nur der Unterschied in relativer bzw. absoluter Veränderung der Prozentangaben. Sehe da also kein Problem bei Brodie.
Wenn man die Quote vom VfL sieht, macht der Deal mit Kuzma für den SCM doppelt Sinn. Aber auch dort hat natürlich die Abwehr um Kieseler, Köster,Vidarsson und Co. einen Anteil an der Verbesserung genau wie bei euch die schlechtere Abwehr zur schlechteren Quote führt.
Prozente hinter einer rein numerischen Differenz ist natürlich nicht als prozentueller Unterschied gemeint gewesen und damit falsch von der Auszeichnung her. Asche auf mein Haupt.
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Danke Brodie für das Raussuchen. Genau diesen Artikel meinte ich. Passt halt zu gut auf Moneyball, Sabermetrics und Co. Und die Spieler, die vor 4 Jahren (Benno ist im Interview 40) da waren passte genau zu der slowenischen Schule, die hier realisiert wurde. Den slowenischen Spielmacher hatten wir ja damals mit Bezo.
Zur eurer TW-Leistung. Der fehlende Wienczek neben Peke ist ein Fakt, der auf eure Prozente drückt. Dazu Peke, der lange fehlte und dafür aber der neue Nacinovic (KM ist neben RM die am schwersten zu integrierende Position hieß es mal bei uns) und letztendlich nur Wolff, da PdV noch verletzt war. Euer Rückzug war diese Saison auch nicht immer der Beste, wenn man ehrlich ist. Dazu kommen diverse TF bei 7 gegen 6, was zu einfachen GT führt. Wobei diese Treffer nur bedingt in die Statistik eingehen. Wenn ich letztens an Eisenach denke, war Wolff bei den Würfen zwar auf der Platte, aber noch knapp 5 m vom Torwartkreis entfernt als der Ball einschlug. Da stellt sich die Frage ist das ein Gegentor, was bei der Statistik mitzählt, weil TW auf der Platte oder zählt das nicht, weil nicht im eigenen Kreis. Dazu Dule ein Jahr älter (ist wie Sully bei uns), der wegen der Verletzung von Madsen überspielte Harry sind weitere Gründe, warum eure Abwehr teilweise nach Hühnerhaufen aussah. Die Spiele gegen den SCM nehme ich bewusst aus. Da passte das. Aber ansonsten waren Wolff, Nowottny und PdV dann machtlos. Dazu kommt, dass das Spiel insgesamt schneller wurde und viele den Magdeburger Stil nachspielen (Durchbruch und Wurf aus Nahdistanz). Da sind die TW-Quoten insgesamt schlechter. Sergey hängt 0,64% zur letzten Saison zurück. Und die mehr als 33% von Wolff aus der letzten Saison schafft bis auf Nowottny kein TW in dieser Saison!
Ist also letztendlich eine Mischung aus mehreren Komponenten. Vor 2 Jahren waren es immerhin noch 5 Spieler, die 33% und mehr schafften und Sergey war 1,77% besser als diese Saison. Zeigt also, dass die Änderung der Spielweise zum Rückgang beigetragen haben.
THW und Melsungen sind die zwei Teams bei den Mannschaften ganz oben, welche die größte Änderung zur Vorsaison haben und das beide ins Negative. Bei Melsungen greift da natürlich der Ausfall von Simic.
- GUM: +1,22% (28,53% -> 29,65%)
- BER: +0,54% (29,76% -> 30,30%)
- RNL: +0,16% (28,98% -> 29,14%)
- SCM: -0,56% (30,78% -> 30,22%)
- SGF: -1,11% (29,64% -> 28,53%)
- HAN: -1,57% (27,23% -> 25,66%)
- LEM: -1,67% (28,74% -> 27,07%)
- THW: -3,58% (31,70% -> 28,12%)
- MTM: -4,00% (30,04% -> 26,04%)
Aber ist klar, wenn die Quoten vorne besser werden, müssen die Quoten der Torhüter zwangsläufig nach unten gehen. In der Saison 17/18 lag die Liga noch zwischen 65,02% Wurfquote (SCM) bis runter zu 53,62% (Lübbecke) und heute ist sie zwischen 70,63% (Füchse) und 57,27% (Minden). Problem für Kiel ist, dass man "damals" bei 62,28% lag und diese Saison bei 62,38%. Das war jetzt für Kiel auch keine Top-Saison, ganz im Gegenteil, aber zu der Zeit war das noch Platz 7 und dieses Jahr Platz 13. Bei den Würfen pro Spiel waren es 17/18 noch 46,71 (Platz 3), diese Saison 49,75 (Platz 3).
