Beiträge von griffel

    Danke für die Erinnerung, das war ziemlich knatschig. Aber wie das bei solchen Sachen immer ist, es gibt meist mehrere Gründe und einen Anlass.

    Edit

    Vielleicht war das letztlich so, dass das Verhältnis des Geschäftsführers zum Trainer zu eng war, was dein Beitrag ja bestätigt. Brack war eine starke und für den HBW enorm wichtige Persönlichkeit mit Visionen, aber so jemand braucht ein Korrektiv, das ihn auf dem Boden hält, mindestens in wirtschaftlichen Dingen. Das war Lehrer Kirschbaum nicht, der nüchterne Geschäftsmann Karrer dann schon. Eine der Folge war, dass der HBW in Balingen blieb und nur noch für Derbys gg Göppingen und zu den Weihnachtsspielen in die Porsche ging.

    Das ist Geschichte, aber heute stehen wir wieder vor der Frage, wandert der HBW ab -dieses Mal nach VS- und wenn ja, in welchem Umfang. Ich will nicht verhehlen, dass ich das kritisch sehe, deswegen habe ich die alte Porsche-Arena-Vergangenheit wieder ausgekramt. Wenn wir nun aber schon im Altertum herumkramen, da gab es schon mal einen, der sich von Helios angezogen fühlte ...

    (Sorry, das musste jetzt sein 8o)

    Was auswandern in größere Halle ambelangt bin ich absolut bei dir. Die sogenannten "Weihnachtsspiel" in der Porsche Arena war letzendlich ein finanzieller Erfolg, wenn dem HBW dadurch auch kein Reichtum beschert wurde. Es war kein Minusgeschäft und marketingtechnisch gesehen, hat es nicht geschadet - ganz im Gegenteil. Man konnte damals einige Sponsoren aus dem Stuttgarter Raum gewinnen. Ich denke da nur an den Trikotsponsor "Kalender.de" Die sind zwischenzeitlich aber alle wieder abgewandert. Der HBW darf dank dem TVB nicht mehr in der Porschearena spielen und ist damit für Stuttgarter Sponsoren unattraktiv geworden ist.

    Spiele in VS waren immer mal wieder ein Thema, liegt meines Wissens aber derzeit im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis. Dort müsste man sich die Halle mit Eishockey teilen. Einen Handballboden über das Eis legen funktioniert nicht. Durch Schwitzwasser würde aus dem Parkett eine Schlittschuhbahn.

    Ich habe kürzlich mal Gerüchte gehört, dass im Moment die Ratiopharm-Arena in Ulm ein Thema sei. Aber keine Ahnung, ob da was dran ist.
    Egal wie, ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der heutigen Zeit noch problemlos möglich ist, alle ehrenamtlichen Helfer, egal ob nach VS oder Ulm zu karren. Ohne die funktioniert es aber nicht. Damals nach Stuttgart fahren war ein anderes Thema. Da war die Euphorie noch groß undjeder wollte dabei sein. Zwischenzeitlich hat sich die Euphorie gelegt und selbst Spiele gegen die Großen aus der 1. Liga sind zwischenzeitlich zur Gewohnheit geworden.

    (Ein kleiner Ausflug o die HBW-Historie)

    ... außer 2008/09, als Kirschbaum/Brack zum Sturm auf das damalige Handballvakuum Stuttgart bliesen und dabei auf den Bauch fielen. Nach den erfolgreichen Jahreswechselspielen davor in Stuttgart, glaubte man den nächsten Schritt machen zu können und wollte dort mehrere Spiele absolvieren, als erstes gleich gegen das Zugpferd THW am 6.9.08, dem letzten Tag der Sommerferien. Das wurde natürlich ein Reinfall, denn BW war noch im Ferienmodus. Man blieb deutlich unter der für die Porschearena magischen Zahl von 4000 Zuschauer, die dort den Break-Even-Point darstellen. In der Folge wurde das -meines Wisses nach- das einzige Jahr in dem der HBW jemals eine negative Bilanz auswies, zwar nur wenige Zehntausender (lautes Lachen aus Gummersbach und Hamburg), aber das kratzte an der Schwabenseele. Es gab Krisensitzungen der "Granden", wenig später verlor Kirscbaum seinen Job und Karrer übernahm die Geschäftsführung.

    Ich hoffe Stumpp, König, Kromer haben das noch im Hinterkopf und wissen, was sie tun.

