Vielleicht, weil Weber zu Übereaktionen neigt?
Und jetzt nicht gleich wieder steil gehen.
Ich denke manchmal, dass sein Ehrgeiz / seine eigenen Erwartungen so überbordend sind, dass er es nicht schafft seine Energie/ sein Können in die richtigen Bahnen zu lenken.
Sein Gesicht spricht manchmal Bände… nach der Niederlage gegen Frankreich sah es aus, als ob er gleich wie ein kleines Kind losheulen würde.
Er kämpft mit seinen Emotionen und die stehen ihm vielleicht im Wege.
Dieser Sichtweise zu Webers Emotionen kann ich auch definitiv folgen und ich bin mit seiner Performance in dieser Saison alles andere als zufrieden, es erklärt nur immer noch nicht, warum seine (in Teilen sogar erwartete) Nichtleistung so viel mehr dramatisiert wird, selbst dann, wenn sie inhaltlich schwer haltbar ist - ich nehme nochmal das Norwegen-Spiel, 2. Halbzeit, weil das bei mir so ein Knackpunkt war, dass mich die Thematisierung Webers extrem genervt hat. Alfred hat ihn für einige Minuten noch einmal gebracht, was angesichts der 2 Slapstickeinlagen im ersten Durchgang sicher mutig war. Weber hatte dann diese eine Szene, als er statt zwischen 1 und 2 selbst durchzugehen, zu Dahmke rausspielt (der dann verwirft). Ansonsten hatte er davor vier nennenswerte Aktionen, allesamt positiv für Deutschland. Dennoch ging es hier nur um die schwache Leistung von Weber.
Das ist der Grund, warum ich hier versuche, die sicherlich berechtigte Kritik etwas zu relativieren und zu reduzieren und nun wahrscheinlich als großer Weber-Fan gesehen werde.