Die Füchse z.B. werfen diese Saison 50,82 mal aufs Tor als die Mannschaft, die das am meisten macht. Heißt am Ende auch nur ein Wurf mehr pro Spiel als Kiel, aber sie treffen eben über 8% mehr. Das hört sich nicht viel an, aber 8% bei 50 Würfen sind immerhin 4 Tore.
Wenn man aufs Personal guckt, dann ist natürlich eine große Baustelle der zweite Spieler auf Rückraum Rechts und da wird gerne mal Uščins genannt. Er hat diese Saison knapp 54% Wurfquote (115 Tore) aus dem Feld. Jetzt kann man natürlich sagen, dass er es in Hannover auch nicht immer leicht hat, aber mal zum Vergleich: Ein Kristjánsson, der nach Flensburg geht hat 61,5% (88 Tore) in Erlangen oder Versteijnen 62% (142 Tore) in Lemgo. Alles besser als die 48% von Reinkind, aber selbst ein Seitz in Eisenach hat 65,5% (87 Tore). Ich sehe da nicht das Preis-Leistungsverhältnis durch den Status als deutscher Nationalspieler bei Uščins.
Wenn man beim THW wirklich Geld ausgeben würde wollen, würde es doch mehr Sinn machen, zu gucken, ob man z.B. Aspenbäck (74%, 93 Tore) ein Jahr vor dessen Vertragsende 2028 gegen Einwurf von Münzen bekommen kann. Zumal man damit auch einen Spieler hätte, der defensiv viel mehr Körper reinbringen kann als Uščins. Wenn man finanziell eher weniger machen kann, dann würde ich vermutlich eher nach einem Spieler suchen, der nicht unbedingt offensiv zu auffällig bisher war und damit nicht den Marktwert hat, aber defensiv der Abwehr richtig helfen kann.
Beim THW muss ständig der Außenspieler aushelfen, weil die Verteidigung auf Halb nicht funktioniert. Und so richtig gut halten die Torhüter dagegen auch nicht. Pérez de Vargas mit 29,63% und Wolff mit 28,83%, dabei hat Wolff mit 47 die deutlich meisten Paraden gegen die Außen. Hilft nur nichts, wenn die Quote da nicht überdurchschnittlich ist.
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Um mal den Bogen von Statistik zum THW etwas zu finden. Diese Saison ist die Quote der Torhüter vom THW einiges gefallen ggü. der Vorsaison. Letzte Saison hatte Kiel die beste Quote mit 31,70% und diese Saison ist es Platz 6 mit 28,12%. Ein Abfall von 3,5% ist schon eine ganze Ecke. Um aber daraus Schlüsse ziehen zu können, bräuchte man aber etwas wie den xG-Wert im Fußball, also wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass aus der Position in der Konstellation ein Tor erzielt wird. War der 70% und der Torhüter hält 30%, dann war es eine durchschnittliche Leistung. War der 80% und der Torhüter hält 30%, dann sind diese 30% eine deutlich überdurchschnittliche Leistung. Gleichzeitig kann man daraus Schlüsse über die Abwehrleistung ziehen, d.h. welchen xG-Wert lässt man über das Spiel zu. Je höher, desto schlechter ist die Abwehrleistung. Um jetzt also sagen zu können, dass die 3,5% eine schlechtere Torhüterleistung sind, müsste man wissen, ob sich der xG-Wert zu Vorsaison nicht verändert hat. Es könnte auch schlicht sein, dass die Wurfsituationen für die Gegner besser sind.
