Beiträge von HansRichard

    Danke für den ausgesprochen sachlichen Kommentar!! Auch wenn ich hier nicht allzu oft unterwegs bin, ist mir schon aufgefallen, dass Du Dich mit anderen Meinungen sehr schwer tust und schnell zu Diffamierungen, persönlichen Beleidigungen und haltlosen Unterstellungen greifst. Nun, jedes Forum, egal mit welchem Thema, hat wenigstens einen solch unreflektierten Typen im Angebot, ist ja auch in Ordnung, die müssen ja auch irgendwo hin! Und gelegentlich haben sie ja auch Unterhaltungswert!

    Ich will das jetzt gar nicht weiter ausführen und auch den schon erwähnten Hobbypsychologen lasse ich diesmal stecken, obwohl der bei Dir ziemlich leichtes Spiel hätte. Mein Wunsch für Dich, von dem ich jetzt schon weiß, dass er nicht auf fruchtbaren Boden fallen wird: lass der Ankündigung "Ohne Worte" ab und zu einfach mal Taten folgen.....

    In der Sache werde ich mich zu Dir nicht mehr äußern.

    man sollte ein Foto für die Analyse auch zeitlich und räumlich einordnen

    das dürfte vom Trainingsauftakt sein.

    wenn ich da das Ziel Playoff HF, also jetzt mindestens Platz 4 nach der HR, aufrufe, darf ein Foto auch Selbstbewusstsein ausstrahlen.

    kann natürlich auch, wenn ich will, Distanz von der Mannschaft reininterpretieren und und und

    Ausgeprägte Macho-Körperhaltung, ein miesepetriger Blick, zu enge Kleidung, deutliche physische und emotionale Distanz zur fröhlich wirkenden Mannschaft!! Für mich zeigt das kein Selbstbewusstsein sondern Anti-Empathie und ein für den Frauensport typisches Machtgefälle. Mich wundert, dass ein Bundesliga-Verein im Jahr 2025 ein solches Foto zur Veröffentlichung freigibt.

    Ich bin ja nur ein gelegentlicher Beobachter von der Seitenlinie und verfüge nicht über konkrete Kenntnisse der Situation in Ludwigsburg und der Entwicklung dahin. Aber ich bin aus verschiedenen Gründen immer noch Fan des Frauenhandballs, allerdings mit Schwerpunkt Amateurbereich. Und wenn Deutschlands beste Mannschaft vor dem Aus zu stehen scheint, wird das auch mittelbare Auswirkungen "nach unten" haben.

    Das Ganze passiert in einer Zeit, in der Deutschlands Fußballerinnen von Erfolg zu Erfolg eilen, riesige Einschaltquoten und große Schlagzeilen produzieren. Dagegen kann der Frauenhandball niemals anstinken, das weiß ich auch. Aber das mögliche Ende des "Bayern München" der Szene wird den Frauenhandball im Kampf um positive Aufmerksamkeit bei Fans, Medien und Sponsoren weiter zumindest nicht voran bringen. Und was das für die Heim-WM heißen könnte, wo man gerade positive Aufmerksamkeit auch in neuen Zielgruppen braucht????

    Am Rande mal gefragt: wie ist den der EM-Gewinn der Juniorinnen bei euch so medial verwertet worden? In meiner Heimatzeitung kein Wort davon, obwohl etliche Handballvereine drum herum....

    Ich habe noch zwei kleine Anmerkungen, eben von der Seitenlinie:

    - für mich scheint das Lizensierungsverfahren im Handball nicht wirklich zu funktionieren. Schon im "Fall Hamburg" fand ich das Vorgehen wenig transparent und sagen wir mal nicht wirklich völlig "unabhängig". Dass jetzt ein Insolvenzverfahren für Ludwigsburg kommt, wenige Wochen nach der Lizenzerteilung, erstaunt mich sehr....

