Simon hat ja im Interview nach dem Spiel sowas gesagt wie, ihm sei bewusst, dass das merkwürdig erscheine, aber es sei halt auch seine Karriere.
Das finde ich halt mega "spannend " diese Aussage. Natürlich ist es seine Karriere, aber das Skript sieht in solchen Fällen klassischerweise mehr Demut und Reue vor. Das klingt ein bisschen wie: Kritik an meiner Entscheidung verbiete ich mir, weil geht euch ja auch nichts an. Mag natürlich der Tatsache geschuldet sein, dass er kein deutscher Muttersprachler ist, aber es weht eine gewisse Attitude in die Kamera. In einer Zeit, in der man jede Wimpernbewegung auf die Goldwaage legt, kommt das irgendwie komisch rüber. Und je mehr ich darüber nachdenke, wieviel Substanz im vergangenen Jahr für diese Thematik drauf gegangen ist, desto erleichterter bin ich, dass ein Ende in absehbare Nähe Ist.
Wie ich schon sagte, im Zweifel lieber mal gar nix sagen oder eben neutral und unverfänglich bleiben, bevor mir was entgleitet, was zu meinem Nachteil ausgelegt werden kann. Auch wenn er kein Muttersprachler ist, sollte etwas Taktgefühl gegenüber dem Noch- und ehemaligen Wunsch-Arbeitgeber nicht zu viel verlangt sein.