Beiträge von nicnamejue

    die mainstreampresse hebt den "würgesong" aus Rumänien hervor. Das Video ist verlinkt. Wäre vor 20 Jahren vielleicht auf dem index gelandet. Vielleicht macht die dame ja in Zukunft was mit Till Lindemann. Dessen Lindemannprojekt hatte mal das dominante Gegenstück als Video. Persönlich finde ich das nur gerecht. Wenn bärtige Frauen auftreten (und gewinnen? in meiner Erinnerung) dürfen und ansonsten auch das LGBTIQ+ Panorama mehr oder weniger stark thematisiert wird über die Jahre, dann ist die nächste Welle "Propagierung und Verständnis für Sexualpraktiken" eigentlich nur folgerichtig.

    Das gibt dann auch der aktuellen gesellschaftlichen Debatte zu Männergewalt eine weitere Note.

    Wie Obelix schon sagte, Die spinnen, die Römer, äh, Rumänen.

    Wie kommt das eigentlich, dass eine Spielerin aus der dritten Liga und A Jugend ohne Spiel im richtigen Erwachsenbereich so gehyped wird ?

    Ich verstehe das gar nicht. Die hat doch absolut noch nichts geleistet

    In ein totales Rohr-Bashing zu verfallen, finde ich jetzt auch nicht gerechtfertigt. Mir war sie schon bei ihrer Länderpokalteilnahme sehr positiv aufgefallen und es hat mich dann gewundert, dass sie danach jahrelang beim DHB keine Rolle spielte. Dass sie jetzt wie Phönix aus der Asche kommt, finde ich erst einmal klasse. Sie ist mit der Erwartungshaltung, die jetzt auf ihr lastet schon gehandicapt genug. Ich würde ihr gerne eine Chance einräumen. Dass es auch mal schwächere Spiele gibt, ist doch nur normal.

    Ein großes Problem bei Sichtungen und Lehrgängen sind oft auch politische Entscheidungen innerhalb des DHB. Es wird nicht oft die Spielerin mit der besten Perspektive oder dem größten Talent nominiert. Und ist man mal drin im System, dann bleibt man das auch recht lange. Rohr ist ein gutes Beispiel. In der vergangenen Saison ist Egeling in großen Schritten an ihr vorbeigezogen. Sie glänzt mit Beständigkeit, ist schnell, bietet unterschiedliche Wurfvarianten und kann und wird auch noch besser werden. Sie spielt in der Bundesliga und der Champions League. Im FInal Four des Pokals war sie auch sehr gut, sie war nach dem Hinspiel der CL-Playoffs im Team der Woche. Logische Folge wäre die Aufnahme in den Elite-Kader gewesen. Wer ist es? Chiara Rohr, die nicht mal ein einziges Spiel in der ersten oder zweiten Liga absolviert hat.

    Allerdings, Auswahl nach persönlichen Vorlieben und Kontakten ist ganz offensichtlich zu beobachten. Sowohl bei der Zusammenstellung der Landeskader wie auch der Nationalkader.

    Dabei hat der DHB ein Sichtungsmanual, in dem bis ins Detail die Auswahlkriterien und - übungen beschrieben werden. Früher waren die Sichtungen öffentlich, Corona wurde genutzt, die Sichtung hinter verschlossene Türen ablaufen zu lassen. Seither habe ich nur noch sporadisch Berichte über den Ablauf mitbekommen. Jedenfalls wurde von diesem Manual meist kaum etwas umgesetzt. Stattdessen nur das Verbändeturnier und Auswahltrainer, die diesen Spielen mal mehr und mal weniger aufmerksam verfolgen. Da kam manchmal schon der Verdacht auf, dass das eine Showveranstaltung ist. Wobei ich auf der anderen Seite sagen muss, dass ich meist der Auswahl ganz überwiegend schon folgen konnte. Die Frage ist eben, warum erst wissenschaftlicher Aufwand betrieben wird, den Vorgang zu optimieren, aber dann, wenn es drauf ankommt, das ein- und umzusetzen, ist alles hinfällig.

    der große unterschied ist breitensport und leistungshandball.

    hier sehe ich große unterschiede

    Ok, aber welche denn?

