Hallo Jana25,
da ist wohl schon was dran, dass positive Emotionen helfen können, in einen Flow zu kommen, der sich dann positiv auf das eigene Spiel und somit auf das Mannschaftsergebnis auswirkt.
Dein Problem ist, dass deine Jungs in einem Alter sind, in dem nichts über die eigene Peergroup geht und sie extrem darauf achten, sich gruppenkonform zu verhalten. Ich befürchte, da stößt du an Grenzen und ein zu viel kann am Ende kontraproduktiv sein, wenn es aus Sicht deiner Jungs aufgesetzt oder lächerlich wirkt. Dann sagen sie sich "oh Gott, und ich soll mich auf so aufführen? Was würden die Jungs denken?".
Ich glaube, der Hinweis mit dem Leader war schon nicht so verkehrt. Die Veränderung muss von innen kommen, nicht von außen. Und du bist als Trainerin zumindest halb außen.
Es muss aber auch zu deinen Jungs passen. Was macht dich denn so sicher, dass sie mit mehr Emotionalität deutlich erfolgreicher wären? In wieweit ist es einfach nur deine persönliche Idealvorstellung und eine durch eigene Erfahrungen geprägte Erwartungshaltung, dass "es sich als Sportler gehört, sich so und so zu verhalten"?
Könnte es unterm Strich für deine Mannschaft einen höheren Outcome haben, wenn du die Energie, die du in dieses Thema lenkst, für andere Dinge verwendest, Trainingspläne entwickeln, o.ä.?
Ich kann das natürlich aus der Ferne nicht beurteilen, ich finde es auch klasse, dass du dir soviel Gedanken um deine Jungs machst. Ich möchte nur einen kleinen Denkanstoß geben, deine eigene Motivation zu hinterfragen und mal versuchen, das Thema aus der Sicht der Jungs zu sehen. Und wenn das alles schon erfolgt ist und du hier von anderen Usern nicht noch DIE Idee bekommst, dann gibt es auch einen Punkt an dem man die Dinge auch akzeptieren darf. Manches braucht auch Zeit, in 1-2 Jahren kann das vielleicht schon etwas anders aussehen bei euch. Deinem Team wünsche ich viel Erfolg!