Beiträge von Löwenherz

    Dass es durchaus mit einer fast komplett neuen Mannschaft klappen kann, hat der THC gezeigt, der unter Müller sofort Meister wurde. Aber Müller hat eben auch (meist) ein gutes Händchen dafür gehabt, wer mit wem in einer Mannschaft zusammen passt. Dass scheint z. B. Vestergaard gar nicht zu haben - aber das ist ein anderes Thema ...

    @ Germanicus: Es hängt davon ab, welche Ziele wir haben. Weltmeister sein könnte mit diesen Spielerinnen auch der gute Gott selbst nicht sein, und auch ein WM-Halbfinale könnte auch ganz wahrscheinlich kein lebender Trainer der Welt mit ihnen erreichen. Gegen die Österreicherinnen von Herbert Müller (die ich kürzlich zweimal gesehen habe, weil sie in der Quali gegen Ungarn gespielt haben) könnten sie aber auch ohne Trainer gewinnen.
    Sport ist nicht schwarz und weiss, ein Team is nicht entweder gut, oder schlecht.
    Und gegen Gegnern die ungefähr auf dem gleichen Niveau spielen können ist es sehr wichtig, wer der Trainer ist. Mensch, es war 49-46, also drei Tore in 120 Minuten. Ein ziemlich geringer Unterschied.

    Genau das ist es! Und wenn nun Vestergaard seine Spielanlyse so auf den Punkt bringt: "Letztlich haben wir ein paar Fehler mehr als Russland gemacht", dann will er uns entweder veralbern oder er versteht weniger von Handball, als man bisher annahm. "Wir wissen jetzt, was wir spielen müssen", versicherte Grit Jurack noch am Freitag. Man sei auf alles vorbereitet, hieß es. Aber darauf, dass die Russinnen genauso spielen würden wie in Dessau, war man offenbar nicht vorbereitet - weder in der Abwehr, noch im Angriff. Die meisten Spielerinnen haben gestern nicht gut gespielt, aber in erster Linie war das Spiel für mich ein Unfähigkeitszeugnis für das Trainerteam.

    Die Situation liegt doch wirklich auf der Hand! Ich erlaube mir, aus meinem Beitrag nach dem Hinspiel zu zitieren:

    "Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wo unsere Schwächen liegen - dieses Spiel hat sie mehr als deutlich aufgezeigt:


    1. Es gibt im Angriff kein Spielsystem. Keine Spielerin weiß so richtig,
    was sie machen soll - eine wesentliche Ursache für die vielen
    Missverständnisse und Ballverluste. Der Ball läuft einfach nicht!
    Deshalb gelingt es auch nur selten. die gegnerische Abwehr in Bewegung
    zu bringen und Lücken zu schaffen. Da bleiben fast nur Einzelaktionen,
    was mit Wohlbold (Wer geht außer ihr mal 1 gegen 1?) solange gut geht,
    wie ihr nicht mehr Aktionen als Stürmerfoul abgepfiffen werden; vieles
    ist da grenzwertig - bei aller Würdigung ihres kämpferischen Einsatzes.


    2. Wir haben keine Außen von internationalem Format. Was für die
    Bundesliga gut reicht, genügt international bei weitem nicht (Zapf,
    Huber, Fischer; Geschke als Notlösung auf Außen zeigt das Dilemma
    überdeutlich). Außer Mazzucco sehe ich da für die nächsten Jahre auch
    keine nenenswerten Perpektiven.


    3. Ähnlich sieht es am Kreis aus. Althaus ist längst über den Zenit
    hinaus, Schulze zu unbeweglich, beide zu langsam (was sich bei Althaus
    auch seit Jahren schon in der Abwehr zeigt; sie kommt deshalb ständig zu
    spät, wie die 3 Zeitstrafen gestern wieder einmal gezeigt haben). Hier
    besteht allerdings Hoffnung, dass es in einigen Jahren besser wird (z.
    B. Behnke, Schmelzer). Wenn von Außen und vom Kreis so wenig Gefahr
    droht, kann die gegenerische Abwehr weit herausrücken, um den Rückraum
    wegzunehmen, was die Russinnen sehr gut gemacht haben.


