Naja, das ist wie bereits des Öfteren erwähnt echt Ansichtssache.
Für den einen ist Stimmung gleichzusetzen mit Lautstärke! Das sind diejenigen, die Riesenfans von Klatschpappen, Marktschreiern und ähnlichem sind.
Für die anderen ist Stimmung etwas, was sich durch Emotionen ergibt - oder auch nicht. Anfeuerung durch Schreien und Klatschen, die von Herzen kommt. Dadurch halt mal mehr und mal weniger. Zudem ergibt sich auf dieser Basis auch immer die Situation, daß sich in bestimmten Situationen die Mannschaft den „Support“ auch erstmal verdienen muss.
Das Flensburger Publikum gehört ganz sicher zur zweiten aufgezählten Gruppe. Es steht schon immer bedingungslos hinter der eigenen Mannschaft. Allerdings bekommt diese es schon mal zu „spüren“, wenn das Publikum der Meinung ist, sie würde nicht alles geben. Und das ist auch gut so!
Denn das monotone Geklatsche auf Oberschenkel oder Wellenbrecher erzeugt zwar viel Lärm aber keinerlei Emotion. Das ist ganz oft bei den Liveübertragungen im TV gut zu beobachten, daß es in diversen Hallen viele Zuschauer gibt, die emotional gar nicht dabei sind, sondern eher aus „Gruppenzwang“ klatschpappen....
Und ganz oft entscheidet der übertragende Fernsehsender, ob ein Publikum ein Operettenpublikum ist oder ein emotionales Fegefeuer. Nämlich indem sie die Hintergrundlautstärke hoch- oder herunterregeln. Beim Spiel des THW gegen Hannover wurde bereits in der Vorberichterstattung dauern das ach so tolle Kieler Publikum erwähnt. Dann ist es natürlich klar, daß auch der Hintergrundton entsprechend hoch geregelt wird. Passte ja auch wunderbar, da Hannover ja von Beginn an die Hosen voll hatte.
Wie manipulierbar das alles ist kann man wunderbar bei Fußball-Liveübertragungen beobachten. Neulich beim Spiel Liverpool-ManCity war der Ton derart heruntergekrempelt, daß man fast dachte, die spielen nicht an der Snfield Road sondern auf neutralem Platz.
Daher sollte man mit seinen Kommentaren zu Stimmung in den Hallen meiner Meinung nach recht vorsichtig sein...