Beiträge von SR_Neuling

    Nach etwas Recherche bin ich auf ein Urteil des Bundesgerichts gestoßen, welches einen vergleichen Fall untersucht hat. Die SR entschieden damals auf 2-Minute-Strafe (MV hatte schon gelb) und Ballbesitzwechsel. In erster Instanz wurde der Einspruch zurückgewiesen. In zweiter Instanz entschied das Bundesgericht dann allerdings, dass die Entscheidung der SR nicht regelkonform gewesen sei und ein Wiederholungsspiel anzusetzen ist.

    Zitat

    Es liegt auf der Hand, dass das bloße Nichteinziehen der TTO-Karte Nr. 3 durch das Kampfgericht – eine Regelwidrigkeit unterstellt – bei isolierter Betrachtung nicht spielentscheidend gewesen ist. Es führte für sich genommen zu keinerlei Auswirkung auf den weiteren Spielverlauf. Entsprechendes gilt hinsichtlich des das Spiel unterbrechenden Pfiffes der Zeitnehmerin bei „Legen“ der TTO-Karte Nr. 3 durch den Offiziellen der Mannschaft des Revisionsführers. Insoweit ist schon fraglich, ob überhaupt ein Regelverstoß vorliegt, denn auch bei Unklarheit über die Berechtigung des 3. Team-Timeouts wäre das Kampfgericht verpflichtet gewesen, das Spiel per Pfiff zu unterbrechen. Das erhellt sich aus dem Kommentar zur Regel 2:9 der Internationalen Hallenhandball-Regeln (IHR), dem zu entnehmen ist, dass neben den Hauptgründen für eine Spielzeitunterbrechung durch das Kampfgericht eine solche immer dann geboten ist, wenn aus der Sicht des Kampfgerichts eine Entscheidung der Schiedsrichter erforderlich ist. Jedenfalls kommt der Spielunterbrechung durch die Zeitnehmerin in der Spielminute 59:35 keine spielentscheidende Bedeutung zu. [...]

    Anknüpfungspunkt für das Vorliegen eines spielentscheidenden Regelverstoßes kann von daher nur – noch – das Verhalten bzw. können nur noch die Entscheidungen der Schiedsrichter sein, die Mannschaft des Revisionsführers wegen des Legens der TTO-Karte Nr. 3 progressiv mit einer weiteren Zeitstrafe zu belegen und im Weiteren den Ballbesitz von der Mannschaft des Revisionsführers an diejenige des Beteiligten zu wechseln. Darin liegt ein spielentscheidender Regelverstoß. Allerdings hat das Bundesgericht keinen Zweifel daran, dass das unberechtigte „Legen“ einer TTO-Karte ein unsportliches Verhalten darstellen kann, welches gemäß der Regel 8:7 IHR progressiv zu ahnden ist. Im konkreten Fall war den Schiedsrichtern aber eine progressive Ahndung des unterstellt unsportlichen Verhaltens des Mannschaftsoffiziellen der Mannschaft des Revisionsführers nach den IHR nicht möglich. Unstreitig könnte es sich bei dem zu ahndenden Verhalten des Mannschaftsverantwortlichen nur um ein unsportliches Verhalten im Auswechselraum handeln.

    Quelle: BG 1-2019 zu finden unter https://www.dhb.de/de/verband/dok…ungen/#anchor-3

    Über die genauen Umstände, wieso der Trainer der Heimmannschaft noch eine grüne Karte hatte, kann ich auch nur spekulieren. Meine Frage bezieht sich darauf, bei wem die Hauptschuld liegt. Beim Kampfgericht, das garnicht erst pfeifen darf oder beim Trainer, der unberechtigterweise das TTO beantragt hat?

    Also die Heimmannschaft war zum Zeitpunkt der Beantragung klar im Ballbesitz. Eigentlich hätten die Zeitnehmerim das TTO zurück geben müssen.

    Ich meine mal was gelesen zu haben, dass ab nächster Saison in der Bundesliga bei ungerechtfertigter Betätigung durch den Buzzer auch eine progressive Bestrafung und damit auch Ballbesitz für die gegnerische Mannschaft gegeben werden muss, habe allerdings keinen Regelbezug bzw. Quelle mehr hierzu.