    Kleines Veto
    das mit dem Spiel gegen Kiel stimmt so ähnlich. Das Spiel war, wie du bereits erwähnt hast am 6. September 2008 und endete 24:30. Es hatte aber rein gar nichts mit dem Abgang von Günter Kirschbaum zu tun.

    Der hing mit der Nichtverlängerung des Vertrages von Daniel Brack in der Winterpause 2008 / 09 zusammen. Die sogenannten "Granden" (Präsident Arne Stumpp und die anderen Gesellschafter) hatten beschlossen - übrigens auf Empfehlung von Günter Kirschbaum - den Vertrag von Daniel nicht zu verlängern. Trainer und Mannschaft befanden sich zu der Zeit im Trainingslager. Um Störgeräusche zu vermeiden und die Vorbereitung auf die Rückrunde nicht zu stören, wurde beschlossen, dass die Entscheidung erst nach dem Trainingslager übermittelt wird. Kirschbaum reiste der Mannschaft aber ins Trainingslager nach und hat entgegen der Absprache die Entscheidung an Rolf und Daniel weitergegeben. Rolf zog alle Register von seinen Verbindungen zur Stuttgarter Presse und im sonst so ruhigen und beschaulichen Balingen ging es rund wie in einer Wäscheschleuder. Das war Anfang Februar 2009. Mitte Februar hat Kirschbaum dann, ohne vorher jemanden vom Verein zu informieren, eine E-Mail an die Presse verschickt und verkündet, dass er Ende März von seinem Amt als Geschäftsführer zurücktritt.

    Es gab aber auch Fehlgriffe, der größte war wohl Saldatsenka. Immer mal wieder MVP bei internationalen Wettbewerben für die weißrussische NM, kam er in Balingen nicht über das Niveau einer großen Sporttasche hinaus.

    Saldatsenka war kein schlechter Torhüter. Das Problem - zumindest soweit es mir noch im Kopf ist - war die Kommunikation. Saldatsenka sprach nur russisch. Die Kommunikation zwischen ihm, Trainer und Mannschaft lief nur über Übersetzungsapps auf dem Handy. Insofern war es sicher eine Fehlverpflichtung. Das hätte man vorher abklären können.

    Wenn man die Liste der Torhüter seit der Gründung vervollständigen möchte, fehlen laut HBW-Historie auf der Homepage die Torhüter der allerersten HBW-Mannschaft, Tobias Barthold und Markus Brodbeck.

    ... Aber 16 Zeitstrafen in einem Spiel, welches mehr als fair war? Unverständlich und mit ein Grund warum das Spiel auf beiden Seiten sehr zerfahren war...

    Ich habe es mir grundsätzlich schon lange abgewöhnt, mich über Schiedsrichterleistungen auszulassen, aber was das dienstälteste Schiedsrichterduo Thöne / Zupanovic aus dem DHB-Elitekader gestern gleistet hat, war schon unterste Schublade und zwar auf beiden Seiten. Von der ersten bis zur letzten Minute keine Linie erkennbar. Was auf der einen Seite gar nicht gepfiffen wurde, wurde auf der anderen mit zwei Minuten bestraft. Was im Angriff davor noch Stürmerfoul war, gab auf der anderen Seite in der gleichen oder zumindest ähnlichen Situtation 2 Minuten und Strafwurf. Das einzig Gute: Sie haben Ihre Mist auf beide Seiten verteilt.

    Grundsätzlich bin ich was Delegierte anbelangt absolut bei dir.

    Lutz Pittner, den ich noch als Schiedsrichter (Moles/Pittner) erlebt habe, hat sich nach meinem Dafürhalten vornehm zurückgehalten. Falls es dir unter anderem um die Zwei-Minuten-Strafe geht, die euer Trainer kassiert hat, die hat er sich hart erarbeitet und redlich verdient. Wenn man sechzig Minuten lang lautstark und gestikulierend gegen jede Schiedsrichterentscheidung wettert und meckert, darf man sich nicht wundern, wenn man irgendwann die Zeitstrafe kassiert.

    LOL...da könnse nüscht dafür is Dialekt. Es gab bestimmt auch Fleischpflanzl im Weckle....Wir wollen BULETTEN im Brötchen. ;) und die Siegerländer nehmen ne Frikadelle. Uuund das Fleischpflanzl , kann sehr lecker sein. Hab ich schon erlebt ..weil der Metzger keine Kemi aus Kina einsetzt. :)

    War sicher keine böse Absicht. Aber kann Deinen Ärger schon verstehen. Zur Not würde auch Färndorf gehen :) Aber Vonndorf. ...LOL.