Ich weiß ist wieder SCM, aber trotzdem:
Bennet Wiegert vom SC Magdeburg im Interview: "So könnten wir den Handball auf ein anderes Level heben" | SPOXDer SC Magdeburg marschiert in der HBL Richtung Meisterschaft und einer der größten Faktoren für den Erfolg ist ohne Zweifel Coach Bennet Wiegert. Im Interview…www.spox.comZitatSie erwähnten bereits, dass Ihre Philosophie auf die erhöhte Wahrscheinlichkeit, ein Tor zu erzielen, ausgerichtet ist. Arbeiten Sie dementsprechend viel mit Statistiken?
Wiegert: Unbedingt. Ich brauche die Hard Facts. Nur von einem subjektiven Gefühl kann ich nicht leben. Statistiken müssen mir belegen können, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dennoch ist das nur Theorie. Ich erinnere mich an Spiele, in denen wir uns zahlreiche gute Wurfchancen herausarbeiteten, am Ende aber am gegnerischen Torhüter scheiterten. Letztlich muss ich also gerade in solchen Situationen neben den Statistiken auch subjektive Eindrücke einfließen lassen. Waren das die Würfe, die wir haben wollten? Oder waren unsere Fehlwürfe außerhalb der 9-Meter? Das muss ich unterschiedlich beurteilen. Im Handball ist es nie so, dass ich bloße Zahlen lesen kann und dadurch das Spiel nachvollziehen kann.
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benno hat letztendlich sowas wie im Film Moneyball gemacht. Auch wenn sich diese Art im Film und im echten Leben beim Baseball im Gegensatz zu Benno nicht durchgesetzt hat.
Offtopic:
Der Film triggered mich als Baseball-Fan derart. Der Erfolg der As damals wurde hauptsächlich durch Spieler möglich, die überhaupt nichts mit Moneyball zu tun hatten und die man im Film komplett ausgeblendet hat. Alleine der ganze Pitching-Staff, den die hatten um Hudson, Zito, Mulder, Lidle. Die besten Hitter hat man im Film komplett rausgelassen, schon alleine, weil deren Spiel überhaupt nicht in die Moneyball-Analyse gepasst hat. Dabei ist Tejada zum MVP in der AL in der Saison gewählt worden. Das wäre so, als würde man einen Film über die Meisterschaft der Füchse machen ohne Gidsel und Milosavljev zu erwähnen und es so aussehen lassen, als wären es die U21-Weltmeister gewesen, die für die Meisterschaft verantwortlich waren. Dazu hat man dann noch den Manager Art Howe zum Bösewicht gemacht, der er im realen Leben überhaupt nicht war, der überhaupt nichts gegen Moneyball hatte und damit dafür gesorgt, dass er auf seine alten Tage damit zu tun hatte, dass alle geglaubt haben, er sei wie die Darstellung im Film.
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Bei Kristjansson hatte man mit den Verletzungen wirklich Pech. Da war man ja früh dran, eigentlich genau das was man sich wünscht. Und bei Nilsson sehe ich da auch nicht wirklich einen falschen Zeitpunkt. Er hat sich auch danach ja nicht besonders gut entwickelt.
Zur Aufzählung am Ende: Reinkind passt für mich da nicht wirklich rein. Als er 2018 kam sicher keine schlechte Verpflichtung und hatte dann doch auch gute Jahre. Överby fand ich zum Zeitpunkt des Transfers auch eine sinnvolle Ergänzung des Kaders. An beiden dann aber zu lange festgehalten...
Und Büchner sollte man doch wenigstens eine Chance geben.
Bei Kristjansson gab es damals in der KN einen Artikel, wo es so klang, als wäre man beim THW nicht mit seiner Einstellung und dem Fokus auf den Sport zufrieden. Aus heutiger Sicht sieht es natürlich anders aus, aber nach 1 1/2 Jahren in Magdeburg sah es nicht unbedingt nach einem Fehler aus, ihn abgegeben zu haben. Ähnlich war es auch bei Nilsson. Erst am Ende seiner Zeit bei den RNL hat er auch fitnesstechnisch wieder in die Spur gefunden. Bei Jicha scheint man es schwer zu haben, wenn man nicht wie ein Musterprofi lebt und arbeitet bzw. es nicht so macht, wie er sich das vorstellt.
