Beiträge von exilberliner

    An Hutecek hat man auch vergeblich gegraben. Abwarten, die holen erst mal Palle und bis 2027 ist noch etwas Zeit. Und der Flo sitzt ganz entspannt neben K73 auf dem Dyn-Sofa...

    Ja, hatte ich drauf gewettet und mich gewundert, dass es dann nicht dazu gekommen ist, stattdessen Simak. Bob baut ja sehr stark an der Österreich-Italien-Achse, und mit Romero hat man neben Wilczinski einen weiteren Buddy dort. Man hat auch die Kofler-Brüder, wenngleich auch Elias nach Hamburg abgegeben wurde, in sofern passt Möstl schon.

    Und sogar der ist falsch! Denn sie versteht nicht, dass das nichts mit Zielgruppe zu tun hat, sondern mit den Personen die überhaupt noch Fernsehen schauen.

    Die Zielgruppe ist viel größer, aber die hängt am Handy mit Tiktok Snapchat Instagram Discord. Dahin muss Frau Schneider und dafür werben das vor allem Mädchen in Hallen gehen. Nicht zu handball-world.news, wo nur alte Säcke abhängen!
    Ich habe es vor ein paar Monaten schon einmal geschrieben und wiederhole mich gerne: das Problem des Frauenhandballs sind nicht die Zuschauer, die Sponsoren oder Equal Pay, sondern die Tatsache, dass Frauen nicht zuschauen.

    Aber das macht sie doch. Sie hat doch auf Instagram eine größere Reichweite als alle Nationalspielerinnen zusammen!

    Lest doch mal bitte dieses Forum: Alle Frauen zu schlecht zu blöd, und "diese Damen" haben keine Ahnung. Und das in der Regel von alten Männern, die wahrscheinlich zum Großteil im Handball genau gar nichts erreicht haben.

    Spannende Meisterschaftskämpfe möchte ich aber zwischen Mannschaften wie Kiel, Magdeburg, Flensburg, Lemgo und gerne auch Minden und Co., wo schon vor fast 100 Jahren Meisterschaften im Feldhandball gewonnen wurden. Die Retortenmannschaften der 2000er werde ich nie mögen, dennoch haben sich einige durch ihr Auftreten sowie eine sachkundige und reflektierte Fanbase eine gewisse Reputation geschaffen. Kenne vom Hamburger Pokal Final Four z.B. ein paar sympathische Mannheimer Fans, die auch die damalige Situation sehr gut einzuschätzen wussten. Berlin dagegen ist von Anfang an durch Arroganz aufgefallen. Hochmut und Provokationen, besonders gegenüber dem feindmarkierten Magdeburg ziehen sich wie ein roter Faden durch deren kurze Geschichte. Und dann rumjammern, wenn man nicht geliebt wird. Nö, Leute, es gibt keinen Liebeszwang, kommt damit klar.

    Ach je, wieder so ein Hater-Beitrag mit diesem Retorten-Gelaber. Ich bin in dem angeblichen Retortenverein schon fast 40 Jahre Mitglied, da hatte übrigens gerade ein späterer Kieler Erfolgstrainer in der Bundesliga und im Europapokal für den Retortenverein Tore geworfen. Die Flensburger Spielgemeinschaft gab es da noch gar nicht. Im Retortenverein erzählten sich die Älteren damals von Ihren Erlebnissen in der Feldhandball-Bundesliga, wie in anderen Vereinen auch. Unter dem Hallendach hängt das Trikot eines Feldhandball-Weltmeisters von 1966 und Olympia-Teilnehmers von 1972. Klar gab es viele Aufs und Abs, und besonders die 90er-Jahre waren eine richtige Durststrecke. Und dann hatte man eben (mit Bob Hanning) eine Phase der rasanten Professionalisierung. Die haben aber andere Vereine auch durchgemacht (die Betriebsgesellschaft der Kieler wurde auch Anfang der 90er gegründet), nur eben nicht ganz so systematisch und in dem Tempo wie die Füchse. Aber die Organisation, die in die Champions-League gehört, ist genauso wenig mehr der Deutsche Feldhandball-Meister von 1948 Turnverein Hassee (übrigens von 1904, nicht wie die Füchse von 1891;))

    Ich hatte auch von „außerhalb der Handball-Fans“ geschrieben!

    Ist nicht der Punkt für mich. Fans interessieren mich da wenig, Handball-Merch-Produkte sind für Sportartikelhersteller sicher kaum interessant. Adidas hatte sich zuletzt vollständig aus dem Handball zurückgezogen. Burgdorf spielte deshalb mit den drei Strafen, weil da ein Zwischenhändler eingeschaltet war. Das scheint sich jetzt zu ändern. In der Handball-Fläche ist Adidas, von Schuhen abgesehen, überhaupt nicht vertreten. Kein Dorfverein, keine Jugendmannschaft, spielt in Adidas. In die Bundesliga ist Adidas jetzt mit Erlangen und HSV vorsichtig zurückgekehrt. Ich kenne aber zum Beispiel persönlich keinen Handballer, der auch nur in Erwägung zieht, sich Adidas-Klamotten zuzulegen. Und der Markt der aktiven Handballer, ist im Heimatland von Adidas (+Skandinavien) so klein nicht. Klar ist das für ein Weltkonzern wenig, aber bei Sportmarken ist es doch so, dass man einen Kompetenz-Kern in den Sportarten braucht, selbst wenn das Gros des Absatzes fern von jeder sportlichen Kompetenz gemacht wird.

