Beiträge von Karl

    Das wäre für den norwegischen Handball im weiblichen Bereich der absolute Supergau!

    Aber auch für den allgemeinen weiblichen Handballsport ne traurige Angelegenheit.

    Vardar, Buducnost , früher Larvik und jetzt Kristiansand ! Hach, waren das früher schöne Spiele mit den besagten Vereinen 😪

    Der internationale Frauenhandball ist in einer tiefen Krise....

    Wenn man sich z.B. im Moment die tief zerstrittene rumänische Handballszene anguckt (mit aktuell drohenden Massenrücktritte/Entfernungen aus der im Niedergang befindlichen Nationalmannschaft).

    Ist nur eine Frage der Zeit, bis das auf den Vereinshandball dort Einfluss haben wird (ist CSM ohne Cristina Neagu denkbar?; Rapid als 'Hoffnungsträger' für einen attraktiven Newcomer mit einer sehr enttäuschenden Entwicklung; Bistrita, Braila und Valcea stagnieren in dieser Saison). Worst case dort für die internationale Szene wären Ausländerbeschränkungen in der Liga Florilor.

    Gauselmann ist doch selbst beim BHC engagiert, im Düsseldorfer Sport in der Altersresidenzstadt von Paul Gauselmann eh ('Sportstadt Düsseldorf' sowieso - hingen die nicht mit den BHC-Gastspielen in Düsseldorf eng zusammen?),

    Die Meinungen und Infos, welche über die Schiene über die Person Naji eingeholt wurden/werden, sind mit Sicherheit relevanter als irgendwelche sportfachlichen Überlegungen hier....

    Eine der sicherlich besten Handballerinnen aller Zeiten, Cristina Neagu, hat gestern abend als Studiogast des Nachrichtenjournals von ProTV ihren Rücktritt vom aktiven Sport zum Saisonende 2024/25 bekannt gegeben.

    Video der Bekanntgabe von gestern Abend: https://stirileprotv.ro/stiri/actualit…ile-pro-tv.html

    Die Auswärtsspiele von CSM in der Liga Florilor scheinen als eine Art nationalweiter 'Abschiedstournee' angelegt zu werden.

    Iryna Gilbko ist verstorben.

    Nach den Ausbruch ihrer Krebserkrankung vor Jahren konnte die Ukrainerin und langjährige Leistungsträgerin von Valcea ihr volles Leistungsvermögen wieder erlangen, jetzt kam die Todesnachricht für die großartige RL, die trotz Größennachteile so manches Spiel für Valcea prägen konnte. Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als sie zu Beginn der Saison nicht mehr dem Kader angehörte, nun die Gewissheit.

    SCM Râmnicu Vâlcea - Handbal feminin
    ⬛️ 𝐑𝐚̆𝐦𝐚𝐬 𝐛𝐮𝐧, 𝐈𝐫𝐚 🪽 Cu inimile îndurerate, anunțăm trecerea în neființă a unei sportive excepționale, Iryna Glibko. Un adevărat lider pe teren și un suflet…
    www.facebook.com

    Paul Jonas: Vielleicht sollte man auch mal lesen, mit was Hanning in den KN referiert wird.

    Er regt sich gar nicht über Spieler oder Generation Z auf, sondern um gesellschaftlich Umstände, die eine Olympiabewerbung in Berlin schwierig machen würden.

    Tja, der hätte sich sicher gern als Organisationsdirektor gesehen - welch eine Machtposition....(und all die noch höheren staatlichen und parastaatlichen Gelder, die im Vorfeld der Spiele in den Berliner und Brandenburger Sport geflossen wären).

    @alterSack: Klar, Hanning ist frustiert darüber, dass (enorme) persönliche Karriere-Macht-Geltungs- und Einnahmemöglichkeitenoptionen für ihn persönlich im Zuge einer Olympiaausaustragung nicht realisieren lassen werden, da eine Olympiabewerbung in Berlin nicht durchsetzbar sein wird.

    Tja, will er in Paris jetzt auch Olympiassieger werden, nur blöde für ihn, dass ja nun gar kein Mitglied der Mannschaft Füchsebezug hat.

    Zur DHB-Auswahl muss man übrigens insgesamt sagen, dass das eigentlich keine Olympiasiegermannschaft ist bzw. sein sollte.

