Beiträge von USDKFAN

    Damit hat er genau - und konkreter als erwartet - auf meine Frage von neulich nach der sportlichen Ausrichtung geantwortet! Ganz ehrlich: Konkret bei Jaron ist mir erstmal wichtig, dass er gesund bleibt! Ich weiß, wie Sportverrückte ticken und hab in der Hinsicht selbst hartes Lehrgeld gezahlt. Du kannst so ehrgeizig sein, wie du willst. Dein Körper wird dir zeigen, wenn du zu weit gehst.

    Mir gefällt das Interview inhaltlich. Gleichzeitg trägt er nicht zu dick auf oder tut gar so, als hätte er eine Glaskugel. Sehr bodenständig. Außerdem geht er nicht den leichten Weg, was vor allem etwas über den Menschen Jaron Siewert aussagt. Das ist keiner, der kneift, wenn's eng wird.

    Bei aller Vorfreude: Noch ist Roberto da, und das ist gut so! Wünschen wir ihm einen geilen Abschied! Denn wer gesehen hat, wie emotional auch die Familie nach dem Finalsieg war, der ahnt, dass Melsungen nicht nur einfach eine Durchgangsstation für Parrondos ist. Roberto hat das untrainierbare MT-Monster professionalisiert und gezähmt. Egal, was jetzt noch passieren mag.

    Die MT möchte Talente frühzeitig entdecken und entwickeln. Das sind dann, sofern frühzeitig erkannt oder selbst ausgebildet die "günstigen" Lösungen. Dazu passt dann, dass man in Nordhessen ein Handball-Leistungszentrum erschaffen möchte. Genauso wie umstellen des Scouting. Jaron sein sofortiges einsteigen in den Bereichen Scouting, Nachwuchskonzept und Kooperationen passen dort genau hinein.

    Trotzdem wird es auch weiterhin große Lösungen geben (Simic, Golla). Ziel Europa bleibt. Doch wer kann schon sagen wozu es reicht?

    Das Ergebnis wird immer sein, wie gut man gearbeitet hat. Geld macht vieles leichter, kann aber wie wir selbst erlebt haben auch viel Mist bedeuten.

    Ja, wenn Geld allein der Maßstab wäre, müsste die MT schon Rekordmeister sein! Ich hoffe aber für den Klub, dass sich der "Mist" zukünftig in Grenzen hält, da jetzt hoffentlich Leute am Werk sind, die mit den vorhandenen Mitteln sachkundig umgehen. wünsche allen ein glückliches Händchen. Danke für deinen Beitrag!

    Nein ;) Denn ist geht dabei auch um Planungen von Fans bezüglich Reisen, Routen, Urlaubstagen usw. Primär spielt da eher sportliches die zweite Geige.

    Da hast du recht! Sorry. ich denke von früher her tatsächlich nur in sportlichen Kategorien. Das krieg ich nicht mehr raus. Danke für den wichtigen Hinweis.

    USDKFAN fragst du hier für Sponsoren? Zum deuten ist der Einsatz einer Wünschelrute ggf. nützlich oder eine Astrologiestunde.

    Im nächsten Post fängst du an selbst zu deuten?

    Warts doch einfach ab, dann wirst du sehen was geschieht.

    Wenn wir alle nur abwarten würden, was geschieht, wären solche Foren hier ziemlich leer und langweilig. Man kann ja mal drüber reden. Was Sponsoren betrifft: Ich hätte derzeit allenfalls zwei nagelneue Gaming-Tastaturen abzugeben. Dafür wird sich die MT kaum begeistern! :)

    Da sehe ich keinen unbedingten Widerspruch. Warum sollte man ein Talent quasi in die dritte Reihe stellen wenn er sich anderswo besser entwickeln kann. Je besser ein Verein dasteht, desto geringer wird die Durchlässigkeit für eigene Talente in die erste Mannschaft. Als Beispiel bei uns nehme ich mal Uscins. Es gibt aber noch viele andere die als Talente in die 1. und 2. Liga gegangen sind und da die Chance haben sich weiter zu entwickeln.

    Ich denke, Mohr meinte damit eher die MT BEWUSST als Sprungbrett für Toptalente auf die ganz große Bühne. Und das kann ja durchaus das Limit sein. Aber die zweite Aussage impliziert für mich eher, Berlin und Magdeburg nachzueifern - wie lange das auch immer dauern mag. Was davon ist nun realistischer für die nächsten Jahre?

    Kurz zu Renars - klassische Stolperfalle in der Talentbeurteilung: Ein Spieler zu klein für Halb, aber von der Anlage kein Außen. So jemand kann einem schon mal durchrutschen. Wir wissen HEUTE, was er ist, aber damals?

    Mein Rat wäre die von dir zitierten Personen zu kontaktieren. Die können dir sicherlich Auskunft erteilen, wenn sie es wollen.

    Das KÖNNTE ich vielleicht sogar - zumindest über Dritte. :) Aber ich bin auch sehr froh, mich jetzt schon lange nur noch aus der Distanz mit solchen Leuten und Konstellationen beschäftigen zu können. Dachte mir nur, dass sich andere (z. B. mögliche Sponsoren) Ähnliches fragen, und wollte mal wissen, wie solche Aussagen hier im Forum gedeutet werden.

