Beiträge von Arcosh

    Trotzdem wirft das von ihm gewählte Melsungen Beispiel schon einen tiefen Schatten, weil es eben aus Pekelers Überzeugung und nicht aus der Situation heraus entstand.

    Über Jahre wurden hier in der Handballecke dutzende virtuelle Forumsseiten damit gefüllt, dass die MT Melsungen ein Verein war, der mit großem Geldeinsatz Spieler anwarb, die auf die Platte oft nicht ihr volles Leistungsvermögen abriefen und als Mannschaft nicht harmonierten oder gar einer für den anderen gekämpft hätten - und bei dem deshalb konsequenterweise der sportliche Erfolg meist ausblieb. Das Geld der MT lockte zum Teil Spieler an, denen das leicht verdiente Geld wichtiger war als der volle Einsatz bis zur letzten Spielsekunde. ... und jetzt wundern sich hier User darüber, dass es dieselbe Sichtweise auch unter HBL-Spielern gibt, die noch viel näher dran sind?

    "Scheiß Melsungen" bezieht sich im Kontext von Pekelers Aussage doch ganz klar auf eine Mannschaft aus Einzelgängern, die nicht bereit ist für den sportlichen Erfolg an die eigenen Grenzen zu gehen. Ähnliches wurde z.B. um die Jahrtausendwende über den VfL Gummersbach oder über den TBV Lemgo in der Heristo-Ära gesagt.

    "Wollen wir das neue scheiß Melsungen sein?"

    Weichspülerinterviews gibt es genug. Trotzdem ist dieser Stil deplatziert. Menschlich hin oder her, ein gewisses Niveau sollte immer gewahrt sein, erst Recht bei einem so erfahrenen Spieler.

    Niveau hin oder her, aber jeder hier im Forum weiß ganz genau, was mit diesen sieben Worten gemeint ist. Kürzer und knackiger kann man es nicht auf den Punkt bringen. :respekt:

    Unglücklich ist diese Aussage natürlich, wenn vor einem Monat noch zu lesen war:

    Zitat

    "Wir dürfen uns jetzt nicht gegenseitig zerfleischen, sondern wir müssen an unsere Stärke glauben und diese auch wieder ausspielen", fordert THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler im Interview mit dem "ZEBRA-Arenamagazin".

    Quelle: Kicker.de

    SC DHfK Leipzig - TVB 1898 Stuttgart

    TBV Lemgo Lippe - Bergischer HC

    Frisch Auf! Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf

    Handball Sport Verein Hamburg - HC Erlangen

    SG Flensburg-Handewitt - Rhein-Neckar Löwen

    THW Kiel - Füchse Berlin

    MT Melsungen - HBW Balingen-Weilstetten

    SC Magdeburg - ThSV Eisenach

    HSG Wetzlar - VfL Gummersbach

    Ein überaus interessanter Spieltag mit richtungsweisenden Spielen. Bei Hamburg gegen Erlangen, sowie Lemgo gegen den BHC und Leipzig gegen Stuttgart geht es jeweils darum den Abstand auf die Abstiegsränge zu vergrößern und die selbstgesteckten Saisonziele nicht aus den Augen zu verlieren. Alle sechs Mannschaften wähnten sich vor der Saison eher im gesicherten Mittelfeld und würden gerne eine positive Punktebilanz erreichen.

    An der Tabellenspitze darf Flensburg die Rhein-Neckar Löwen nicht unterschätzen (obwohl da in eigener Halle nichts anbrennen dürfte) und für Kiel steht nach gerade erst einem Drittel der Saison beinahe schon die letzte Chance an, um noch die Wende Richtung Champions-League-Platz schaffen zu können. Wenn die Zebras einen guten Tag erwischen, dann sehe ich sie leicht vorne gegen die aus der Wüste zurückkehrenden Füchse.

    Der absolute Wahnsinn, was die VfL-Mannschaft in den letzten Wochen leistet! Bei den Rhein-Neckar Löwen auf Augenhöhe gespielt, gegen Berlin mit einem eindrucksvollen Comeback einen Punkt erkämpft und heute die MT Melsungen in der zweiten Halbzeit komplett unter Kontrolle gehabt und souverän zwei weitere Punkte in der Schwalbe Arena gewonnen.