    4. Vestergaard hat bei der Nominierung und erst recht bei der
    Aufstellung am Sonntag gravierende Fehler gemacht, weil er weder den
    deutschen Frauenhandball versteht, noch die Spielerinnen ausreichend
    kennt. Althaus (siehe oben), Wörz (die bereits bei ihren früheren
    Einsätzen das Spiel langsam und nicht schnell gemacht hat - da war sie
    noch drei oder vier Jahre jünger!) und Müller (ohne Spielpraxis, außer
    Form - dafür Naidzinavicius und Hubinger auf der Bank) - das ging gar
    nicht. Ich gehe sogar soweit: Die Wiederberufung und der Einsatz von
    Wörz kostet uns die WM-Teilnahme. Als sie endlich ausgewechselt wurde,
    war in meinen Augen das Spiel und damit die WM-Teilnahme bereits
    verloren."

    @netter: so offiziel....Eliza Buceschi unterschreibt für ein Jahr beim THC...EXCLUSIV Eliza Buceschi a semnat cu cea mai bună echipă din Germania și va juca în Liga Campionilor!

    Da ist Müller ein echter Coup gelungen! Das ist - mit Ausnahme von Barbosa - m. E. beim THC die beste Verpflichtung der letzten Jahre! Natürlich bleibt abzuwarten, ob die Chemie in der Mannschaft stimmen wird (siehe "Fall" Mietzner!), denn Buceschi ist trotz ihrer Jugend bereits ein Alphatier. Wohin das Aufeinandertreffen zu vieler Alphatiere führen kannn, ist hinlänglich bekannt. Am Spielsystem des THC wird sich in der nächsten Saison wohl einiges ändern.

    Ändern sollte sich nicht zuletzt auch die Informationspolitik des THC: Man sollte mit der Veröffentlichung von Neuigkeiten künftig nicht warten, bis diese schon woanders in der Zeitung gestanden haben.

    Zitat Grit Jurack in der Lvz-Prinzausgabe von heute

    "Die haben uns mit ihrer offensiven 4-2-Deckung überrumpelt.
    Auf alles waren wir vorbereitet,nur auf diese eine Deckungsvariante nicht.
    Nach einer Viertelstunde hatten wir dann die Lösung,ab da lief es ja auch besser"

    Klar, auf diese Idee konnte natürlich keiner kommen. Und "nach einer Viertelstunde" lief es dann wirklich ganz toll! Von allen Positionen wurde am laufenen Band getroffen. Vor allem der Rückraum kam wunderbar zum Zuge, wie wir gesehen haben. Wenn ich so etwas lese, fällt mir nix mehr ein ... Vestergaard sollte sich das Geld zurückgeben lassen, das er für seinen Trainerlehrgang bezahlt hat.

    Germanicus: Was du geschrieben hast, damit bin ich grundsätzlich einverstanden. Zusätzlich möchte ich noch zufügen, dass es so schien, als hätte Trefilov sich selbst und seine Mannschaft spezifisch auf diese zwei Spiele besser vorbereitet als Vestergaard. Vestergaard war (oder zumindest sah so aus) völlig überrascht wenn er sah dass Russland sehr fern, in der 10-Meter-Bereich gegen den Rückraumspielerinnen Nadgornaja und Müller verteidigt hatte, und seine einzige Idee war die offensichtlich fassungslose Wörz, und dann zeitweise auch Nadgornaja und Müller, und die einzige taktische Variation war "lauf schnell und mach das 1-gegen-1".

    Du hast vollkommen recht. Aber das hängt eben auch damit zusammen, dass Trevilov unsere Mannschaft mit ihren Stärken und Schwächen offenbar besser kennt als Vestergaard. Trevilov hatte eine Lösung für das Problem "Deutschland". Vestergaard hatte weder eine Lösung für das Problem "Deutschland", noch für das Problem "Russland". Mehr muss man dazu nicht sagen.

    @ Capitano: Bevor ich mich komplett aufrege und voreilige Schlüsse ziehe, warte ich lieber noch das Rückspiel ab.

