Beiträge von SR_Neuling

    Der Beitrag ist auf den Zitierten Beitrag bezogen, dass in so einem Fall der Quotient auch kein anderes Ergebnis bringt.

    Ich hab die Punkte aus dem Beitrag übernommen und zur Berechnung 10 Spiele angenommen für das Rechenbeispiel. Auf die Erreichbarkeit der Punkte hab ich nicht geachtet, da es mir um die Quotientenregelung ging.

    Mit der Quotientenregel wäre 16:32 aber besser als 17:35. Die Quotientenregel berechnet ja das Verhältnis zwischen Plus- und Minuspunkten, oder nicht?


    16:32 --> 0,5:1

    17:35 --> 0,486:1

    Als juristischer Laie frage ich mich jetzt, ob es in der Spielordnung geregelt ist, dass als erstes die Pluspunkte maßgeblich für den Tabellenplatz sind. In §42 Abs. 3 steht "Über die Platzierung bei Meisterschaftsspielen entscheidet primär der Punktestand." Wie würde es denn aussehen, wenn Mannschaft A nach Punktabzug 16:32 Punkte und Mannschaft B 17:35 Punkte hätte? Während Corona gab es ja die Zusatzbestimmung, dass der Punktequotient gewertet wird. Würde die in einem solchen Fall auch angewendet werden oder ist mit Punktestand der Pluspunktestand gemeint?

    Ich weiß, dass es z.B. durch den DOSB ein umfangreiches Ausbildungsangebot auch für Ehrenamtler gibt. Über die Qualität und die Sinnhaftigkeit habe ich sehr unterschiedliche Sachen gehört. Manchen ist es auch zu lang und zu teuer. Man könnte da nach meinem Eindruck mal über ein niedrigschwelliges Angebot nachdenken. Wäre aus meiner Sicht durchaus mal eine Aufgabe für die Handball-Landesverbände.

    So etwas gibt es bereits über den DHB (https://www.dhb-online-akademie.de). Dort gibt es einige interessante E-Learnings, die sogar kostenfrei sind. Man muss sich lediglich mit einer E-Mailadresse anmelden.

    Letzte Woche gab es einen interessanten Artikel im SR-Portal zum Thema Stellungsspiel beim 7m. Die alte Position des Feld-SR war die gedachte Verlängerung der 7m-Linie in der Nähe der Seitenlinie. Neue Position ist ca. 3m schräg hinter dem Werfer auf Wurmhandseite. Wie findet ihr diese Position und habt ihr das schon mal ausprobiert?

    Wäre natürlich super wenn das schon passiert wäre und Harz jetzt auch auf der kompletten Hessenebene (Aktive LL und OL, sowie in der OL der C-Jugend) kommen würde.

    Ich glaube nur, da stellen sich die Halleneigner quer. In der Oberliga A-/B-Jugend ist zwar Harz erlaubt, allerdings ist mir im Umkreis nur 1 Verein bekannt, bei dem auch mit Harz gespielt, bei den anderen Vereinen ist jegliches Harzen verboten

    Ich habe mal in den Regeln nachgeschaut. Ein Hinweis zur Länge der Fingernägel habe ich erwartungsgemäß nicht gefunden, auch im Anhang 2, indem Hinweise zu Gesichtsmasken und anderen Ausrüstungsgegenständen stehen, steht nichts von Fingernägeln. In Regel 4:9 steht allerdings Folgendes:

    Zitat

    Das Tragen von Gegenständen, welche die Spieler gefährden könnten oder mit denen sich Spieler einen unrechtmäßigen Vorteil verschaffen, ist nicht erlaubt. Dies betrifft z. B. Kopfschutz, Gesichtsmaske, Handschuhe, Armbänder, Armbanduhren, Ringe, sichtbares Piercing, Halsketten oder Ketten, Ohrschmuck, Brillen ohne Haltebänder oder mit festen Gestellen sowie alle anderen Gegenstände, welche eine Gefährdung darstellen könnten.

    Künstliche lange Gelnägel würde ich darunter zählen, natürliche Fingernägel, auch wenn sie etwas länger sind, nicht.