    :klatschen: :klatschen: :klatschen:

    Richardson:

    Entschuldige bitte die Verwirrung, die ich gestiftet habe. Ich hätte die IHF-Regularien aufmerksamer lesen sollen. Du hast Recht. Der Europameister ist direkt für die Olympischen Spiele 2024 qualifiziert. Die Qualifikationsplätze "Bester Kontinent (QS1)" und "Bester Kontinent (QS5)" gehen an die beiden bestplatzierten Mannschaften der Handball-EM 2024, die weder direkt für die Olympischen Spiele qualifiziert sind noch über das WM-Ranking bereits zur Teilnahme an einem Olympischen Qualifikationsturnier berechtigt sind. Insofern kann Deutschland (sofern sie sich nicht als Europameister direkt qualifizieren) nur noch im Turnier 3 oder 2 landen.

    Wenn ich es richtig sehe, ist Deutschland aktuell im Turnier 3. Schweden ODER Spanien können sich noch direkt qualifizieren, sodass wir aufrücken würden. Aber wie können wir noch ins Turnier 1 rücken?

    Der Europameister (bzw. die best-platzierte Mannschaft hinter Frankreich und/oder Dänemark) ist direkt für die Olympischen Spiele 2024 qualifiziert. Dahinter übernehmen zwei weitere Mannschaften die Plätze "Bester Kontinent (QS1)" und "Bester Kontinent (QS5)". Erst danach werden die übrigen Plätze anhand des WM-Rankings aufgefüllt. Sofern Dänemark und Frankreich beide das EM-Halbfinale 2024 erreichen, würden also die Mannschaften bis Platz 5 der EM einen der europäischen Kontinentalplätze einnehmen und aus den Plätzen des WM-Rankings herausfallen.

    Gibt es bereits eine Einordnung, welcher europäische Teilnehmer in welchem der drei Qualifikationsturniere landen wird?

    Im Eingangspost habe ich ein Bild mit der Zusammensetzung der Turniere und dem aktuellen Ranking auf Basis der WM 2023 gepostet. Bezgl. der europäischen Teilnehmer wird die Handball-EM 2024 noch zu Verschiebungen führen.

    Finale: Brasilien - Argentinien 25:32 (14:16)

    Am Ende setzte sich Argentinien deutlich durch und qualifiziert sich zum vierten Mal in Folge als Vertreter Panamerikas für die Olympischen Sommerspiele 2024. Argentiniens Torhüter Juan Manuel Bar kam auf 13 Paraden (54% gehaltene Bälle).


    Damit stehen mit Bahrain und Brasilien bereits zwei der vier Teilnehmer des Olympischen Qualifikationsturniers 1 fest, in dem realistisch betrachtet Deutschland landen könnte, sofern sie bei der Heim-EM nicht über sich hinauswachsen.

    Haben die Vereine eigentlich ein Mitspracherecht bei Spielverlegungen? Ich finde es schon ziemlich dreist, dass das Spiel in Gummersbach vom 22.12. auf den 1.2.24, nur 4 Tage nach dem EM-Finale, gelegt wurde.

    Bislang ist der Termin doch nur geplant, aber nicht bestätigt. Sollte der VfL Gummersbach das DHB-Pokal-Achtelfinale gewinnen, dann wäre am 03./04. Februar 2024 das DHB-Pokal-Viertelfinale.

    Bei den Panamerikanischen Spielen nimmt der Handball-Wettbewerb bislang den erwarteten Verlauf. Brasilien gewann seine Vierergruppe mit drei Siegen und +50 Toren und in der Parallelgruppe setzte sich Argentinien mit drei Siegen und +43 Toren durch. Im Halbfinale treffen die Favoriten auf die Gruppenzweiten Chile und die USA.

    DynAndy und capitano19:

    Was mich wirklich intereissiert, ist, warum strittige/spielentscheidende Schiedsrichterentscheidungen nach dem Spiel fast durchweg unter den Teppich gekehrt werden?

    Ist das eine Abmachung mit DHB/HBL? Ist das eure eigene journalistische Ausrichtung? Oder woran liegt das?

    Das Problem ist aber auch, dass die beteiligten Personen, d.h. insbesondere die Kommentatoren und evtl. noch ein Mitarbeiter in der Produktion, die Schiedsrichterentscheidungen als strittig erkennen müssten bzw. mögliche Regelverstöße erkennen, damit sie im Nachgang diese thematisieren könnten.

    Nur, dass das in diesem Fall überhaupt kein Einspruchsgrund darstellt, denn die Tatsachenentscheidung ist erfolgt, in dem keine Progression ausgesprochen worden ist. Es ist kein Regelverstoß durch die SR‘innen erfolgt, da die Wahrnehmung von Tanja Kuttler so gewesen ist und sie das so beurteilt hat.

