Beiträge von Benson

    Stimmt. Dortmund hätte keine öffentlichn Lügen besseren Wissens über seine Spielerinnen verbreiten dürfen um deren Vorgesetzten zu schützen. Dann wäre es kaum hochgekocht, auch aus Sicht Fuhrs.

    Richtig. Aber für dieses Fehlverhalten seitens des Vereins hat sich der BVB-Präsident ja im Nachhinein öffentlich und offiziell bei den Spielerinnen entschuldigt.

    Für mich ist es kein spezifisches Ost-Thema. Ich finde es nur seltsam, wie der Verein und die Stadt hier bewusst die Öffentlichkeit getäuscht haben. Noch vor einer Woche hat Rentsch ein Interview gegeben, in dem er mehr oder weniger wortwörtlich gesagt hat, dass der Verein sich die Mietkosten in der Stadthalle nicht leisten kann und der Verein ja gar nicht in der Stadthalle spielen wollte. Deswegen gäbe es keine Alternative zum öffentlichen Zuschuss. Nun sagt die Oberbürgermeisterin, dass es sich um allgemeine Spieltagskosten handele, die in jeder anderen Spielstätte genauso entstanden wären und die jeder andere Bundesligist ebenso stemmen muss.

    Ich denke, das wird mein letzter Post zur Zwickauer Hallenmiete, denn das Thema wurde jetzt glaube ich lang genug durchgekaut.

    Nach dem der Antrag nun genehmigt ist, erfolgt jetzt die Aufklärung der auch hier diskutierten Fragen in Form eines Facebook-Kommentars der Zwickauer Oberbürgermeisterin. Die vom BSV Zwickau veranschlagten 20.000 € pro Spieltag sind wie schon gemutmaßt nicht allein die Mietkosten für die Stadthalle. Laut Bürgermeisterin Arndt handelt es sich stattdessen um allgemeine Spieltagskosten. Diese umfassen "Miete plus Kosten für Umrüstung zur Spielstätte (der Boden + die Banden müssen aufgebaut werden), Security, Schiedsrichter, etc.".

    Quelle: https://www.facebook.com/bsvzwickau/pos…653466100988357

    Der Witz ist, dass der veränderte Antrag im Prinzip für den BSV Zwickau jetzt neue Möglichkeiten eröffnet. Der Antrag besagt ja pro Heimspiel 18.000 €. Die Wahrscheinlichkeit, dass Zwickau nur 12 Heimspiele hat, ist aber sehr gering. Da kann man also im nächsten April / Mai dann nochmal 2-4x 18.000 € zusätzlich beantragen, so dass die Summe am Ende nicht niedriger sein wird, sondern deutlich höher.

    Ich denke, Löwenherz lag richtig in Post #43: Der Zwickauer "Miet-Sachkostenzuschuss" wurde nun doch ohne Gegenstimme bewilligt. Da wollte wohl die AfD ihre Muskeln spielen lassen und es reichte eine "symbolische" Änderung des Antrags ohne Veränderung der Summe, um die Gegner zu besänftigen.

    Hatte in den Link von horst65 vorher gar nicht richtig reingeschaut. Da steht ja auch ein maximales Auftragsvolumen für den Bieterwettbewerb um das beste Angebot - 51.000 € für die gesamte Saison.

    Ich kann die Sicht von Rentsch verstehen. Er ist Geschäftsführer und riskiert eine Insolvenz, ABER

    wieso Spielball? Das ist ist ganz normale Kommunalpolitik. Das sind genau solche Diskussionen wie hoch Theaterplätze subventioniert werden sollen.

    Was das Prozedere anbelangt, kann ich Rentsch Kritik auch verstehen. Ich verfolge hier bei mir auch oft die Kommunalpolitik und dass ein Antrag in einem Unterausschuss immer wieder vertagt und weder positiv noch negativ beschieden wird, ist wohl tatsächlich eher unüblich. Damit man konnte man nicht rechnen.

    Man hätte aber damit rechnen können, dass es Fragen gibt, wenn man den exakt selben Antrag wie 2024 formuliert und dabei völlig außer Acht lässt, dass man als Verein vorher schon öffentlich über die positive Zuschauerentwicklung durch den Wechsel in die Stadthalle geschwärmt hat.

    Neuer Artikel zum Sommerloch-Thema:

    Zwickauer Handball-Geschäftsführer Rentsch über Mietkosten-Hängepartie: „So geht man nicht mit einem Repräsentant der Stadt um“
    Am 17. Juni berät der Zwickauer Finanzausschuss auf einer Sondersitzung über den Mietzuschuss. Macht sich der Verein Sorgen um seine Existenz? Geschäftsführer…
    www.freiepresse.de

    Rentsch Argumentation ist, dass man von der Stadt quasi dazu gezwungen wurde in der Stadthalle zu spielen. Deswegen muss die Stadt jetzt auch ihren Deckel bezahlen. Und mit alternativen Finanzierungen beschäftigt man sich laut Rentsch gar nicht erst. Entweder das Geld kommt oder der gesamte Verein BSV Zwickau steht vor dem Aus.

    UPDATE: Dazu gibt es jetzt noch einen Änderungsantrag der CDU-Ratsfraktion. Die CDU schlägt vor, den Betrag zu teilen und dann direkt vor jedem Heimspiel den jeweiligen Teilbetrag auszuzahlen.

    Muss man sich aber leisten können. Die Einkäufe sowohl der letzten als auch der kommenden Saison deuten doch eher auf ein schmales Budget hin. Man ist sicher nicht aus Spaß bei einigen Spielerinnen ein relativ hohes Risiko eingegangen.

