Beiträge von Karl

    die Bundespolizei macht (wenn man den Fernsehbildern trauen kann) so gut wie in jeder Sportart Werbung. Teile mir doch Bitte mit, ob da auch Bob Hanning für verantwortlich ist.

    Nuja, nicht bei jedem Handball-Bundesligisten...

    Interessant übrigens, dass Du Dir nur einen Nebenaspekt des Ausgangspostings herausgreifst

    Interessant finde ich das vehemente Engagement von Hanning für den in die Kritik geratenen CDU-regierenden Bürgermeister Wegner...., z.B. https://sportbild.bild.de/sportmix/handb…41e0254cfdc5b6c

    Jo, wenn man sich z.B. das große Einsteigen von BEM (Monopol Fernnetzbetreiber, der vom Senat vor nicht langer Zeit rekommunalisiert wurde), anschaut, dann die Figur des dominierenden Clubeigentümers Steffel sich vergegenwärtigt.....nuja, vielleicht sind die anstehenden Senatswahlen für die Füchse bedeutsamer als ein paar Spiele jetzt (auch die Bundespolizei und sowas ist ja nicht grad von politischen Einfluss unabhängig).

    So, jetzt soll es klappen mit dem Februar und der Kampahalle, mal abwarten....endgültige Entscheidung soll Mitte Januar fallen

    Einen Winterwechsel von Marian Michalczik schloss Torbrügge übrigens aus, das Mindener Tageblatt betonte kommentierend, dass dies jedoch kein klares Dementi zu einem Sommerwechsel wäre und Marian Michalczik noch Bindungen nach Minden hätte (Torbrügge erwähnte zu einem Sommerwechsel, dass M. einen Vertrag bis 2027 in Hannover hätte).

    In einem Interview schätzte Torbrügge ein, dass GWD den geringsten Etat aller BLs hätte (und auch etwas Luft zum nächsten sei). Positiv wendet er das jedoch als reizvolle Herausforderung.

    Hinsichtlich der Etatentwicklung ginge es allerdings erst einmal darum, dass bisherige Niveau zu halten - die wirtschaftliche Gesamtlage in Deutschland sei ein Problem. Damit meinte er vermutlich die Insolvenz des langjährigen Förderers Hammer/Schlau (gegenwärtig ja auch noch stark auf den Trikots präsent) und den Verkauf von Porta-Möbel an einen auswärtigen Konzern (offensichtlich mit Ausstieg aus dem Handball verbunden).

    Schaut so aus, als sei das Modell der Finanzierung des Handballs primär durch große Familienunternehmen, die auch langjährig durch ihre Eigentümer mit dem Verein verbunden sind und größtenteils als Gesellschafter von GWD fungieren, so nicht mehr ausreichend ist, nuja, aus der Politik gibt es Signale, dass sich kommunale Unternehmen stärker engagieren werden (man sieht es neu mit der Sparkasse ja auch schon auf dem Trikot, nicht nachteilig könnte es sein, dass der neue Mindener Bürgermeister als recht handballaffin gilt). Das ist natürlich alles nicht einfach mit der Kommunalpolitik durch diesen 'Zwangskreis' Minden-Lübbecke und der absoluten Randlage von Minden in NRW.

    Wenn man sich so die Werbepräsenz anguckt, hat man den Eindruck, dass die Melitta-Werke (die mit GWD seit 60 Jahren verbunden sind) in Lücken einspringen und die Edeka Minden noch stärker engagiert ist (die haben als mit Abstand größte Edeka-Regionalgesellschaft ein riesiges Zuständigkeitsgebiet bis an die polnische Grenze, denke aber mal, dass die genossenschaftliche Struktur der Edeka ein dominierendes Engagement nicht zulassen wird), andere große Mindener Unternehmen sind halt auch stark konjunkturabhängig.

    Ps. zu empfehlen auch für 'Auswärtige' ist ein günstiges Probeabo oder so etwas beim Mindener Tageblatt, dann hat man auch vollen Zugriff auf das Archiv mit allen Ausgaben des Mindener Tageblatts seit 1856 - natürlich eine Fundgrube für jeden an Handballgeschichte interessierten Handballfreund (und sehr gut über die Suchfunktion erschlossen).

