Beiträge von Florian_Bsn

    In meinen Augen werden Schritte sehr selten gepfiffen wenn es in einer 1:1 Situation passiert.
    Hier sollten die Schiedsrichter frühzeitig Foul pfeifen. Dadurch wird aber der Spielfluss ständig unterbrochen.

    Ich pfeife Schritte im Zweikampf auch nicht, wenn der Ball danach wieder raus aus dem 9er gespielt wird (und mündlich rufe ich zeitgleich Vorteil/weiter). Geht der Spieler aber mit Schritten durch oder spielt auf den freien Kreis/Aussen, dann nehme ich den Vorteil weg. Geht natürlich auch nur solange es sich bis maximal Schritt Nr. 5 bewegt. Und habe mit der Linie auch noch nie negative Erfahrungen gemacht.


    Ganz allgemein finde ich den Nullschritt aus dem Anprellen eine Katastrophe, da damit so Bewegungsabläufe, die man sich über hunderte Spiele eingeprägt hat, schrittetechnisch nicht mehr gleich zu bewerten sind. Ich fand es gut, wie es war, die Klarstellung in der Regel ob einbeinig oder beidbeinig finde ich gut, den Rest nicht wirklich.

    Zitierst du bitte die zugehörige Regel oder die Regelauslegung?

    Schau mal im DHB Schiedsrichterportal und suche nach "Kopftreffer". Dann ist es Punkt 2.

    In den Regeln selbst sowie Interpretationen ist dazu aber tatsächlich nichts zu finden soweit ich weiss. Es ist "nur" die vermittelte Lehrmeinung.

    Die Kriterien für Treffer mit dem Ball gegen den Kopf des Torwarts sind:

    1. Die Regel ist nur in freien Spielsituation anzuwenden, d. h., wenn sich zwischen dem Werfer und dem Torwart kein Verteidiger befindet.
    2. Der erste Kontakt mit dem Ball muss am Kopf erfolgen und der Ball ändert seine Richtung
    3. Die Regel greift nicht:
      a) wenn der Ball den Kopf des Torwarts erst trifft, nachdem er zuvor einen anderen Körperteil des Torwarts getroffen hat.
      b) wenn der Torwart seinen Kopf Richtung Ball bewegt.

    https://sporteurope.tv/buxtehuder-sv-…-leipzig-frauen Ca. 54:30 Spielzeit.

    Noch immer oder schon wieder meine Frage. Warum nicht rot? Stoss von hinten, noch nichtmal von der Seite, was in der Halle noch besser zu sehen war als mit der Kamera. Ich kann mich einfach nicht erinnern in den letzten Monaten mal Rot bei Tempogegenstoss und Schupser gesehen zu haben. Weder A-Jugend Bundesliga noch Damen Bundesliga.

    Wie gefährlich der Sturz war kann man jetzt streiten. Hier ist nichts passiert und VIELLEICHT durfte die Leipzigerin auch davon ausgehen, dass die Buxtehuderin sich fängt.

    Das ist ja kein reines Stoßen von hinten, sie versucht klar an den Ball zu kommen, hat auch prinzipiell eine Chance auf dem Ball, die Attacke geht nicht primär gegen den Körper. Bin da in höheren Ligen auch bei 2min, im Bezirk eher bei rot.

    Nur zur Info: der 7m ist regeltechnisch falsch und wäre wenn spielentscheidend ein Einspruchsgrund. 7m kannst du nur geben, wenn eine klare Torchance durch einen unberechtigten Pfiff genommen wird. Du pfeiffst aber die Unterbrechung, dein Pfiff ist berechtigt. Auch wenn ein Spieler frei aufs Tor zuläuft, du aber eine Verletzungsunterbrechung pfeiffst, geht es mit Freiwurf weiter, nicht 7m.

    Mich interessiert da eher, wie man eine mögliche blaue Karte anhand eines Videobeweises in einem Freundschaftsspiel behandelt, wenn der Videobeweis überhaupt nicht zugelassen war.

    Blaue Karte sind solche Aktionen leider in der Regel nicht. Selbst ein nicht ballorientiertes Schieben/Hubsen/Hineinrennen (wenn nicht besonders aggressiv ausgeführt) soll leider nur rot geben. X/


    Zur Aktion selbst. Bei nicht ballorientiertem Kontakt im Gegenstoß mit Folgen für den Angreifer ist man eigentlich immer bei rot. Bei ballorientiertem Kontakt kommt es auf die Art und Weise des Sturzes und es Kontakts an (stürzt, kann sich nur schwer abfangen, rot... Verliert etwas das Gleichgewicht, kann sich aber gut abfangen und steht direkt, 2min... Beim Versuch des Rausprellens wird auf den Arm geschlagen, 2min... Leichtes Streifen ohne Auswirkung, weiter geht's mit eindringlicher mündlicher Ermahnung, das sein zu lassen...).