    Ich mach da ne "Khoreo" draus....ein mords rotwaisses Banner mit "Vonndorf" :)

    Weckle ja - Fleischpflanzerl nein. Die gibt es in Bayern und Österreich.
    Im schwäbischen gibt es Fleischküchle, bei Bedarf im Weckle :hi:

    Seit dem letzten Drittel der Saison ist für mich Nagy die Nummer 1. Er steht meist im Tor und hat sich seit dem Final4 auch noch einmal gesteigert. In meinen Augen reicht es – wie ihr schon geschrieben habt – aber auch nicht.

    Meist steht die Abwehr, wie zuletzt gegen Dresden und Lübeck, teilweise richtig gut, und dann kommt ein Notwurf aus einem unmöglichen Winkel – und der Ball zappelt am Ende doch im Netz. :/

    Vielleicht gab es einfach keinen weiteren Torwart auf dem Markt, der dem HBW wirklich geholfen hätte. Gewundert hat es mich trotzdem, dass kein neuer verpflichtet wurde.

    Weiß man schon, was mit Nagy ist? Wie schlimm ist die Verletzung?

    Nach meinen Informationen hat sich Nagy einen Finger gebrochen. Darüber hat man zumindest beim Spiel der Zweiten am Sonntagnachmittag geredet. Er soll ca. 5 bis 6 Wochen ausfallen.

    Moin,

    was kann man beim TuS von Max Santos erwarten?

    Santos ist kein schlechter. Beim HBW hat seine Entwicklung allerdings stagniert. Nach gutem Saisonbeginn ging es nicht mehr weiter.
    Wenn der TuS Zeitstrafen vermeiden will, lässt er Santos in der Abwehr besser raus. Er ist oft etwas übermotiviert und kassiert dann völlig unnötige Zeitstrafen durch stoßen oder Trikot ziehen. Vom Charakter her ist Max absolut in Ordnung. Ein ruhiger Zeitgenosse.

    ...Erwähnen muss man auch die Schiris Reich/Brodbeck, unaufgeregt und mit klarer Linie die sie auf beiden Seiten von Anfang bis Ende durchgezogen haben, so muss das sein, richtig gute Leistung!

    Grundsätzlich gebe ich dir recht. Mir persönlich waren es aber zu viele Stürmerfouls die sie gesehen haben. Die habe ich so nicht gesehen. Wenn zwei Abwehrspieler die Lücke zumachen, wenn der Angreifer bereits in der Luft ist, ist es für mich halt kein Stürmerfoul. Wo soll der Angreifer noch hin, wenn er schon abgesprungen ist.
    Benachteiligt oder bevorzugt wurde dabei allerdings keine der beiden Mannschaften, weil die Linie tatsächlich gepasst hat und sie auf beiden Seiten gleich entschieden haben.
    Ich habe die zwei gegen den HBW auch schon ganz anders erlebt, aber da hieß der Trainer auch noch Jens Bürkle und ich glaube die waren sich nicht so grün.

    Für mich hatte das etwas von Not gegen Elend. Schwartau hat unterstrichen, warum der VfL mit dem Rücken zur Wand steht und der HBW, dass die Mannschaft die Ausfälle im Rückraum nur bedingt kompensieren kann.

    Erschreckend ist die Torhüterleistung beim HBW. Man darf sich schon die Frage stellen, was Vorontsov mit den beiden Keepern trainiert. Beide sind ganz weit weg von der Leistung, die sie zu Beginn der Saison gezeigt haben. Kein Selbstvertrauen, ein Stellungsspiel, das den Namen nicht verdient, keine Abstimmung mit der Abwehr – einfach katastrophal.

    Das ist in meinen Augen die größte Baustelle, die Axel Kromer zu bearbeiten hat. Er braucht für die nächste Saison, egal in welcher Liga, mindestens eine klare Nr. 1, und mit seinem Trainerlizenz sollte er das Torwarttraining selbst übernehmen. Schlechter als wie jetzt kann es nicht mehr werden. Vorontsov sollte er den Laufpass geben, und zwar nicht erst im Juni, sondern sofort.

    Das muss man sich mal vorstellen: Der HBW gewinnt das Spiel und hat nur 4 Paraden. Schwartau hat 12 und verliert trotzdem.