    Im Kern ist doch die Frage, auf welchem Weg genug Nachwuchs für Liga 1 und 2 ausgebildet werden kann. Zunehmend wird hier in der HE die nachlassende Qualität in Liga 1 bemängelt, insbesondere wg fehlender Qualität des deutschen Nachwuchses (und ausbleibenden Neuverpflichtungen aus dem Ausland, aber das ist hier in Bezug auf die Jugendarbeit nicht relevant).

    Parallel wurden in den letzten Jahren die Systeme zunehmend verengt: weniger Teams in den Ligen, weniger Ligen (in 2+3 sowie auch auf Landesverbandebene durch Fussionen). Parallele Entwicklungen auch bei der Jugend, Fokussierung auf die Spitze, Planung von Leistungszentren etc. All das sollte die Qualität erhöhen.

    Einen Output aus diesen Bemühungen kann ich bislang nicht hinreichend erkennen. Meine These ist daher, dass das Förderprinzip zu früh auf zu wenige Talente verengt wird. Die Erfahrung, sowie sportwissenschaftliche Studien zeigen, dass a) diejenigen, die mit 15, 16 die größten Talente sind, nicht immer bei den Aktiven die nationale Spitze darstellen und b) längst nicht alle Nationalspieler und Spitzenspieler in der Jugend schon als solche erkannt werden.

    Daher ist mein Fazit, dass eine breitere Förderung im Alter zwischen 15 und 18 einen positiven Outcome hätte. Der einfachste Weg hierfür wäre, die Förderung auf Landesverbandebene nach der DHB-Sichtung nicht abrupt enden zu lassen (und nur für 20 Spielerinnen im Nationalkader fortzusetzen), sondern weiterzuführen und zudem durchlässig zu halten für "Neuentdeckungen".

    Kurz gesagt: die Funktionäre basteln gerne an Strukturen herum. Was uns aber darüber komplett aus dem Blick gerät, ist, dass es um Menschen geht und wir mit und an diesen arbeiten müssen. Ich bin überzeugt, dass das der Schlüssel ist.

    habe ich das jemals behauptet????

    Ok, dann passt das doch schon mal. Dann verstehe ich nur weiterhin nicht, was du völlig anders siehst, wie ich. Würde mich echt interessieren. Dafür müsstest du aber vielleicht mal ein paar Sätze schreiben, nicht nur diese nebulösen Kurzphrasen reinkloppen. Falls du dazu bereit bist, knüpfen wir hier gerne an, ansonsten, sorry, wird mir das Rätselraten jetzt auch zu blöd.

    was hast du nicht verstanden?????

    bist du in der jugendarbeit tätig??????????

    Okay, andersrum: wenn du es ganz anders siehst wie ich, dann bist Du offenbar der Meinung, dass es für ambitionierte Spielerinnen, die nicht Nationalspielerinnen sind, schädlich wäre, wenn sie in der A und B-Jugend unabhängig vom bzw zusätzlich zum Verein, z.B. auf Verbandsebene, in einer Fördergruppe zusätzlich trainiert würden. Da würde mich interessieren, wo du darin die Nachteile siehst?

    sorry, das sehe ich völlig anders.

    Erstmal werden Talente in den Vereinen erkannt.

    Dann kommt meistens die Frage des Leistungshandballs.

    Wer nicht kann, der geht in den Breitensport, den ich ausdrücklich befürworte.

    Aber ganz ehrlich, verdammen wir Vereine, die zumindest versuchen, Talente zu bündeln?????????????

