Beiträge von brodie79

    Uli Hoeneß ist zu Beginn seiner Management-Karierre in den USA gewesen und hat sich das Marketing des US Sports angesehen und daraus viel gezogen, was er dann selbst erreichen wollte. Aus dieser Zeit stammt u.a. seine Liebe zum Basketball. Der FC Bayern war bereits ohne viel finanziellem Bonus vom Fußball in der 2. Liga Süd. Dort wurde das Team dann aber abgemeldet, weil man kein Geld dafür ausgeben wollte. Das hat sich dann später geändert, als Hoeneß sich mehr und mehr aus dem Fußball zurückgezogen hat und gefühlt mehr beim Basketball war als beim Fußball. Da hat man gemerkt, dass es eine Herzensangelegenheit war, im Basketball was zu erreichen. Ihm war aber immer wichtig, dass die Basketballer eigene Sponsoren haben bzw. eigene Budgets. Dort hat er viele Türen geöffnet, d.h. ohne ihn und den Namen FC Bayern wäre das alles natürlich entstanden und würde auch nicht weiter bestehen. Aber es sollte auf keinen Fall so werden, dass die Basketballer rein vom Fußball subventioniert werden.

    Durch die Verflichtung von Eric Johansson hat man beim THW zumindest mit Dule, Zarabec, Bilyk und Johansson schon mal vier gestandene Rechtshänder nächste Saison, auch wenn Johansson erstmal ankommen muss in der Bundesliga. In der CL sah das schon gut aus. Der Plan für nächste Saison war vermutlich, dass man Johansson Zeit gibt, anzukommen und dann ggf. Dule weniger bis gar nicht mehr im Angriff spielt, sollten alle fit sein. Ist dann natürlich die Frage, ob man auf 2023 quasi vorgreift oder eine Übergangslösung als Absicherung holt.

    Das Finale hat MD am Samstag verloren. Der Unterschied war, dass sie Samstag viel schneller und agiler waren. So sind sie quasi gegen die Kieler gelaufen, anstatt davon. Und dann kann Kiel die körperlichen Vorteile ausspielen. Kiel kann Final 4. So wie schon der in CL, wo Barcelona dann Sonntag nicht mehr so gut auf den Beinen war, weil sie Sonnabend zu viel gemacht haben.


    Kiel hat gerade gegen schnelle Gegner in der Regel Probleme in der Abwehr gut in die Zweikämpfe zu kommen. Das hatten sie heute gar nicht. Man konnte gut sehen, dass der erste Schritt der Magdeburger nicht diese Explosivität hatte, wie sie das brauchen für ihr Spiel. Dann hält auch noch Landin und es wird schwierig. Zudem ist der THW offensiv zu viel besseren Chancen gegkommen als gegen Lemgo. Da hatten sie kaum Anspielmöglichkeiten oder gelungene Kombinationen. Auch da war vlt. der Kräfteverschleiß auf MD-Seite zu merken.


    Für Kiel war der Schlüssel für den Turnaround in der Saison wohl das Freischaufeln von Sagosen in der Abwehr mit Landin auf Halb und Sagosen auf außen beim langen Wechsel und dann beim kurzen der direkte Wechsel Abwehr/Angriff. Seit sie das machen, wirkt Sagosen deutlich effektiver im Angriff, was sie auch brauchen aufgrund der sehr individuellen Spielweise.

