Und da sind wir wieder bei einem Thema, welches seit über zwanzig Jahren nicht an Aktualität eingebüßt hat. Nämlich: Bleiben die historischen Handballdörfer bestehen und können sich in den obersten Ligen halten? Oder geht die Tendenz zu den großen Hallen in den größeren Städten?
Aktuell würde ich die Antwort noch "aufdrößeln", aber auf Sicht werden immer mehr der alten Traditionsvereine von der Bildfläche Profihandball verschwinden. Von dieser Warte aus wäre es nur mehr als klug, solch eine (historische) Chance zu nutzen, auch wenn man damit ein Stück weit Tradition verliert. Auf lange Sicht sichert so etwas das Überleben. Und wie der TVG-Patriot schon schrieb. Wenn man mal wieder in der Beletage zocken will, wird dem TVG nichts anderes übrig bleiben. Denn als TV Großwallstadt, beheimatet in der Untermainhalle in Elsenfeld, wird es nie wieder zu Erstliga-Handball reichen!
Ich für meinen Teil würde dem TVG auch nach Frankfurt und auch durch ein „rebranding“ folgen. Aber ich komme auch mit Zweitligahandball in Elsenfeld klar, solange wir irgendwann mal nicht ständig um den Abstieg zittern müssen.
Zu Lohrbach: einen Trainer rein am Punkteschnitt zu bemessen ist allerdings auch viel zu eindimensional. Da gibt es auch deutlich mehr Faktoren, viele davon vermutlich auch gar nicht von außen ersichtlich. Ich bin immer noch dabei dass das Experiment Lohrbach noch weiter gehen solle. Denn auch wenn die Ergebnisse nicht so gut aussehen, sehe ich doch einen positiven Trend. Ich glaube auch weiterhin noch dass die Mannschaft gutes Mittelfeld ist und das auch noch funktionieren kann. Wilde Trainer-Rochaden bringen doch auch nicht wirklich was, außer weitere Kosten die am Ende für bessere Spieler fehlen.