Ohne dem guten Oleg Kuleschow seinerzeit zu nahe treten zu wollen: Olafur habe ich in Erinnerung als den Erfinder des Spielmachers auf der Halbposition. Seinen vielen Toren zum Trotz habe ich ihn immer als den Denker und Lenker des Magdeburger Spiels gesehen, der seine Mitspieler, vor allem Perunicic und Kervadec, trefflich eingesetzt hat. Ein bisschen wie Jim Gottfridsson: Schauen nach dem besser postierten Mann und wenn´s sein muss, halt selber einnetzen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Immerhin waren Spielausschnitte und Live-Übeertragungen damals noch eher rudimentär vorhanden. Und "in echt" in der Halle habe ich ihn leider niemals gesehen.
Ziemlich treffend beschrieben finde ich. Kuleschow war mehr wie Bezjak heute oder O`Sullivan bei den Norwegern, eher Strippenzieher und Taktgeber etwas im Hintergrund, aber Ole Stefansson war so ein Handballer, wegen dem man in die Halle geht, ein Ästhet vor dem Herren, aber trotzdem auch Kämpfer.
Ich kann mich dunkel an ein Spiel erinnern, (glaube gegen Hameln) auf jeden Fall ein Abstiegskandidat zu der Zeit, was der SCM unfassbar schlecht gespielt hat und Ole S. macht kurz vor Schluss den Siegtreffer zum knappen Sieg. Anstatt sich zu freuen und sich feiern zu lassen verschwand er sofort wütend in den Katakomben. Gueric Kervadec sagte mal, der Ole ist ein netter und superintelligenter Typ, aber er rennt immer rum wie ein Clochard. Beide Legenden bei uns.