    @küstentanne: Das mit einer mentalen Schwäche ist doch totaler Quatsch und Unsinn, die haben gestern einfach Pech gehabt.... (ich kanns mir grad nicht wieder angucken, aber da waren z.B. in der Schlussminute doch gleich 2 Situationen, die nach Stürmerfoul rochen)

    Erfolglos, nuja, bei der letzten WM übrigens 4. bei der letzten EM 5. - und wenn man sich die klare Struktur des Spiels anguckt....das ist schon gut anzugucken,, (bei einem personell nicht unbedingt überragenden Kader)

    Das der internationale Frauenhandball in einer tiefen Krise ist, wird immer deutlicher.

    Es fehlen einfach die Stars bzw. Persönlichkeiten, da kommt kaum was (oder gar nix) nach. Auch bei Frankreich guckte man z.B. gern einer Alison Pineau zu. Der anstehende Generationswechsel in Norwegen ist schon für den ganzen Frauenhandball ein Problem.

    Mit Montenegro (mit seinen charismatischen Spielerinnen) und Spanien drohen jetzt zwei weitere Kernmannschaften wegzubrechen (auch bei den Niederlanden muss man mal gucken), Rumänien hat sich jetzt für das zweite olympische Turnier hintereinander nicht qualifiziert, ein Wiedereinstieg Russlands ist unabsehbar. Brasilien viel schwächer als in Tokio...

    Nach dem Amtsantritt von Axner ist in Tokio der Stern der Schweden aufgegangen, ich hätte ihnen das gestern gegönnt. Klassischer Handballstil (Frankreich lebt ja eher von der Athletik/Dynamik) mit Gucken und Spielintelligenz, Super-TW und Blohm, durchaus auch mit Wurfgewalt im Rückraum und der wiederauferstandenen Hagman. Das ist in meinen Augen schöner Handball. Sehr schade, dass in der Schlussminute die SRinnen nicht auf Stürmerfoul entschieden - Verlängerung dann war klar, da war die Mannschaft 'gebrochen'.

    Turnier war insgesamt eigentlich deutlich uninteressanter als in Tokio - für mich waren die Schweden eigentlich die einzige interessante Mannschaft (in Tokio waren da noch Angola und Montenegro mit engagierten Auftritten, Brasilien und Spanien auch interessant - wie schon gesagt, Schweden fast Mannschaft des Turniers in Tokio).

    Der 'Aufstieg' der DHB-Auswahl im internationalen Frauenhandball ist übrigens kaum zu verhindern, nuja, sie machen auch Fortschritte (z.B. akzeptable Außen) - das Auftreten diesmal kann man nicht, wie sonst regelmäßig in Schlüsselspielen (und nur die werden von einer breiten Handballöffentlichkeit wahrgenommen), als völlige Antiwerbung und Rufschädigung für den gesamten Frauenhandball wahrnehmen.

    Jo, Sportgerichtsverfahren überprüft dann lediglich Entscheidung des Präsidiums.

    Es handelt sich übrigens um ein Präsidium, in dessen Verantwortlichkeit letztendlich die Anstellung von Fuhr zum Jugendnationaltrainer fiel. Falls das zu den Schluss käme, die Vorwürfe gegen Fuhr wären verbandsrechtlich substanzlos - dann wäre das Geschrei der Presse und Aktivisten ganz sicher ganz groß (System und so....).

    Insofern ist es sicherlich nachvollziehbar vom DHB, auf sowas zu verzichten (geplant war evtl. sowas vll. im Anschluss an den Kommissionsbericht zu machen - das würde aber eine Arbeit der Kommission nach rechtstaatlichen Prinzipien voraussetzen und v.a. eine hinreichende Legitimation)

    Wegen welcher Vorwürfe (die müssen ja schon konkretisiert sein), könnten die in §12, Abs. 3 der Trainer- ordnung genannten Instanzen (DHB- und Ligavorstand; lizenzausstellender Verband), gegen Andre Fuhr eine Strafe verhängen?

    Ein (Sportgerichts-)verfahren vor Verhängung einer Strafe ist in der Trainerordnung anscheinend nicht vorgesehen.

    Nuja, der DHB ist ja nicht besonders einsichtig, er hat ja angekündigt, unverzüglich Widerspruch einzulegen (ich kann immer noch nicht glauben, dass der Verband nach Gutdünken handelt - man könnte z.B. über Druck aus dem BMI spekulieren).