    Klopp sollte nicht wirklich hernehmen. Der wird in England schon länger mit Sir Alex verglichen, weil er sich eigentlich ständig beschwert und an allem etwas auszusetzen hat. Er war schon früher ein extrem schlechter Verlierer, aber mitlerweise hat er ein Level erreicht, wo man schon Hardcore Liverpool Fan sein muss, um das noch zu rechtfertigen. Gerade, wenn es nicht so läuft wie gewünscht, geht er in Interviews heftig ab und findet abstruseste Erklärungen, warum es nicht so lief. Da reicht es schon, dass sie um eine Uhrzeit spielen müssen, die ihm nicht passt, dass er den Reporter der TV Station, die er dafür verantwortlich macht, schon vor der ersten Frage in einer Art und Weise angeht, die man selten so sieht. Insofern sollte man Jicha alles, aber nicht Klopp an Herz legen. :D

    Das ist bei Landin in der Regel so. Auch bei den großen Turnieren ist er selten bei den Quoten über weite Strecken des Turniers ganz weit vorne. Aber dann am Ende ist er stark. Oft genug auch bei den Spitzenspielen vom THW. Da fehlt dem THW ganz massiv ein guter zweiter Mann. Aber natürlich auch nicht einfach jemanden zu haben, der in den vermeintlichen kleinen Spielen richtig performt und sich in den großen Spielen klaglos auf die Bank setzt. Dass fehlt dem THW recht massiv, dass der zweite Torhüter auch mal heiß läuft und so einem Spiel nochmal eine Wende geben kann.


    Ansonsten muss man beim THW analysieren, was die Gründe sind, dass die Mannschaft offensiv wie defensiv mit einer so geringen Intensivität spielt. Der Gegner ist recht konstant schneller und agiler. Liegt es daran, dass nicht mehr geht, weil physisch wie psychisch überlastet oder könnte man mehr, aber es hapert am Coaching bzw. den Ideen dort. Es wirkt aber schon alles sehr platt und nur noch irgendwie nach Abspulen. Das kann aber natürlich auch nicht nur an der Physis liegen.


    Die meiste Emotion beim THW ist gefühlt Frust, weil es nicht so ganz richtig läuft. Und dann wird in Einzelaktionen versucht mit dem Kopf durch die Wand. Gerade die Führungsspieler wie Dule oder Sagosen sind da ganz vorne mit dabei. Manchmal klappt das noch, aber wenn nicht, reißt man dann alle mit runter. Hier muss der THW dringend gucken, wie sie es hinbekommen nicht immer wieder in diese Einzelaktionen zu zerfallen, egal wie es läuft.

    https://www.socratesmagazin.de…es-frankreich-deutschland

    Zitat

    Man hat diese recht armen Banlieues, die aber eindeutig reicher sind als in Brasilien oder in der Türkei. Und sie haben gute Sportanlagen und eine gute Gesundheitsversorgung, was ja ebenfalls wichtig ist. Fast alle sind gesund genug, Sport zu betreiben. Es gibt eine Menge Kinder, die nach der Schule nicht so viel zu tun haben, so dass sie in den Sportanlagen der Stadt spielen. Das passiert nicht nur in Paris, sondern auch in Lille oder Lyon. Also gibt es diese Kinder, die fünf Stunden am Tag draußen spielen und über sehr gute Trainer und eine sehr gute Gesundheitsversorgung verfügen. Diese Kombination ist es, die den Unterschied ausmacht...

    Da sieht man, was der Kopf ausmacht. Grundsätzlich war der Wechsel zu Gislason keiner, um das Team taktisch auf ein neues Level zu hieven, sondern die Hoffnung einen Trainer zu finden, der es schafft, dass die Spieler an ihre Chancen glauben und wieder selbstbewusst auftreten. Man sieht das doch im Sport immer wieder, wie schnell Spieler entweder zu Leistungen fähig sind, die man sich gar nicht vorstellen konnte oder dann eben auch scheinbar verlernen, wie man den Sport ausübt.

    Die Nicht-Nominierten sind doch meist die Gewinner in der öffentlichen Wahrnehmung. Gerade die Einsätze von Heymann jetzt unter Gislason waren eine der größten Ernüchterungen in letzter Zeit, weil man da eigentlich nur sagen konnte: Dann muss man wirklich Kühn mitnehmen, auch wenn man weiß, wo die Limits sind. Gerade weil man im Vorfeld weiß, dass von Kühn in den Top-Spielen sehr wahrscheinlich nichts kommt, war die Hoffnung doch groß, dass Heymann ihm den Rang ablaufen kann und sich vlt. dann auch im Turnier eine bessere Konstellation ergibt, aber so ist dann doch alles irgendwie wie immer und man kann über die Nominierung nicht mal meckern.