    Edit: Sehe gerade, dass die Nutzung des MT-Archivs nur noch in den größeren Abos drin ist (aber da gibt es sporadisch bestimmt auch Sonderaktionen), die Suche mit einer Vorschau, in der man die Texte schon ganz gut erschließen kann, ist kostenfrei: https://www.mt.de/archiv

    Ein Spiel, dass von GWD-Seite nicht befriedigend war - da muss sich die Dankerser Mannschaft mehr wehren, es sagt ja schon alles, dass es keine Zeitstrafe für GWD gegeben hat und nur einen 7m gegen GWD. So geht das nicht, auch wenn Antanavicius und Morten Hempel sicher fehlten.

    Der Anspruch lautet ja, in einer Spielklasse mit den Füchsen zu spielen.

    Hieße Real Madrid werden auch, dass Berlin den Füchsen Füchse-Town alle paar Jahre abkauft und wieder zurückschenkt? :lol:

    Das würde erst mal voraussetzen, dass die Füchse-Town überhaupt den Füchsen gehört (das Sportforum Hohenschönhausen ist doch im Landesbesitz).

    Da sind schon mit öffentlichen Geldern Bedingungen/Infrastruktur durch das Land Berlin (partiell auch mit Bundesgeldern) geschaffen worden, von der man in den traditionellen Handballhochburgen in der Provinz nicht mal träumt

    Ich sehe es auch so, dass im Turnier und auch im Abschneiden der DHB-Auswahl die tiefe Krise des Frauenhandballs manifest wird. Wenn man das Turnier so mit vergangenen Turnieren vergleicht, so ist es schlichtweg uninteressant. Welche Spiele werden denn wirklich im Gedächtnis bleiben? Neue 'Stars' hat das Turnier auch nicht hervorgebracht oder 'rising teams' (erinnere mich noch detailliert, wie ich den Gang der Kroatinnen durch das Dänemarkturnier verfolgt habe - wirklich fesselnd).

    So etwas entwertet natürlich schon sportliche Erfolge, jedenfalls für diejenigen, welche Frauenhandball kontinuierlich verfolgen. Erfolge allein bringen wenig, dazu ist das alles zu schnelllebig - so etwas wie die unsterblichen WM78er ist kaum mehr möglich.

    Egal, wie das Spiel heute ausgeht, wird Deutschland nicht zum Frauenhandballland werden....2 oder 3 Spieltage wird es in der HBF etwas höhere Zuschauerzahlen geben, das wars dann...Das Gesamtturnier ist einfach uninteressant, jedenfalls für Leute ohne Expertenwissen und die ohne Expertenwissen werden nicht 'am (Frauen-)Ball bleiben (einfach auch deswegen, weil es den großen Bruder Männerhandball gibt, der ja nun doch für den 'Nicht-Insider' attraktiver ist als die Frauenversion in ihrer JETZIGEN Fassung)

    Das Turnier war schlichtweg geprägt durch Langeweile (auch, weil es nicht um die Olympiaquali ging), der deutsche Frauenhandball hat eine solide Basis (zum Vergleich: in Rumänien, wo der Frauenhandball eine ungleich größere Rolle spielt, gibt es insgesamt 5000 Aktive) und ist breit aufgestellt, unter den Bedingungen des Zerfalls der internationalen Szene sind Erfolge da fast zwangsläufig - müssen aber natürlich erstmal realisiert werden.

    Beste Werbung für den Frauenhandball wäre ein Turnier auf hohem Niveau...(dafür kann natürlich die DHB-Auswahl nichts)

    Die Ausweitung des Teilnehmerfeldes war aber alternativlos, da jede kleinste Anstrengung bei den außereuropäischen Teams honoriert werden muss - und eine Nichtqualifikation für eine WM bei halbwegs traditionellen Handballnationen fatale Auswirkungen haben könnte (etwa: Wegfall/Reduzierung der stattlichen Förderung)

    alter Sack:

    Zitat

    Mal angefangen von Frau Nascimento aus Erice? Kommt die dort auf 5 Trainingseinheiten?

    Mit Sicherheit, das ist offensichtlich ein Profiprojekt - toll, dass sowas auf Sizilien (und noch nicht einmal im relativ handballaffinen Südtirol) versucht wird.

    Im Kader dort finden sich z.B. außer Nascimento noch: Barbosa; Gabriela Pessoa, Ivana Kapitanovic oder Alexandra Severin...