    Ich habe eine Regelfrage aus aktuellem Anlass:

    Der MV der Heimmannschaft beantragt in der 55. Minute ein TTO, obwohl er schon ein TTO in der 2. Halbzeit genommen hat (In der Liga ist nur 1 TTO/Halbzeit erlaubt). Das Kampfgericht pfeift, nach kurzer Beratung der SR wird das TTO nicht gewährt. Die Gäste fordern eine progressive Bestrafung gegen den MV der Heimmannschaft. Ist dir Forderung gerechtfertigt und wie sieht es mit der Spielfortsetzung aus?

    Ich bin erst seit dieser Saison Schiedsrichter und habe mit meinem Gespannspartner in dieser Saison C-Jugend Spiele und ein Herren-Freundschaftsspiel geleitet. Nächste Saison werden wir überwiegend A-&B-Jugend Spiele leiten. Beach habe ich noch nicht gepfiffen. Gibt es dazu eine separate Ausbildung?

    Es gibt Neuigkeiten von Seiten des DHB bezüglich der neuen Regel mit dem Anwurfkreis.

    Zitat

    Im Bereich der Landesverbände sind bereits vorhandene Kreise in der Mitte der Mittellinie, die einem Durchmesser von 3 m bis 4 m entsprechen, als Anwurfzone anzusehen. Bei nicht vorhandenen Kreisen ist eine entsprechende Fläche zu kennzeichnen (es ist kein vollständiger Kreis und keine vollständige Fläche erforderlich).

    Das heißt, ein bereits vorhandener Basketballkreis ist im Amateurbereich zugelassen, sofern er sich in der Mitte des Spielfeldes befindet.

    Quelle: Amtliche Bekanntmachung des DHB vom 15.5.22

    https://www.dhb.de/de/verband/dok…-und-ordnungen/

    Weil ein reines Blocken keinen Prellvorgang startet.

    Wenn man den Ball "Richtung Boden lenkt", ist das eine bewusste Aktion zum Ball. Das ist beim Blocken nicht der Fall.

    Wenn ich nur die Arme hochhalte und der Ball dagegen fliegt, lenke ich ja nichts.

    Achso ok verstehe. Macht es einen Unterschied, wenn der Abwehrspieler statt eines Blockes einen Pass abläuft und den Ball nach Bodenberührung aufnimmt. Ist ein Prellen dann gestattet?

    Hallo zusammen,

    bei der regelmäßigen Überprüfung meiner Regelkenntnis bin ich auf folgende Regelfrage (7.14) aus dem offiziellen IHF-Fragenkatalog gestoßen.

    WEISS 9 blockt den von SCHWARZ 3 mittels Sprungwurf geworfenen Ball ab. Der Ball fällt auf den Boden. WEISS 9 nimmt ihn mit beiden Händen auf, beginnt prellend einen Gegenstoß und wirft ins Tor von Team SCHWARZ. Wie ist zu entscheiden?

    a) Tor für Team WEISS

    b) Freiwurf für Team SCHWARZ

    c) Hinausstellung von WEISS 9

    d) Time-out

    Ich habe mich für Antwortmöglichkeit b) entschieden, da es für mich "2-mal" ist. Offiziell ist Antwortmöglichkeit a) korrekt, als Begründung sind hierzu Regel 7:4 und Regel 8:1a angegeben. Für mich beginnt der Prellvorgang mit der Bodenberührung nach dem Block. So lese ich es auch in Regel 7:4 "Das Prellen oder Tippen des Balles beginnt dann, wenn der Spieler den Ball mit irgendeinem Körperteil berüht und Richtung Boden lenkt".

    Vielleicht kann mich ja jemand aufklären und erklären, wieso es sich hierbei nicht um "2-mal" handelt.

    Viele Grüße und frohe Ostern

    Wenn ich 10:5 richtig verstehe, gibt es da keinen Abstand, wenn aus einer Anwurfzone angeworfen wird. Die gegnerischen Spieler dürfen nur halt nicht die Zone berühren und auch nicht den Spieler oder Ball berühren. Es ist ein eigener Ablauf des Anwurfs. Diese 3 Meter Abstand gilt nur beim Anwurf von der Mittellinie (Regel 10:3 und 10:4).

    Edit:

    Und so ist es. Inzwischen gibt es auch die deutsche Fassung. Und da ist 10:5 h) die entscheidende Passage.

