Beiträge von Florian_Bsn

    Schubsen als Kriterium ist leider nicht eindeutig. Ist es ein Begleiten das in ein Schieben übergeht das dann schlicht am Rücken aufhört, nimmt ein anderer Verteidiger den Angreifer auf, sodass die Gefährdung nicht mehr gegeben ist, ist es eine Schubsbewegung, aber komplett ohne Einfluss auf die Bewegung des Angreifers. Steht der Schiedsrichter so, dass man beim Schubsen den Impact sehen kann, oder ist er genau so, dass man von der Bank etwas anderes wahrnimmt. Wenn es ein Schubsen/Schieben von vorne ist, ist auch noch die Liga und die vorauszusetzende Körperspannung zu beachten.

    Es sind so viele Kleinigkeiten und unter der Situation "Schubser in den Rücken" kann es letztlich mit allen deteils dutzende Abläufe geben, von Weiterspielen bis rot (blau) mit allen möglichen Folgen. Und ohne genaue Videos auch kaum zu beurteilen.

    Aber was ist denn daran falsch, ein Offensivfoul zu provozieren (oder das zu versuchen)?

    Variante 1: Abwehrspielerin geht auf die Angreiferin und macht sie fest. Geringes Risiko, eine Torchance zuzulassen, aber auch nur eine geringe Chance auf einen Ballgewinn.

    Variante 2: Abwehrspielerin stellt sich (rechtzeitig) in den Weg ohne zu Klammern. Höheres Risiko, dass Angreiferin an der Abwehrspielerin vorbei geht oder man zu spät in die aktive Verteidigung wechselt, dafür aber eine höhere Chance auf einen Ballgewinn, wenn ein bevorstehendes Offensivfoul korrekt antizipiert wurde.

    Letztlich ist es eben ein Abwägen der beiden Varianten.

    Dickmann

    Gibt‘s da Beispielvideos zu?

    Weil ich weiß nicht, wie das in der Praxis aussehen soll. Der Wetzlarer wurde umgehauen, bevor er hätte versuchen können, auf‘s Tor zu werfen.

    Also nur früh genug ausknocken und dann gibt‘s Freiwurf, oder wie?

    Man kann auch an der Orientierung des Spielers sehen, ob er sich eben Richtung Tor orientiert oder zum Mitspieler. Es ist alles nicht eindeutig, aber einen Wurfversuch (oder das Vorhaben dazu) erkenne ich hier nicht.


    Übrigens, Abwehr im Kreis kann auch nur zum 7m führen, wenn der Werfer nicht gerade einen Pass wieder raus an den 9er spielt. Auch da braucht es den Zug zum Tor (und damit mindestens das Vorhaben zum Wurfversuch).

    Echt jetzt? Das hör ich zum ersten Mal. Wäre mir persönlich auch zu viel Sind ja dann 7-8 h brutto.

    144, das sind dann wohl auch die Bereiche in denen unsere "Extremisten" unterwegs sind. Der Vorteil bei dem Pensum: Man hat recht schnell einen großen Bekanntenkreis, wenn man den Job einigermaßen seriös abarbeitet.

    Klar, wenn man alle 2-3 Wochen in den selben Hallen ist, dann kennt man sich schnell besser.

    Ja, kommt gut hin. In der selben Halle sind es meist 5h plus An-/Abfahrt. Bei mehreren Hallen dann nochmal deutlich mehr.

    Im Bezirk stecke ich die 3 Spiele ziemlich problemlos weg, hatte da auch schon mehr, aber selten.

    Letzte Saison hab ich mal geschaut, wie viel ich im Maximum schaffen kann. Da kam ich auf 144 Pflichtspiele, 10 Qualispiele, 15 Testspiele, 16 Fun-Turniertage und 13 Beach-Turniertage. Da war ich aber auch bis auf 3 Wochenenden das komplette Jahr unterwegs. Jetzt wird es sich wahrscheinlich bei um die 70-80 einpendeln (Doppel- (bei Leistungsspielen) und Dreifachansetzungen (bei Breitespielen) sind bei uns relativ normal).