    Sollte es allerdings zu einer Regelwidrigkeit, bspw. einem Wischer ins Gesicht, kommen, könnte man unter Umständen zu einer härteren persönlichen Strafe greifen, da die Auswirkung ein Beurteilungskriterium (Regel 8:3) ist.

    Wenn dem so ist wie du sagst, dann würde das bedeuten, dass ein Trainer, unmittelbar nach der Parade seines Torwarts (7m oder aus dem Spiel heraus) , in der Sekunde wo der Ball noch in der Luft, zurück zum 7m Werfer, oder zurück zu einem anderen gegnerischen Spieler ist (der dann einen Nachwurf hätte), regulär den Buzzer drücken kann und er hätte damit völlig legal eine eindeutige Torgelegenheit verhindert!

    Nein, eine Parade des Torhüters bedeutet ja keine Ballkontrolle und dementsprechend auch keinen Ballbesitz.


    Auszeit ist nur möglich bei "kompletter eigener Ballkontrolle", wurde letztes WE extra in den Besprechungen noch einmal extra erwähnt. Also nicht nach einem Abpraller, bevor nicht jemand den Ball (unumkämpft) aufnimmt, um weiter zu spielen.

    So würde ich das auch auslegen. Als Schiedsrichter würde ich in einem solchen Fall das TTO zurückgeben. Angesprochen wurde das meines Wissens in unserem Lehrgang bzw. auf Schiedsrichtersitzungen nie. In welcher Besprechung wurde das erwähnt?

    Im Zusammenhang mit der Buzzer-Diskussion hab ich mal eine (erstgemeinte) Frage an die Experte, die die aktuelle Ausgabe der Handball-Regeln auswendig kennen. Muss nämlich zugeben, dass das bei mir nicht der Fall ist und ich mich in diesem Punkt sogar mit den Basketball-Regeln besser auskenne, obwohl ich mit dem Sport wenig am Hut habe:

    Beim Basketball gibt es Phasen im Spiel, in denen offiziell keine der Mannschaften in Ballbesitz ist, bespielsweise bei einem umkämpften Rebound. Hat dabei recht viel Bedeutung, beispielsweise ob ein Foul Freiwürfe gibt oder wann die Shot Clock anfängt zu laufen. Beim Handball spielt das natürlich weniger eine Rolle, aber in diesem Fall bei den Auszeiten eben schon. Also: Ist eine ähnliche Regel beim Handball formuliert? Beispielsweise bei einem Abpraller oder wenn einem Spieler der Ball aus der Hand fällt, kann der Ball ja auch mal eine Sekunde lang bei niemandem sein. Jetzt gibt es Auszeiten beim Handball ja schon etwas länger, würd mich schon interessieren, ob man daran gedacht hat, einen entsprechenden Passus in die Regeln aufzunehmen.

    Solange keine Mannschaft Ballkontrolle hat, wird der Mannschaft, die zuletzt Ballkontrolle hatte der Ballbesitz zugesprochen (Regel 13:4b). Bei Abpraller kommt es meines Wissens darauf an, wie sich der Ball bewegt. Wenn er sich im Torraum rollt, ist der Ballbesitz beim Torwart, da nur er den Ball legal spielen darf. Springt der Ball, ist der Ballbesitz soweit ich weiß noch beim Angreifer.

    wäre auch ein guter vorschlag....


    wir werden uns dann trotzdem in absehbarer zeit damit beschäftigen " klar ist, dass dies nicht absichtlich der fall war"


    eigentlich ist da ja schon die schwelle überschritten, wenn der trainer hier sagte : ich hab gewartet.....

    Das sind dann wieder die grenzwertigen Situationen. Klar ist für mich nur, dass der Buzzer NACH dem Stürmerfoulpfiff kommt. Deshalb kann es meiner Meinung nicht mit Freiwurf Stuttgart weitergehen. Ob das Drücken des Buzzers jetzt 0,2s oder 1s nach dem Pfiff des Schiedsrichters kommt, kann ich aus der Wiederholung nicht erkennen. Dann ist natürlich auch wieder die Frage, was man unter "unmittelbar nach" versteht.


