Beiträge von Arcosh

    Spanien und Deutschland werden beide in der Hauptrunde sang- und klanglos untergehen!

    Gegen Norwegen und Portugal/Nordmazedonien sehe ich weder Deutschland noch Spanien chancenlos, so dass das Spiel um Platz 5 in Reichweite ist. Fürs Halbfinale wäre eine perfekter Tag gegen Frankreich oder gar Dänemark von Nöten (oder irgendwelche Schützenhilfe). Aber diese Konstellation war schon vor Turnierbeginn bekannt.

    Hauptrundengruppe 1 (Herning, Dänemark)


    Ausgangslage:

    PlatzMannschaftPunkteTore
    1.Frankreich2:038:34
    2.Deutschland2:034:32
    3.Portugal2:031:29
    4.Spanien0:232:34
    5.Dänemark0:229:31
    6.Norwegen0:234:38


    Spielplan:

    Donnerstag, 22.01.2026

    15:30 Uhr: Deutschland - Portugal (live in der ARD)

    18:00 Uhr: Spanien - Norwegen

    20:30 Uhr: Frankreich - Dänemark


    Samstag, 24.01.2026

    15:30 Uhr: Frankreich - Portugal

    18:00 Uhr: Spanien - Dänemark

    20:30 Uhr: Deutschland - Norwegen (live im ZDF)


    Montag, 26.01.2026

    15:30 Uhr: Portugal - Norwegen

    18:00 Uhr: Spanien - Frankreich

    20:30 Uhr: Deutschland - Dänemark (live in der ARD)


    Mittwoch, 28.01.2026

    15:30 Uhr: Spanien - Portugal

    18:00 Uhr: Deutschland - Frankreich (live im ZDF)

    20:30 Uhr: Dänemark - Norwegen


    Am Samstagabend saß Deutschland gefühlt schon auf gepackten Koffern zurück nach Hause und drei Tage später starten sie mit zwei Punkten Vorsprung auf den großen Turnierfavoriten Dänemark in die Hauptrunde. Manchmal schreibt der Handball verrückte Geschichten und diese Hauptrundengruppe wird noch einige weitere Geschichten parat halten.

    Frankreich ist die einzige Mannschaft in der Hauptrundengruppe 1, die alle drei bisherigen Turnierspiele gewinnen konnte und hat sich damit zum Favoriten auf den Halbfinaleinzug herauskristallisiert. Direkt am Samstag kommt es zum Showdown mit Gastgeber Dänemark und dieses Spiel dürfte ein echtes Highlight werden. Frankreich könnte mit einem Sieg oder wenigstens einem Unentschieden einen großen Schritt in Richtung Halbfinale machen, während sich Dänemark 0:4-Punkte in dieser Gruppe kaum erlauben darf.

    Portugal hat heute Dänemark verdient besiegt, hat in der EM-Vorbereitung die Spanier in Spanien besiegt und hat Deutschland bei der Handball-WM 2025 eine bittere Niederlage im Viertelfinale zugefügt. Sie können jede Mannschaft bezwingen, aber werden sie vier Spiele in Folge auf diesem Niveau liefern können?

    Für Deutschland sehe ich das Duell mit Portugal als richtungsweisend. Besiegt die DHB-Auswahl die Portugiesen, dann stünde der Weg offen zu einem 6:0-Start in die Hauptrundengruppe und danach müsste die Mannschaft vermeintlich nur einem der beiden abschließenden Gegner Frankreich oder Dänemark Punkte abringen.


    Mein Tipp:

    1. Frankreich

    2. Deutschland

    3. Dänemark

    4. Portugal

    5. Spanien

    6. Norwegen

    Ich halte es auch nicht für vollkommen unrealistisch. Ich sage nur, falls Nordmazedonien z.B. nur mit +4 Toren gegen Rumänien gewinnt würde, dann würde Portugal die eigene Niederlage sicherlich in den notwendigen Grenzen halten können. Legt Nordmazedonien aber ein +10 vor, dann hängt viel vom Willen der Dänen ab.

    Aus Sicht der Dänen würde ich den Mitbewerbern ums Halbfinale in der Hauptrunde allerdings eher die Portugiesen als Gegner aufnötigen als die Nordmazedonier. Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung.

    Nordmazedonien müsste am letzten Spieltag der Gruppe B mindestens 18 Tore im Vergleich zu Portugal aufholen und die Portugiesen haben zudem noch den Vorteil der späteren Spielansetzung. Sie wissen also bei Anwurf schon ganz genau welches Ergebnis ihnen zum Weiterkommen reichen würde. Um Druck aufzubauen, müsste Nordmazedonien wohl mit 8 bis 10 Toren Vorsprung gegen Rumänien gewinnen.

    Beuger

    Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass die deutschsprachige Fassung der IHF Handballregeln leider an mehreren Stellen sprachlich keine exakte bzw. eindeutige Übersetzung der englischsprachigen Fassung ist.

    Zitat

    Regel 15:9

    Abwehrspieler, die die Wurfausführung stören, indem sie z. B. eine nicht korrekte Position einnehmen oder diese vor der Wurfausführung verlassen, sind mit Ausnahme der Fälle 14:8, 14:9, 15:4 Absatz 2 und 15:5 Absatz 3 zu bestrafen. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Aktion vor oder während der Wurfausführung erfolgt (bevor der Ball die Hand des Werfers verlassen hat).

