Beiträge von Arcosh

    Laut Informationen von Hen Livgot hat Wetzlar Intresse an einer sofortigen Verpflichtung von Teitur Örn Einarsson.

    Von zu Saisonbeginn drei Linkshändern im Rückraum auf nur noch einen für die Rückrunde? Das wäre ein großes Risiko aus Sicht des VfL Gummersbach und müsste mit einer hohen Ablösesumme kompensiert werden. Ich persönlich wäre in diesem Fall kein Freund von einem sofortigen Wechsel.

    Hast du richtige Argumente?

    Was soll dieser Tonfall? DU hast hier ursprünglich eine vorwurfsvolle Äußerung gepostet, ohne dies konkret auszuführen oder Argumente zu liefern. Auf meine Nachfrage hast Du dankenswerterweise geschrieben, welche Textstellen Dich stören und wieso. Daraufhin habe ich argumentiert, wieso ich diese Textstellen unproblematisch finde und wieso ich die Beschreibung "unrecherchierte Meinungsmache" nicht zutreffend finde. Das ist in meinen Augen eine ganz normale Forums-Diskussion.

    Zitat

    Er bringt es in einen Zusammenhang, was nicht geht.

    Natürlich geht das. Der Autor ordnet die Spielszene in den größeren Zusammenhang der HBL-Schiedsrichterei ein und liefert dem Leser die Zusatzinformation, dass bei einer ähnlichen Spielszene nur wenige Tage später (Rechtsaußen wird beim Wurf in den letzten Sekunden des Spiels gestört) die Schiedsrichter den Videobeweis herangezogen haben, um sich vor ihrer Entscheidung zu vergewissern, was vorgefallen ist und sich ihrer Entscheidung sicher zu sein. Das bedeutet nicht, dass die Handhabung des Spielendes in Gummersbach die Handhabung des Spielendes in Kiel beeinflusst hat. Es bedeutet lediglich, dass unterschiedliche Schiedsrichter-Gespanne ähnliche Situationen unterschiedlich gehandhabt haben.

    Was nicht geht ist, dass Du hineininterpretierst, es müsse irgendeine Anweisung des DHB-Schiedsrichterwarts gegeben haben.

    „Denn das Schiedsrichter-Duo Marcus Hurst/Mirko Krag diskutierte die Szene nach Spielende mit dem technischen Delegierten Thorsten Zacharias öffentlichkeitswirksam auf der Platte, um dann NICHT den Videobeweis zu Rate zu ziehen.“

    Woher weiß der Autor was die Schiedsrichter mit der Spielaufsicht besprochen haben. Weiß das überhaupt jemand?

    Bevor die Schiedsrichter das Spiel beenden, unterhalten sie sich mit dem technischen Delegierten. Über das Wetter? Über das bevorstehende Abendessen? Oder über die gerade stattgefundene Spielszene und die einzig mögliche Entscheidung, die sie noch treffen könnten, bevor sie das Spiel offiziell beenden? Das ist keine "unrecherchierte Meinungsmache", sondern eine qualifizierte Konklusion.

    Zitat

    Und hier die nächste Feststellung ohne Zusammenhang zum aufregerspiel:

    Im Gegensatz zur Szene in Gummersbach sicherten sich in Kiel die Schiedsrichter Marvin Cesnik und Jonas Konrad mit dem Videobeweis ab –

    Wann wurde vom DHB-Schiedsrichter wart kommuniziert, dass jetzt alle anderen Szenen wegen der Gummersbach-Geschichte darauf hin gecheckt werden?

    Das ist eine simple und korrekte Beschreibung des Verhaltens der Schiedsrichter beim Spiel in Kiel. Nirgendwo wird behauptet, dass dies eine Folge aus dem ausgebliebenen Videobeweis in Gummersbach gewesen sei. Die vergleichende Nennung der Szene ist relevant, weil ähnliche Spielszenen binnen weniger Tage unterschiedlich gehandhabt wurden.