    Bob will Gold bei Olympia. Und wenn das nichts wird, dann muss doch jemand Schuld sein... Die MT, genau, die MT, die sind Schuld. Die machen Bob's Traum kaputt. Wenn die alle nur auf Bob hören würden und das machen, was er sagt, ja dann, dann wäre Gold sicher. :(

    Der THW hat einfach ein Problem in der Abwehr diese Saison. Das ist wahrlich nicht das erste Spiel mit über 30 Gegentoren. Bisher ist der verdiente Sieger der SCM.

    Und das ist der Punkt, der bei Jicha Sorgen macht - wenn er nach der 2. Halbzeit gegen Lemgo, wo mal wieder ein Gegner freien Wurf nach freien Wurf gegen den THW bekommt, kein Problem in der Abwehr sieht.

    Schlussendlich hat es das Duell der Lines entschieden. Insbesondere die O-Line der Chiefs nicht in der Lage den Rush der Bucs aufzuhalten. Wenn man mit nem normalen 4-Mann-Rush dann soviel Druck auf Mahomes ausüben kann, dass der nun noch mit seinem kaputten Zeh die ganze Zeit laufen muss, um überhaupt was machen zu können, dann hat man schon viel gewonnen. Aber es erlaubt eben auch das konsequente Doppeln von Hill, der ihnen im Spiele während der Saison komplett um die Ohren gelaufen ist. Großer Sieg für Todd Bowles, der bei den Jets mit der Zeit komplett überfordert als Head Coach aussah. Bekommt er vlt. nochmal eine Chance in Zukunft.


    Auf der anderen Seite die Chiefs irgendwie von Beginn an neben der Spur. Dass es die Defense nicht gewinnen wird, war irgendwo klar, aber die Offensive wirkte sehr früh im Spiel komplett überrascht, dass nichts funktionierte. Eigentlich ist KC nun kein Team, was bei Rückstand nervös wird, aber gefühlt waren die alle mit dem falschen Fuß aufgestanden. Und wenn dann schon nichts geht, sorgt der Punter auch noch viel Spaß bei den Bucs. War dadurch ein Spiel, wo man immer gewartet hat, dass es vlt. irgendwann klick macht, aber so wirklich hatte man nicht das Gefühl, dass der Moment noch kommt.


    MVP eigentlich die Defense der Bucs. Gerade Devin White hätte man mit der Interception am Ende den MVP geben sollen.

    Alle Mannschaftssportarten hinter Fußball haben im Grunde dieselbe Situation. Wie im Basketball und Eishockey funktioniert auch Handball als Live-Erlebnis in der Halle wunderbar. Die Hallen sind größer geworden, die Zuschauerzahlen gestiegen, aber in der Regel durch Event-Zuschauer, weil die Sportarten live in der Halle eine Energie erzeugen, die den Leuten einfach Spaß macht. Das kannst Du aber im TV nicht reproduzieren. Da spielt dann das eine Team, bei dem man niemand kennt gegen das andere Team, bei dem man niemand kennt. Der Bezug ist einfach nicht da. Der kommt auch in erster Linie über konkrete Spieler und nicht über Teams. Deswegen wird auch bei der Nationalmannschaft versucht, auf Krampf bestimmte Spieler in den Vordergrund zu stellen. Hier und da kannst Du natürlich mit der Wichigkeit eines Spiels ein bestimmten Interesse generieren, aber das geht natürlich nur sehr sporadisch im Laufe der Saison.

