Beiträge von Kieler Jung

    Hallo zusammen!

    Ich glaube, das Thema passt am besten hierher... Mir ist die sehr unterschiedliche Häufung an roten Karten in der A-Jugend-Bundesliga (beide Liegen) im Vergleich von Norden und Süden aufgefallen. Konkret sieht es wie folgt aus:

    3⨯2 MinutenDoB
    1. Liga Nord9817
    2. Liga Nord61420
    1. Liga Süd152540
    2. Liga Süd192645
    4973

    (Kann man die Tabelle irgendwie etwas verkleinern?)

    Das Verhältnis von 3⨯2 Minuten zu DoB ist mit rund 40 % zu 60 % in Norden und Süden identisch. Die Gesamtanzahl der roten Karten ist jedoch sehr ungleich verteilt (30 % im Norden und 70 % im Süden).

    Hat irgendjemand eine Idee, woran das liegen könnte?

    Nicht nur, das der Norden bereits im Halbfinale wieder unter sich war: Das Finale bestreiten die Plätze 3 und 4 aus dem Norden. Ich finde das durchaus bemerkenswert, auch wenn ich natürlich weiß das die Hauptrunde Nord sehr eng war. (Bezogen auf Plätze 1 bis 4.)

    Die waren alle vier auf Augenhöhe. Als Ausreißer gab es SCM-THW 42:36 am 2. Spieltag und (doch sehr außer der Reihe; dafür mag es vielleicht eine Erklärung geben) Burgdorf-Füchse 39:28. Alle anderen 10 Spiele sind mit maximal drei Toren Differenz (und mit einer Ausnahme mit Heimsiegen) ausgegangen, konkret 3x Unentschieden und 3x ±1 Tor.

    Bemerkenswert fand ich, dass die Nord-Teams die beiden nach Punkten sehr dominanten ersten beiden Plätze aus dem Süden im Hinspiel so aus der Halle gefegt haben. Aber gut, auch da haben die Rückspiele gezeigt, dass es keine grundsätzliche Dominanz war, sondern es insbesondere auch an der Tagesform hing.

    Und das ist m.E. dass nächste Problem beim Handball. Die Schiedsrichter können, gefühlt bis zur 45./50.min, Regelverstöße en masse begehen und es wird immer wieder gesagt, dass das nicht spielentscheidend war und der Einspruch wird abgeschmettert. Für mein Verständnis ist das einfach nicht ok, aber kann jeder sehen wie er will.

    Ich kenne keine Schiedsrichter, die bis zum 45./50. Minute jede Menge Regelverstöße begehen, nur weil sie nicht anfechtbar sind. Hier geht es zudem um einen sehr ungewöhnlichen Fall, in dem der Videobeweis ein zunächst richtiges Ergebnis hat falsch werden lassen. Das passiert so ja praktisch nie.

    Protest

    Wenn das durchgeht und Schule macht können wir unseren Handball bald vergessen. -4 und Protest weil ein reguläres Tor aberkannt wurde. Welche Partie soll dann noch ohne Protest ablaufen? Und zwar runter bis zur C Jugend.

    Da sehe ich eigentlich keine so große Gefahr. Wie oft kommt es denn schon vor, dass reguläre (eindeutige) Tore nicht gegeben werden und das dann außerdem noch nachprüfbar auf Video festgehalten wurde? Abgesehen davon dürfte es Minden schwer haben darzulegen, dass diese Fehlentscheidung in der siebenten Minute spielentscheidend gewesen sein soll.

    Die SR haben sich hier auf die "letzte 30 s Regel bezogen"

    Ja, schon klar, aber nach den Regeln, die ich zitiert habe, reicht das – zumindest nach meinem Verständnis – nicht aus. Es muss eine Unsicherheit vorliegen. Die SR können nicht sagen: »Wir haben es zwar gut gesehen, wollte aber auf Nummer sicher gehen.«

    Kann ein Videobeweis gleichzeitig richtig (entschieden) und falsch (eingesetzt) sein?