    Spielpläne sind eigentlich nur für den Anfang und das Ende einer Saison relevant: Anfang, weil schwächere Mannschaften mit einem guten Start ihrer ganzen Spielzeit womöglich eine unverhoffte Richtung geben können. Ende, weil da natürlich die Entscheidungen fallen. Ansonsten musst du alle spielen – so oder so.

    Nochmal etwas anderes, bei dem ich noch zu keiner eindeutigen Meinung gelangt bin. Man sollte Finanzmenschen ja generell nicht zu Sportlichem Stellung nehmen lassen. Da fällt dann auch mal das eine oder andere Wort, das ein Handballsachverständiger so nicht geäußert hätte. Jetzt frage ich mich, ob Folgendes ein Widerspruch ist oder nicht:

    Andreas Mohr am 8. Mai auf Handballworld: "Und zusätzlich entwickeln wir hier internationale Talente zu Weltklassespielern. Da hätte ich auch kein Problem, wenn die dann im nächsten Schritt nach Magdeburg, Berlin oder Paris gehen. Ganz im Gegenteil: Das wäre ein großer Erfolg für uns."

    Andreas Mohr heute in der HNA: "Auch das ist historisch für Hessen, dass wir als erster hessischer Handball-Klub in der Champions League antreten. Ich hoffe, das ist kein einmaliges, es ist aber ein erstmaliges Ereignis.“

    Die erste Aussage zur künftigen sportlichen Ausrichtung klingt für mich – passend zur angestrebten, schrittweisen Unabhängigkeit von Brauns – nach "Den großen Hunden zuarbeiten" und nehmen, was übrig bleibt. Die zweite hört sich an wie "Mit den großen Hunden pinkeln gehen zu wollen", also selbst einer zu werden.

    Logischerweise sitzt das Geld jetzt nicht mehr so locker wie früher, sodass kompetente Menschen wie Parrondo, Siewert und Larsson ein paar Jahre zu spät gekommen sind, um dauerhaft wirklich mit scheinbar bodenlosen Ressourcen arbeiten zu können. Jetzt ist eine Art Umdenken nötig, das durch die CL-Teilnahme vielleicht auch noch einen zusätzlichen, positiven Impuls bekommt. Aber noch ist mir nicht ganz klar, wo sich die MT auf der Skala von Ausbildungsverein bis Titelanwärter eigentlich bewegen möchte.

    Jede eurer Sichtweisen zur Daseinsberechtigung der MT in der CL hat etwas für sich. Das ist eine Sache des Blickwinkels. Mal abgesehen davon, dass es für leidgeprüfte hessische Handball-Freunde allein schon ein Geschenk ist, dass diese (unnötige) Diskussion überhaupt geführt werden darf. Melsungen spielt CL und fertig. Mit jeder anderen Entscheidung würde sich die EHF komplett lächerlich machen. Für mich ist das eher eine Sommerloch-Diskussion als irgendetwas von Substanz.
    Mich freut es ungemein für die Spieler, den Staff und die Förderer, die schon seit langer Zeit auf einen Titel hingearbeitet haben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Schere zwischen den Bundesliga-Clubs und Rest-Europa immer weiter auseinanderklafft. Das zeigt sich insbesondere in diesem Wettbewerb, der erst ab dem Final Four sportlich überhaupt anspruchsvoll wird. Dort verhindert es allenfalls der Modus, dass regelmäßig vier deutsche Mannschaften im Endturnier stehen würden. Ansonsten geht es meist bestenfalls gegen Teams, die in der Bundesliga in zweistelligen Regionen unterwegs wären - oder gar nicht.

    Will sagen – und dafür kann Melsungen nichts: Der sportliche Wert des Ganzen ist aus deutscher Sicht doch eher zweifelhaft. Finanziell mau, halbleere Hallen. Genauso ist der Titel in der Bundesliga eigentlich höher zu bewerten als der Gewinn der CL, da die Belastung deutlich höher ist. Dass die CL – nach Vorbild Fußball – ihren Namen nicht mehr verdient, ist längst normal. Persönlich finde ich ja, dass damit jede Menge Charme des früheren Landesmeister-Wettbewerbs verloren geht. Aber so ist das eben, wenn nur noch die Kohle zählt.
    Unter diesem Aspekt ist aus Sicht der EHF JEDER tabellarisch einstellige deutsche Vertreter für die sog. CL attraktiver als irgendwelche beliebigen Truppen aus dem Ausland. Und um den Titel in dem von der MT gewonnenen Europapokälchen für die BL-Teams wenigstens ein bisschen attraktiver zu machen, hat man ihn eben jetzt mit der Teilnahme am größten europäischen Wettbewerb verknüpft. Der Handballgott hat Melsungen auf diesem Wege jetzt ein bisschen dafür entschädigt, im letzten Jahr nur aus Verletzungsgründen nicht Deutscher Meister geworden zu sein. Wenn man dieses Jahr für sich sieht, hat der Verein, der grad mal die Hälfte seiner Ligaspiele gewonnen hat, freilich nichts auf höchster internationaler Ebene verloren. Das kann also nun wirklich jeder sehen, wie er will, und es liegt am Verein, die Teilnahme nachträglich sportlich zu rechtfertigen.