    Vielen Dank für deutsche Fassung. Ich finde, man hätte allerdings wie bei der Regeländerung mit der Ballgröße deutlich machen können, dass es sich um zwei verschiedene Varianten handelt (Regel 3:2). Also Regel 10:3 und 10:4 für die alte Varainte und Regel 10:5 für die neue Variante. Dann kommt es nicht zu solchen Unklarheiten.

    Hallo Acrosh,

    der Anzuspieler darf aus meiner 4. For the throw-off at the start of each half (incl. any period of overtime), all players must be in their own half of the court.Sicht nicht in die gegnerische Hälfte laufen im Anspielkreis. Abschnitt 4 grenzt den Anspielkreis auf die eigene Hälfte ein:

    Die Einschränkung mit der eigenen Spielfeldhälfte bezieht sich aber nur auf den Anwurf zu Beginn einer Halbzeit, nicht nach einem Tor. Innerhalb des Anwurfkreises gibt es zudem offiziell keine Mittellinie.

    So wie ich die Regel lese, wäre dann praktisch ein 5-Meter-Radius in der Mitte abstandsgefährdet (2 Meter Toleranz plus 3 Meter Abstand von der Ausführung).

    Oder versteh ich das falsch?

    5 Meter Radius sind verdammt viel - gerade, wenn man bedenkt, dass bisher ja oft noch nicht mal die 3 Meter eingehalten werden (vor allem in den letzten 30 Sekunden nicht), und das fast immer folgenlos bleibt.

    Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das mit dem Anwurf im Wettkampf aussieht. Speziell in den letzten 30 Sekunden, und vor allem auch in Verbindung mit dem Videobeweis.

    Das kann man in Testspielen ja nicht adäquat proben. Wenn es um die Wurst geht, ist das immer noch mal was ganz anderes.

    Ich verstehe das genauso wie du. In der englischsprachichen Fassung steht in Regel 10:5

    Zitat

    In both cases, however, the opponents must be at least 3 metres away from the player taking the throw-off

    Neu eingeführt wurde Regel 10:5. Dort steht in Absatz h

    Zitat

    The players of the defending team must be outside the throw-off area and are not allowed to touch the ball or the opponents inside the throw-off area until the throw is considered taken (15:4, 8:7c). They are allowed to be directly outside the throw-off area.

    Die Frage ist nun, beziehen sich Regel 10:3 und 10:4 auf die bisherige Varainte des Anwurfes, die in unteren Spielklassen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter bestehen bleibt, und Regel 10:5 ausschließlich auf die neue Varainte? Gemäß Regel 1:9 ist der Anwurfkreis nur im Profibereich zwingend, in allen anderen Bereichen optional. Es gibt auch zwei Abbildungen, einmal mit und einmal ohne Anwurfkreis.

    War das Spiel auf Kreisebene? Erkundige dich bei deinem entsprechenden Lehrwart wie das generell zu handhaben ist.

    Es war ein Spiel der männlichen C-Jugend in der Bezirksoberliga. Unser Prüfer/SR-Beobachter ist ja Mitglied des Bezirkslehrteams. Er meinte, dass die gelbe Karte regelgerecht gewesen sei, er persönlich hätte allerdings eine 2min-Strafe gegeben.

    Das hieße dann, dass wenn während eines Time-Outs (kein Team-Time-Out) die abwehrende Mannschaft einen Wechselfehler begeht, der Arm auch oben bleibt (da wird ja auch kein Angriffsfluss unterbrochen, weil der Angriff "quasi temporär ausgesetzt" ist)?

    Ich bin mir nicht sicher, ob das einer sportrechtlichen Prüfung standhalten würde.

    Ja genau, eine solche Situation meinte ich. Mit oben genannter Begründung würde dadurch der Angriffsfluss auch nicht unterbrochen werden.

    Mich würde mal die Meinung erfahrener SR zu diesem Thema interessieren. Mein Gespannspartner und ich wurden nach unserem Prüfungsspiel von unserem SR-Beobachter/Prüfer darauf hingewiesen, dass eine von uns gegebene gelbe Karte zwar regelgerecht gewesen sei, aber man Mitte der 2. Halbzeit dann doch lieber eine 2min-Strafe geben sollte. Die Heimmannschaft, der wir Mitte der 2. Halbzeit die dritte gelbe Karte gegeben haben, spielte sehr fair. Die Gastmannschaft hatten zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Zeitsrafen, falls das für die Einschätzung zu dieser Situation wichtig ist.