    Ich finde das Thema auch schwierig. Wir hatten vor zwei Wochen ein Qualifikationsspiel zur wA JBLH der SG Hamburg-Nord gegen VfL Bad Schwartau. Die SG hat das Spiel überraschend mit drei Toren gewonnen. Und obwohl die Schiedsrichter eine in meinen Augen ordentliche Leistung gezeigt haben, war anschließend ein großes Thema auf der Seiten der Gäste, dass der Verband ein Hamburger Gespann angesetzt hatte. Finde ich auch relativ unglücklich…

    Bei einem Quali Spiel ist das aber auch unnötig. Also ehrlich. Selbst in der laufenden Runde werden B Jugend BuLi Spiele von Schiris geleitet, die die Lokalmannschaft schon jahrelang seit der D Jugend begleiten.

    Das ist halt so und ist auch eine Kostenfrage. Wenn man da anfängt, wegen Befangenheitsverdacht Schiris aus hunderten km Entfernung anzufordern, dann kann man es auch gleich sein lassen. 😬

    Ist angesichts der Mengen an Devices nicht leicht. Welche Uhr hast du denn genau? Hat die Touch und/oder Knöpfe?

    Ich habe eine Samsung Smart Watch 5. Rund und mit 2 Knöpfen.

    Soweit ich weiß lässt Android Wear aber auch beim Vorhandensein einer 3. Funktionstaste eine Belegung für bspw. eine Start/Stop Funktion gar nicht zu. So hatte es mir der Entwickler der von mir geteilten App mitgeteilt.

    Touch haben eigentlich alle (aktuellen) Android Smart Watches. Aufgrund der globalen Funktionen der Knöpfe (eine mit Systemfunktionen belegbar, eine für zurück) würde ich gar nicht versuchen, diese mit speziellen Funktionen in die App einzubinden.

    Hi Florian,

    danke für deine Info. Manche der Features hat Schiriuhr auch, aber andere fehlen da sicherlich noch. Ich schau sie mir mal an.

    Update: Hab sie installiert, erfüllt einen anderen Zweck. Aber muss natürlich jede(r) selbst entscheiden ;)

    LG Markus

    Alles klar. 😊

    Wenn du irgendwann noch eine Version für Android Wear veröffentlichst, dann schreib gerne wieder hier im Thread. Würde ich dann auch sehr gerne testen.

    Es existiert bereits eine App (sportartenübergreifend) für Apple und Android. Ich nutze diese inzwischen seit 2 Jahren und bin sehr zufrieden. Tore und Zeit auf der Uhr, Strafen auf einem Tape auf der Hand. Die waren zwar in der Uhr möglich, aber das ist zu fiddelig. Kannst dir die ja auch mal anschauen ob du da Dinge in deine App übernehmen möchtest.

    Whistle/Fluitje/Pfeife von Apart ICT.

    Beispielhafte Funktionen wären Stromsparmodus, Vibration vor Periodenende, individuell einstellbare Periodenzeiten, Tore wieder zurück nehmen können, Anzahl Tore einstellen (Beachhandball gibt's ja auch Tore, die als 2 zählen), und viele mehr. 😊

    Will diene App nicht schlecht reden, vielmehr als Ergänzung, was man noch einbauen könnte.

    Schubsen als Kriterium ist leider nicht eindeutig. Ist es ein Begleiten das in ein Schieben übergeht das dann schlicht am Rücken aufhört, nimmt ein anderer Verteidiger den Angreifer auf, sodass die Gefährdung nicht mehr gegeben ist, ist es eine Schubsbewegung, aber komplett ohne Einfluss auf die Bewegung des Angreifers. Steht der Schiedsrichter so, dass man beim Schubsen den Impact sehen kann, oder ist er genau so, dass man von der Bank etwas anderes wahrnimmt. Wenn es ein Schubsen/Schieben von vorne ist, ist auch noch die Liga und die vorauszusetzende Körperspannung zu beachten.

    Es sind so viele Kleinigkeiten und unter der Situation "Schubser in den Rücken" kann es letztlich mit allen deteils dutzende Abläufe geben, von Weiterspielen bis rot (blau) mit allen möglichen Folgen. Und ohne genaue Videos auch kaum zu beurteilen.

    Aber was ist denn daran falsch, ein Offensivfoul zu provozieren (oder das zu versuchen)?

    Variante 1: Abwehrspielerin geht auf die Angreiferin und macht sie fest. Geringes Risiko, eine Torchance zuzulassen, aber auch nur eine geringe Chance auf einen Ballgewinn.

    Variante 2: Abwehrspielerin stellt sich (rechtzeitig) in den Weg ohne zu Klammern. Höheres Risiko, dass Angreiferin an der Abwehrspielerin vorbei geht oder man zu spät in die aktive Verteidigung wechselt, dafür aber eine höhere Chance auf einen Ballgewinn, wenn ein bevorstehendes Offensivfoul korrekt antizipiert wurde.

    Letztlich ist es eben ein Abwägen der beiden Varianten.

    Dickmann

    Gibt‘s da Beispielvideos zu?

    Weil ich weiß nicht, wie das in der Praxis aussehen soll. Der Wetzlarer wurde umgehauen, bevor er hätte versuchen können, auf‘s Tor zu werfen.

    Also nur früh genug ausknocken und dann gibt‘s Freiwurf, oder wie?