    Kein Grund zur Aufregung! Wir gewinnen in der Summe beider Spiele klar und fahren nach Dänemark! Was man von offizieller Seite nach dem Spiel hört, klingt wie lautes Pfeifen im dunklen Wald. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wo unsere Schwächen liegen - dieses Spiel hat sie mehr als deutlich aufgezeigt:

    1. Es gibt im Angriff kein Spielsystem. Keine Spielerin weiß so richtig, was sie machen soll - eine wesentliche Ursache für die vielen Missverständnisse und Ballverluste. Der Ball läuft einfach nicht! Deshalb gelingt es auch nur selten. die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen und Lücken zu schaffen. Da bleiben fast nur Einzelaktionen, was mit Wohlbold (Wer geht außer ihr mal 1 gegen 1?) solange gut geht, wie ihr nicht mehr Aktionen als Stürmerfoul abgepfiffen werden; vieles ist da grenzwertig - bei aller Würdigung ihres kämpferischen Einsatzes.

    2. Wir haben keine Außen von internationalem Format. Was für die Bundesliga gut reicht, genügt international bei weitem nicht (Zapf, Huber, Fischer; Geschke als Notlösung auf Außen zeigt das Dilemma überdeutlich). Außer Mazzucco sehe ich da für die nächsten Jahre auch keine nenenswerten Perpektiven.

    3. Ähnlich sieht es am Kreis aus. Althaus ist längst über den Zenit hinaus, Schulze zu unbeweglich, beide zu langsam (was sich bei Althaus auch seit Jahren schon in der Abwehr zeigt; sie kommt deshalb ständig zu spät, wie die 3 Zeitstrafen gestern wieder einmal gezeigt haben). Hier besteht allerdings Hoffnung, dass es in einigen Jahren besser wird (z. B. Behnke, Schmelzer). Wenn von Außen und vom Kreis so wenig Gefahr droht, kann die gegenerische Abwehr weit herausrücken, um den Rückraum wegzunehmen, was die Russinnen sehr gut gemacht haben.

    4. Vestergaard hat bei der Nominierung und erst recht bei der Aufstellung am Sonntag gravierende Fehler gemacht, weil er weder den deutschen Frauenhandball versteht, noch die Spielerinnen ausreichend kennt. Althaus (siehe oben), Wörz (die bereits bei ihren früheren Einsätzen das Spiel langsam und nicht schnell gemacht hat - da war sie noch drei oder vier Jahre jünger!) und Müller (ohne Spielpraxis, außer Form - dafür Naidzinavicius und Hubinger auf der Bank) - das ging gar nicht. Ich gehe sogar soweit: Die Wiederberufung und der Einsatz von Wörz kostet uns die WM-Teilnahme. Als sie endlich ausgewechselt wurde, war in meinen Augen das Spiel und damit die WM-Teilnahme bereits verloren.

    Hoffentlich kommt jetzt der dringend nötige Umbruch für die Generation Bölk, Urbicht, Mazzucco, Behnke & Co. Auch um die Halbpositionen im Rückraum mache ich mir dabei kaum Sorgen, wenngleich einige Spielerinnen noch ein paar Jahre brauchen werden.

    Die Stärke und Breite der Mannschaften sind natürlich die wesentlichen Voraussetzungen für den Kampf um den Meistertitel.

    Ich sehe aber in den Fähigkeiten und der Cleverness der Trainer einen zweiten wichtigen Faktor.
    Und da liegen die Vorteile für mich klar beim THC,Buxte ,Oldenburg und Bietigheim.

    Wer aus dieser Gesamt- Gemengelage als Sieger hervorgehen wird könnte wird in der nächsten Saison endlich mal wieder richtg spannend werden.

    Als Absteiger sehe ich auch Göppingen und Celle.