    In einigen Hallen gibt es hinter den Toren ja diese roten LEDs, die aufleuchten, wenn die Zeit angehalten wird. Ist das Halle zu Halle unterschiedlich oder nur bei internationalen Spielen Pflicht? Das könnte die Entscheidung in solchen Situationen meiner Meinung nach erleichtern bzw. für Zuschauer und Fernsehen verständlicher machen.

    Möglich wäre auch eine Spielfortsetzung mit Freiwurf BHC gewesen. In Abschnitt B4 der Richtlinie steht folgendes:

    Zitat

    Wenn eine Mannschaft unmittelbar nach dem Verlust des Ballbesitzes ein Team-Time-out beantragt und klar ist, dass dies nicht absichtlich der Fall war, wird die folgende Entscheidung getroffen:

    a. Die Mannschaft, die die Unterbrechung durch das fehlerhafte Team-Time-out verursacht hat, verliert ein (1) Team-Time-out (die Gesamtzahl der Team-Time-outs wird um eins reduziert).

    b. Spielfortsetzung entsprechend der Situation auf dem Spielfeld im Moment der Unterbrechung.

    Hätte ich in diesem Fall als die gerechteste Lösung empfunden.

    Das hat Kay Holm doch klar gesagt! Bei voller Ball- und Körperkontrolle gibt es eine Zeitstrafe. Die Intensität des Wurfes ist also vollkommen irrelevant!

    Das ist richtig. Ich wollte dir nur recht geben mit deinem Beispiel. Laut Regelwerk ist das natürlich eine 2-Min-Strafe. Auch wenn ich das persönlich bei einem verkorksten Trickwurf, bei dem eigentlich keine Gefahr für den Torhüter ausgeht, anders sehe.

    Die Unklarheiten werden auch weiterhin zu Diskussionen führen, denn die volle Ball- und Körperkontrolle ist nicht klar definiert. Was ist denn zum Beispiel, wenn der Kreisläufer, wie es in der Bundesliga inzwischen öfter vorkommt, den Ball mit dem Rücken zum Tor wirft und der Gegenspieler einfach nur die Hand am Rücken o.ä. hat? Ist das dann, vollkommen ohne Diskussion, keine Interpretation?

    Laut den Erläuterungen ist das dann eine 2-Minuten-Strafe. Der Kreisläufer entscheidet sich ja freiwillig den Ball mit dem Rücken zum Tor zu werfen. Er geht dann quasi das Risiko ein, den Kopf des Torwarts zu treffen. Aber ich verstehe die Bedenken, für die SR macht es das nicht einfacher. Entweder 2-Min für den Kreisläufer oder 7m, weil der Kontakt doch stark genug war.

    Auf der einen Seite bekommen Abwehrspieler auf Außen eine Zeitstrafe, weil sie Kontakt mit dem Außenspieler bekommen, der seinen Bewegungsablauf nicht mehr abbrechen/verändern kann, auf der anderen Seite sollen Spieler in der Wurfbewegung noch die Richtung/den Ablauf verändern, wenn der TW sich auf einmal in die Wurflinie bewegt.

    Ich persönlich hätte es auch besser gefunden, wenn man wie beim 7m definiert hätte. Der Torwart muss stehen. Das ist viel leichter zu beurteilen.

    Und ich freue mich wieder darauf, wenn der erste Kopfroller mit einer Intensität von 20% den Kopf streichelt, der TW sagt, dass es nicht so schlimm gewesen ist und dann keine Strafe ausgesprochen wird. Dann erinnere ich an die Regel und die volle Ball- und Körperkontrolle.

    Es ist halt schwierig eine Definition zu finden. Wo willst du da die Grenze ziehen? Bei 40%, 50% oder wenn der Torwart nach dem Kopftreffer zu Boden geht?


    Ich hoffe mal, dass es vom DHB bspw. auf dem Schiedsrichterportal oder in der nächsten SR-Sitzung eine Videoschulung mit zahlreichen Beispielen gibt, bei welchem Kopftreffer künftig eine 2-Min-Strafe gegeben werden muss und wann nicht.

    hab ich schlau gemacht. In hessen wid es eine Kann-Bestimmung. Wird wohl in allen Landesverbänden darauf hinauslaufen bzw. in den Landesverbänden unterhalb BOL Ebene. In den Oberligen wird man das wohl schon umsetzen.