    Souveräner Auftritt des VfL Gummersbach mit anschließend schöner Verabschiedung für Ole Pregler! Joao Gomes konnte heute seine Stärken zeigen, Der HSV Hamburg blieb im Angriff blass und spielte ca. 40 Minuten lang in der Offensive mit 7-gegen-6. Zugutehalten kann man ihnen, dass sie sich beim Spiel mit dem zusätzlichen Feldspieler wenige Fehler geleistet haben und der Rückwechsel des Torwarts sehr zügig gelang, sodass der VfL Gummersbach trotz seines schnellen Spiels nur selten direkten Nutzen aus dem Hamburger Überzahlspiel ziehen konnte.

    Eine sehr ähnliche Situation gestern bei VfL Gummersbach gegen den HSV Hamburg bei Spielzeit 36:03 Minuten. Julian Köster wird an der eigenen Torraumlinie festgemacht. Er schaltet schnell und schlau, indem er den Ball grob in Richtung des "leeren" Tores der Hamburger (weg)wirft. Hamburgs Torwart ist zwar schon wieder auf dem Feld und kurz vor dem eigenen Torraum, aber da das Tor noch "leer" ist, entscheiden die Schiedsrichter Baumgart/Dinges auf Strafwurf.

    Clever gemacht von Julian Köster, aber nach meinem Empfinden entspricht das nicht dem eigentlichen Sinne dieser Regel.

    Das ist wieder so ein Fall, in dem die Regeln nicht ausführlich genug formuliert sind und somit Interpretationsspielraum zulassen.

    Zitat

    Regel 14: Der 7-m-Wurf

    14:1 Auf 7-m-Wurf wird entschieden bei:
    a. regelwidrigem Vereiteln einer klaren Torgelegenheit auf der gesamten Spielfläche durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der gegnerischen Mannschaft;

    [...]

    Zitat

    Regelerläuterung 6: Definition einer "klaren Torgelegenheit" (Regel 14:1)

    Nach Regel 14:1 handelt es sich um eine „klare Torgelegenheit“, wenn:

    [...]

    c. ein Torwart seinen Torraum verlassen hat und ein Gegenspieler mit Ball- und Körperkontrolle eine klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor hat.

    [...]

    Für mich reduziert es sich auf die Frage, ob die Formulierung "klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor hat" zu lesen ist als

    a) "klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins zum Zeitpunkt des Wurfes leere Tor hat"

    oder

    b) "klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls hat, sodass dieser ins leere Tor treffen kann"


    Unbestritten ist, dass der Torwart des ThSV Eisenach während des vorangegangenen Angriffs seiner Mannschaft seinen Torraum verlassen hatte. In der Hintertorperspektive ist zu erkennen, dass er zum Zeitpunkt des Foulspiels schon wieder auf dem Feld stand und sich wahrscheinlich auf Höhe der 9-Meter-Linie, aber noch außerhalb seines Torraums befand. Theoretisch könnte man diesen Zustand als "das Tor ist leer" definieren und Regel 14:1 entsprechend des reinen Wortlauts der Regelerläuterung anwenden, um auf Siebenmeter zu entscheiden. Faktisch würde ein Wurf aus ca. 30 m Torentfernung einen zurücklaufenden Torwart auf den letzten 9 Metern nicht überwinden. Somit ist aus meiner Sicht der sich hinter der Formulierung "klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor" verbergende Sinn nicht mehr erfüllt und somit ein Freiwurf am Ort des Foulspiels für mich die bessere Entscheidung. Insbesondere das Adjektiv "klar" spricht für mich dafür, dass die Chance auf Erfolg zu bewerten ist. Ich würde aber weder die eine noch die andere Entscheidung für grundsätzlich falsch halten.

    Wäre das Spiel ein EM-Halbfinale gewesen, würde sicherlich in den nächsten Tagen eine Klarstellung zur Erläuterung folgen, aber dieser Fall wird wohl einfach in den Tiefen der Regelunschärfen des Handballs verschwinden.

    Ich sehe nicht, wieso der VfL Gummersbach bei einem vorzeitigen Tauschgeschäft eine Ablöse zahlen sollte. RM ist bei den Gummersbachern aktuell dreifach besetzt und es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Wenn jetzt beide Vereine vorzeitig die Weichen für die kommende Saison stellen wollen, dann kann das für die Mannschaften und die Spieler sinnvoll sein - sollte aber ohne monetären Ausgleich in irgendeiner Richtung erfolgen.