    Auch in dieser Hinsicht wird der HCL unterschätzt. Meines Erachtens ist Noman Rentzsch ein sehr guter und einfühlsamer Trainer. Wenn man ihn im Spiel beobachtet, hat man den Eindruck, dass er ganz nah an seinen Spielerinnen dran ist und viel mit ihnen spricht - wie es zwar auch die Müllers tun, aber in ganz anderer Art. Was er gerade in einigen der letzten Spiele aus seinem "Kindergarten" herausgeholt hat, verdient größten Respekt. Dazu gehört nicht zuletzt auch die 1. Halbzeit der Partie beim THC am 23.Mai. Die HCL-Mädels haben sich förmlich zerrissen (obwohl es für sie außer der Ehre um nichts mehr ging), wenngleich ihnen aufgrund mangelnder Alternativen auf der Bank am Ende die Puste ausging. Für mich ist der HCL im nächsten Jahr erster Meisteranwärter, sofern er von größeren Verletzungsproblemen verschont bleibt.

    Bei den Abstiegskandidaten herrscht hier doch ziemliche Einigkeit. Ich gehe da mit, doch Berlin und Blomberg werden auch erst zeigen müssen, wie sie die Abgänge verkraften, die sie nicht gleichwertig ersetzen können.

    Bezüglich des Vorderfeldes sehe ich den THC von allen deutlich überschätzt - egal, welche Spielerin der Club noch holen wird (für mehr als 1 Spielerin dürfte die Kohle kaum reichen). Wenn selbst @netter (als vermutlicher Insider) den THC nicht als Meister sieht, lässt das ziemlich tief blicken und kann wohl auch als Stimmungsbild unter den THC-Fans angenommen werden. Den HCL sehe in der Besetzung wesentlich stärker, und weitere 2 - 3 Mannschaften könnten sich durchaus ebenfalls vor den THC schieben. Dazu zähle ich Buxtehude und Oldenburg, evtl. auch Bietigheim. Bei Metzingen wird man abwarten müssen, wen der neue Trainer noch mitbringt - eigentlich kann es das noch nicht gewesen sein (Es sei denn, auch dort müssen kleinere Brötchen gebacken werden.). Den BVB sehe ich eher im Mittelfeld, denn die 3 Stars werden es allein kaum richten können; ingesamt wirkt die Zusammensetzung qualitativ sehr unterschiedlich.

    Nochmals zum THC: Eliza Buceschi würde exakt in Müllers Beuteschema passen, und auch weitere Gründe würden für sie sprechen:
    - Buceschi ist jung, hat viel Biss und ist eine Kampfsau - also genau der Spielertyp, den Müller gern holt;
    - Baia Mare rüstet weiter auf, da könnte Buceschi Spielanteile verlieren (steht schon jetzt in Konkurrenz mit Abbingh);
    - Baia Mare ist nur Vizemeister geworden, spielt also wahrscheinlich nicht in der CL (kommt höchstens noch über eine Wildcard in die Quali);
    - Buceschi ist ein völlig anderer Spielertyp als Scheffknecht und würde sich mit ihr folglich sehr gut ergänzen;
    - und nicht zuletzt hat Müller nach wie vor beste Kontakte nach Rumänien.
    Die Frage ist, ob sie bereit ist, auf viel Geld zu verzichten, um mit dem THC in der CL zu spielen.

    "... eine neue Ära im Frauen-Handball" - mit einem Trainer, der den deutschen Frauenhandball nicht kennt und einer Co-Trainerein, die noch nie eine Mannschaft trainiert hat - da bin ich sehr gespannt! G.J.: "... im Moment ist das noch ein bisschen wischiwaschi» - das ist genau auch mein Eindruck. Die (Nach-)Nominierung der 3 jüngeren Spielerinnen hatte wohl reine Alibifunktion; alle drei mussten zu Hause bleiben. Der Altersdurchschnitt ist nun beträchtlich. Erfahrung ist im Handball gut, aber nicht alles. Bei den vergangenen internationalen Meisterschaften hat sich bereits gezeigt, dass sowohl Anja Althaus als auch Anne Müller als Abwehrspielerinnen für das moderne Angriffsspiel zu langsam geworden sind. Lone Fischer (die auf jeden Fall eine neue Chance verdient hat) mit der Erfahrung von 2 (in Worten: zwei) Länderspielen als einzige gelernte Linksaußen mitzunehmen halte ich für sehr fragwürdig. Alles in allem: Ein Konzept von Vestergaard ist beim besten Willen nicht zu erkennen. "Der Enthusiasmus,
    mit dem er startet" mag ja nach Ansicht von G: J. "cool" sein, doch damit allein gewinnt man noch keine Spiele.

    capitano19: "Und dann gegen Györ ausscheidend.!