    Und inzwischen habe ich mich mal bei meinem Kampfrichter-Partner (ist SR-Chef und Lehrwart in meinem Handballkreis) mal schlau gemacht. Und er hat mir einen guten Hinweis gegeben, weshalb ich nun doch sagen kann, dass die neuere Variante richtig ist. Also das passive Vorwarnzeichen muss weiter gezeigt werden, wenn es eine persönliche Strafe gegen Spieler oder Offiziellen der verteidigende Mannschaft im TTO gibt. Du hast leider nicht das entscheidende mitzitiert, denn hier steht das entscheidende im 2. und 3. Absatz drin.

    Aber mach dir nichts drauß, an sowas wurde von seiten der IHF früher nicht gedacht und daher kam sowas zustande. Sowas ist auch ganz selten passiert. Und das ist nicht mal im Regelfragenkatalog.

    Vielen Dank für die Antwort. Schade ist nur, dass so etwas nicht in den Erläuterungen steht. Gilt diese Ausnahme nur bei TTO oder lässt sich dies auch auf weitere TO, die von den SR gegeben werden, anwenden (bspw. für eine Wischpause oder wegen eines verletzten Spielers)? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist ja deutlich größer als bei einem TTO.

    zu 1)

    Die Regeländerung finde ich ehrlich gesagt sinnlos. In Ligen, in denen mit Harz gespielt wird, wird jetzt nicht plötzlich ohne Harz gespielt. Bei uns in Hessen herrscht generell Harzverbot (ich meine mit Ausnahme der Oberligen) und wir kommen trotzdem mit den Bällen auch ohne Harz zurecht. Da bin ich mal gespannt, ob die Regeländerung uns überhaupt betrifft. Würde dann ja auch bedeuten, dass zahlreiche neue Bälle angeschafft werden müssen. Das wird an der Basis sicherlich schwierig.

    zu 2)

    Die Regeländerung finde ich gut. Vor allem in der Bundesliga sind 6 Pässe einfach viel zu viel. In der Herren Bezirksliga sowie im Jugendbereich wird das keine große Änderung sein, da meistens nach Heben des Arms schnell abgeschlossen wird bzw. zentral ein Freiwurf rausgeholt wird, um einen Block für seinen Rückraumshooter zu stellen. Man hätte die Regel aber auch umgehen können, indem die SR mehr Mut haben auch vor Vollendung der 6 Pässe abzupfeifen.

    zu 3)

    In der Theorie halte ich diese Regeländerung für eine gute Idee. Ich bin nur mal auf die Umsetzung gespannt, vor allem an der Basis. Ich habe diese Saison schon etliche Regelauslegungen von SR gesehen. Einmal gab es eine rote Karte bei einem Tempogegenstoß. Einmal gab es eine Zeitstrafe für den Außenspieler, allerdings Spielfortsetzung mit Freiwurf für die angreifende Mannschaft, da laut SR der Spieler gefoult wurde und nicht frei werfen konnte :pillepalle:

    zu 4)

    Zu dem Anwurfkreis habe ich gemischte Gefühle. In der Bundesliga ist er durch die Werbeflächen ja quasi schon vorhanden, in den Amateurligen müsste er neu eingezeichnet werden. Teilweise könnte der etwas kleinere Basketballkreis verwendet werden, der ist allerdings nicht in jeder Sporthalle mittig. Da ist wieder Frage, wo zieht man die Grenze? Unterhalb der 2.Liga, 3.Liga, Oberliga? Was ist mit der Jugendbundesliga? Dort sind auch viele "kleine Dorfvereine", die in einer Schulsporthalle spielen.

    Zudem sehe ich ein weiteres Problem mit dem Abstand. Wenn ich das richtig verstehe, müssen die Abwehrspieler außerhalb des Anwurfkreises und zusätzlich mind. 3m Abstand zum Ausführenden haben. Zu welchem Zeitpunkt. Zum Zeitpunkt des Pfiffes? Was ist, wenn sich der Ausführende zwei Meter in Richtung gegenerisches Tor bewegt und der Abwehrspieler stehen bleibt? Ich denke eine allgemeine Anweisung zu mehr Großzügigkeit wäre sinnvoller, auch wenn das vielleicht jeder SR etwas anders auslegt. Das Wichtigste in einer solchen Situation ist einfach eine klare Linie eines SR. Manche sind penibel genau, andere pfeifen, bevor der Kreisläufer den Ball vom Towart fängt.

