Beiträge von Arcosh

    Mit der ersten Halbzeit kann die deutsche Mannschaft zufrieden sein. Juri Knorr gefällt mir heute gut und das Spiel über den Kreis oder den einlaufenden Rune Dahmke klappt hervorragend. Dazu eine hohe Wurfquote. (... auch wenn der vergebene Tempogegenstoß kurz vor Ende der ersten Halbzeit weh tat.)

    Die zweite Halbzeit würde ich wieder mit Andreas Wolff im Tor beginnen.

    Der Bundesligist betonte auch, dass Zehnder weiterhin für den Verein spielen solle. Dem widersprach Zehnder. Für ihn sei das keine Option. Außerdem kritisierte er den Bundesligisten dafür, dass er Kaufangebote von anderen Vereinen immer abgeblockt habe.

    Vielleicht hätte er lieber geschwiegen bzw. seine Anwälte sprechen lassen. Die Ablehnung von Kaufangeboten durch andere Vereine bestätigt nur, dass der HC Erlangen tatsächlich mit ihm geplant hat und, dass der HCE eine wirksame Vertragsverlängerung angestrebt hatte.

    Man kann 55 Minuten ein super Spiel machen, aber wenn die entscheidenden 5 Minuten schlecht sind, kann das den Unterschied machen. Hat es heute in meinen Augen auf den Positionen Rechts. Abschliessend mit dem Fehlwurf am Ende. Ach nee, war ja nur Pech, las ich hier. Immer Pech ist halt Unvermögen.

    Wenn wir über die entscheidenden letzten fünf Spielminuten reden, dann macht Jenny Behrend in diesem Spielabschnitt die Tore zum 25:28 und zum 26:28. Beide Würfe flach ins lange Eck und daher ist es nachvollziehbar, dass sie beim letzten Wurf versucht zu variieren - auch wenn Sandra Toft das leider erahnt. Sieht natürlich schlecht aus, ausgerechnet den relativ freien Wurf zum möglichen Ausgleich zu vergeben, aber Jenny Behrend war in den letzten Minuten unterm Strich nicht der entscheidende Faktor für die Niederlage.

    Beim Wurf stand Fabregas schon deutlich im Kreis. Aber das ist in Echtzeit kaum zu sehen und da vergleichbare Situationen in den 60 Minuten zuvor nicht überprüft werden, finde ich persönlich es okay, das auch hier nicht zu überprüfen.

    Nun ja, wünschen tun wir uns alle was. Nur muss die Frage erlaubt sein, warum diese Disziplin heute fehlte und welche Konzepte man parat hat, um sie zurück auf den Platz zu bringen?

    Juri Knorr bringt ein "kreatives Moment" ins deutsche Angriffsspiel. Das kann bei erfahrenen Mannschaften ein zusätzliches Element hinzufügen, aber sowohl bei den Rhein-Neckar Löwen als auch in der Nationalmannschaft bringt es Unruhe und zu viele technische Fehler mit sich. Juri Knorrs handballerisches Talent ist unbestritten, aber ich persönlich denke, dass er für diese Nationalmannschaft nicht der geeignetste Spielmacher ist - wobei sich aber auch keine echten Alternativen aufdrängen.

    So charmant ein Triathlon mitten in der Stadt klingt, aber die heutigen Bilder waren wenig Werbung für den Sport. Bei der Wende auf den Schwimmkurs entgegen der Flussströmung, wurden die Frauen deutlich abgetrieben und erst in Ufernähe konnten sie wieder gegen die Strömung ankommen - vor menschenleeren Tribünen.

    Auf der Rad- und Laufstrecke dann größeres Zuschauerinteresse und das regenbedingte Sturzfestival beim Radfahren kann man den Organisatoren nicht wirklich ankreiden.

    Die Franzosen sind in der Vergangenheit öfters mäßig in die Nationalmannschafts-Turnier gestartet und diesmal warteten zum Auftakt direkt die beiden stärksten Gruppengegner. Wenn jetzt noch die zu erwartenden drei Siege in der Vorrunde folgen, dann sind sie bereit für die K.O.-Runde und dann würde ich versuchen Ihnen tunlichst im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen.

    Ja, das fürchte ich auch, kann es aber auch nicht ändern. Wenn er einen besseren Vertrag angeboten bekommt, muss er gehen.

    Natürlich hat Renars Uscins ein riesiges Potential und kann/sollte Perspektivisch beim einem Champions-League-Teilnehmer spielen. Aber wieso sollte er nicht mindestens bis Vertragsende 2026 in Hannover bleiben? Das ist das Umfeld in dem er sich bislang so positiv entwickelt hat und dort hat er eine tragende Rolle an der er wachsen kann. Bei Hannover sind Fehler erlaubt, weil eine Niederlage in de HBL nicht die Saisonziele ins Wanken bringt, wie es an der Tabellenspitze der Fall wäre. Der VfL Gummersbach und Julian Köster zeigen, dass auch "kleinere" Vereine ihre talentiertesten Spieler ein paar Jahre halten könne, wenn sie ihnen ein passendes Gesamtpaket bieten können.

    Karl

    DHB, Trainerordnung:

    Sollten die Vorwürfe der Spielerinnen zutreffen, dann wären mehrere Punkte dieser Auflistung erfüllt.

    Und ich glaube, dass die Gollas, Wolffs und Co ganz gut leben können 😉

    Wenn ich lese, dass der Weber 25000 Euro bekommt und mir dazu seine Einsatzzeit anschaue etc....