    Bei einem 1:0 nach je einem Wurf ist ja nichts entschieden, da die 0 Mannschaft noch 4 Tore erzielen kann. Bei einem 3:0 nach je 3 Würfen wäre das Spiel zu beenden, da die 0 Mannschaft nur noch 2 Tore erzielen konnte und so definitiv das 7m werfen entschieden wäre.

    Nach den ersten 5 Würfen geht es sowieso im 1:1 weiter, trifft einer und der andere nicht, ist es vorbei.

    Du musst gar nicht mit beiden Füßen gleichzeitig landen für den Nullschritt. Das ist nur eine spezielle Form des Nullschritts.

    Ball in der Luft fangen und a) mit einem Fuß landen sowie b) mit beiden gleichzeitig landen zählt beides als Nullkontakt.

    Ja, das ist ja der Kern der Änderung.

    Versteh ich jetzt nicht, was die neue Info sein soll.

    In den IHF Regeln war die Guideline noch nicht gestrichen. Man hätte also das neue "erhält oder fängt" auch als "erstmals" oder "von einem anderen Spieler" interpretieren können. So war es hier durchaus vielfach der Fall. Diese Widersprüchlichkeit ist jetzt definitiv nicht mehr gegeben.

    Ich erlaube mir einmal, das Thema neu aufzumachen. Da es meiner Meinung nach die relevanteste Regeländerung ist und nun der DHB seine Zusatzbestimmungen zu den IHF Regeln publiziert hat. In den internationalen Regeln gab es noch Guidelines und Interpretationen die meiner Regelauslegung widersprachen, diese sind vom DHB nun gestrichen worden. (Quelle: )

    Regel 7 | Spielen des Balles, passives Spiel (fett=neu)

    Es ist erlaubt:

    7:3 sich mit dem Ball höchstens 3 Schritte zu bewegen (13:1a), nachdem der Ball von einem anderen Spieler angenommen oder nach Prellen wieder aufgenommen wird. Wenn ein Spieler den Ball erhält oder fängt, während seine beiden Füße den Boden nicht berühren, wird das Aufsetzen eines Fußes oder beider Füße gleichzeitig auf den Boden nicht als Schritt gewertet. Ein Schritt gilt als ausgeführt: [...]

    Guidelines und Interpretationen alt:

    Schrittregel, Anprellen (Regel 7:3)

    Gemäß Regel 7:3c, d zählt das erste Berühren des Bodens nach der Ballannahme im Sprung nicht als Schritt (Nullkontakt). Unter „Ballannahme“ ist jedoch nur die Ballannahme nach einem Zuspiel zu verstehen. Demgegenüber ist das eigene Anprellen und wieder Fangen des Balles in der Luft nicht mehr als „Ballannahme“ im Sinne der Regel zu verstehen. Der Bodenkontakt nach Anprellen zählt deshalb ausnahmslos als Schritt.

    Guidelines und Interpretationen neu:

    Komplett und ersatzlos gestrichen (siehe Seite 74/88 im Quelldokument)

    Mit der Streichung sollte jetzt denke ich klar sein, dass man den Nullschritt aus dem Anprellen ganz bewusst einführt.

    Danke an rrbth den der ursprüngliche Widerspruch zwischen Regeln und Guidelines und Interpretationen zuerst aufgefallen war.

    Das weißt Du, das weiß ich, das wissen auch viele andere hier, aber der Spieler auf dem Feld, der Trainer auf der Bank und der Zuschauer auf der Tribüne, der weiß das nicht, für die ist Kreis Kreis, genauso wie Fuß Fuß ist. Die Diskussionen werden hochkochen, wenn man künftig 2 cm auf der Torraumlinie steht und dafür einen 7m bekommt bzw. keinen bekommt. Das Geschrei "Aber der steht doch im Kreis!" höre ich jetzt schon und dann muss man wieder erklären, warum wieso weshalb. Und das nervt ohne Ende.