    Die Logik ist mir nicht klar; es wird wohl gegen Larvik gehen. Der 3. Tabellenplatz würde voraussetzen, dass der THC nicht nur gegen den HCL (was zu erwarten ist), sondern auch in Wolgograd oder Wolgograd in Skopje gewinnt. Beides ist nicht sehr wahrscheinlich.

    Krim hat sich am Sonntag zunächst nicht dumm angestellt, sondern versucht, den THC mit eigenen Mitteln zu schlagen (schnelle Mitte u. a.). Das hatte der THC nicht erwartet, die Mädels waren nicht schnell genug zurück, und Müller war wütend (4:6). Aber bald ging Krim die Puste aus, und ohne Pineau war ohnehin kein Blumentopf zu gewinnen.

    Stürmerfoul: Wurfgewaltig UND stark in der Abwehr---Herz was willst du mehr.

    Genau solche Typen liebt Müller - siehe Nadgornaja. Die kam als Prinzessin zum THC und war nach einem Jahr eine Kampfsau, wie Müller selbst einmal sagte. Wir werden sehen, wer sich besser entwickelt - van de Wiel oder Hubinger, viel Potential haben beide!

    Auch wenn netter bei Scheffknecht den Ahnungslosen spielt: Soweit ich weiß, ist sie mit dem THC so gut wie handelseinig.

    In Göppingen sieht es wirklich nicht gut aus. Die Mannschaft fällt auseinander, weil die Chemie nicht mehr stimmt. Der Aderlass begann bekanntlich bereits vor dieser Saison, jetzt gehen fast alle anderen tragenden Spielerinnen. In der nächsten Saison wird dort eine Mannschaft auf der Platte stehen, die mit jener vom letzten Jahr kaum noch etwas zu tun hat - ganz gleich, in welcher Liga sie spielen wird.

    Mich würde es nicht wundern, wenn demnächst noch ne Holländerin beim THC spielen würde.

    Stürmerfoul, das sehe ich auch so, denn der THC hat auf der halbrechten Position dringenden Handlungsbedarf!Engel ist wohl über ihren Zenit hinaus und Snopova hat die Erwartungen nicht erfüllt. Nachdem der THC Hubinger nicht bekommen hat (Der HCL soll gleich einen Tausender auf das Gehalt drauf gelegt haben, als er vom Interesse des THC an Hubi erfuhr.), ist Anouk van de Wiel meines Erachtens die entwicklungsfähigste Halbrechte in der HBL, deren Vertrag ausläuft (und mit 65 Feldtoren die mit Abstand beste Feldtorschützin in Göppingen und eine der 10 besten der Liga). Noch ist sie etwas unbeständig, was aber mit 22 Jahren normal ist (siehe Hubinger). Zudem hat sie genau das Alter, in dem Müller gern Spielerinnen einkauft und bezahlbar dürfte sie auch (noch) sein. Müllers Faibel für Holländerinnen ist ohnehin bekannt.

    Nun kommt alle mal wieder runter! Ihr tut ja gerade so, als habe Messi auf Lebenszeit beim HSV angeheuert. Was ist denn wirlkich passiert?

    Eine 22jährige Nationalspielerin (mit viel Potential, aber längst noch nicht an der Spitze) hat für (nur !!!) 2 Jahre bei einem langjährigen Spitzenteam der Liga unterschrieben. Wenn sie sich weiter gut entwickelt, geht sie danach wahrscheinlich ins Ausland. Ob sie nun in der kurzen Zwischenzeit beim THC oder beim HCL spielt, ist nicht mehr als eine Fußnote in der Geschichte der Bundesliga.