    Ein Regelverstoß wäre es allerdings gewesen, wenn Marsenic außerhalb des Anwurfkreises gewesen wäre und eine 2min-Strafe erhalten hätte.

    Falls Tanja Kuttler wahrgenommen haben sollte, dass Mijajlo Marsenic die Anwurfzone betreten hat, aber die progressive Bestrafung nur deshalb nicht ausgesprochen hätte, weil sie Edi Vidarsson die Initiierung des Kontaktes vorwirft, dann wäre dies eine fehlerhafte Anwendung der Handballregeln bei korrekter Wahrnehmung - ergo ein Regelverstoß.

    gummiball

    Der letzte Punkt bei den Richtlinien zum Einsatz des Videobeweises kann doch fast immer als Blanko-Vollmacht genutzt werden und wäre in diesem Fall anwendbar.

    Zitat

    - Sonstiges: Im Falle einer Entscheidung, die einen Protest (Einspruch) nach sich ziehen kann.

    Es gibt (natürlich Fan-Brillen gefärbte) Berichte aus der Halle, die ein Betreten der Anwurfzone durch Mijajlo Marsenic bestätigen. Zudem signalisiert die Schiedsrichterin mit ihrer Geste nicht, dass Mijajlo Marsenic nicht in der Anwurfzone gewesen sei, sondern dass Edi Vidarsson ihm den Ball bewusst entgegengestreckt hätte, um den Kontakt zu initiieren.

    Letzteres ist für mich ein entscheidendes Indiz. Vor Einführung der Anwurfzone galt beim Anwurf ein Mindestabstand von 3m für die Spieler der abwehrenden Mannschaft, aber progressiv bestraft wurde der Abwehrspieler nur, wenn er aktiv die Ausführung des Anwurfes gestört hat und dazu genügte es nicht dem vorbeilaufenden Spieler den Ball an den Körper zu halten. Aber mit Einführung der Anwurfzone "müssen sich die Gegenspieler mit dem gesamten Körper außerhalb der Anwurfzonenlinie befinden" (Quelle: IHF Handballregeln) und bereits das Betreten der Anwurfzone ist zu bestrafen. Hier befürchte ich, dass dieser Unterschied den beiden Schiedsrichterinnen noch nicht so eindeutig klar war und es deshalb zu diesem Regelverstoß gekommen sein könnte.

    Aus VfL-Sicht bin ich mit dem Punktgewinn mehr als zufrieden und der VfL Gummersbach selbst hat im letzten Angriff deutlich auf Absichern des Punktgewinnes und weniger auf den Sieg gespielt, sodass ein Einspruch wohl kein Thema ist. Als an Regeln interessierter Handballzuschauer hätte ich mir dennoch eine Auflösung dieser und auch ähnlichen kontroverser Szenen gewünscht. Mangels Einspruch wird es aber kein Urteil dazu geben und im Gegensatz zur BBL oder DEL, die mit dem "Pfiff der Woche" in unregelmäßigen Abständen komplexe Spielsituationen anhand der Regeln bewerten und mit Videomaterial aufarbeiten, gibt es seitens der HBL oder des DHB offensichtlich keinerlei Bestrebungen durch Transparenz mittels medialer Aufbereitung die Akzeptanz für das Schiedsrichterwesen zu erhöhen - auch wenn dies bedeutet in Einzelfällen Fehler eingestehen zu müssen. Niemand erwartet, dass Schiedsrichter ein Spiel fehlerfrei leiten können oder müssen. Fehler zu erkennen, einzugestehen und daraus zu lernen ist einer der wichtigsten Wege, um sich selber, aber auch andere Schiedsrichter in ihrer Spielleitung zu verbessern. Stattdessen wird (nach außen) geschwiegen. Zu Saisonbeginn gab Jutta Ehrmann-Wolf, Leiterin Schiedsrichterwesen im Deutschen Handballbund, zum Videobeweises das Pauschalurteil ab "Die bisher durchgeführten Checks wurden alle richtig angewandt und hatten die richtigen Ergebnisse der beurteilten Situationen zu Folge." (Quelle: Handball-World.com), obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere schwer nachvollziehbare Einsätze und Auslegungen der Videobilder gab. Aber statt Einzelfälle kritisch und transparent zu hinterfragen und auszuarbeiten, wird die eigene Fehlerfreiheit postuliert. Dieselbe Jutta Ehrmann-Wolf hatte beim "Buzzergate" in der Saison 2022/23 gesagt "Uns liegt an Transparenz, aber wir werden uns erst öffentlich zu dem Thema äußern, wenn die interne Aufarbeitung mit einer Auswertung der Bilder und Statements abgeschlossen ist." (Quelle: Handball-World.com), nur um im Anschluss jegliche öffentliche Aufarbeitung vermissen zu lassen. Das ist es, was mich eigentlich stört - und nicht ob Mijajlo Marsenic für zwei Minuten auf die Bank geschickt worden wäre oder dies Einfluss auf das Spielergebnis hätte haben können.