    Oh ja. Jetzt verstehe ich deinen Gedankengang.

    Hab eigentlich in 4 häufigen Situationen einfach Standardsprüche, die man schnell und ohne eine Diskussion anzufangen, rufen kann.

    Fuß anwerfen ist kein Fußspiel.

    Ball rausschlagen/Fangfehler ist kein Prellen.

    Nullschritt und mit 3 vorbei/Einspringen und mit 2 vorbei.

    Erstkontakt vor Kreis.

    Damit sind eigentlich viele strittige Szenen schnell, einfach und verständlich erklärt und auch die Linie ist damit ziemlich klar.

    Das wäre letztlich dann extrem verwirrend geschrieben. Und in der Regel dann auch extrem unnötig, das mit dem Prellen überhaupt hinein zu nehmen. Man schreibt auch (verkürzt) "von anderem oder nach Prellen aufgenommen" und "wenn ein Spieler den Ball erhält oder fängt". Das so direkt hintereinander zu schrieben und dann aber das Prellen doch wieder auf Seite 85 wieder auszuklammern macht meiner Meinung nach dann genau das Gegenteil von dem, was eine Regelklarstellung eigentlich bewirken soll.

    Doch, doch, das Betreten des Torraums muss immer noch erfolgen, um sich einen Vorteil zu verschaffen und eine klare Torgelegenheit zu vereiteln. Nur bei der Dynamik des Spiels kannst Du es gar nicht verhindern, dass Du bei der Abwehr mal auf die Torraumlinie trittst. Bisher war das kein 7m, jetzt ist es einer und ich befürchte eine Flut von 7m-Entscheidungen.

    Aber warten wir es mal ab, demnächst ist Tagung in Halberstadt, da erfahren die Lehrwarte genaueres.

    Blaibt doch aber dabei, dass das nur bei einem alleinigen reintreten der Fall ist. Ein im Kontakt rein geschoben werden ist ja weiter was anderes.

    Es wird sich mE nicht viel ändern - zählen kann ich die Schritte sehr selten und daher wird nach "gefühlter Wahrnehmung" gepfiffen. Die Diskussionen werden wohl weder mehr noch weniger.

    Die gefühlte Wahrnehmung muss man halt nur umstellen. Vorher pfeift man den Vierten weg, weil es blöd aussieht. Jetzt kommt unter Umständen der Pfiff erst, wenn nach "sieht blöd aus" ein "jetzt siehts richtig blöd aus" kommt.

    Aus dem Lauf raus finde ich das trotzdem sehr schwierig. Zum einen ist einmal Tippen im Schnitt etwa 1 Schritt. Zum anderen bekommt man den zusätzlichen Schritt nur wenn man den Ball fängt, wenn beide Beine in der Luft sind. Und das ist schon sehr knifflig zu beurteilen. Schätzungsweise wird das nur zu einem geringen Prozentzahl sein, zumindest in den unteren Ligen.

    Also ich glaube dass man, egal auf welcher Stufe man rennt, man niemals sehen wird, dass jemand immer mit den Füßen am Boden ist beim Rennen.

    Wie es letztlich ablaufen wird: ab dem letzten Ballkontakt am Boden vor Ballaufnahme sind zukünftig noch 4 weitere Kontakte der Füße erlaubt. Alles andere wird man kaum erkennen können und das ist eigentlich auch so ziemlich der einzige Ablauf den ich konsequent anwenden kann.

    (Dann kommen natürlich noch andere Abläufe dazu wie das Einspringen. Künftig hakt Einspringen + 3 vorbei statt Einspringen + 2 vorbei)

    9-10? Aber nur regelwidrig? ich komm auf maximal 8.

    Vor dem Prellen und nach dem Prellen sind 3 erlaubt = 6 Schritte

    Wenn ich den Ball in der Luft gefangen wird und Ohne Doppelkontakt aufgekommen wird = 7 Schritte

    Wenn der Ball beim Prellen ohne Kontakt zum Boden (wir auch immer man das beurteilen soll) aufnimmt = 8 Schritte.