    Viele Tore eines Spielers in der HBL sind doch eher ein Zeichen für Leute, die bei Mannschaften spielen, die keine Top-Teams sind und vor allem CL spielen. Da domieren schon ewig Spieler aus Teams der 2. Reihe und dann wird immer gedacht, dass das ein guter Indikator für die Leistungsfähigkeit ist und dann fallen wieder alle bei Turnieren wie diesen vom Glauben ab. Solange die deutsche Mannschaft, insbesondere im Rückraum, nicht aus Spielern besteht, die regelmäßig CL spielen, kann und darf man bei diesen Turnieren nicht mehr erwarten. Ich verstehe da auch nicht, warum gerade die Experten aus Ex-Spielern oder Trainern immer wieder behaupten, dass wir in Deutschland so viele Top-Spieler hätten.

    Ich würde tippen, dass Mahomes spielen wird. Das wird schon klargehen, dass er die Freigabe bekommt. Bei den Chiefs wird sicher interessant sein zu sehen, ob sie wirklich nur so hoch springen, wie sie müssen, oder ob das schon das Limit ist. Irgendwie erwartet man bei dem Talent-Pool immer mehr. Die Spiele sind seit Wochen immer sehr knappe One-Score-Games, bis auf die Niederlage mit den Backups in Week 17. Der letzte klare Sieg war in Week 8 gegen die Jets.


    Der Bills-Sieg war für neutrale wirklich schwere Kost. Vier verschossene Field-Goals dank dem Wetter und ansonsten die Ravens wahnsinnig unproduktiv. 372 Yards Raumgewinn für drei Punkte. Ich weiß irgendwie nicht, ob die Ravens mit Jackson hier wirklich viel weiter kommen als bisher. Dass die Interception dann noch über 100 Yards für nen Pick Six zurückgetragen wird, ist dann doppelt bitter, aber zumindest ein Highlight in diesem Spiel.



    Brees war leider ähnlich schlecht wie die letzten Jahren in den Play-Offs, wenn der Gegner ne gute Defense ausgepackt hat. Er sollte wirklich zurücktreten, auch wenn ihn die Rippenverletzung nochmal extra zugesetzt hat. Die Saints-Defense muss aber ihre Chancen nutzen. Wenn einem Brady den Ball quasi zuwirft, dann muss das ne Interception sein, wenn man weiterkommen will. Gibt man Brady genug Chancen nutzt er sie irgendwie. Dazu ist er noch gut genug und hat viel zu gute Waffen. Aber auch Tampa braucht nen Sahnetag von der Defense, wie man gesehen hat.


    Green Bay wirkt aktuell wie das stärkste Team. Es war natürlich schade, dass Donald in der Rams-Defensive kaum einsatzbar war und dann auch noch mit Kuup der Nr. 1 Receiver ausfällt. So wirkte das schon sehr, sehr souverän von den Packers. Aber ist natürlich auch immer eine Gefahr, wenn es fast wie von alleine läuft. Rodgers hat sichtlich Spaß, was keinem Gegner gefallen kann, aber vor allem die Defense ist deutlich besser als letztes Jahr, wo sie dann von den 49ers quasi überlaufen worden sind. Das sieht alles besser aus und die Bucs sind jetzt auch nicht das Running-Team schlechthin.


    Der langweile Tipp wäre Chiefs gegen Packers, aber mal gucken. Ich traue irgendwie den Packers (noch) nicht über den Weg. Bei Rodgers fehlt mir die Fähigkeit schlecht laufende Spiele zu drehen. Man hat immer die ein oder andere Situation im Kopf, wo er das Spiel noch mit einer Hail Mary gewonnen hat, aber wenn die Stats mal genauer ansieht, dann haben ein Joe Flacco oder Alex Smith mehr Spiele im vierten Viertel noch umgebogen als Rodgers. Wenn die Bucs früh in Führung gehen und es die Packers Fehler machen, glaube ich irgendwie nicht an ein Comeback der Packers.

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