Beiträge von TLpz

    Die Regeln wurden doch vor ein paar Jahren so angepaßt, daß mehr Tore fallen und die Spiele attraktiver werden. Warum soll das jetzt zurückgenommen werden? Man muß auch mal eine Linie konsequent durchziehen.

    Für die Trainer und Mannschaften gilt es, gegen schnelle Tempogegenstöße Abwehrmaßnahmen zu entwickeln und zu schulen. Wenn ein Spiel 41-36 endet wurde dies meist auf beiden Seiten versäumt. Und schlechte Mannschaften werden nicht durch Regeländerungen, sondern durch (gutes) Training besser.

    Auch für mich als Schiedsrichter ist ein Spiel mit vielen Toren wesentlich attraktiver und anspruchsvoller als ein 6-5 (nach 60 min - schon erlebt).

    Und wie siehts denn noch tiefer aus? Prinzipiell müßte man ja ganz unten ander Basis richtig anfangen, damit's ein talentierter SR in Richtung Bundesliga schafft. Da krankts leider gewaltig.

    Nimmt man mal den Spielbezirk Leipzig, dann darf ein neuausgebildeter SR theoretisch alle Ligen des Bezirkes pfeifen, ohne weitere Schulung/Betreuung. Da hofft man immer auf die Einsicht der Neuen, es nicht gleich in der Bezirksliga Männer zu versuchen.

    Als Verantwortlicher im Verein fällt es mir ebenfalls schwer Spiele zu finden, in denen man neue SR einsetzen und "anlernen" kann. Eine Zeit lang mußten wir unsere Heimspiele selber pfeifen, in den Klassen in denen wir jetzt spielen ist das aber nicht mehr so (außer E-Jugend, aber da setze ich keine neuen SR ein). Theoretisch könnte ich mir nur aus den stattfindenden Spielen (z.Bsp. C-Jugend Kreis) Spiele rauspicken und mit dem Ansetzer reden ob meine Mädels da pfeiffen könnten. Dazu müßten aber alle Termine (Spiel, meine SR-Einsätze, die Spieltermine der Mädels) passen. Fast unmöglich!

    Wie schafft ihr das in den anderen Vereinen?

    KIH_MD

    Ich glaub du kapierst es einfach nicht :wall: Und deine Herleitungen sind einfach nur abenteuerlich. Am besten du bestrafst auch noch Spieler, die eine Nummer auf der Hose stehen haben, den im Regelwerk steht nur was von Brust und Rücken. Oder Werbung, davon ist garkeine Rede... :nein:

    Auch wenn du deine falschen Auslegungen selber zitierst: Sie werden dadurch nicht richtiger.

    Die formellen Mängel beziehen sich auf die Nichteintragung von Spielern und Offiziellen, die dann doch am Spiel teilnehmen. Dafür gab es früher die rote Karte, jetzt nicht mehr. Die Sache mit der Korrektur falscher Nummern wurde schon immer so gehandhabt. Da hast du sicher bei deinem SR- Lehrgang grade mal nicht aufgepaßt. Für deine Auslegung gibt es einfach keinen Regelbezug, auch wenn du krampfhaft versuchst, diesen hier herzubeten.

    KIH_MD

    Deine Auslegungen sind schon etwas lustig :lol: Sehr amüsant, nur hoffe ich, dir nie als SR zu begegnen.

    Schreibfehler im Protokoll werden korrigiert und nicht bestraft! Dann könntest du den MV ja bei jedem noch so kleinen (und unbedeutenden) Schreibfehler bestrafen oder das Kampfgericht bei einem Schreibfehler ablösen.

    Im übrigen ist an dieser (meiner, korrekten) Regelauslegung NICHTS geändert worden.

    KIH_MD

    Leider trifft dein Regelbezug auf den Sachverhalt nicht zu (aber auf genau diese Antwort hatte ich gewartet :D) Die Teilnahmeberechtigung ist nicht von einer Spielnummer abhängig, das steht selbst in deinem Regelbezug nicht.

    Dieser trifft u.a. nur zu, wenn ein Spieler das Feld betritt der nicht im Protokoll steht. Dann gibt's die gelbe Karte für den MV. Die "Abweichung", von der die Rede ist, trifft nur auf nicht teilnahmeberechtigte Spieler zu!

    Peterle und KIH_MD

    Ich möchte gern wissen, wessen Regelauslegung von 1890 ist! Eure beiden Statements sind genause falsch wie die rote Karte.

    Wenn ein Spieler mit falscher Trikotnummer fehlerhaft auf dem Protokoll steht, wird diese lediglich korrigiert. Eine Strafe gibt es dabei für niemanden! Ansonsten gebt bitte einen Regelbezug an, sofern ihr diesen findet!

    Trotzdem frage ich mich bei Neles Ausführungen: Hat dann 2x eine Nr. 3 auf dem Protokoll gestanden? Dumm wenn ein SR seinen eigenen Fehler dann mit einer Strafe für eine Mannschaft "garniert".

    @ZeeBee

    Och Mann, mach es doch nicht schwerer als es ist.

    Pfeifft der Schiri nach der Spielordnung oder den Spielregeln?

    Die spielleitende Stelle entscheided über die Spielberechtigung nach Maßgabe der Spo! NIcht der SR. Der hat "nur" das Regelwerk.