    Hatte mich zu Beginn der Saison gewundert, als ich gelesen hatte, dass Eisenach unseren Spieler Filip Vistorop für die 1. Liga verpflichtet hat. Dass er Talent hat, war nicht zu übersehen und seine Stemm- und Unterhandwürfe waren immer gefährlich, doch konnte er es mit teils unterirdischen Wurfquoten und viel Eigensinn in Balingen seine Leistung nur selten richtig auf die Platte bringen. Zudem nahm er als Spielmacher fast immer das komplette Tempo aus dem Spiel, so dass wir sehr häufig über den Positionsangriff kommen mussten und selten zu einfachen Toren kamen. Daher habe ich mich schon gefragt, „was will Eisenach mit Vistorop“? Tja, nicht nur gestern, bei seinem grandiosen Siegwurf gegen die MT, sondern auch in den letzten Spielen davor, hat man schon eine unglaubliche Entwicklung von ihm gesehen. Er wirkt in Eisenach wie ausgewechselt, diszipliniert, schnell und kreativ! An ihm sieht man, was beim HBW letztes Jahr schief gelaufen ist und wie wenig wir aus der meiner Meinung nach guten Truppe rausgeholt hatten. Sehr schade! Aber freut mich für Vistorop, dass es jetzt bei ihm läuft!

    Dem gibt es nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen. Filip wurde beim HBW in Watte gepackt. Er durfte zehn Fehler in Folge machen und stand danach noch immer auf der Platte. Der Führungsstil von Mischa Kaufmann scheint der bessere zu sein.

    Nee, war ok so.

    Ich bin kein Schiedsrichter und will mich auch mit niemand streiten ;) , aber du kannst mir bestimmt fundiert erklären, warum das in deinen Augen ok war. Ich war, zumindest bis ich deinen Post gelesen habe, der Meinung, dass die Linie zum Kreis gehört und wenn zwei Dänen auf der Linie stehen, wenn sie den Slowen am Wurf hindern, nach welcher Regel ist das dann kein Siebenmeter?

    Na dann gibts nächstes Jahr ja wieder einen Umbruch ...

    "Aus der Region für die Region" hieß es mal !

    Gibt es eigentlich irgend eine Entscheidung beim HBW, an der du nichts rumzumeckern hast? Das ist ja schon krankhaft.

    Ich bin mir sicher, wenn du aus der Region einen bezahlbaren Spieler bringst, der zudem auch noch zum HBW will und die Qualität für die 2. Liga mitbringt, werden ihn die Verantwortlichen mit Handkuss nehmen.

    Da bleibt einem einfach die Spucke weg. Ich hatte tatsächlich mit vielem gerechnet, aber damit nicht.

    Mal völlig weg davon, ob man dem HSVH hätte die Lizenz verweigern müssen oder ob er sie am Ende zu Recht bekommen hat und weg davon, ob der BHC dadurch benachteiligt war oder nicht und ob er das Recht hatte, den Weg vor das Schiedsgericht zu beschreiten oder nicht. In dieser Art von Regelung steckt nach meinem Dafürhalten derart viel Brisanz, dass man getrost darauf warten kann, bis die nächste Bombe platzt. Ich bin mir sicher, die Journalisten der Zeitung mit den vier großen weißen Buchstaben auf rotem Grund sind bereits am Bohren, Recherchieren und Kombinieren.

    Was steckt eigentlich für eine Wahrheit hinter dem erste Satz in der gemeinsamen Erklärung? Zitat: "Mit Hinweis auf erhebliche kartell- und europarechtliche Unwägbarkeiten hat das unabhängige Schiedsgericht einen finanziellen Ausgleich zugunsten des Bergischen HC zur Erledigung des Rechtsstreites vorgeschlagen." Heißt für mich zunächst nicht anderes, als dass in dem gesamten Lizenzkonstruckt Fallstricke eingearbeitet sein müssen, die möglicherweise europaweit ähnliche Auswirkungen gehabt hätten, wie die damalige Ausländerregelung. Anders ist für mich der Satz nicht zu interpretieren. Bedeutet aber auch, dass man nach wie vor auf einem "Lizenz-Pulverfaß" sitzt.

    Könnte aber auch sein, dass die HBL einige "Leichen im Keller" hat und mit dem finanziellen Ausgleich an den BHC (man könnte es dann auch als Schweigegeld bezeichnen) weiterhin das Mäntelchen des Schweigens drüberhängen kann.