    Sehe ich anders. Man vergleiche nur mal die Verpflichtungen der zwei Nordclubs mit denen von Zwickau. Der VfL hat das letzte Mal vor über zwei Jahren eine etablierte Spielerin einem deutschen Erstliga-Konkurrenten abgeworben. Kähr, Niewiadomska und Brons-Petersen sind für mich alles Spielerinnen der Kategorie "Vollzeit-Handballerin". Beim VfL dagegen sind alle Spielerinnen Studis oder haben noch einen weiteren Job. Auch bei den beiden Neuzugängen aus der Schweiz ist das der Fall.

    Sponsoringaufwendungen gehören in die Kosten, haben nix mit dem Gewinn zu tun. Mir ist keine Rechtsgrundlage bekannt, nach der gGmbH kein Sponsoring betreiben dürfen.

    Okay, ich kann da nur mit schlechtem Halbwissen glänzen.

    Ich will mich hier auch nicht zum permanenten Zwickau-Basher aufschwingen, aber ich finde beim BSV Sachsen Zwickau ist die Diskrepanz zwischen dem was so öffentlich gesagt wird und dem was so hinter den Kulissen abläuft, schon sehr groß. Man stellt sich als kleinster Fisch im Bundesliga-Vergleich dar und gleichzeitig findet man es selbstverständlich, dass mit großen Summen aus kommunalen Haushalten (=Steuereinnahmen) der Profihandball subventioniert wird.

    Und mal aus Leverkusener Perspektive: Wenn die Frauenhandball-Mannschaft von Bayer Leverkusen in der abgelaufenen Saison knapp 280.000 € Subvention von der Stadt Leverkusen zusätzlich zum Hauptverein-Budget erhalten hätte, hätte man die Klasse vielleicht problemlos gehalten. Hat man aber nicht, weil offensichtlich nur ein einziger Verein in der Liga in so einer komfortablen Situation ist (oder war?).

    Nein, ich interpretiere den Antrag anders. Das ist ein Kausalsatzbau: Wegen der notwendigen Einmietung in die Stadthalle Zwickau, erhält der BSV Sachsen Zwickau

    zur Absicherung der Austragung der Heimspiele einen Sachkostenzuschuss. D.h. der Betrag entspricht nicht direkt der Hallenmiete, sondern es handelt sich um "diverse" Kosten. Aber ja, vielleicht bin ich da auch nur übergenau.

    Sondersitzung: Städtischer Finanzausschuss berät zum fünften Mal über Stadthallen-Mietzuschuss für BSV Sachsen Zwickau
    Seit Februar haben sich die Ausschussmitglieder nicht auf den Zuschuss über 217.000 Euro einigen können. Jetzt wird die Zeit knapp.
    www.freiepresse.de

    Die Freie Presse hat nun auch einen Artikel dazu. Ich finde es seltsam, dass die lokale Presse dort so undifferenziert berichtet. Im Artikel werden wieder die Worte "Hallenmiete" und "Mietzuschuss" verwendet, obwohl beide Begriffe im eigentlichen Antrag gar nicht vorkommen [1]. Weiterhin wird davon gesprochen, dass der Antrag nun eilig sei, weil der BSV Zwickau den vollen Zuschuss ja vor Saisonstart benötigt. Keine in Fragestellung dessen und auch keine Nachfrage beim Verein, ob man bereits an einem Plan B arbeitet, falls der Zuschuss doch nicht kommt.

    [1]: https://ratsinfo.zwickau.de/bi/getfile.php?id=98128&type=do

    ich hab jetzt mal gesucht
    Neue Halle Buxtehude 20 Mio
    LED-Boden um die 3 Mio
    da ist das schon nen Kostenfaktor
    Betriebskosten dürften auch höher sein (auch wenns LED ist, da ist auch viel Fläche und das täglich mehr als 12 Stunden)

    Laut Main Echo hat die Umrüstung in Elsenfeld am Ende 1,7 Million € gekostet. Bei einer neuen Halle dürfe es günstiger sein, da kann man die Kabel etc ja alles von vorne herein optimal planen und muss auch keinen vorhandenen Boden rausreißen.

    Dann fang mal das Vorrechnen an!

    Welche Version findest du für eine Schulsporthalle angemessen?

    Die Referenzen sind bisher immens ... :hi:

    Die Untermainhalle in Elsenfeld ist auch eine Schulsporthalle und die wurde sogar nachträglich umgerüstet. Dann sollte das bei einem Neubau im mittleren zweistelligen Millionbereich eigentlich kein größeres Problem darstellen?

    Leider wird in Buxtehude auch mit neuer Halle für jedes Spiel ein Boden verlegt und abgebaut. Selbst wenn die Stadt mitspielt ist der Handball immer nur einer von vielen mit Interessen. Damit wird weiterhin in einer schulsporthalle gespielt - auch wenns toll ist, dass sie nun modern ist.

    Das Problem hätte man mit einem LED-Glasboden umgehen können. Aber diese Anschaffung ist vermutlich zu teuer für Buxtehude.

    Innovation für den Hallensport: Wie ein Glasboden im Basketball beim Training helfen kann
    Die Athleten von Bayern München Basketball spielen auf einem LED-Glasboden. Dieser ermöglicht visuelle Effekte und verbessert die Spielanalyse.
    www.zdfheute.de

    In Zwickau gibt es nun in 10 Tagen eine außerordentliche Ausschusssitzung, die nur den "Miet-Sachkostenzuschuss" auf der Tagesordnung hat. Ich würde das mal so deuten, dass der Zuschuss dann wohl nur noch eine Formalie ist. Man wird sich wohl kaum treffen, nur um den Antrag ein fünftes Mal zu vertagen.