Reikind hat damals eigentlich kaum jemand verstanden. Er war eher Backup bei den RNL und auch in der Nationalmannschaft nicht gesetzt. So richtig in den Vordergrund ist er auch erst gekommen als Jicha als Chef übernommen haben. Seine erste Saison in Kiel war noch unauffälliger. Øverby hat mal die Kaderstelle von Horák bekommen und ziemlich überrascht. Davor war Kiel drei Jahre bei voller Kapelle nur mit zwei Kreisläufern unterwegs, sowie Horák als dritten Mann für den Innenblock, der aber viel seltener gespielt hat. Dass Øverby auch offensiv viel Einsatzzeit bekommt war nicht unbedingt zu erwarten und in dieser Rolle hatte er auch seinen Anteil am Titelgewinn 22/23. Hier hätte man aber 2024 die Position verjüngen müssen, anstatt nochmal mit Øverby zwei Jahre zu verlängern und einen Nachfolger für Wiencek finden müssen.
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Im Januar 2020 hat der SCM Kristjánsson geholt. Er hatte noch beim THW im November 2019 seine erste Schulterverletzung, dann direkt im ersten Spiel in Magdeburg im Februar 2020 die nächste, wo er dann den Rest der Saison ausgefallen ist und im März 2021 die dritte. Nach den ersten beiden Jahren in der HBL sah es nicht so aus, als würde er es gesundheitlich schaffen. Zu der Zeit war Magdeburg eine EL-Mannschaft, die am Ende der Saison 20/21 auf Platz 3 stand, aber 15 Punkte hinter Kiel und Flensburg. Dann kam Saugstrup und die Schulter von Kristjánsson hat zumindest zwei volle Spielzeiten durchgehalten bis zur vierten Schulterverletzung im CL-Final 4 im Juni 2023. Wer weiß, wie sich alles entwickelt hätte, wenn die Schulter weiter kaum ein halbes Jahr gehalten hätte.
BeitragRE: Der SC Magdeburg-Thread
Was mich immer wieder in den letzten Jahren fasziniert hat, war das Bennet Wiegert-Bashing, das einige Magdeburger Foristen hier betrieben haben. Das betraf sicher nicht alle Foristen aus Magdeburg, aber ich fand es teilweise echt übertrieben. Sicher hat Wiegert zu Beginn seiner Trainerlaufbahn Fehler gemacht und Lehrgeld gezahlt. Das haben Filip Jicha oder Maik Machulla allerdings auch, nur dort war es eher das Mantra, man solle ihnen Zeit geben. Sind die besagten Magdeburger Foristen…
Brummsel18. Oktober 2021 um 13:50 Als sich Saugstrup im Februar 2023 gegen den THW verletzte und mehrere Wochen ausfiel, hatte man nur noch Meister am Kreis, wobei der kaum gespielt hatte, weil Preuss kurz vorher an Leipzig abgegeben wurde. Mit Zechel war man sich schon für 2024 einig. Also war Plan A, dass man ihn vorher aus Erlangen herauskauft. Die wollten aber nicht mitspielen und so musste Plan B her und der hieß Bergendahl aus Stuttgart holen. Aus heutiger Sicht ist Bergendahl überhaupt nicht wegzudenken aus Magdeburg und der eigentliche Plan A hat ab und an nicht mal einen Kaderplatz seit er in Magdeburg unter Vertrag ist und geht nun vorzeitig nächste Saison nach Hannover. Manchmal muss man auch mal Glück haben.
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Freundschaft!
Das Problem dabei ist doch auch, dass die Eierlegende Wollmilchsau einmal selten und andererseits teuer ist. Und da macht es schon einen Unterschied, ob man im internationalen Markt ein Top3- oder ein Top10-Player ist. In der zweiten Gruppe hat man nicht mehr so viele Chancen, sich reihenweise die Alleskönner raus zu picken.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es jemand wird, der ein gewisses Standing hat und dabei hinten und vorne gut ist. Da wird man vermutlich nach Perlen tauchen müssen, was jetzt nicht unbedingt die Kieler Stärke. So ähnlich wie man mal an Wallinius auf der anderen Seite geglaubt hat.
