Beiträge von Feivel@RedXPaintball

    Das Verbandsgericht hat die Durchsuchung nicht angeordnet.


    Die NADA hat wegen des Anti-Doping-Gesetzes die ganze Angelegenheit zuerst an die Staatsanwaltschaft übergeben und dem Spieler/Verband bis dahin nichts gesagt. (was natürlich auch die Aufarbeitung der Verteidigung nach noch mehr verstrichener Zeit nicht einfach gemacht hat)

    Bzgl. der "Quasi Schuld-Vermutung" beim Anti-Doping möchte ich nicht mein ungesundes Halbwissen zum Besten geben.

    Off topic:

    Irre wie stark frequentiert hier der MD Thread ist.

    Nette Frage: hat eigentlich jede Mannschaft in Deutschland noch ein eigenes Vereins Forum auf der eigenen Homepage oder haben sich die MD Fans die HE als Vereinsforum ausgesucht?

    Der Unterschied ist ja schon enorm in den einzelnen Threads

    Naja, woanders wildern wir eigentlich nur bei spezifischen Themen....außer man rückt uns hier auf die Pelle, dann schauen wir auch mal woanders nach, warum sich die Mitforisten langweilen. :lol:

    Schlickmann hat doch Recht:


    Wenn die Nada jetzt einmal den Körperkontakt (u.a. zu Fans) als Erklärung akzeptiert, schwächt man die Anti-Doping-Bewegung.

    Warum schwächt man die Anti-Doping-Bewegung, wenn man nach den eigenen, zuvor festgelegten Regeln arbeitet?

    Andersherum wird wohl eher ein Schuh draus.

    Du hast vorgeblich alles gelesen und sprichst trotzdem (wider besseres Wissen?) von einem "Freispruch" für Portner. :hi:


    Das HBL Präsidium ist zu der Ansicht gekommen, dass die von Nikola Portner vorgetragenen Argumente seine Unschuld wahrscheinlicher erscheinen lassen, als seine Schuld (darauf beziehst Du Dich mit Artikel 3.1 des NADC). Das bedeutet aber nichts, dass die NADA oder WADA bei der Überprüfung des Urteils sich dieser Sichtweise anschließen müssen.

    Aber das ist doch der Punkt von Alf zitierten Stellen, dass die Unschuld des Athleten wahrscheinlicher sein muss, als dessen Schuld. (NADC)

    Damit stellst du doch aber letztlich im gleichen Atemzug die Frage: Warum werden nicht viel mehr Athleten positiv auf Spuren verschiedentlicher Drogen getestet, wenn doch halb Magdeburg/ Potsdam / Eisenach (Achtung Polemik) Drogen konsumiert .


    Oder schüttelt nur Nikola Portner Hände?


    Wir kennen alle nicht die vollständige Argumentation, vielleicht fand der indirekte Drogen Kontakt ja auch im privaten Umfeld statt.

    Also ein Meth-Konsument muss zum Handball gehen, dann einen von Spielern kontaminieren und zwar bevor diese Spieler zur Probe gehen....und ihr seit der Meinung, dass das dann wesentlich häufiger vorkommen müsste.

    Also ich wüsste von 30-40 Prozent meiner Klienten, dass die sehr sicher regelmäßigen Kontakt zu Drogen wie Meth haben (dementsprechende wohl auch regelmäßige Rückstände an ihren Handen etc) und deshalb würde ich durchaus überaus wsl erachten, dass eben diese Klienten auch mal den Weg in die Handballhalle finden. Glaube, diese geschönte Ansicht der Welt ist überholt. Da muss sich Magdeburg auch nicht vor solchen Zentren wie Berlin, Hamburg, Leipzig verstecken (leider).

    Also was Methamphetamine angeht müssen sich eher die anderen Städte vor Magdeburg und andere ostdeutsche Städte wie Erfurt & Dresden verstecken:

    https://www.emcdda.europa.eu/p…s/waste-water-analysis_en


    hat eine interaktive Grafik zum Thema.

    Wir gehen jetzt davon aus, dass die Berichterstattung der SportBILD zutreffend ist und die unwissentliche Kontamination per Hautkontakt mit einem Zuschauer die schlüssige Erklärung für den positiven Dopingbefund ist. Wenn dann das HBL-Präsidium feststellt, dass dieses Szenario "weit überwiegend wahrscheinlich" ist, dann wären die HBL und die Vereine in der Pflicht die Gesundheit der angestellten Spieler vor einer solch realistischen Gefahr in Zukunft zu schützen.