    8 Schritte mit Ball in der Hand. Genau. Und mit einem Prellen kommt man dann easy auf 9-10 Schritte.

    Finde es schon krass, dass man mit 1-2 mal Prellen von der Mittellinie bis zwischen 6er und 9er vorstoßen kann.

    Habe den Text zu 5.4 leicht angepasst, hier das Original: The goalkeeper is allowed to leave the goal area with the ball and play it again in the playing area if he has not managed to gain body and/or ball control.

    Wenn er also mit Ballkontrolle raus rutscht, musste bisher auf Abwurf korrigiert werden. Zukünftig kann er weiter spielen.

    Zu Regel 10. Stimmt, das hab ich verpennt und verwechselt. Ist angepasst.

    Die nationalen Ergänzungen, Übersetzungen, Erläuterungen, etc. dauern halt etwas. Da wird sicher schon dran gearbeitet.

    Zu Rot/2min nach Spielende ist es ja ehrlich gesagt auch egal ob noch eine Rote gegeben wird. Effektiv wäre hier wenn man es so betrachtet eigentlich nur blau mit Automatiksperre von einem Spiel. In der Halbzeit ist es natürlich schon eine starke Abschwächung.

    Zu 0-Schritt au dem Prellen: Die Originalversion ist da noch eindeutiger: take a maximum of 3 steps with the ball (13:1a) after receiving the ball from another player or catching the ball after bouncing. If a player receives or catches the ball while his feet have no contact with the floor, putting one foot or both feet simultaneously down on the floor is not counted as a step.

    Die Klarstellung im Satz vorher mit "from another player or catching the ball after bouncing" impliziert dann auch im Folgenden, dass beide Situationen bei "receives or catches the ball" eingeschlossen sind. Entsprechend muss es sich nicht mehr ausschließlich um ein Zuspiel von einem Mitspieler handeln.

    Zu den 9-10 Schritten mit einmal Prellen. Du fängst den Ball in der Luft, kannst anschliessen den Nullkontakt plus 3 Schritte machen (4 Schritte gesamt), während eines Prellers kann man, besonders wenn man ihn hoch wieder annimmt, locker 2 Schritte schaffen (6 Schritte) und wenn diese Annahme dann in der Luft ist, hat man wieder Nullkontakt plus 3 Schritte frei (10 Schritte).

    Und wenn an ehrlich ist, kann man in der schnellen Bewegung die genaue Ballaufnahme und den Zustand ob in der Luft oder nicht sowieso kaum beurteilen. Was dazu führt (im Zweifel für den Angreifer), dass man, wenn man den Ball nicht im normalen Stehen aufnimmt, zukünftig praktisch 4 Schritte machen kann.

    Wenn der Auszeit-Buzzer in den letzten 30 Sekunden in den Angriff des Gegner gedrückt wird, darf der übrigens auch wählen, ob Freiwurf oder 7-Meter!

    Sollte es jetzt öfter vorkommen, muss man das dabei auch so einführen.

    Welche Regel soll das denn sein? Wenn der Ball im Spiel ist, sehe ich keine Grundlage, wegen eines falschen TimeOuts auf 7m zu entscheiden, ausser es liegt eine Klare Torgelegenheit vor, die dadurch verhindert wurde.

    Laut Regeln geht es mMn in den letzten 30 Sekunden nur um die Verhinderung/Verzögerung offizieller Würfe. Oder um eine direkte Rote Karte (die nach den Massstäben auch im Rest des Spiel eine rote Karte sein müsste), welche in den letzten 30sec einen 7m zur Folge hat.

    Bei dem hier bereits genannten Beispiel Barcelona gg Füchse gab es den 7m doch schlicht, weil durch das TimeOut eine klare Torchance genommen wurde. Nicht wegen irgendwelchen 30 sec.