    Von der Arbeit, die von den Füchsen und Potsdam im Nachwuchs gemacht wurde, haben doch andere Vereine inzwischen genauso profitiert. Welche Mannschaft hat denn die vorletzte Zweitligasaison für Potsdam bestritten? Neben den jetzt noch bei den Füchsen und Potsdam Aktiven Sauter, Beneke, Orlov, Akakpo, Simic, Kofler.... Ziel war nie, ausschließlich Reserve für die Füchse zu haben, sondern Bundesligaspieler zu entwickeln. Und das ist ja nun eindeutig auf Hannings Plusseite.

    Ich finde, die Diskussion hier lässt einiges außer acht:

    Da istVerhältnisse, der bisher zu wenig Beachtung geschenkt wird: Bob möchte Paul Drux als seinen Nachfolger, Das hat er schon mehrfach öffentlich geäußert. Nun gehen immer alle davon aus, dass Drux, Wiede und Siewert ja praktisch eine Gang, weil ein Jahrgang, sind. Hört euch bitte mal "Hand aufs Harz" mit Jaron Siewert von vorletzter Woche an. Da wird eine Sprachnachricht von Drux eingespielt, vermutlich auch hier in der Annahme, die beide seien beste Kumpels - die Nachricht ist sehr korrekt, aber auch irgendwie distanziert, so richtig weiß man nicht, warum man diese Massage braucht. Siewert wird dann gefragt, ob er und Paul eigentlich gute Freunde seien. Er wehrt ab, Freundschaft sei ein zu großes Wort, und sagt dann später, man habe sich in der Rolle Spieler-Trainer schon ganz schön entfremdet, obwohl "er ihn zum Kapitän gemacht" habe (man beachte die Betonung des Machtverhältnisses). Ich kann mir vorstellen, dass Siewert und Kretzschmar den Plan, Drux solle bald ihr Chef werden, für gar nicht gut hielten, das hätten sie wohl lieber allein gemacht, was wiederum nicht in Bobs Sinn wäre. Dazu kommt die Verlängerung von Wiede, Drux' best Buddy. Könnte sein, dass das Bob gegen den Willen der beiden durchgedrückt hat, was bisher nicht üblich war: es galt, Personalentscheidungen wurden positiv getroffen, wenn Bob, Trainer und Kretsche, seit er da war, "grünes Licht" gegeben haben. Dazu passt, dass der Rausschmiss der beiden mit der Meldung, Drux habe hab nächstem Jahr eine offizielle Funktion, verkündet wurde. Klar, Bob steht Jaron Siewert nahe, aber noch enger ist die Bindung an Drux und Wiede.

    Die Dänen, vor allem Gidsel, haben vermutlich gar nicht so eine aktive Anti-Siewert-Rolle eingenommen. Gegen Krickau werden sie, vor allem Gidsel) aber auch sicher nichts einzuwenden haben. Dann wäre da noch Milosavljev - hier spielt sicherlich das weitere Schicksal von Dejan Peric eine wichtige Rolle, schließlich wurde der ja im Nachgang zur Milo-Verpflichtung noch geholt. Bleibt er? Gehört er eher zum Team Bob oder zum Team Kretzsche? Kurz: Ich denke, da gibt es Konstellationen, die einfach nicht in der Öffentlichkeit bekannt sind, und vielleicht nie bekannt werden.

    Zitat

    Finanziell ist sicher die aktuelle CL-Saison für die Füchse mit der Teilnahme am FF über den Erwartungen gelaufen und wird natürlich schon deshalb zusätzliches Geld in die Kassen spülen. Dann steht die Teilnahme für die kommende Saison ebenfalls fest. Sie haben die Hand an der Meisterschale und auch dieses wird zusätzliche Ausschüttungen bei den Sponsoren erzeugen. Für all das braucht es noch gar keinen "Gönner", der zusätzlich ins Portemonnaie greift.

