Ich nicht. Die Mannschaft wurde m.M.n. schlecht gecoacht und geführt. Sie scheint auch nicht sehr homogen zu sein. Die funktionieren einfach miteinander nicht gut.
Kurz und knapp auf den Punkt gebracht 👍.
Hierzu muss man allerdings, und das ehrlicherweise seit ziemlich genau einer Dekade, die Frage stellen, ob die Nationalmannschaft denn überhaupt noch zu führen ist! Wenn ich die Leidenschaft anderer Trainer (u.a. Barbarez, Marsch, Beccacece), Spieler (u.a. Marokko, Kroatien, Paraguay, Kanada, USA), oder Nationen (u.a. Mexiko, Brasilien, die ganzen afrikanischen Teilnehmer) so sehe, dann erkenne ich in jedem Teilbereich mehr Identifikation und Leidenschaft als bei uns. Meine Wahrnehmung ist seit geraumer Zeit, dass bei uns alles sachlich auf- und abgearbeitet wird, es aber keinerlei emotionale Bindung mehr gibt. Beginnend mit der "Mannschaft", was schon albern genug ist, wenn man zur Identifikation mit der Nationalmannschaft ein Schlagwort kreieren muss, was krachend gescheitert ist!
Für mein Empfinden geht es, auch innerhalb der Mannschaft um zu viele Egoismen, Hierarchien und sonstige persönliche Befindlichkeiten, als ums wesentliche, also das reine Ehrgefühl, mein Land bei einer WM vertreten zu dürfen (nicht, wie es den Eindruck macht zu müssen). Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon jemals so emotionslos WM-Spiele der N11 verfolgt habe. Kurzum, und auch auf die Gefahr es vielleicht exklusiv zu erleben, was die da gerade machen bockt mich null aber ich bin dennoch massiv peinlich berührt und schäme mich für das Auftreten und die Außendarstellung.
Und vielleicht es einfach ein dummer Zufall und/oder es hat mit dem Ausrichterland zu tun, aber dieses Turnier könnte einfach die Fortsetzung der Doku "WM1994- Elf Helden, ein Albtraum" sein.