    Die deutliche Favoritenstellung der DHB-Auswahl steht natürlich völlig außer Frage (Brasilien kann sehr guten Phasen spielen, das ist ihre Chance - aber über 60 Minuten....Die brauchen schon gehöriges 'Nervenflattern' bei der deutschen Mannschaft - und das ist ja keineswegs ausgeschlossen)

    Ist in Deutschland halt relativ einfach, solche Events in einer 6000 Leute Halle auszuverkaufen... (zudem in einer Gegend, wo Frauenhandball recht etabliert ist)

    Interessant wäre es, wenn man mal beim Publikum einen 'Wissenstest' hinsichtlich des internationalen Frauenhandballs machen würde...

    Tja, bestimmt 2000 der 2035 Zuschauer gestern in Rotterdam hielten mit den Rumäninnen beim recht stürmisch gefeierten Sieg gegen Japan - so erklang auch nach Spielende aus den Hallenlautsprechern 'Din toata imina -pentru Romania'

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    Tja, der musikalische Gruß nach Frankreich stammt noch aus einer besseren Zeit (die unvergessene EM 2018 mit dem Galaauftritten und der Kreuzbandverletzung von Cristina Neagu), das Interesse in Rumänien an der Nationalmannschaft hat doch deutlich nachgelassenen - aufwendige Samtagabendshows im ersten staatlichen Programm zur Verabschiedung der 'Equipa Nationala de handbal' zur Reise 'in die Fremde' gibt es nicht mehr. Das Vorfeld des Turniers war gekennzeichnet durch Querelen rund um die Nationalmannschaft.

    Wie im ersten Spiel gegen die Kroaten (die nichts mehr gemein haben mit der EM-Mannschaft aus dem unvergessenen Dänemark Turnier) war der Sieg gegen Japan und die damit verbundene Quali zur Hauptrunde recht knapp. Verbindungsglied zu alten Zeiten ist eigentlich nur etwas Yulia Dumanska, die als blutjunges Mädchen und 3. Torwartin beim HCM mit den Großen im rumänischen Handball zusammengespielt hat (etwa: 'capitanul' Elisei, der glamourösen Ada Nechtia, Paula Ungureanu oder die Lokalikone Meli Geiger) - und vornehmlich damals dadurch auffiel, dass sie immer so traurig guckte, wenn sie bedeutungslose Gegentreffer in längst entschiedenen Begegnungen erhielt, wo sie in der Schlussphase erbarmungslos eingesetzt wurde.

    Im Turnier war die mittlerweile 29-jährige (die wieder 'daheim' in Baia Mare spielt) Leistungsträgerin, zusammen mit Curment bildete sie bislang ein starkes TW-Gespann.

    Der Kader ist gekennzeichnet durch eine seltsame Anhäufung von Mittelspielerinnen, mit Grozav (Tochter von Mariana Tirca) steht auch nur eine Shooterin auf RL zur Verfügung, gewohnt wechseln sich bei ihr brilliante und unverständliche Entscheidungen ab (Karnaval/Skrobic scheint nach ihren Verletzungen primär für die Abwehr zuständig zu sein, wo sie für körperliche Präsenz sorgt). Das ewige Thema RR wird primär wieder mit einer Mittelfrau gelöst (Popa hat da ja z.B. einige Routine), aber Rosu/Drache scheint als Linkshänderin da durchaus einsetzbar zu sein (Alicia Gogirla, Tochter von Simona, bis zu ihrem Kreuzbandriss eines der größten Talente im Jugendbereich des Welthandballs auf RR, eher nicht).

    Viel, sehr viel läuft über den Kreis, Loreana Ostase ist natürlich klasse, die ganzen Mittelfrauen sind auch sehr gute Handballerinnen, im spielerischen Bereich und auch 1-1. Außen ist alles solide, Kerekes spielt sich zunehmend in den Vordergrund.

    Tja, Montag gegen Dänemark am 'traditionellen' EM/WM-Spiel zum rumänischen Nationalfeiertag ('Ziua Nationala') wird man chancenlos sein....die Spielerinnentypen der Rumäninnen sind sich größtenteils zu ähnlich und gegen (körperlich) starke Abwehrformationen wird die Durchschlagskraft fehlen, die Qualität der eigenen Abwehr wird man dann sehen (da sind Kroatien und Japan einfach keine echten Prüfsteine - und das war ja schon recht mühevoll, auch aufgrund großer Nervosität/Unsicherheit jeweils in den 1. Halbzeiten)

    Ps. IHF-Kommentatoren wieder gewohnt klasse - ohne jede Effekthascherei und 'ego-trips' und stets wertschätzend - immer zuverlässig bei der Kommentierung von SR-Entscheidungen und voll auf der Höhe.

    jonas: Natürlich ist eine Bundesoberbehörde genauso wie (fiktiv) eine Landeseinrichtung wie die FU der Öffentlichkeit in anderer Weise gegenüber rechenschaftspflichtig als ein privatwirtschaftliches Unternehmen.