    Was heißt kann-Bestimmung? Bei uns im Verein ist eine Halle mit zentralem Kreis und eine Halle mit dezentralem Kreis. Wird dann in einer Halle mit Anwurfkreis gespielt und in der anderen wie bisher? Oder meinst du, es wird unterschiedliche Regeln geben, für Spiele auf Verbandsebene und Spiele auf Bezirksebene?

    Nach etwas Recherche bin ich auf ein Urteil des Bundesgerichts gestoßen, welches einen vergleichen Fall untersucht hat. Die SR entschieden damals auf 2-Minute-Strafe (MV hatte schon gelb) und Ballbesitzwechsel. In erster Instanz wurde der Einspruch zurückgewiesen. In zweiter Instanz entschied das Bundesgericht dann allerdings, dass die Entscheidung der SR nicht regelkonform gewesen sei und ein Wiederholungsspiel anzusetzen ist.

    Zitat

    Es liegt auf der Hand, dass das bloße Nichteinziehen der TTO-Karte Nr. 3 durch das Kampfgericht – eine Regelwidrigkeit unterstellt – bei isolierter Betrachtung nicht spielentscheidend gewesen ist. Es führte für sich genommen zu keinerlei Auswirkung auf den weiteren Spielverlauf. Entsprechendes gilt hinsichtlich des das Spiel unterbrechenden Pfiffes der Zeitnehmerin bei „Legen“ der TTO-Karte Nr. 3 durch den Offiziellen der Mannschaft des Revisionsführers. Insoweit ist schon fraglich, ob überhaupt ein Regelverstoß vorliegt, denn auch bei Unklarheit über die Berechtigung des 3. Team-Timeouts wäre das Kampfgericht verpflichtet gewesen, das Spiel per Pfiff zu unterbrechen. Das erhellt sich aus dem Kommentar zur Regel 2:9 der Internationalen Hallenhandball-Regeln (IHR), dem zu entnehmen ist, dass neben den Hauptgründen für eine Spielzeitunterbrechung durch das Kampfgericht eine solche immer dann geboten ist, wenn aus der Sicht des Kampfgerichts eine Entscheidung der Schiedsrichter erforderlich ist. Jedenfalls kommt der Spielunterbrechung durch die Zeitnehmerin in der Spielminute 59:35 keine spielentscheidende Bedeutung zu. [...]


    Anknüpfungspunkt für das Vorliegen eines spielentscheidenden Regelverstoßes kann von daher nur – noch – das Verhalten bzw. können nur noch die Entscheidungen der Schiedsrichter sein, die Mannschaft des Revisionsführers wegen des Legens der TTO-Karte Nr. 3 progressiv mit einer weiteren Zeitstrafe zu belegen und im Weiteren den Ballbesitz von der Mannschaft des Revisionsführers an diejenige des Beteiligten zu wechseln. Darin liegt ein spielentscheidender Regelverstoß. Allerdings hat das Bundesgericht keinen Zweifel daran, dass das unberechtigte „Legen“ einer TTO-Karte ein unsportliches Verhalten darstellen kann, welches gemäß der Regel 8:7 IHR progressiv zu ahnden ist. Im konkreten Fall war den Schiedsrichtern aber eine progressive Ahndung des unterstellt unsportlichen Verhaltens des Mannschaftsoffiziellen der Mannschaft des Revisionsführers nach den IHR nicht möglich. Unstreitig könnte es sich bei dem zu ahndenden Verhalten des Mannschaftsverantwortlichen nur um ein unsportliches Verhalten im Auswechselraum handeln.

    Quelle: BG 1-2019 zu finden unter https://www.dhb.de/de/verband/…g-und-ordnungen/#anchor-3

    Über die genauen Umstände, wieso der Trainer der Heimmannschaft noch eine grüne Karte hatte, kann ich auch nur spekulieren. Meine Frage bezieht sich darauf, bei wem die Hauptschuld liegt. Beim Kampfgericht, das garnicht erst pfeifen darf oder beim Trainer, der unberechtigterweise das TTO beantragt hat?

Anzeige