In Dortmund war es wirklich ein großartiges Handballspiel, das jede Menge Spaß gemacht hat. Wahrscheinlich wären es weit mehr als die 1.520 Zuschauer gewesen, wäre die Halle größer. Der BVB hat von Beginn an sehr aggressiv verteidigt und Alieke van Maurik ihr bislang wohl bestes Spiel im BVB-Trikot absolviert, wenn man nur die Abwehrleistung betrachtet. Nieke Kühne tat sich enorm schwer und blieb vor der Pause ohne Treffer. Zog es Kühne Richtung Mitte, dann war Emma Olsson da, die offensiv eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. Ihr tut es gut, dass sie in der Champions League nochmal ganz anders gefordert wird. Hut ab, so extrem war das nicht zu erwarten. Und mit Lara Egeling hat noch eine ganz junge Linksaußen geglänzt, die einfach frech spielt und sich keine Kopf macht. Dazu hat sie noch alle Varianten drauf, eigentlich fehlt ihr nur noch der Dreher. Der Sieg war insgesamt mehr als verdient, da der BVB in sämtlichen Bereichen besser war. Blomberg ließ viel zu viel vom Kreis liefen, da waren einige Fehlwürfe mit dabei. Und es fehlte massiv an Entlastung von Kühne. In der Vorsaison hat sie das Turnier verpasst und war weniger belastet. Ich bin sehr gespannt, inbesondere mit der European League vor der Brust, wie gerade sie durch das Frühjahr kommt. Der Spielplan meint es sogar noch einigermaßen gut. Beim BVB darf man hingegen sehr optimistisch sein, zumal Lisa Antl keine Sekunde gespielt hat und Lois Abbingh, Alicia Langer und Lena Hausherr ganz fehlten. Gurø Nestaker spielte außerdem nur kurz, da sie zuletzt krank war.