    Auf welche meiner Beträge ist das jetzt die Antwort?



    Unabhängig davon zu diesem Beitrag von dir:


    Die Begründung der HBL bezieht sich auf den vorliegenden Fall, nicht auf ein global-galaktisches "weit überwiegend wahrscheinlich", der Schluss einer "realistischen Gefahr" ist also für mich nicht zutreffend.

    Dass es nie eine 100%ige Sicherheit gibt, erkennt die NADA/WADA ja mit den von ALF zitierten Stellen auch an. (und deswegen ist die Aussage von Sörgel mal wieder....)
    Der Schluss wäre also eher, dass das System Einzelfälle auch entsprechend der eigenen Regularien wie vorgesehen behandelt.

    Bei allem gebotenem Respekt aber diese Hexenjäger aka Sörgel gehen mir echt auf den Beutel. Erinnert mich an diese ganzen Experten die aus ihren Löchern krabbeln wenn es was zu melden gibt. Für die gibt es nur Schuldige ohne Ausnahme. Wie bei Monty Pyton „ Sie ist eine Hexe…..arghhh verbrennt Sie…“ Man muss mal die OSINT Experten befragen, was Sörgel so in 71 Jahren gemacht hat.

    Für sowas verschwenden solche Leute keine Zeit.


    Anzeigenmeister hinschicken und gut ist. :lol:

    Irgendwie kriege ich diese beiden Aussagen nicht zusammen:

    Aber es erscheint mir auch unwahrscheinlich, dass ein Methamphetamin-Konsument mit großen Mengen der Substanz an den Händen in einer Handballhalle herumläuft und Nikola Portner die Hand schüttelt an dem Tag als dieser zur Dopingprobe muss oder gar, dass jemand bewusst eine Kontamination des Spielers beabsichtigt hätte.

    Der Hautkontakt mit einem Zuschauer wäre eine delikate Argumentation, denn

    • ja, Studien belegen, dass eine Kontamination per Hautkontakt möglich ist. Aber bei unzähligen Tests von Sportlern rund um die Welt, die bei Wettkämpfen regelmäßig Kontakt mit Zuschauern haben, gibt es quasi keine weiteren Fälle, in denen es auf diese Weise zu positiven Dopingtests gekommen ist.

    Einerseits müssten viel häufiger Tests anschlagen andererseits ist es unwahrscheinlich, dass Sportler kontaminiert werden?

    Wenn die Nada „Fan-Kontakt“ o.ä. jetzt als Erklärung akzeptiert (obwohl Doping-Experten das für völlig abwegig halten), schafft sie einen Präzedenzfall.

    Ich weiß nicht, von welchem Doping-Experten du hier sprichst.


    Wenn du dich auf die eloquente Meinung von Sörgel beziehst, dass das nicht möglich wäre, allerhöchstens über eine Salbe:


    Da gab es bei der Methwelle vor 10 Jahren zig Studien welche die passive Aufnahme und Cleaning Standards zum Thema haben, aber die hat der "Experte" nicht gekannt oder bewusst vergessen.


    Einfach mal Google bemühen und durch die zitierten Quellen brausen:


    https://www.researchgate.net/publication/259807127_Dermal_Exposure_to_Methamphetamine_Hydrochloride_Contaminated_Residential_Surfaces_II_Skin_surface_contact_and_dermal_transfer_relationship

    Household Contamination with Methamphetamine: Knowledge and Uncertainties
    Contamination of residential homes with methamphetamine is an emerging issue of significant concern to public health. Cooking or smoking methamphetamine in a…
    www.ncbi.nlm.nih.gov

    Im Grunde genommen ist die Urteilsbegründung seitens der HBL nicht mit dem Nationalen Anti-Doping Code (NADC) der NADA in Einklang zu bringen. Dort heißt es in Artikel 2

    Mal (vielleicht) ganz blöde Frage:


    Was steht denn in der Anti-Doping-Ordnung der HBL? Die sollte ja die Grundlage für die Entscheidung und im Zweifelsfall in Einklang mit dem NADC sein.

    Sehr schön, nur schade, dass die Entscheidung erst nach dem CL-Final-Four getroffen wurde.

    Ach, Nikola hatte ja selbst um Fristverlängerung gebeten, sicherlich um Unruhe zu vermeiden.


    Und mir ist ein verlorenes CL-(Halb)finale alle mal lieber als wenn jemand gezwungen ist seine sportliche Karriere zu beenden.
    (weil andere überhastet Entscheidungen treffen).

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