    Fake it till you make it. Das Geschäftsmodell von Kolstad IL scheint in Teilen darauf zu basieren, dass sich mit den sportlichen Erfolgen, dann auch der wirtschaftliche Erfolg in Form neuer Sponsoren einstellt. Das ist eine Wette, die im Handball ein oder zwei Spielzeiten lang gut gehen kann - bis die Spieler nicht mehr mitmachen oder es tatsächlich Erfolg hat.

    Im kommenden Sommer finden in Paris die Olympischen Spiele statt und die Qualifikationsphase für das lediglich zwölf Mannschaften umfassende Teilnehmerfeld ist in vollem Gange. Neben dem Gastgeber und dem amtierenden Weltmeister qualifiziert sich je eine Mannschaft aus Europa, Afrika, Asien und Amerika über kontinentale Qualifikationen. Die übrigen sechs Teilnehmer werden im März 2024 bei drei olympischen Qualifikationsturnieren ermittelt.

    Gastgeber:

    Frankreich

    Weltmeister:

    Dänemark

    Afrika: (Afrikameisterschaft, 18.-28.01.2024, Ägypten)

    Qualifiziert: Ägypten

    Qualifiziert fürs Qualifikationsturnier: Algerien, Tunesien

    Amerika: (Panamerikanische Spiele 2023, 30.10.-04.11.2023, Chile)

    Qualifiziert: Argentinien

    Qualifiziert fürs Qualifikationsturnier: Brasilien


    Asien: (Asiatisches Qualifikationsturnier, 18.-28.10.2023, Katar)

    Qualifiziert: Japan

    Qualifiziert fürs Qualifikationsturnier: Bahrain

    Nur drei Wochen nachdem Katar die Asienmeisterschaft 2023 mit einem deutlichen 32:25-Finalsieg über Bahrain gewonnen hatte, sind sie in der separat ausgespielten Olympiaqualifikation gescheitert. Wie bereits 2019 in der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio verloren die Kataris im Halbfinale gegen Bahrain und haben damit keine Chance mehr auf eine Teilnahme in Paris. Im heutigen Finale unterlag Bahrain allerdings Japan mit 29:32. Die Japaner gewannen alle sechs Spiele bei diesem Turnier und sind verdient in Paris dabei.

    Europa: (Europameisterschaft 2024, 12.-28.01.204, Deutschland)

    Qualifiziert: Schweden

    Qualifiziert fürs Qualifikationsturnier: Portugal, Österreich


    Olympische Qualifikationsturniere:

    Die Zusammensetzung der olympischen Qualifikationsturniere basiert neben den Ergebnissen der kontinentalen Qualifikationsturniere in weiten Teilen auf den Resultaten der Handball-WM 2023. Mannschaften, die bereits anderweitig qualifiziert sind, werden im WM-Ranking nicht berücksichtigt und es rückt die jeweils nächst platzierte Mannschaft nach.

    Ergebnis der Handball-WM 2023:

    1. Dänemark

    2. Frankreich

    3. Spanien (aktuell Rang 2)

    4. Schweden (aktuell Rang 3)

    5. Deutschland (aktuell Rang 4)

    6. Norwegen (aktuell Rang 5)

    7. Ägypten (aktuell Rang 6)

    8. Ungarn (aktuell Rang 7)

    9. Kroatien

    10. Slowenien

    Ägypten dürfte recht sicher einen Platz über die kontinentale Qualifikation in Afrika erreichen. Slowenien könnte auch noch nachrücken, sofern der europäische Direktqualifikant aus dem Kreis der bei der WM 2023 besser platzierten Mannschaften kommen sollte.