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Beim THW ist durch den Wegfall von Weinhold, erst durch Verletzungen, dann Karriereende, vor allem defensiv einiges verlorengegangen. Ich weiß nicht, ob sich der THW einen Gefallen damit tut, den nächsten primären Offensivspieler zu holen. Ich habe keine Ahnung, wer da in der Handballwelt gut für geeignet wäre, um wenigstens etwas den Bezug zu den Wechselgerüchten zu halten.
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Also könnten sie auf die Idee kommen, nochmals mit Reinkind zu verlängern, weil er doch so gut zur Spielweise des THW passt.
Ich würde eher vermuten, dass sie nach einem anderem Profil als Uščins suchen.
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Er klang doch so als wäre ein Vertrag unterzeichnet oder dass man sich grundsätzlich einig ist, aber laut seiner Aussage wäre 2027 sehr früh. Heißt vermutlich, dass es an der Höhe der Ablöse hängt, in welchem Jahr er wechselt.
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Zunächst einmal eines vorweg: Soweit ich weiß, ist die Personen am Bildschirm absolut passiv. Die stellt nur die Kameraperspektive zur Verfügung, die von den SR gewünscht wird. Sie spult nur so, wie es die SR wünschen. Diese Person darf keine Bilder zeigen, die die SR nicht anfordern. Deswegen darf man hier dieser Person die Schuld nicht in die Schuhe schieben.
Interessant ist, dass der DHB die beiden SR öffentlich so brüskiert, denn es passiert ja nicht zum ersten Mal, dass SR nicht auf die besten Bilder zugreifen. War es nicht letztes Jahr beim Final Four der Fall? Im Halbfinale Löwen gegen Kiel? Ich kann mich in jedem Fall noch gut erinnern, an das Spiel Wetzlar gegen Magdeburg, als die beiden SR bei einem Foul von Claar an einem Wetzlarer nur eine Perspektive anschauten und schnell zu dem Ergebnis kamen, dass es nur eine 2-Minuten-Strafe geben darf. Was angesichts der angeschauten Bilder auch ok war. Doch schon während der Beratung der SR sagte der Dyn-Kommentator, dass sie Bilder vorliegen haben, die die Situation gut auflösen. Und da sah man klar den aktiven Schlag von Claar in das Gesicht eines Wetzlarers. Es war also eine klare rote Karte. Im Nachgang kam keine Stellungnahme des DHB dazu. Mag sein, dass es an der Prominenz der SR lag. Denn es waren die Herrn Thiyagarajah.
Es war doch eigentlich beim Videobeweis gängige Praxis, dass man als Übertragungszuschauer ewig Bilder bekommt, wo man nicht viel sehen kann, um die Situation zu beurteilen. Dann gibt es die Entscheidung. Und sofort danach wird bei Dyn eine andere Kameraperspektive eingespielt, wo man das ganze viel besser sieht. Daher war doch die Frage, was genau sich die Schiedsrichter ansehen? Wenn sie das sehen, was dem Übertragungszuschauer gezeigt wird, ist es oft nicht nachvollziehbar, warum sie sich die Perspektive, die man dann danach sieht, nicht angesehen haben. Ansonsten gucken sie offenbar nicht das, was der Übertragungszuschauer sieht. Dann kann man so vom Stream her nicht beurteilen, was sie sich ansehen und es stellt sich natürlich auch die Frage, warum im Stream etwas angezeigt wird, was so aussieht ein Hin- und Herspulen.
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Zarabec war eigentlich immer Rückraumspieler Nummer 7 bzw. in seiner letzten Saison etwas zwischen 6 und 7, weil Wallinius auch gerne mal wenig bis gar nicht eingesetzt wurde. Er wurde dann "ersetzt" durch Skipagøtu, der zusammen mit Bilyk die Mitte besetzen sollte, während Johansson und Wallinius primär auf RL spielen sollten. Dazu Duvnjak als Schweizer Taschenmesser auf allen Positionen im Rückraum, da Weinhold auch vermehrt Probleme hatte, wobei auch Gurbindo nachverpflichtet wurde. Für Sagosen ist Wallinius gekommen, wobei durch die Verletzung von Sagosen der Transfer von 23 auf 22 vorgezogen wurde. Zarabec und Sagosen sind dann zusammen 23 gegangen.