    Man kann auch an der Orientierung des Spielers sehen, ob er sich eben Richtung Tor orientiert oder zum Mitspieler. Es ist alles nicht eindeutig, aber einen Wurfversuch (oder das Vorhaben dazu) erkenne ich hier nicht.


    Übrigens, Abwehr im Kreis kann auch nur zum 7m führen, wenn der Werfer nicht gerade einen Pass wieder raus an den 9er spielt. Auch da braucht es den Zug zum Tor (und damit mindestens das Vorhaben zum Wurfversuch).

    Echt jetzt? Das hör ich zum ersten Mal. Wäre mir persönlich auch zu viel Sind ja dann 7-8 h brutto.

    144, das sind dann wohl auch die Bereiche in denen unsere "Extremisten" unterwegs sind. Der Vorteil bei dem Pensum: Man hat recht schnell einen großen Bekanntenkreis, wenn man den Job einigermaßen seriös abarbeitet.

    Klar, wenn man alle 2-3 Wochen in den selben Hallen ist, dann kennt man sich schnell besser.

    Ja, kommt gut hin. In der selben Halle sind es meist 5h plus An-/Abfahrt. Bei mehreren Hallen dann nochmal deutlich mehr.

    Im Bezirk stecke ich die 3 Spiele ziemlich problemlos weg, hatte da auch schon mehr, aber selten.

    Letzte Saison hab ich mal geschaut, wie viel ich im Maximum schaffen kann. Da kam ich auf 144 Pflichtspiele, 10 Qualispiele, 15 Testspiele, 16 Fun-Turniertage und 13 Beach-Turniertage. Da war ich aber auch bis auf 3 Wochenenden das komplette Jahr unterwegs. Jetzt wird es sich wahrscheinlich bei um die 70-80 einpendeln (Doppel- (bei Leistungsspielen) und Dreifachansetzungen (bei Breitespielen) sind bei uns relativ normal).

    Bei einem 1:0 nach je einem Wurf ist ja nichts entschieden, da die 0 Mannschaft noch 4 Tore erzielen kann. Bei einem 3:0 nach je 3 Würfen wäre das Spiel zu beenden, da die 0 Mannschaft nur noch 2 Tore erzielen konnte und so definitiv das 7m werfen entschieden wäre.

    Nach den ersten 5 Würfen geht es sowieso im 1:1 weiter, trifft einer und der andere nicht, ist es vorbei.

    Du musst gar nicht mit beiden Füßen gleichzeitig landen für den Nullschritt. Das ist nur eine spezielle Form des Nullschritts.

    Ball in der Luft fangen und a) mit einem Fuß landen sowie b) mit beiden gleichzeitig landen zählt beides als Nullkontakt.

    Ja, das ist ja der Kern der Änderung.

    Versteh ich jetzt nicht, was die neue Info sein soll.

    In den IHF Regeln war die Guideline noch nicht gestrichen. Man hätte also das neue "erhält oder fängt" auch als "erstmals" oder "von einem anderen Spieler" interpretieren können. So war es hier durchaus vielfach der Fall. Diese Widersprüchlichkeit ist jetzt definitiv nicht mehr gegeben.

    Ich erlaube mir einmal, das Thema neu aufzumachen. Da es meiner Meinung nach die relevanteste Regeländerung ist und nun der DHB seine Zusatzbestimmungen zu den IHF Regeln publiziert hat. In den internationalen Regeln gab es noch Guidelines und Interpretationen die meiner Regelauslegung widersprachen, diese sind vom DHB nun gestrichen worden. (Quelle: )

    Regel 7 | Spielen des Balles, passives Spiel (fett=neu)

    Es ist erlaubt:

    7:3 sich mit dem Ball höchstens 3 Schritte zu bewegen (13:1a), nachdem der Ball von einem anderen Spieler angenommen oder nach Prellen wieder aufgenommen wird. Wenn ein Spieler den Ball erhält oder fängt, während seine beiden Füße den Boden nicht berühren, wird das Aufsetzen eines Fußes oder beider Füße gleichzeitig auf den Boden nicht als Schritt gewertet. Ein Schritt gilt als ausgeführt: [...]

    Guidelines und Interpretationen alt:

    Schrittregel, Anprellen (Regel 7:3)

    Gemäß Regel 7:3c, d zählt das erste Berühren des Bodens nach der Ballannahme im Sprung nicht als Schritt (Nullkontakt). Unter „Ballannahme“ ist jedoch nur die Ballannahme nach einem Zuspiel zu verstehen. Demgegenüber ist das eigene Anprellen und wieder Fangen des Balles in der Luft nicht mehr als „Ballannahme“ im Sinne der Regel zu verstehen. Der Bodenkontakt nach Anprellen zählt deshalb ausnahmslos als Schritt.

    Guidelines und Interpretationen neu:

    Komplett und ersatzlos gestrichen (siehe Seite 74/88 im Quelldokument)

    Mit der Streichung sollte jetzt denke ich klar sein, dass man den Nullschritt aus dem Anprellen ganz bewusst einführt.

    Danke an rrbth den der ursprüngliche Widerspruch zwischen Regeln und Guidelines und Interpretationen zuerst aufgefallen war.