    - die beklagte "wirtschaftliche Gesamtlage" wird uns in ihrer Schwierigkeit ja nach allen Prognosen noch etwas erhalten bleiben und auch den gesamten Sport betreffen. Im Verein meiner Enkelin (höhere Amateurliga mit Aufstiegsambitionen) wurde am Wochenende informiert, dass der jahrelange Hauptsponsor zum Jahresende aussteigen will und damit sämtliche Zuwendungen wie Fahrtkosten und kleine Aufwandsentschädigungen mitten in der Saison auf der Kippe stehen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht! Ich befürchte, dass ist kein Einzelfall. Angesichts der wirtschaftlichen Prognosen sollte man die gesamten Professionalisierungs-Bestrebungen im Frauenhandball vorerst aussetzen. Die taugen für gute Zeiten, aber die haben wir gerade nicht. Dass Vereine demnächst bestraft oder zum Umzug in andere Städte gezwungen werden sollen, weil sie Vorgaben für eine Halle nicht erfüllen können, passt nun wirklich nicht in die Zeit. Ich empfehle zunächst strukturelle Maßnahmen, um Kosten zu senken. Allen voran sollte die 2. Bundesliga nicht mehr einteilig sein.

    Wie Deutschland Handball guckt?? Also gestern hat es so geguckt, schreibt das Medien-Magazin DWDL:

    "DF1 hat am Sonntagvorabend gute Quoten mit dem Finale in der Handball-Champions-League eingefahren. 290.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen ab 17:44 Uhr, wie sich Magdeburg im deutschen Finale gegen Berlin durchsetzte. Schon insgesamt waren damit für den kleinen Sender gute 1,7 Prozent Marktanteil drin, in der klassischen Zielgruppe wurden noch etwas bessere 2,1 Prozent gemessen. Normalerweise kommt DF1 in beiden Zuschauergruppen auf 0,1 Prozent. Das Finale ist darüber hinaus auch bei Dyn und DAZN zu sehen gewesen, DAZN wertete die Partie auch auf Pluto TV aus - von hier gibt es aber keine konkreten Nutzungszahlen. Die tatsächliche Reichweite des Finalspiels dürfte aber noch höher gelegen sein als 290.000."

    Wie hoch wäre wohl das Interesse im öffentlich-rechtlichen oder einem der größeren Privatsender gewesen?? Doppelt? Dreifach??

    Schön, dass Sie das Thema Sportwetten ausführlich behandelt haben. Danke dafür!!

    Die Problematik wird im deutschen Sport, auch im Handball, gehörig unterschätzt. "Blauäugig" wurde der Umgang im Handball damit genannt, das ist sehr höflich formuliert. Ich gehe schon davon aus, dass die meisten Funktionäre die Risiken genau einschätzen können, davon aber aus bestimmten Gründen offiziell nichts wissen wollen.

    Vieles richtig, u.a. dass wir zur Vermarktung des Frauenhandballs auch interessante "Gesichter" brauchen - auf dem Spielfeld und daneben. Die wachsen nicht auf den Bäumen. Aber eine gute Kommunikations- und Marketing-Strategie könnte da einiges anschieben!

    Nebenbei bemerkt: helfen würden auch mehr Frauen in Führungspositionen in DHB und bei den Ligaverbänden sowie den Landesverbänden. Oder eine Bundestrainerin!! Im Fußball gab es schon deren drei!! Aber der Handball ist in der Selbstdarstellung und der Denke ein Männerbündnis.

    Knorr beschreibt ja selbst diese einzelne Szene als beispielhaft.

    Viel bedeutender weil einordnender finde ich diese Sätze:

    Knorr begründete seine Referee-Kritik damit, „dass die Schiedsrichter von Beginn an eine Linie gepfiffen haben, die einen großen Spielraum für Fouls sowie eine insgesamt sehr aufgeheizte, aggressive Grundstimmung begünstigte“.

    Und:

    Der 24-Jährige betonte: „Sie haben die Aufgabe und auch die Verantwortung, einzugreifen, wenn die Grenze zum gefährlichen Spiel überschritten wird und es gilt, die Gesundheit der Spieler zu schützen. Wenn die Schiedsrichter dieser Aufgabe nicht nachkommen, erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Situationen und nehmen Verletzungen zumindest teilweise in Kauf.“

    Das ist aus meiner Sicht schon eine deutliche und weitergehende Kritik. Ich habe jetzt das angesprochene Spiel nicht verfolgt, aber wenn ich so manches Handball-Spiel im TV oder auch live sehe , kommen mir als meist neutralem Beobachter genau dieselben Gedanken.