    Guter Deal 😇

    Natürlich können die Gollas, Wolffs und Co gut vom Profihandball leben, aber die Gehaltspyramide im Profisport ist sehr steil. Schon in der zweiten Handball-Bundesliga ist längst nicht mehr jeder Spieler ein Vollprofi. Wie viele Handballer schaffen pro Jahrgang dauerhaft den Sprung in den Profihandball? Der Rest betreibt ein wunderschönes Hobby.

    Vor 50 Jahren konntest Du mit einem Hauptschulabschluss noch bei der örtlichen Sparkasse einen Job bekommen und Dich zum Filialleiter hocharbeiten. Heute haben viele Unternehmen ganz andere Erwartungen an Berufseinsteiger und berufliche Perspektiven hängen zunehmend von schulischen Erfolgen ab (zumindest im klassischen Angestelltenverhältnis). Die kritische Phase im Leben der Jugendlichen, in der die Weichen für den schulischen Erfolg gestellt werden, ist dieselbe wie für die Entwicklung hin zum Profisportler. Trainingszeiten, Lernzeiten und das soziale Umfeld zerren alle an denselben 24 Stunden der pubertierenden Jugendlichen. Rational betrachtet ist Profisportler in vielen Fällen schlicht nicht der erfolgversprechendste Lebensweg.

    Beim Verdienst sollte man zwischen Mannschafts- und Individualsportlern unterscheiden. Mannschaftssportler sind in der Regel bei einem Verein angestellt, bekommen ein festes Gehalt (evtl. mit leistungsbezogenen Boni) und der Verein stellt Ausrüstung, Trainer, Trainingsstätten, etc. Bei Individualsportlern wie z.B. Alexander Zverev ist der Großteil ihrer Einnahmen leistungsabhängig in Form von Siegprämien bei Wettkämpfen und von den Einnahmen müssen ihre Trainer, Physios, Trainingscamps, Reisen, etc. bezahlt werden.

    Unterm Strich ist Deutschland bei den Herren also im Hockey, Basketball und Tischtennis aktuell in der Weltspitze vertreten und ein realistischer Medaillenkandidat. (Tennis ist aufgrund des großen Teilnehmerfeldes schwierig auf wenige Favoriten einzugrenzen). Welche anderen Nationen hat denn deutlich mehr Medaillenfavoriten in Ballsportarten?

    Die großen USA nur im Basketball und Volleyball, China lediglich im Tischtennis und Badminton, Gastgeber Frankreich im Basketball, Handball und Fußball. Russland: Komplette Fehlanzeige. Ich kann da nicht erkennen, dass andere Nationen den Deutschen in der Gesamtheit voraus wären.

    Zitat

    Dazu kommen halt z.b. Leichtathletik,Turnen, Radsport etc, wo wir größtenteils nicht mit der Weltspitze zu tun haben.

    Wo wir gut sind, sind absolute Nebensportarten wie z.b. Kanu oder in den Reitwettbewerben.

    Die von Dir als "Nebensportarten" diskreditierten Disziplinen mögen medial weniger Beachtung finden, aber deshalb sind die sportlichen Leistungen und Trainingsumfänge keinesfalls geringfügiger.

    Wieso sind gerade im Tennis oftmals Spieler oben, gerade bei den Damen ( Osteuropa ) die aus richtig ärmlichen Verhältnissen kommen ?

    Bei denen ist die Trainingsmoral/Einstellung etc etc eine völlig andere...

    Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen Trainingsmoral und Leistungssport-Systemen, die die Sportler körperlich und psychisch missbrauchen:

    Arte: Kinder im Spitzensport


    Es gibt intrinsische und extrinsische Motivationen um Sport zu betreiben. Zu den extrinsischen Motivationen für Leistungssport gehört vor allem die Chance auf sozialen Aufstieg. Aber in einer Wohlstandsgesellschaft, in der sich mit einer soliden schulischen Ausbildung und entsprechendem Job in Deutschland ein gutes Leben führen lässt, ist dieser Faktor unwichtig geworden. Also bleibt in erster Linie die intrinsische Eigenmotivation, d.h. die Freude am Sport, am Erfolg, am möglichen Ruhm und das persönliche Bestreben seine Grenzen zu erreichen. Demgegenüber steht der unglaubliche Aufwand, wenn man den Sprung vom leistungsorientieren Breitensport hin zum Leistungssport auf Topniveau wagen will. Die berufliche Ausbildung und Karriere müssen dabei in der Regel zurückstecken. Zudem gibt es heutzutage viel mehr Möglichkeiten sich persönlich zu Entfalten und diese Alternativen bieten objektiv betrachtet oftmals ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis als der Leistungssport.

    Das obere Promille, dass sich in den olympischen Sportarten national oder international durchsetzt, langfristig etabliert, davon hauptberuflich leben kann und in den Medien präsent ist, überdeckt die unzähligen ambitionierten Sportler, die nach zehn oder fünfzehn Jahren zeitaufwändigem, kräftezehrendem und kostenintensivem Training ohne Erfolge und Titel ihren Traum begraben müssen, weil der Durchbruch nie gelungen ist.

    Nur mal ein Thema am Rande:

    Ari Haenen, Co-Trainer der MT muss im Rahmen seines A-Trainerscheins bei einem anderen Verein hospitieren. Die geschieht bei einem Zweitligisten, da er dies bei einer Bundesligamannschaft - aus Konkurrenzgründen - nicht machen darf.

    Das ist aber keine Regel, sondern eine Entscheidung der Vereine, richtig? Die Aussagen, die ich auf die Schnelle zu dieser Thematik gefunden habe, legen nahe, dass kein anderer Erstligist ihn zum Praktikum aufnehmen möchte - nicht, dass es grundsätzlich verboten wäre.