    Im nächsten Satz der gemeinsamen Erklärung heißt es dann, "und so möglichen Schaden von der Handball-Bundesliga und allen Clubs abzuwenden". Wie groß der Schaden bei den Clubs gewesen wäre, wenn durch weitere Gerichtsverhandlungen Dinge ans Licht gekommen wären, die jetzt halt weiterhin (zumindest vorübergehend) im Dunkeln bleiben, lässt sich nur schwer abschätzen. Aber eines ist sicher: Die Handball-Bundesliga hat durch diese unrühmliche Geschichte bereits jetzt so viel Schaden genommen, dass man den nur noch mit einem eisernen Besen in der Etage der Verantwortlichen wieder halbwegs beheben kann.

    Man darf sich schon fragen, für was es bei der Erteilung der Lizenz überhaupt noch irgendwelche Fristen gibt und was die Lizenz-Richtlinien überhaupt noch Wert sind.
    Vereine die ehrlich arbeiten werden doch durch solche Geschichte an der Nase herumgeführt. Für mich oist das Ganze nur noch ein Kaspertheater und die unfähigsten Kasper sitzen nicht bei den Vereinen.
    Die HBL sollte sich und ihren Laden dringend hinterfragen.

    Fehler des VAR / der Schiris. Da hat der BHC Glück bzw. Lemgo Pech gehabt. Gab es ja auch schon gegen den BHC (ich erinnere nur an Buzzergate in Stuttgart letzte Saison.

    Fehler des VAR ist auszuschließen. Es dürfen nur die Schiedsrichter entscheiden, welche Bilder sie sich anschauen. Dem VAR ist es absolut untersagt, eine Kameraeinstellung zu empfehlen.

    M.E. sehen wir die Bilder, die die Schiedsrichter sehen.

    Und dieses 6er-Bild hab ich gestern nicht gesehen. Da waren zwei Perspektiven hintereinander (die erste kam direkt, als die Schiedsrichter am Bildschirm waren). Bei beiden waren Linie/Fuß verdeckt.

    Die Schiedsrichter hätten hundertpro die Kameraeinstellung von rechts hinterm Tor gewählt, wenn sie sie bekommen hätten.

    In der HBL ist doch alles durch Richtlinien geregelt

    Auszug aus Ziffer 5 der Richtlinie zur Nutzung des Videobeweises

    "Für den Videobeweis werden immer alle verfügbaren Signale verwendet und übermittelt

    (s. nachstehenden Schaubilder). Zusätzlich werden die Signale Spielzeit (vom Heimverein)

    und Gamefeed (vom TV) übermittelt und verwendet."

    Wie schon erwähnt wurde das Spiel in Lemgo mit dem 4+2 Standard übertragen. Hier das Schaubild wie dabei die Kameras aufgestellt werden (die Standorte der Kameras sind in allen Hallen gleich)


    Ich glaube damit sollte endgültig geklärt sein, wer den Fehler gemacht hat. Die fehlerhafte Technik war es jedenfalls nicht. Und noch zur Erklärung: Die Signale müssen zur Verfügung gestanden haben, denn sonst hätte der Videobeweis nicht angewendet werden dürfen. Wird bei der Überprüfung der Signale (ca. 90 Minuten vor Spielbeginn) festgestellt, dass das Signal von einer Kamera nicht an den Operatorplatz übertragen wird, darf der Videobeweis im gesamten Spiel nicht angewendet werden.

    Hier kann man die DVO einsehen: https://www.liquimoly-hbl.de/?proxy=redakti…Videobeweis.pdf

    Weil die Frage gerade woanders aufkam: Wer ist denn für die Bereitstellung der Bilder an die Schiris zuständig/verantwortlich?

    Zuständig für das System ist Sportlounge. Das Bildmaterial kommt von den Kameras von Dyn. In dem System des VAR werden die Livebilder aller Kameras eingespeist und angezeigt. Den Scheidsrichtern steht genau dasselber Material zur Verfügung das Dyn auch hat. Das Spiel wurde mit dem 4+2-Standard produziert. Also mit 4 Handkameras und 2 Chipkameras. Den Schiedsrichtern werden alle 6 Kameraeinstellungen zur Verfügung gestellt und ausschließlich sie entscheiden beim VAR, welche Einstellung sie sich anschauen. Die zwei haben einfach die falsche Kameraeinstellung ausgewählt.
    Soweit mir bekannt ist, darf der VAR den Unparteiischen auch nicht sagen, in der Einstellung sieht man es besser.
    Dyn hat sicher keine zusätzliche Kameras mit der sie dann anschließend die Fehlentscheidung auflösen können.