    Ich kann dir hier nicht folgen, zumindest erkenne ich keinen Widerspruch zu.einer Meinung und kann daher nicht verstehen, was du ganz anders siehst. :help:

    Na ja, es gibt ja schon noch Begabtenförderung über den Verein hinaus. Auch unterhalb der Ebene der Nationalmannschaften. Einfach auf Kreis/Reigonsebene. Ob das reicht kann ich nicht beurteilen.

    Die von mir angesprochenen, älteren Beiträge müssten in diesem Thread weiter oben sein. Aber das kann ich jetzt natürlich auch nicht erwarten, dass du das komplett alles nachliest. Es geht mir ganz konkret um die Phase nach Abschluss der Landesförderung, bis zum Ende der Jugendzeit. Sprich, die komplette B&A Jugend. Hier findet für alle ehemaligen Landeskader, die nicht in die Nationalkader berufen wurden, also ca 90% aller überdurchschnittlich begabten und motivierten Handballerinnen, in einer entscheidenden Phase keinerlei vereinsunabhängige Förderung mehr statt. Viele fallen in ein Loch, manche verlieren ganz den Spaß am Handball.

    Ich bin überzeugt, wenn man da was machen würde, wäre der Gesamtnutzen größer, als mit der Einrichtung von Förderakademien.

    Die Anderen die jetzt nicht weiter gefördert werden , bleiben oft den "kleineren Vereinen " ja erhalten oder suchen von sich aus einen anderen Verein.

    Ein Umstand, denn ich hier an anderer Stelle auch schon öfters bemängelt habe. Mir fehlt neben der absoluten Spitzenförderung die Förderung für die talentierte Breite. Eben die Spielerinnen, die sich aus der zweiten Reihe noch häufiger sehr gut entwickeln und auch durchaus Potenzial haben im aktiven Bereich in den ersten zwei Ligen auf zu tauchen. Durch eine Verengung des Wettbewerbs, wie hier durch die Qualifikationsvoraussetzungen für die Jugend Bundesliga geschildert, wird es für diese Talente und ihre Vereine immer schwerer. Am Ende verliert der Handball auf allen Ebenen.

    Im Grundsatz bin ich bei Gummiball, insbesondere was die Forderung nach Durchlässigkeit angeht. Ich wollte aber gerade auch das schreiben, was selfman zuvor geschrieben hat. Nach meiner Beobachtung verlassen die talentierten Spielerinnen ihre Vereine zumeist nicht aus Undankbarkeit, sondern, weil im bestehenden Mannschaftsgefüge einfach keine Möglichkeit zur Weiterentwicklung besteht. Viele sind darüber traurig, schließlich verlassen sie oftmals langjährige Freundinnen. In der Regel habe ich hierfür bei den Trainern aber auch immer Verständnis wahrgenommen.

    Also: Systemkritik ja, aber den Spielerinnen möchte ich ganz überwiegend keinen Vorwurf machen.

    Und wenn jemand in seiner ersten Saison 2 Kurzeinsätze hatte, kann er dann in seiner ersten vollen Saison nicht mehr Rookie werden? Und wenn doch, bei wieviel Einsätzen bzw Spielminuten in Saison 1 soll dann die Grenze dafür liegen?

    Ich plädiere für weiche Kriterien, so wie sie jetzt bestehen. Alles andere führt in eine typisch deutsche Überbürokratisierung.

    Ich hatte Termine, so dass ich alle Spiele nur über den Ticker verfolgen konnte. Aber das war auch genau meine Vermutung.

    Die Nordteams haben den Südteams einmal mehr gezeigt, dass im Süden zwar die Breite stimmt, aber nicht die Spitze und Buxte dann noch den Badenstätterinnen, dass eine Rohr zu wenig ist, um Meister zu werden.

    Wobei ich zum ersten HF das Gefühl hatte, dass das Metzinger Trainerteam einen eklatanten Fehler gemacht hat, indem sie ihr Team offenbar nicht (ausreichend) auf Rohr eingestellt haben. Nach den ersten 10min ging das dann, aber da war die Messe schon gelesen.