… Samir Bellahcene bewegt sich bei dieser EM nach wie vor wie in einer Traumwelt: Turnierdebüt, teils überragende Quoten, plötzlich in der Startaufstellung. „Ich genieße jede Minute. Aber übers Finale mache ich mir heute noch keine Gedanken.“ Er hat noch nie einen Titel gewonnen und ist für die Franzosen dennoch einer der wichtigsten Final-Bausteine.
„Ich bin richtig stolz auf Samir. Es ist sein erstes Jahr auf so großer Bühne, aber er ist einer der Hauptgründe dafür, dass wir im Finale stehen“, adelt ihn Luka Karabatic. „Er ist so lernbegierig und hat großen Respekt. Ich bin mir sicher, er wird die nächsten Jahre für Frankreich prägen.“
Die EM, die Bellahcene als dritter Torwart auf der Tribüne begann, ist für den Torwart der nächste große Schritt, nachdem er den THW Kiel mit seinem kometenhaften Bundesliga-Einstand davon überzeugte, auf ihn statt auf seinen Freund Vincent Gérard zu setzen. „Das sportliche Level zwischen Kiel und dieser EM ist vergleichbar“, sagt Bellahcene. „Aber trotzdem habe ich das Gefühl, bei diesem Turnier mental noch einen Schritt gemacht zu haben.“
Weshalb ihm das nach Jahren in den Niederungen des französischen Handballs so schnell gelinge? „Ich konnte mich in Kiel schon ein bisschen an die große Bühne gewöhnen“, sagt er. „Und sowohl beim THW Kiel als auch hier waren die Erwartungen an mich nicht hoch. Ich hatte keinen großen Druck.“
Den macht er sich auch nicht vorm Finale. „Ich freue mich nur total auf die Aussicht, hier vielleicht zum ersten Mal etwas zu gewinnen“, sagt er und strahlt.
Quelle KN
Da drücke ich ihm dann mal die Daumen.
Auch wenn die Franzosen den Dänen die Favoritenrolle zuschieben.