Was ich aber gar nicht verstehe, ist in der Tat der Ablauf dieses TTO‘s.
Der Wetzlarer Spieler wirft den Ball „planlos“ nach vorne, kein Mitspieler weit und breit, und als der Ball herrenlos an 9m ist, ertönt das Signal. Also eins ist klar, zu diesem Zeitpunkt war Wetzlar definitiv nicht in Ballbesitz! Und dann geht das Spiel „irgendwo an der Mittellinie weiter“, weil???
Ich habe heute extra nochmal in den DfB der HBL nachgelesen, da steht, dass die offiziellen Regularien des TTO Bestand haben und nur durch das Drücken des Buzzers und das Signal ersetzt werden. Also zählt weiterhin das Signal als Zeitpunkt des TTO und darauf hatte Wetzlar in diesem Moment, weil kein Ballbesitz, keinen Anspruch. Gemäß den DfB hätte es m.E. Siebenmeter für Stuttgart geben müssen, ist das richtig? Vielleicht kann Rheiner das mal querchecken 😉.
Und dann natürlich die Frage, reicht Stuttgart dieser eine Punkt oder hat man die Situation, vorbehaltlich meiner korrekten Einschätzung, erkannt und einfach mal Einspruch angekündigt?
Aus meiner jetzigen Sicht kann ich das Vorgehen der SR und Lars Geipel nicht so richtig nachvollziehen.
Über den Begriff "Ballbesitz" lässt sich in der Situation streiten. Der Siebenmeter wäre allerdings nur dann fällig gewesen, wenn der Buzzer von Wetzlar gedrückt worden wäre, wenn Stuttgart kurz davor den Ball erobert hätte, und das war ja wohl zweifelsfrei nicht der Fall!