Das wäre in meinen Augen womöglich perspektivisch schlecht für den Sportclub im stetig wachsenden Wettbewerb im Spitzenhandball. Stagnation ist Rückschritt.
Sollte die Getec nur saniert und nicht auch ausgebaut werden, gehen wichtige Einnahmen verloren gegenüber der direkten Konkurrenz.
Finde es grob fahrlässig und wäre sehr enttäuscht.
Es ist aber nicht (primäre) Aufgabe der Stadt, die jeden € dreimal umdrehen muss, mit öffentlichen Geldern dafür zu sorgen, dass ein Sportclub, noch dazu ein privatwirtschaftlich geführter, seine Einnahmen steigern kann. Jedenfalls nicht um jeden Preis. Am Ende ist es eine wirtschaftliche Frage: Ist der Impact für Magdeburg so groß, dass sich die Investition rechnet? Für Hamburg wurde das mal analysiert. Da kam man in der Gesamtheit des Sports auf einen "fiskalischen Effekt" von 110 Mio. € pro Jahr. Das auf die Einwohner der Metropolregion runtergebrochen macht ein Plus von rund 20 € pro Person und Jahr, bedingt durch die Summe der sportlichen Angebote in der Stadt. Würde man die Zahl einfach nur auf Magdeburg übertragen und annehmen, dass sich Fußball und Handball diesen Satz brüderlich teilen, macht das 10 € Mehreinnahmen pro Einwohner und Jahr. Um wieviel € würde man das verringern oder erhöhen, wenn sich die finanzielle Situation des SCM ändert? 0 € werden es nie werden solange der SCM erstklassig bleibt, und eine Verdopplung halte ich auch für ausgeschlossen. Nehmen wir einfach an, der Effekt, der sich mit einer größeren Halle einstellt, beträgt 5 € pro Einwohner. Wie will man damit Investitionen von weit über 100 Mio. € rechtfertigen?
Grob fahrlässig ist es, wenn leichtfertig mit öffentlichen Geldern umgegangen wird. Das kommt in Sachsen-Anhalt schon viel zu oft vor. Es ist aber verständlich, dass das der SCM-Fan in seiner Bubble anders sieht.