    Zitat

    Rule 15:9

    Except as indicated in Rules 14:8, 14:9, 15:4 2nd paragraph and 15:5 3rd paragraph, defending players who interfere with the execution of a throw for the opponents, for instance by not taking up a correct position initially or by moving into an incorrect position subsequently, shall be penalised. This applies regardless of whether it happens prior to the execution or during the execution (before the ball has left the thrower’s hand).

    Bei einer präziseren Übersetzung aus dem Englischen müsste man die Formulierung "indem sie z.B." besser mit "z.B. indem sie" übersetzen. Dann wird deutlicher, dass die darauffolgende Aufzählung Beispiele sind für Verhaltenweisen der Abwehrspieler die als Störung der Wurfausführung gewertet werden können, aber nicht per se eine Störung der Wurfausführung sind.

    Wenn unmittelbar nach Torerfolg der eigenen Mannschaft ein Abwehrspieler durch die Anwurfzone läuft und dort noch kein angreifender Spieler steht, dann ist dieses Verhalten nicht zu bestrafen, weil keine Störung vorliegt.


    Aus meiner Sicht war das Verhalten der Schweizern erneut ungeschickt. Will er die Zeitstrafe erzwingen, dann muss er mit dem gefassten Ball den direkten Körperkontakt zum Angreifer herstellen. Dann würde der Slowene zurecht eine Zeitstrafe erhalten. Stattdessen begeht der Schweizer durch das gezielte Abwerfen seines Gegenspielers eine Regelwidrigkeit für die Zeitstrafe und der Verlust des Ballbesitzes meiner Ansicht nach die richtige Entscheidung sind.

    Ernsthaft? Wie oft siehst du in höheren Ligen die Außen an den Kreis rennen, wenn die Abwehr nahe 9m steht (da steht sie quasi immer)? Das macht man 2 mal im Spiel, oder wenn es angesagt ist als Option. Der Bodenpass spielt sich praktisch von alleine wenn der Deckungsaußen so weit einrückt, hoch geht auch wenn der Halbe zwischen 1 und 2 reingeht und der Außen hilft. Die Außen stehen genau richtig da.

    Wie viele von diesen sich praktisch alleine spielenden Bodenpässen auf den Eckenaußen wurden denn gespielt?

    Ich sehe es schon:

    Nächstes Jahr geht Kehrmann mit den Jungs auf Titeljagd. Genau 20 Jahre, nachdem er ihn als Spieler am selben Ort geholt hat.

    Ich sehe eher Jaron Siewert als aussichtsreichsten Kandidaten. Er ist kein Konzepttrainer wie Florian Kehrmann oder Bennet Wiegert, die eine Mannschaft um ihren persönlichen Spielstil herum formen, und er hat gezeigt, dass er mit einer jungen Mannschaft einen modernen, erfolgreichen Handball spielen lassen kann. Zudem wäre er direkt im Februar und hauptamtlich verfügbar.

    Das war aber Absicht und Deutschland wäre nicht mehr in Ballbesitz gewesen.

    Es steht doch klar im Text, dass Abschnitt 4 sich darauf bezieht, dass der Buzzer unmittelbar nach Beendigung des eigenen Ballbesitzes betätigt wird. "Not intentional" bedeutet in diesem Fall, dass der Offizielle im Glauben gehandelt hat, dass seine Mannschaft noch im Ballbesitz sei und ihm wird eine menschliche Reaktionszeit zugestanden, innerhalb der der Verstoß nicht mit einer persönlichen Strafe geahndet wird.

    Freundschaft!

    Der Bitter ist nicht in der Lage, Dinge sachlich zu bewerten, wenn er sich dringend was wünscht.

    Wenn der Ball drin gewesen wäre bei Timeout, wäre es zwar Tor gewesen, aber doch auch Zeitstrafe gegen Deutschland, oder? Dann hätte man Timeout ohne Ballbesitz genommen. Oder wie wäre das genau gehandhabt worden?

    In diesem Falle hätte es meiner Ansicht nach keine progressive Bestrafung gegeben.

    Zitat

    4. If a team requests a team timeout immediately after losing ball possession and it is clear that it was not intentional, the following decision will be taken:
    a. The team that caused the faulty team timeout will lose one (1) team timeout (the number of total team timeouts will be reduced by one).
    b. Technical decision based on the court situation at the time of the interruption

    EHF: Guidelines for the use of officiating technology

    Dieses ignorieren der RA Position ist mir schon in Halbzeit eins sauer aufgestoßen.
    Dann lass den außen weg und setze zwei KM.

    Die deutschen Außenspieler stehen aber meist auch nur als Eckfahnen herum. In der Schlussphase deckten die Serben mit einer 4:2- oder gar 3:3-Abwehr teilweise auf 9 bis 10 Metern und keiner der Außen kommt auf den Gedanken in den Freiraum am Kreis einzulaufen. Da kannst Du auch direkt eine Außenposition unbesetzt lassen und mit zwei Kreisläufern agieren. Auf dieser Position ist auf jeden Fall genug Qualität im Kader vorhanden.