    Der DLF zitiert eine (selbstverständlich anonyme) "Betroffene":

    Zitat

    „Wir sehen und die Betroffenen spüren zum wiederholten Male die massive, unerbittliche und ausdauernde Wucht des Trainers und seiner Gehilfen, mit der verhindert werden soll, dass Taten und System aufgehellt werden. Ich erwarte vom DHB, dass er sich mit aller Kraft der Methode entgegenstellt.“

    DHB-Aufarbeitungskommission vorläufig gestoppt
    Die unabhängige Aufarbeitungskommission des DHB muss ihre Arbeit vorerst einstellen. Sie sollte Machtmissbrauchsvorwürfe aufarbeiten.
    www.deutschlandfunk.de

    Puhh, ich habe ehrlich gesagt, in Anschuldigungen von solchen Leuten mit sehr geringem Reflexionsvermögen kein großes Vertrauen (z.B. OLG Hamm auch Gehilfe?).....

    Das ein (mit Mindener/Hiller Sturheit, Sachlichkeit und Ehrgeiz versehener) Handballtrainer (dessen Lebensinhalt seit Kindesbeinen Handball war und ist - und vermutlich diese Ernsthaftigkeit auch von Spielerinnen weitgehend fordert) da mal mit einer solchen Person 'aneinanderrasselt' - okay, nachvollziehbar...

    Sorry Hamm natürlich, erste Instanz war LG Dortmund (hat Lothar oder sonst jemand zu dem Urteil vll. auch eine Quelle zum Wortlaut? Aber die Inhalte und die Argumentation dort kann man ja ganz gut dem Hammer Urteil entnehmen; OLG Hamm sah anders als das LG Dortmund eine Eilbedürtigkeit gegeben, meinem Eindruck nach mit überzeugender Argumentation: Fuhr hat nicht unverzüglich bei Einsetzung der Kommission rechtlich gehandelt, da ihm die Verfahrensweise der Kommission nicht deutlich sein konnte)

    handbollsfan: Im Männerbereich hätte es diese ganzen Diskussionen/Sachen/Skandalisierung nie gegeben ;)

    Paul: Mir ist es "unangenehm", mit jemanden zu diskutieren, der das von Lothar eingestellte Urteil offensichtlich nicht gelesen hat.

    Also: Jede sinnvolle Beteiligung im Thread setzt diese Lektüre jetzt wirklich voraus (dann kann man ja diskutieren, ob mein Kurzreferat des Urteils im ersten Teil meines letzten Posting zutreffend ist)

    Als 'Service hier nochmal Lothars hochgeladene Datei mit dem Urteil:

    https://www.handballecke.de/attachment/9054-8-w-15-24-beschluss-20240705-pdf/

    Jo, da fehlt also nach dem OLG Hamm:

    a) die verbandsinterne Legitimation eine solche Kommission einzusetzen (wie oben schon vermutet)

    und

    b) werden elementare rechtliche Verfahrensgrundsätze verletzt (z.B. sehr eindrücklich:

    "Denn die Kommission beabsichtigt nicht, dem Antragsteller die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zugänglich zu machen, sondern die Anonymität der Personen, mit denen die Kommission bereits gesprochen hat, soll vollständig gewahrt werden").

    Der Beschluss liegt also begründet sowohl in der Institutionenform einer solchen Kommission (jenseits der Verbandsrechtsprechung) per se, deren Zielsetzung offensichtlich ist, 'Taten' aufzuklären als auch in der Arbeitsweise der Kommission.

    Das liest sich alles sehr, sehr plausibel an - dem DHB möchte ich trotzdem keinen großen Vorwurf machen, er wurde ja praktisch zum gewählten Vorgehen genötigt/gezwungen (und da haben ganz sicher einige mit schlechtem Gewissen wider besseren Wissen gehandelt)

    Zu der Auswahl der Kommissionsmitgliedern selbst muss man sagen, dass bei einem solchen Sachgebiet halt 'Experten' i.d.R. auch Aktivisten sind. Persönlichkeiten aus der Handballsport haben sich für das Schauspiel ja nicht hergegeben (okay, das hätte die vorgebliche 'Unabhängigkeit' gefährdet - aber sind denn die sogenannten Experten 'unabhängig'?)

    Tja, Andre Fuhr wird das Scheitern der Kommission (davon gehe ich aus) leider nicht viel weiterhelfen, okay, er hat ein scheinrechtliches 'Urteil' in einem Verfahren vermieden, dass partiell 'Schauprozesscharakter' hatte

    Andre Fuhr dazu im Sportbild-Interview:

    Zitat

    Haben Sie erwogen, in den ursprünglich erlernten Beruf des Lehrers zurückzukehren?

    Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht. Aber: Ist das denn realistisch? Wenn ich in die Schule gehe, und der erste Schüler meinen Namen googelt, ist es schon vorbei.

    Hanball-Trainer André Fuhr: „Es ist eine Welle entstanden, die alles mitgerissen hat“
    André Fuhr holte mit den BVB-Handballerinnen den Titel, wegen Machtmissbrauchs-Vorwürfen musste er gehen.
    sportbild.bild.de

    Fuhr wird übrigens kaum im Beamtenverhältnis stehen - wäre a) bekannt und b) wäre die Beurlaubungszeit doch sehr lang.

    Lothar Froweins Ausführungen sind übrigens sehr plausibel (und entsprechen auch meinen unsystematischen Beobachtungen/Eindrücken).

    Ergänzen könnte man vll. noch, dass vll. die Einrichtung einer solchen Kommission zumindest partiell auch mit dem Verbandsrecht unvereinbar (bzw. nicht gedeckt) sein könnte (es handelt sich ja auch nicht direkt um eine satzungsgemäße Verbandsgerichtsbarkeit - die wurde ja sogar bewusst umgangen).

    Nuja, die eben angeführte Personalie ist halt ein (weiteres) Indiz dafür, dass Menschen mit näheren Kenntnissen den ganzen Komplex anders einordnen als hier der Tenor des Gros der Forennutzer.

    Bei der Kommissionszusammensetzung stimmt mich skeptisch, dass anscheinend kein Mitglied nähere praktische Erfahrungen mit Frauenhandball auf Leistungsbasis hat (Erfahrungen aus Einzelsportarten sind z.B. nur sehr begrenzt übertragbar).

    Natürlich sollten nicht alle Mitglieder eine 'Binnenperspektive' haben, aber...

    Wie eigentlich nicht anders zu erwarten bei einer Zuständigkeit der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke (und der ihr quasi kritiklos/hörig verhaltenen Kommunalpolitik), wird sich die Sanierung der Kampahalle weiter verzögern, neuer Termin ist der März 2025.

    Okay, könnte man dann froh sein, wenn es gelingen sollte, die ganze Saison 2025/26 wieder in Minden zu spielen (na gut, wenigstens die Rückrunde 2026).

    Aktuelle Kostenangabe liegt bei 22 Mio - bei einem Fördervolumen von 4 Mio. Dieses Fördervolumen von (aktuell) unter 20% (Tendenz sinkend) gab ja den politischen Ausschlag für die Renovierung - und gegen einen Neubau. Der normale Hallenbesucher wird übrigens nicht viel mitbekommen von dem Endresultat der Sanierung (okay. er wird - hoffentlich - keinen Toilettenwagen mehr benutzen müssen, wobei man der Verwaltung einfach glauben muss, dass die Toilettensperrung auch zwingend notwendig war)

    Baufortschritt, Zeitplan, Kosten: Das ist der Stand bei der Sanierung der Kampa-Halle | Minden
    Minden. Das riesige Gerüst zieht sich einmal komplett durch die gesamte Halle. Hoch oben unter dem Dach stehen Arbeiter und werkeln an den neuen...
    www.mt.de

    Hinsichtlich der gescheiterte Multihalle muss man auch sagen, dass es sehr zweifelhaft erscheint, ob die Stadt Minden verwaltungsmäßig überhaupt in der Lage gewesen wäre, so ein Projekt federführend zu realisieren (siehe z.B. die endlos sich hinziehende Rathaussanierung - den Anstoß der Kampasanierung gab ja mit der 'ungewollten' Einwerbung von Sanierungsmitteln der Mindener Bürgermeister - der Gesamtvorgehen von ihm bei der Einwerbung und deren Kommunikation war ja auch im höchsten Maße zweifelhaft ). Dazu kommt, dass Kosten- und Zeitplanungen von Stadt und Kreis ja nun kein Mensch mehr ernst nimmt.

    Das heimische Mindener Tageblatt ist übrigens mittlerweile fast täglich gefüllt mit menschelnden, elogenartigen Porträts/Interviews von Entscheidungsträgern der Verwaltung und Kommunalpolitik (vorrangig der traditionell in Minden dominierenden Partei), wenngleich der Gesamtberichterstattung durchaus auch 'unangenehme' Sachverhalte zu entnehmen sind.