    Alphadex

    Zitat

    Ich glaube sein Hauptptroblem war die Tatsache, dass es dreimal klar Kreis war und eben jedesmal das Tor gegeben wurde.

    Falsch! Sein Problem war, dass es aus SEINER Sicht Kreis war. Der SR hat vielleicht gesehen das es kein Kreis war, stand vielleicht näher. Dann würde es mir auch auf den Nerv gehen, wenn der Trainer nicht genau schaut.

    Die Ausführungen von Handball-SR haben schopn viel Wahres.

    KIH_MD meint sicher "teilnahmeberechtigt", die 2 Begriffe verwechseln viele.

    @all

    Mal die kleine Bitte, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Das ein Spieler, für den kein Paß vorgelegt werden kann, im Protokoll zu notieren ist mit Unterschrift und Paß nachreichen usw. ist klar und wird von keinem bestritten.

    Fakt ist aber: Wie verhalte ich mich/Welche Möglichkeiten habe ich als Trainer/MV, wenn der SR dies nicht im Protokoll notieren will??? Darum drehte sich doch die Frage von schokoschnittchen :D . Gerade bei Spielen wo der Heimverein pfeifft.

    Danke Lasse! So früh am Morgen habe ich noch nicht so weit gedacht. :D


    Ich denke nicht, das die SR für eine Zeitstrafe die Rückendeckung durch das Regelwerk hatten. Regel 1.1 bezieht sich z.Bsp. nur auf das Spielfeld. Auch die Richtlinien für Spielfeld und Tore geben da nix genaueres preis. Außerdem ist in Regel 1 nicht vermerkt, das eine Veränderung des Spielfeldes mit einer (persönlichen) Strafe im Spiel zu ahnden ist.


    Das sich die SR mit einer Zeitstrafe in solche einer Situation lächerlich machen, ist unbestritten. Wie ich im SIS schon schrieb: Wenn man als SR für so etwas Zeit hat, muß das Spiel ja sehr fade gewesen sein.

    hasenhirn

    Mitnichten bin ich ein Besserwisser bzw. möchte als dieser dastehen. Erfahrungen und Argumente macht jeder auf seine Art.

    Leider stellst du aber deine Zusatzvereinbarung als Nonplusultra hin. Anderen wird vorgegaukelt, dass ein Verein damit um eventuelle Zahlungen der Ausbildungskosten herumkommt. Das ist schlichtweg falsch. Solch eine Zusatzvereinbarung ist nicht durch die SpO gedeckt und müßte im Zweifelsfall zivilgerichtlich durchgesetzt werden.

    Sicher geht man immer davon aus, dass sich die Vereine verstehen und ordentlich miteinander umgehen. Jedoch ist auch jedem bekannt, das manchmal der kleinste Funke Mißverständnis ausreicht und die Animositäten der Funktionäre zum tragen kommen. Dann ist's schnell vorbei mit der Herrlichkeit.


    Zitat

    m.E. gibt die Spielordnung für die Sportinstanzen bei Nichtzahlung keine Rechtsgrundlage her, die einen Punktabzug rechtfertigt. (oder hab ich das in der DHB-Bibel - Spielordnung vielleicht überlesen ?)

    Die Spielordnung nicht, aber die Rechtsordnung (§2, Abs. 1h).

    hasenhirn,

    ... bitte selbiges einschalten. Ein Sportgericht kann natürlich Punkte aberkennen! Die Spielberechtigung muß dabei nicht entzogen werden. Gleiches gibt es z.Bsp. auch, wenn ein Verein seine Spielbeiträge an den Verband o.ä. nicht bezahlt.

    Zitat

    Letztlich bietet aber diese Zusatzvereinbarung zusätzliche Sicherheit und vor allen Dingen den moralischen Gesichtspunkt, dass die Vereine sich einig sind.

    Echt? Eher eine scheinheilige Sicherheit. Seine moralische Einstellung kann man ändern, trotz Papier. Dann mußt du dich vor dem Zivilgericht streiten, wenne in abgebender Verein plötzlich Geld von dir möchte. Viel Spaß!

    Zickenbändiger

    Diese Zusatzvereinbarung ist für die Sportgerichte irrelevant. Außerdem läßt die SpO nicht zu, das solche Zusatzvereinbarungen getroffen werden. Man müßte also für einem Zivilgericht seine Forderungen durchsetzen, wenn der abgebende Verein dann doch Gelder fordert. Da der Streitwert eher gering ist, dürfte man damit eh keinen Erfolg haben...

    Trotzdem sind Spieler jetzt besser dran als vorher: Sperren gibt es nicht mehr (höchstens die 2 Monate), um den Rest streiten sich dann beide Vereine. Und er Spieler "darf" seine Spielkleidung sowie noch ausstehende BEitragsgelder "behalten". Auch da würde wegen 100 EUR keiner ein Gericht anrufen. Man warte mal ab, bis das alle Spieler so spitz kriegen.

    hasenhirn

    Diese Regelung hat aber nr zivilrechtlichen Bestand. Vor dem Sportgericht ist dieser Zusatz nichtig. Also müßtet ihr dann ggf. doch zahlen oder Punktverluste hinnehmen.

    Im allg. halte ich die jetzige Form der Ausbildungsvergütung auch für wenig praktikabel. Jetzt ist der Spieler gut dran, aber der (abgebende) Verein ist angeschmiert. Eine Patentlösung habe aber auch ich nicht zur Hand.