Mich macht das tatsächlich sprachlos, aber das ist ein Abbild unserer derzeitigen Gesellschaft. Da wird ein Vertrag unterschrieben, der im Vorfeld von den Eltern, Beratern, Justitiaren und was weiß ich wem noch als ok abgesegnet wurde, und sobald sich irgendein Parameter verändert, meistens zu Gunsten des Spielers, wird auf einmal nachverhandelt und es wird mehr Geld gefordert oder ein Vereinswechsel eingefordert oder, oder oder.
Es ist ja eh schon aus der Mode gekommen, zu seinem Wort zu stehen (an das man sich meistens gar nicht mehr erinnert
), aber das man nicht mehr dazu steht, einen Vertrag, den man in vollem Bewusstsein unterschrieben hat (und selbst wenn es per Mail gewesen ist, er wurde unterschrieben) zu erfüllen, das ist in meinen Augen beschämend und als neuer Verein würde ich wirklich überlegen, ob so ein Spieler charakterlich überhaupt in die Mannschaft passt (das Gebilde bei z.B. den RNL ist ja momentan auch recht fragil
)!
Aber am schlimmsten ist doch die Situation für die Vereine. Sie geben einem Spieler auf Jahre hinaus eine wirtschaftliche Sicherheit, stecken Entwicklungsarbeit in diesen (auch eine Leihe, um Spielpraxis zu bekommen, gehört dazu) und irgendwann passiert dann so etwas. Um das einzudämmen, sollte ein Verein dies mal seinerseits machen, um den Spielern ein Signal auszusenden, dass es sich nicht um eine Einbahnstraße handelt.
Ich kann gar nicht aufhören, den Kopf zu schütteln und mich über so ein Verhalten aufzuregen. Da redet man ständig von Fair Play und Vorbildfunktion und dann kommt so etwas!!! Das ist einfach zum
!
Und natürlich, sämtliche juristische Schlupflöcher sind legitim, aber ein Ehrenmann ist man oder ist man nicht! Es gibt ja den schönen Spruch "Tue nichts, wofür sich Deine Eltern schämen würden, wenn sie es morgen in der Zeitung lesen"!