    Die Scheichs interessieren sich für Handball?! Warum machen wir uns dann Sorgen, Handball könne bei den Olympischen Spielen rausfliegen? :cool:

    Vielleicht ja, weil das ganz große Machtzentrum des Weltsports, die USA, eine Handball-Diaspora ist und es auch noch länger bleiben wird? Aber amerikanische "Trendsportarten" drängen ins olympische Programm und irgendwer muss dann ja rausfliegen. Spekulation...

    Immerhin kommt der DHB endlich mal - etwas - aus der Deckung. Wahrscheinlich sieht man in Mustafa keinen Garant zur finanziellen Weiterentwicklung mehr und wendet sich deshalb ab. Der Verband und einzelne seiner Repräsentanten haben nach meinen Informationen von einem absoluten Handball-Insider über Jahre ja bestens profitiert vom System Mustafa und deshalb nicht den Mund aufgemacht. Da scheint jetzt Sand ins Getriebe gekommen zu sein....

    Ich kenne Herrn Butzeck nicht. Aber seine Vita lässt einen 1A-Elite-Funktionär vermuten, der das System vermutlich hier und da leicht verändern würde ohne es in Frage zu stellen.

    Chancen werden ihm übrigens nicht groß eingeräumt. Mustafa ist ja auch Repräsentant der arabischen Welt und in der werden die Strippen im Welthandball gezogen. Die Scheichs aus Katar, Kuwait, Saudi Arabien u.a. werden schon Mittel und Wege finden, ihren Mann durchzusetzen.

    Danke für die aktuelle Folge, der Part mit Herrn Bruckwilder spricht mir aus der Seele. Ich vermisse auch immer mehr die normalen Spielberichte (egal ob Zeitung oder Homepage der Vereine). Die Siegerselfies auf Instagram haben für mich keinen Mehrwert. Das ist aber eine aussterbende Auffassung und wird sich nicht zurückdrehen lassen.

    Ebenfalls stimme ich darin überein, daß es immer eine besondere Geschichte - bestenfalls negativ - sein muss.

    Habe mir das auch angehört, bin kein regelmäßiger Hörer. Ich verstehe den Arger/Frust/die Enttäuschung von Amateur-Sportlern, wenn ihre Leistungen in den Lokalmedien weniger gewürdigt werden. Allerdings muss man sich den Bedingungen anpassen, auch wenn das mühsam ist.

    Ich habe vor ca, 5 Jahren einer Diskussion mit Sportjournalisten beigewohnt und schon damals wurde das Ende von reinen Spielberichten vorhergesagt. Die würden bestenfalls noch die Beteiligten, ihre Familien und eine Handvoll Fans lesen. Auch da war von "Stories" die Rede, die ebenso informativ wie unterhaltsam sein müssen. Die zu finden und zu formulieren ist gar nicht so einfach und bedarf für die Vereine sicherlich Unterstützung.

    Ich kenne es aus einigen anderen Sport-Verbänden (auch mal wieder der Fußball....) aber auch aus anderen Organisationen, dass diese ihren Vereinen/Mitgliedern da Seminare/Workshops anbieten, zu Stories aber auch zu anderen Methoden der Öffentlichkeitsarbeit, gerade Social Media. Habe gerade mal im Schnelldurchgang etwas geschaut, aber im Handball nix gefunden. Wäre ja mal eine Anregung an Vereine, so etwas ihren Verbänden vorzuschlagen oder es sogar einzufordern....

    Mit SG Handball Ibbenbüren und TVE Netphen ziehen sich zwei selbst mir bekannte Vereine freiwillig aus der Regionalliga zurück. Ibbenbüren (derzeit 4.) will in der Oberliga weitermachen, Netphen (derzeit 13. und damit abstiegsgefährdet) wird in der Verbandsliga an den Start gehen. Ich weiß keine Details, vermute aber mal, dass es sich um die bekannte Mischung aus Spielerinnen-Mangel und Finanzproblemen handelt.

    Mal wieder keine schönen Nachrichten aus dem gehobenen Amateur-Bereich der Frauen....