Die Aufgabe von Zarabec war in der Regel reinzukommen, wenn gar nichts mehr geht und etwas anderes zu versuchen als die reinen Rückraumschützen. Das klappte in der Regel so alle vier, fünf Spiele mal. Im Grunde eine extrem undankbare Rolle. In unwichtigeren Spielen in der Gruppenphase der CL durfte er auch mal länger ran. Das Problem dabei ist aber ein recht typisches THW-Problem, denn die Spieler müssen sich in der Regel individuell durchsetzen und Zarabec fehlten dann die Mittel, sodass er sich meist festlief und sich nicht durchsetzen konnte. Dann probierte er es häufig mit Überraschungswürfen, die auch hier und da mal funktionierten.
Eine der größeren Fehleinschätzungen der letzten Jahre war zu glauben, dass Bilyk auf der Mitte quasi Sagosen ersetzen kann und dann hat man in der Saison 23/24 seinen Vertrag auch noch verlängert als schon ersichtlich war, dass das nicht so läuft. Als es dann bei Bilyk auch gesundheitlich bergab ging, ist dann Duvnjak eigentlich erst wieder in der Offensive so richtig in den Vordergrund getreten. In den Zeiten von Sagosen war Duvnjak eigentlich primär ein Abwehrspieler, der die zweite Welle läuft. So ähnlich wie es O'Sullivan beim SCM lange war.
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Sowohl Berlin als auch Magdeburg haben ihre Mannschaften aufgebaut als sie keine CL gespielt und finanziell mit Sicherheit nicht mehr Möglichkeiten als Kiel hatten. Wo Gummersbach war vor nicht al zu langer noch war, ist auch klar. Es wurde die Tage auch im VfL-Thread thematisiert, aber Schindler war 2019 beim Abstieg schon in der Verantwortung und es gab hier bei HE auch Stimmen, die nicht verstanden haben, dass man ihn hat weitermachen lassen. Er hatte finanziell ein schwieriges Erbe übernommen, aber dann viele Entscheidungen beim Kader und Trainerwahl getroffen, die gar nicht funktioniert haben. Das soll jetzt kein Plädoyer für Szilágyi sein, sondern eher zeigen, wie sich die Dinge auch entwickeln können. Offenbar hat Schindler aus seinen Fehlern gelernt und trifft nun bessere Entscheidungen.
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Heimbilanz vom THW:
- 25/26: 3. Platz, 23:5 Punkte, 447:417 Tore
- 24/25: 5. Platz, 28:6 Punkte, 545:469 Tore
- 23/24: 5. Platz, 26:8 Punkte, 558:485 Tore
- 22/23: 4. Platz, 29:5 Punkte, 572:464 Tore
- 21/22: 2. Platz, 30:4 Punkte, 531:439 Tore
- 20/21: 1. Platz 37:1 Punkte, 618:479 Tore
- 19/20: 2. Platz 26:2 Punkte, 424:336 Tore
- 18/19: 2. Platz 32:2 Punkte, 513:382 Tore
- 17/18: 6. Platz 28:6 Punkte, 492:422 Tore
- 16/17: 3. Platz 31:3 Punkte, 484:411 Tore
- 15/16: 2. Platz 30:2 Punkte, 510:397 Tore
- 14/15: 1. Platz 35:1 Punkte, 549:407 Tore
Diese Saison sind es noch drei Heimspiele und man sieht schon, dass es Kiel dieses Jahr besonders in den Heimspielen schwer fällt von den reinen Toren her. Auf beiden Seiten sind das die schlechtesten Heim-Werte der letzten Jahre. Die letzten drei Heimspiele sind dann Leipzig, Berlin und Lemgo. Punktetechnisch könnte man theoretisch sogar besser abschneiden als zuletzt. Von den drei Meisterschaften mit Jicha hatte man zwei (19/20, 22/23) durch eine stärkere Auswärtsbilanz als der Wettbewerb geholt und 20/21 durch eine bessere Heimbilanz.