    Der Strafwurf für den SC Magdeburg am Ende der Verlängerung im DHB-Pokal-Halbfinale war regelkonform und trotzdem habe ich persönlich ein Problem damit, dass in diesem Moment die Schiedsrichter nicht auf dem Feld entschieden haben, sondern zum Monitor gegangen sind. Das war eine klassische Spielsituation in der ein Angreifer den Durchbruch versucht, die Abwehrspieler die Lücke versuchen zu schließen und die Schiedsrichter entscheiden müssen, wer zuerst in der Position war und ob ein Vergehen wie z.B. ein Kreiseintritt eines Abwehrspielers vorlag. Diese Situation gibt es in einem Spiel typischerweise zehn- bis fünfzehnmal pro Spiel und die Schiedsrichter sollten über 60 (bzw. hier 70) Minuten eine klare, nachvollziehbare Linie anlegen, wie sie das beurteilen. Warum geht das in der letzten Spielszene nicht? Durch den Videobeweis kann diese Linie in der Spielführung verzerrt werden.

    Bei Marcus Hurst und Mirko Krag habe ich den Eindruck, dass sie nach dem HBL-Spiel zwischen dem VfL Gummersbach und dem SC Magdeburg im letzten Dezember eine deutliche Ansprache erhalten haben, denn seitdem haben sie sich mehrfach in Bundesligaspielen in den Schlusssekunden per Videobeweis abgesichert, anstatt auf ihre eigene Einschätzung zu vertrauen.

    Ich habe auch den Eindruck, dass gerade in so einer Situation der Videobeweis bemüht wird, um auf Nummer sicher zu gehen. Das ist nachvollziehbar, weil man ja keine falschen Entscheidung treffen möchte, die dann später mithilfe der Fernsehbilder kritisiert wird. Gleichwohl geben das die Regularien meines Erachtens eigentlich nicht her.

    Im »Reglement für den Videobeweis« des IHF heißt es...

    Zitat

    Einleitung

    Der Videobeweis bietet den Schiedsrichtern die Möglichkeit, Situationen unmittelbar auf einem Bildschirm anzusehen, wenn sie die Aktion nicht vollständig auf dem Spielfeld sehen konnten und vor dem Treffen einer Entscheidung nochmals überprüfen möchten. Dies betrifft insbesondere Schlüsselsituationen im Spiel, in denen die Schiedsrichter beschließen, sich zusätzlich zu ihrem Eindruck auf dem Spielfeld die Fernsehbilder anzusehen.

    Zitat

    Anmerkungen

    Unter allen Umständen müssen die Schiedsrichter eine Tatsachenentscheidung auf Grundlage dessen Treffe, was sie auf dem Spielfeld sehen. Der Videobeweis wird nur eingesetzt, wenn die Schiedsrichter ernsthafte Zweifel an der korrekten Entscheidung haben oder aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage waren, die Situation auf dem Spielfeld gut zu sehen.

    Aber die Schiedsrichter können/werden ja immer sagen, dass diese Voraussetzungen vorlagen.

    Man könnte auch sagen da sind die Schiris auf die Heimseite gekippt und haben mit zwei Zeitstrafen und zwei sehr schnellen Zeitspielen das Spiel gekippt.

    Das sollte man aber nicht sagen. Die beiden Zeitstrafen waren doch ganz eindeutig. Das erste Zeitspiel durch das Hin und Her an der Mittellinie und die Rückkehr in die eigene Hälfte auch (das zweite konnte ich durch die Wiederholung des Tors in meinem Video nicht sehen). Und die beiden Siebenmeter waren auch klar. Das hat Eisenach einfach nicht schlau genug gespielt. Die Schiris haben daran keinen maßgeblichen Anteil durch zweifelhafte Entscheidungen.

    Die Duelle wären also:

    Sieger aus TSV Burgdorf gg. HSG Dutenhofen/Münchholzhausen vs. Sieger aus JANO Filder gg. SC Magdeburg

    und

    Sieger aus Füchse Berlin Reinickendorf gg. TSV Bayer Dormagen vs. Sieger aus HC Erlangen gg. THW Kiel

    Das entspricht auch der Aufstellung in Wikipedia, wenngleich dort ohne Quelle (ich hoffe, die Volksstimme hat da nicht einfach abgeschrieben).

    Zitat

    Ich habe die Team so aufgeschrieben wie sie mir in den Sinn gekommen sind. Wer im HF zuerst das Heimspiel hat, weiß ich nicht.

