Daraus ein Auszug speziell zur Trainerpersonalie:
Vielleicht braucht diese Mannschaft deshalb im Sommer keinen Komplettumbau. Vielleicht braucht sie nicht einmal einen lauten Revolutionär. Vielleicht braucht sie schlicht eine neue Stimme. Einen anderen Blick. Einen Trainer, der nicht Teil dieser langen gemeinsamen Geschichte ist. Einen Impuls, der dann nicht gegen Jicha gerichtet wäre, sondern für den nächsten THW.
Verantwortung ist mehr als ein Satz im Interview
Jicha hat sich in den vergangenen Wochen mehrfach vor seine Mannschaft gestellt. Das ehrt ihn. Er hat Verantwortung übernommen, seine Spieler geschützt, von einer extrem schwierigen Phase gesprochen und betont, dass manche wirklich alles geben, was sie können. Das ist menschlich stark. Und es passt zu ihm.
Aber im Profisport kommt irgendwann der Punkt, an dem Verantwortung nicht mehr nur bedeutet, sich verbal vor eine Mannschaft zu stellen. Verantwortung kann auch heißen, die eigene Rolle ehrlich zur Disposition zu stellen. Nicht aus Schwäche. Sondern aus Größe. Wenn die Verantwortlichen zu dem Schluss kommen, dass sich etwas festgefahren hat, dann darf auch der Vertrag bis 2028 kein Denkverbot sein.
Ein Trainerwechsel im Sommer wäre für den THW kein Schuldeingeständnis. Er könnte eine Chance sein. Eine Chance, Jicha nicht irgendwann in einer noch hässlicheren, weil sportlich trotz deutlicher Kaderverstärkung weiter nicht zufriedenstellenden Situation zu verlieren. Eine Chance, eine Ära einigermaßen sauber zu beenden, bevor aus Respekt irgendwann Stillstand wird. Eine Chance, der Mannschaft neue Impulse zu geben, ohne die Vergangenheit abzuwerten.
Gut formuliert, auch die Verantwortung der anderen Personen wie GF und AR. Das haben sie mal gar nicht so schlecht gemacht 😊