Jo, da fehlt also nach dem OLG Hamm:
a) die verbandsinterne Legitimation eine solche Kommission einzusetzen (wie oben schon vermutet)
und
b) werden elementare rechtliche Verfahrensgrundsätze verletzt (z.B. sehr eindrücklich:
"Denn die Kommission beabsichtigt nicht, dem Antragsteller die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zugänglich zu machen, sondern die Anonymität der Personen, mit denen die Kommission bereits gesprochen hat, soll vollständig gewahrt werden").
Der Beschluss liegt also begründet sowohl in der Institutionenform einer solchen Kommission (jenseits der Verbandsrechtsprechung) per se, deren Zielsetzung offensichtlich ist, 'Taten' aufzuklären als auch in der Arbeitsweise der Kommission.
Das liest sich alles sehr, sehr plausibel an - dem DHB möchte ich trotzdem keinen großen Vorwurf machen, er wurde ja praktisch zum gewählten Vorgehen genötigt/gezwungen (und da haben ganz sicher einige mit schlechtem Gewissen wider besseren Wissen gehandelt)
Zu der Auswahl der Kommissionsmitgliedern selbst muss man sagen, dass bei einem solchen Sachgebiet halt 'Experten' i.d.R. auch Aktivisten sind. Persönlichkeiten aus der Handballsport haben sich für das Schauspiel ja nicht hergegeben (okay, das hätte die vorgebliche 'Unabhängigkeit' gefährdet - aber sind denn die sogenannten Experten 'unabhängig'?)
Tja, Andre Fuhr wird das Scheitern der Kommission (davon gehe ich aus) leider nicht viel weiterhelfen, okay, er hat ein scheinrechtliches 'Urteil' in einem Verfahren vermieden, dass partiell 'Schauprozesscharakter' hatte