Deutsche U-20 im WM-Viertelfinale gegen "riesengroße Spielerinnen"
Nach Spanien-Krimi
Mit weißer Weste haben Deutschlands Juniorinnen die Gruppenphasen der U-20-WM gemeistert. Die nächste Hürde ist Norwegen, ein Überraschungsteam. Was Bundestrainer Nordmeyer vor dem morgigen Viertelfinale sagt:
"Klassische skandinavische Mannschaft"
Im Viertelfinale wartet mit Norwegen nun "eine klassische skandinavische Mannschaft", die über "unglaublich viel Wurfkraft" verfüge. "Die haben riesengroße Spielerinnen in Norwegen", hat Nordmeyer beobachtet. Deutschlands Deckung müsse somit "aggressiv und früh draußen" sein. Norwegens Abwehr müsse man entsprechend "auseinanderspielen" und betont: "Da brauchen wir sehr viele Bewegungen im Angriff."
Die vergangene EM hatten die Skandinavierinnen nur auf Rang 14 abgeschlossen, doch im Kader hat Norwegen einige Veränderungen vorgenommen und so auch Siege über Ungarn, Kroatien und Polen eingefahren. Die einzige Niederlage kassierte der deutsche Gegner gegen Gruppensieger Japan.
Zahlt sich Kaderbreite aus?
Norwegen setzt auf eine klare Stammformation. Die meisten Tore erzielten bislang im Rückraum Ada Aalstad (30/13), Mali Halldorsson und Julie Ellingsen (je 13). Auf den Flügeln wirbeln Milla Breen (21) und Synne With (17) und am Kreis reißt Maja Leinan (15) die Lücken. Im Tor ist Leah Langaard (54 Paraden, 36 Prozent) die klare Nummer 1.
Deutschland punket hingegen bislang mit einer großen Kaderbreite. Die Siebenmeterschützinnen Chiara Rohr (32/11), Aylin Bornhardt (24/4) Farrelle Njinkeu (23/4) rangieren in der teaminternen Torjägerinnen-Wertung ganz oben.
"Wenn wir in einem Turnier erfolgreich sein wollen, dann zeigt die Beobachtung der letzten Jahre, dass Mannschaften, die auf wenige Spielerinnen setzen, am Ende sehr große Müdigkeit haben und am Ende die Spiele verlieren", sagt Nordmeyer und hofft auf einen ähnlichen Coup wie gegen Spanien.