    Falls die Regel bis in die unterste Amateurliga umgesetzt werden soll, kann das eine lange SR-Sitzung geben.:D

    Ja. Die Mannschaft, welche Ballbesitz hat ist die angreifende Mannschaft. Das gilt auch bei Spielunterbrechung. Erst wenn sie den Ballbesitz verliert und die andere Mannschaft den Ball nun hat ist sie verteidigende Mannschaft. Also ist das Vorwarnzeichen aufgehoben, wenn es eine persönliche Bestrafung nach Regel 16 für Spieler oder Offizielle der verteidigende Mannschaft gibt, weil sie sich regelwidrig oder unsportlich verhalten haben. Auch beim TTO.

    Vielen Dank für die Antwort. Das war auch meine erste Einschätzung. Gibt es irgendeine Regel oder Guideline, die beschreibt, was zu einem Ballbesitz zählt?

    In einem der beiden oben genannten Artikel steht ja folgendes:

    Zitat

    Der Angriff ist durch das Team-Time-out quasi temporär ausgesetzt. Die progressive Bestrafung eines Spielers oder Offiziellen während eines Team-Time-outs benachteiligt die angreifende Mannschaft nicht noch zusätzlich. Zudem war es die Entscheidung der angreifenden Mannschaft, mit dem beantragten Team-Time-out ihren Angriff zu unterbrechen. Hierfür steht auch die an entsprechender Stelle der IHF-Erl 4C verwendete Formulierung: „Während eines Angriffs gibt es jedoch zwei Situationen, …“.

    In der vom Fragesteller angesprochenen Situation ist also nach Ablauf des Team-Time-outs das Vorwarnzeichen weiter anzuzeigen.

    Dort ist ja beschrieben, dass während des TTO quasi keine Mannschaft in Ballbesitz ist und deswegen das passive Vorwarnzeichen weiter angezeigt werden muss. Das kann ich nur bedingt nachvollziehen. Für mich besteht Ballbesitz auch während des TTO, da der Ballbesitz nicht durch Torerfolg oder Ballverlust abgegeben wurde.

    Hallo zusammen,

    ich bin seit dieser Saison Schiedsrichter und habe auch schon meine ersten Spiele im Jugendbereich geleitet. Da mir Schiedsrichterei sehr viel Spaß macht, beschäftige ich mich auch außerhalb meine Ansetzungen intensiv mit dem Thema. Unter anderem lese ich aufmerksam die Artikel im Schiedsrichterportal. Dabei sind mir zwei Artikel zu ungewöhnlichen Spielszenen aufgefallen, die sich in meinen Augen hinsichtlich der korrekten Spielfortsetzung unterscheiden. Es geht um folgende Szene:

    Mannschaft A ist in Ballbesitz, die Schiedsrichter heben den Arm und zeigen das Vorwarnzeichen für passives Spiel an.

    Trainer A beantragt ein TTO, welches auch bestätigt wird.

    Während des TTO verhält sich ein Offizieller von Mannschaft B unsportlich (wegen Meckern, Überziehen des TTO etc.) und wird dafür progressiv bestraft.

    Spielfortsetzung ist natürlich Freiwurf für Mannschaft A an der Stelle an der sich der Ball während der Beantragung des TTO befand. Aber was ist mit dem Vorwarnzeichen für passives Spiel? Ist es weiter angezeigt oder aufgehoben aufgrund der progressiven Bestrafung?

    In einem Artikel wird beschrieben, dass das Vorwarnzeichen aufzuheben ist, in dem anderen Artikel, dass das Vorwarnzeichen weiter anzuzeigen ist. Begründung hierzu ist Erläuterung 4C Handhabung des Vorwarnzeichens.

    In Erläuterung 4C wird beschrieben, dass das Vorwarnzeichen aufzuheben ist, wenn eine persönliche Bestrafung gegen die abwehrende Mannschaft WÄHREND EINES ANGRIFFES gemäß Regel 16 gegeben wird. Die entscheidende Frage ist nun, gehört das TTO zum Angriff?

    Ich habe die beiden Artikel mal anghängt, ich hoffe das ist gestattet. Ich bin mal gespannt, wie ihr die Situation einschätzen würdet.


    https://www.dhb-schiedsrichterportal.de/online-magazin…b73a0ba11dcfa6a

    https://www.dhb-schiedsrichterportal.de/online-magazin…73ad148b440ca97