    Man darf auch nicht vergessen, dass die Planstelle Jakob Holm nie nachbesetzt wurde und mit Drux seit Beginn der Saison ein weiterer Rückraumspieler raus ist, für den nicht nachverpflichtet wurde. Die gesamte Saison wurde mit 6 Rückraumspielern auf der Payroll bestritten, viele Spitzenteams haben zwei mehr. Der "dünne Kader" war auch der Grund, warum viele hier zu Beginn der Saison nicht daran glaubte, dass die Füchse um die Meisterschaft mitspielen konnten. Die Halle ist immer gut besucht, die Dauerkarten sind teurer geworden, es wurde jüngst ein weiterer größerer Sponsor präsentiert. Hanning hat immer konservativ gewirtschaftet, dass es vor einiger Zeit wirtschaftliche Probleme gab, wurde von außen herangetragen, das Motto hieß aber immer: "WIr leben nicht über unseren Verhältnissen".

    Preisfrage: Wie sähe denn eine Idealbesetzung RR bei den Füchsen hinter Gidsel aus? Der Spieler müsste gut genug für die Ansprüche der Füchse sein, gesettled genug, um nicht mehr allzu viel Spielpraxis für die Entwicklung zu brauchen und sich mit der Reserverolle abzufinden....

    Vom Talent her sehe ich Beneke noch vor Lichtlein und Langhoff. Es stimmt übrigens auch nicht, dass er keine Abwehr kann - vielmehr hat er in Potsdam letztes Jahr "den Gidsel" gemacht - er hat oft Außen gedeckt, um Verschnaufpausen zu erhalten, weil er sonst durchgespielt hat. Auch er hat überdurchschnittlich viele Steals. Im Angriff ist er weit mehr als Steineschmeißer (das kann er zusätzlich). Er ist darüber hinaus ein hervorragender 7m-Schütze.

    Beneke hatte in dieser Saison wegen einer Verletzung keine Vorbereitung. Als das überstanden war, ist er nicht ins Team reingekommen, angesichts der Gidsel-Performance war das auch schwer. Das war dann eine Kopfsache, die er über Monate nicht lösen konnte. Jetzt zum Ende rollt der Meisterschaftszug, das ist nicht die Zeit für Integration. Ich glaube, dass er in der nächsten Saison einen zweiten Anlauf nehmen kann. Klar wäre ein Wechsel auch nicht verwunderlich. aber nicht zwingend notwendig.

    Das Schwierige ist an der Stelle, Absicht von Unvermögen zu trennen. Wechselfehler passieren das ganze Spiel über. Klar könnte man jetzt argumentieren, die Mannschaft hätte es ja deutlich angezeigt. Aber selbst da könnte man verteidigend einwerfen, dass man aufgrund sportlicher Fairness auf seinen eigenen Verstoß hinweist. Machen Spieler, die den Ball zuletzt berührt haben, bevor er ins Aus fliegt, ja auch manchmal. Es gibt sogar Spieler, die ihre Fouls zugeben.

    Dieses Problem könnte man aber dadurch entschärfen, dass in den letzten 30 Sek, die angreifende Mannschaft zwischen Ballbesitz und 7m wählen dürfte.

    Normalerweise ist die Intention eines Regelbruchs die Vereitelung einer Torchance des Gegners durch ein Foul oder der schnellen Ausführung des Anwurfs/Freiwurfs. Hier nimmt man die Torchance des Gegners wohlwollend in Kauf. Klingt erstmal sportlich unfair. Aber gilt dasselbe nicht auch für eine Wurffalle?

    Welche Regel brichst du denn mit der Wurffalle? Keine. Im vorliegenden Fall wird aber bewusst eine Regel gebrochen, bewusst eine Strafe in Kauf genommen, weil dennoch ein minimaler Vorteil entstehen könnte.

    Ich wundere mich etwas über die Argumentation "Das Regelwerk gibt es her". Das Regelwerk wird absichtlich gebrochen, weil man sich trotzdem einen Vorteil verspricht. Irgendwer hatte vorgeschlagen, für die Sonderfälle der letzten Sekunde im Regelwerk zu ergänzen, dass die Mannschaft im Ballbesitz nach der Bestrafung der verteidigenden Mannschaft - rote Karte - über die Spielfortsetzung selbst entscheiden können sollte: Ballbesitz oder 7m. Das würde die Regelungslücke stopfen solche Versuche ins Leere laufen lassen. Wäre eine gute Idee.

    Es war ja kein Schlupfloch im Regelwerk. Ein positives Beispiel für die relativ neuen Regeln in den letzten 30s. Früher hätte man durch einen geplanten Wechselfehler einen Tempogegenstoß unterbinden können und ei Unentschieden oder 1 Tore Vorsprung halten können. Heute wird es sinnvoll bestraft.

    Sie lagen ja schon hinten und wollten ein Unentschieden. Früher hätten sie nichts erreicht, nun gab es eine minimale Chance auf einen verworfenen 7m, Ballbesitz und Torerfolg zum Unentschieden. In sofern ein altes Schlupfloch gestopft und ein neues, noch kleineres, eröffnet. Ich sehe das immer aus dem Jugendtrainer-Blick und finde das als Vorbild einfach daneben. Die Chance, noch etwas zu holen, ist ja denkbar gering. Man muss dann auch mal einfach Niederlagen als solche anerkennen.