    So isses auf jeden Fall in einer demokratischen Gesellschaftsformation...

    Der Begriff 'Fall' wird doch primär umgangssprachlich verwendet, z.B. "das ist der Fall, wenn..." oder "Fallbeispiel"

    Einige hier würden es bestimmt auch võllig unproblematisch finden, wenn es der Fall wäre, dass die FU Berlin gross bei den Füchsen einsteigen würde und Clubchef Frank Steffel als Gesicht der Kampagne fungieren würde..

    Das wäre auch fragwürdig - problematische Sachverhalte kann man aber doch nicht dadurch legitimieren, dass anderswo Ähnlichkeiten bestehen

    (beim SCM gibt es wenigstens die oben verlinkte ausführliche, regional bezogene, Begründung, die kann man auch als 'Rechtfertigung' lesen - bei den Füchsen handelt es sich um ein für jeden augenfãlliges Spieltrikotengagement, dass mit entsprechenden Kosten verbunden sein wird). Werden beim SCM auf den Aufwärmtrikots auch Hoheitsabzeichen verwendet?

    Die Landespolizei S-H. ist schon länger beim THW irgendwie engagiert. Aufhänger ist dort Rune Dahmke, der anscheinend einen Einstellungstest bei der Polizei mal absolviert hat (anscheinend aber auch nur zu Werbezwecken - schon etwas lächerlich). Ist zumindest eine recht zielgerichtete Maßnahme...Da ist aber nix auf dem Trikot...

    Bundespolizei findet man neuerdings unter den THW-Partnern, über eine Ausgestaltung der Beziehung finde ich aber nix...

    Es wäre schon wirklich interessant, etwas über die Geldflüsse zu erfahren (bei Partner, wie z.B. Medienpartnern gibt es die noch nicht mal unbedingt - okay, bei Erscheinen auf dem Trikot schon ganz sicher)

    kuno: das Du die generelle Problematik nicht verstehen kannst, ist okay - aber da gleich mit son inhaltsleeren Quarkbegriff wie 'Schwurbelei' jede Diskussion abwürgen zu wollen? Im Füchsetread ist das Thema auch richtig aufgehoben, weil dort ja das Engagement der Bundesoberbehörde mit Abstand am augenfälligsten ist.

    Also, dass der Name einer Bundesoberbehörde prominent auf dem Trikot eines Profisportvereins erscheint, ist jetzt doch schon m.W. in Deutschland einmalig...(die Verwendung des Polizeisterns auf den Trikots von Steffels und Hannings Truppe kann man übrigens auch sehr kritisch sehen, das ist ein Hoheitsabzeichen)

    Beim SCM wird jetzt ein höherer Begründungsaufwand gefahren (siehe: https://www.scm-handball.de/news/news-deta…-wirbt-beim-scm) - gegen (auch bezahlte) Infoständen bei Spielen und so ist auch wenig einzuwenden, aber Trikotwerbung?

    Als Bundesoberbehörde würde mir übrigens zunächst dann auch ein Engagement beim DHB oder der HBL/HBF einfallen, aber nicht bei einem privatwirtschaftlich geführten Verein (Frauen-WM wäre doch jetzt aktuell z.B. geeignet).

    Als Polizeibundesbehörde hätte ich zudem Vorbehalte gegen einen Geschäftsführer, der den Eindruck selbst erweckt, dass ein wesentlichen Antrieb seines Handels Machterwerb und Machtausübung sei und dies öffentlich in den Mittelpunkt stellt (allein der Buchtitel: "Hanning. Macht. Handball", mit vielen problematischen Stellen, übrigens stellte sich mir nach der Lektüre des Buches auch die Frage nach der persönliche Eignung für die Arbeit im Jugendbereich) - gerade für Polizisten sollte Machterwerb und -ausübung nicht gerade eine grundlegende Berufswahlmotivation sein.