    Tolle Moral und ein großartiger Kampf des VfL Gummersbach, der mit einem Punkt gegen den Tabellenführer belohnt wurde :respekt: Einige Tore in der Schlussviertelstunde haben Edi Vidarsson oder Dominik Mappes mit purem Willen gemacht. :head:


    Anmerkung am Rande:

    Regel 10.3b der IHF Handballregeln sagt bzgl. des Anwurfs von der Anwurfzone:

    Zitat

    [...] Die Spieler der abwehrenden Mannschaft müssen sich außerhalb der Anwurfzone befinden und dürfen Ball oder Gegenspieler innerhalb der Anwurfzone nicht berühren, bis der Wurf als ausgeführt gilt (15:4, 8:7c). Sie dürfen sich direkt außerhalb der Anwurfzone aufhalten.

    Bei Spielminute 55:52 beim Stand von 28:28 verstößt Berlins Mijajlo Marsenic gegen diese Regel, die Schiedsrichterinnen sehen dies auch, aber geben nicht die zwingend vorgeschrieben progressive Bestrafung, weil sie Vidarsson ein "antäuschen" des Anwurfs vorwerfen. In der aktuell gültigen Regelfassung ist aber das Betreten der Anwurfzone und Berühren des Balles bereits hinreichend für die progressive Bestrafung. Selbst nach eindeutigen Hinweisen der Spieler und Kommunikation untereinander bleiben sie bei der falschen Entscheidung. Das war ein (potenziell spielentscheidender) Regelverstoß der beiden Schiedsrichterinnen! (Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass der VfL Gummersbach in Anbetracht des Punktgewinnes einen Einspruch einlegen wird.)

    gummiball:

    Die Vorbildfunktion der Profis (egal ob Spieler oder Trainer) gegenüber der Basis ist nochmal eine ganz andere Ebene. Ich kann Deine Sichtweise und Argumentation nachvollziehen und stimme Dir zu, dass das Verhalten der HBL-Akteure sich auf den Breitensport auswirken kann. Ich persönlich würde hier aber differenzieren.

    Der "Trainer" ist zunächst auf seine Mannschaft und deren sportlichen Erfolg fokussiert. Der "Mensch" reflektiert evtl. seine Außenwirkung und versucht selbstgesetzte moralische Grundsätze zu verkörpern, wie z.B. ein Vorbild für Jugendliche zu sein. Im Idealfall ist ein erfolgreicher Trainer auch ein moralisch integrer Mensch, wie z.B. Christian Streich vom SC Freiburg. Im Handball würde ich z.B. Gudjon Valur Sigurdsson bislang dieses Attribut zuschreiben (auch wenn noch die Erkenntnis fehlt, ob er auch in sportlich schwierigeren Zeiten sein positives Auftreten bewahrt.)

    Trainer sind Vollzeit mit Handball beschäftigt, höchst professionell und müssen minütlich das Regelwerk auslegen, anwenden und auch beurteilen.

    Schiedsrichter gehen einem normalen Job nach und machen das ganze ehrenamtlich. Da KANN gar nicht das gleiche Level an Kompetenz für den Sport rauskommen.

    Ja, professionelle Handballtrainer in der Bundesliga beschäftigen sich Vollzeit mit dem Handballsport, aber die Behauptung sie würden "minütlich das Regelwerk auslegen, anwenden und auch beurteilen" finde ich ein wenig dick aufgetragen. Ihre primäre Aufgabe ist es, die eigene Mannschaft taktisch einzustellen, von der Seitenlinie zu beurteilen, was gut und was schlecht läuft und darauf zu reagieren. Handballregeln auszulegen, gehört da meiner Meinung nach nicht wirklich zu.

    Darüber hinaus machen Schiedsrichter in der HBL ihren "Nebenjob" keinesfalls ehrenamtlich.

    Aber sie kann dadurch nicht wegreden, dass in dieser Saison bisher so viel über die Schiedsrichter geredet wird wie seit Jahren nicht.

    Aber nicht, weil die Leistungen der Schiedsrichter diese Saison schlechter wären als früher, sondern lediglich, weil der Handball medial präsenter ist und es leichter ist für Zuschauer strittige Szenen on-demand mehrfach anzuschauen und zu beurteilen.

    In meinen Augen spiegelt das die ungefilterte Respektlosigkeit gegenüber dem Amt des Schiedsrichters wider, welches er auch während den Spielen auslebt.

    Das Verhalten eines Trainers während des Spiels würde ich hier nicht zur Beurteilung heranziehen. Der Trainer nimmt während des Spiels eine "Rolle" ein, die darin besteht im Rahmen seiner Möglichkeiten das Optimum für seine Mannschaft herauszuholen und dazu gehört u.a. auch gezielt auf die Schiedsrichter einzuwirken und/oder bei Heimspielen die Zuschauer anzuheizen.