    Das kann ja zum Halbfinale eigentlich nur gelost werden.

    Kiel - Eisenach war auch richtig und wichtig, weil ja Crunshtime. Zudem könnte man noch soweit spinnen, dass ohne den 4. Schritt wäre das Zebra niemals in die Reichweite von Walz gekommen, insofern hätte es das Foul nicht gegeben, weswegen man den zusätzlichen Schritt auch zwingend mitbetrachten muss

    Die Schritte von Ellefsen á Skipagøtu haben ja nicht das Foul an Johansson ermöglicht, der ist ja hinter dem foulenden Walz langgelaufen. [Nur zur Sicherheit: Ich halte die Entscheidung gleichwohl für richtig.]

    es sind kommende Saison 18 Spieler: ich vermute, du hast den TW Dengler vergessen

    Und das auch »nur« aktuell. Ist ja auch die Frage, ob man auf RR ausschließlich mit einem schwächelnden Reinkind und einem aktuell verletzten Madsen plant oder nicht doch noch einen dritten dazu holt bzw. verlängert...

    Das ist Kopfsache, man hat Eisenach wohl auf die leichte Schulter genommen und konnte dann nicht mehr die Intensität hochfahren…

    Ich kann mir das nicht vorstellen. Es ist ja die »stärkste Liga der Welt«, weil grundsätzlich jeder jeden schlagen kann. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Hinzu kommen die (zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt) knapperen Spiele von Mannschaften aus der Tabellenspitze gegen den Tabellenkeller. Jeder hat Erfahrung mit kippenden Spielen und wechselnden Momenta. Auch wenn man solche Spiele vielleicht üblicherweise auch dann gewinnt, wenn man zehn Minuten vor Schluss nur mit zwei Toren führt, kann es schnell anders ausgehen. Ein Fehlwurf, eine Glanzparade des gegnerischen Torwarts, ein dummer technischer Fehler und noch ein unglücklicher Pfiff und schon liegt man fünf Minuten vor Schluss hinten. Da kann man doch unmöglich mit der Einstellung ins Spiel gehen »Es ist doch nur Eisenach – die hauen wir jetzt mal eben im Vorbeigang weg«.

    Warum Rasmus nicht generell bevorzugt in der 1. Halbzeit für 10-15 Minuten einsetzen? Da wird er uns schon nicht das Spiel verlieren, sammelt Erfahrung und entlastet Erik, der dann in der Crunchtime ein paar Körner mehr hat. Die Überlastung einiger Spieler (bis hin zur Verletzung) ist doch schon lange ein Problem beim THW.

    Das frage ich mich schon länger. Gerade wenn Johansson mal wieder mit schlechter Ausbeute ins Spiel startet, kann man Ankermann doch gerne schon in der ersten Halbzeit bringen. Was soll denn Schlimmes passieren? Das Spiel wird er in der ersten Halbzeit nicht kaputt machen. Und wenn er auch nicht performt oder gar zu viele Fehler macht (was ja angesichts seiner bisherigen Leistungen nicht so wahnsinnig wahrscheinlich ist), nimmt man ihn halt wieder runter. Er hat ja gezeigt, dass ihm einiges zuzutrauen ist. Dann sollte man das auch ruhig versuchen.

    Die Viertelfinale werden MR A gg MR D und MR B gg MR C ausgetragen, jeweils über Kreuz 1. gegen 2., wobei der 1. im Rückspiel Heimrecht hat. Woraus sich diese Kombination ergibt, weiß ich nicht (steht so nicht in den Durchführungsbestimmungen und wurde im letzten Jahr meines Erachtens auch anders gemacht (MR A/MR B + MR C/MR D).

    Hier die Paarungen bei handball.net: https://www.handball.net/ligen/sportrad…teTo=2026-04-12

    Die Reihenfolge der Spiele im Halbfinale und Finale müssen ja vermutlich gelost werden (weiß ich aber auch nicht genau).

    Das ist in der Tat etwas merkwürdig bzw. zumindest nicht vernünftig kommuniziert. Aus den Durchführungsbestimmungen ergibt sich nur das Heimrecht der beiden jeweils Erstplatzierten für das Rückspiel, sodass diese nicht gegeneinander spielen können. Da hilft tatsächlich erstmal nur die Logik 😉

    Ich habe mich über die etwas unklare Lage auch schon der mB-JBLH gewundert. Dort hatten sich die Viertelfinals aus MR A gg MR B und MR C gg MR D zusammengesetzt, was ich auch logisch fand und daher davon ausgegangen bin, dass das auch diese Saison so sein wird. Jetzt lauten die Paarungen allerdings MR A gg MR D und MR B gg MR C. Woraus sich das ergibt bzw. wer das wann so entschieden hat, weiß ich leider nicht.

    Zunächst einmal muss sich die Spielerin fragen, ob sie Lust dazu hat, auf dem Niveau zu spielen und dann insbesondere auch zu trainieren. Sie muss sich klar darüber sein, dass das ihre Freizeit ziemlich einschränken wird. Da kommt man schnell dazu, dass es neben Schule, Hausaufgaben und Training (inklusive Fahrzeiten) nicht mehr allzu viel gibt. Wie Du schon mutmaßt, wird auch von den Wochenenden durch längere Fahrten und rechtzeitigere Treffen einiges abgezwackt. Schule muss natürlich klappen bzw. darf nicht übermäßig leiden. Da scheint die Prognose ja gut zu sein.

    Auch die Familie muss dementsprechend mitziehen und sich insbesondere regelmäßige Fahrten zumindest zum Training leisten können, sowohl zeitlich als auch finanziell. Da müssen ja auch alle anderen Verpflichtungen reinpassen (Job, Geschwister, sonstige Familie, Haushalt, Haustiere usw.), insbesondere wenn man weite Fahrten hat und während des – üblicherweise ja auch längeren Trainings – vor Ort bleiben muss.

    Diese Themen sollte man ehrlich bedenken und besprechen. Wenn da kein Dealbreaker dabei ist, würde ich immer sagen: ausprobieren! Das ist doch eine tolle Chance, neue Erfahrungen zu machen und sich handballerisch weiterzuentwickeln. Sollte es dann doch wider Erwarten an irgendeiner Stelle scheitern und man das Problem nicht lösen können, könnte man notfalls ja immer noch abbrechen, zumal sie ja auch weiter in ihrem Stammverein spielen soll.

    Ich wünsche viel Spaß und Erfolg 👍🥳

    Ich glaube, es ist direkt den Durchführungsbestimmungen zu entnehmen. Nach Ziffer 24.1 gilt: »Nach Abschluss der einzelnen Runden entscheiden über die maßgeblichen Tabellenplätze bei Punktgleichheit die Ergebnisse der von den betreffenden Mannschaften während der jeweiligen Runde gegeneinander ausgetragenen Spiele.« Die Wertung erfolgt nach Punkten, bei Punktgleichheit nach besserer Tordifferenz und dann die Tordifferenz aller Spiele.

    Die Regelung ist meines Erachtens nicht auf zwei Mannschaften (»betreffenden Mannschaften«) beschränkt, sodass man jeweils alle drei Mannschaften gemeinsam betrachten muss. Da ist das Bild klar:

    1. Liga
    2. Berlin 5:3
    3. Magdeburg 4:4
    4. Kiel 3:5

    2. Liga
    2. Bissendorf-Holte 5:3
    3. Emsdetten 4:4
    4. Bremen 3:5

    [Auch wenn es bei der 2. Liga egal ist, da es keine KO-Runde mit Überkreuzspielen gibt.] Da muss ich mich korrigieren: Ich habe übersehen, dass sich die Zweitplatzierten für die Qualifikationsrunde 1 zur 1. Liga qualifizieren. Insofern spielt die Platzierung doch eine Rolle.

    Ich glaube, anders geht es nicht. Würde man die drei Mannschaften jeweils nur in Zweier-Konstellationen betrachten, läge in der 1. Liga Magdeburg vor Berlin (beide 4:4 Punkte, Tordifferenz ±0, aber Gesamt-Tordifferenz Magdeburg +94 und Berlin +69). So gesehen hat Magdeburg das Pech, dass auch Kiel punktgleich ist. In der 2. Liga ist es ähnlich, weil Emsdetten gegen Bissendorf-Holte bei jeweils 4:4 Punkten 2 Tore mehr geworfen hat.