    Abgesehen davon, dass ich diesen Schritt auch nicht verstehe: Ob die Unterschrift in Leipzig für Minevskaja eine richtige Entscheidung oder ein Fehler war, wird sich in den nächsten beiden Jahren erweisen. Nicht stichhaltig sind allein ihre "Begründungen". Wenn sie die waren Gründe dafür nicht nennen will, hätte sie besser den Mund halten sollen, denn an den von ihr genannten Wechselgründen ziehen sich jetzt die Leute mehr hoch als an der Unterschrift beim HCL. Hier ist sie offenbar noch zu naiv und hat die Folgen ihrer Äußerungen nicht abschätzen können.

    Für den Wechsel nach Leipzig kann es aus meiner Sicht nur zwei Gründe geben: Entweder das Angebot und die Versprechungen des HCL für Minevskaja und ihren Freund waren so gut, dass sie nicht widerstehen konnte (und schon jetzt unterschrieben hat - das hätte gewiss auch noch etwas Zeit gehabt) oder es gibt Gründe im zwischenmenschlichen Bereich, aus denen sie nicht nach Thüringen zurückkehrt. Beides wäre verständlich. Am wahrscheinlichsten ist für mich eine Kombination beider Faktoren.

    Und letztlich sollte nicht vergessen werden, dass beim THC in der nächsten Saison eine völlig andere Mannschaft auf der Platte stehen kann. Denn außer bei Müller und Krause laufen dort alle Verträge aus.

    So, nun lasst das Mädel in Ruhe und beschäftigt Euch wieder mit Handball.

    Die Sache ist doch ganz einfach: Jede ambitionierte Spielerin möchte die CL gewinnen. Und dafür werden wohl auf absehbare Zeit aus finanziellen nur 3 Mannschaften infrage kommen, die alle in Osteuropa beheimatet sind. In Frankreich scheint zwar wieder mehr Geld für dne Frauenhandball zur Verfügung zu stehen, aber die guten (auch zunehmend wieder ausländischen) Spielerinnen sind auf zu viele Clubs verteilt, als dass sich demnächst eine absolute Spitzenmannschaft herausheben könnte: eine starke Liga, aber ohne Überflieger - ähnlich wie in Dänemark (wo aber das Geld immer knapper zu werden scheint). Und Larvik? Man hat dort zwar zaghaft mit der Verjüngung begonnen, aber der große Umbruch steht noch bevor. Und wie der ausgeht - das steht in den Sternen.

    Übrigens scheint die hohe Zahl ausländischer Spielerinnen die Qualität der Nationalmannschaften nicht gerade zu befördern, wie die EM zeigte, bei der alle osteuropäischen Teams (außer den Slowakinnen) deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Dieses Phänomen hatten wir ja schon im vergangenen Jahrzehnt in Dänemark ...

    Da wäre ich sehr vorsichtig! Der THC müsste für Platz 3 wahrscheinlich alle Spiele gewinnen, denn Wolgograd kann - wie der THC - Skopje ebenfalls schlagen und nimmt 4 Punkte mehr mit als der THC. Allein bei einer Niederlage in Wolgograd hätte sich - unabhängig von den anderen Spielen des THC - der 3. Platz höchstwahrscheinlich erledigt. Und für Platz 4 sind auch der HCL (mit schon 4 Punkten) und Krim (die immerhin in Wolgograd gewonnwn haben) keineswegs chancenlos. Das kann eine spannende Kiste werden! Bei Platz 4 ginge es im Viertelfinale wahrscheinlich gegen Györ, bei Platz 3 gegen Larvik - da kannst Du eigentlich nur zwischen Pest und Cholera wählen.

    Trennung im gegenseitigen Einvernehmen?So ein verlogener Text.

    Diesmal steht der Verein offensichtlich hinter seinem Trainer.
    Beim Vorgänger T.Orneburg war das noch anders rum.

    Bedeutet das, Visser hatte sich gegen den Trainer gestellt und wurde rausgeworfen? Schwelte da schon länger ein Konflikt oder hat das verlorene Spiel gegen Wolgograd eine Rolle gespielt? Visser war das Rückgrat beim HCL, wie sich gerade heute zeigte. Wer wird diese Rolle nun übernehmen? Bleibt wohl nur Kudlacz, oder?

    Ich sehe die letzten Sekunden der Verlängerung genauso wie Arcosh, aber die Leistung der Schiedsrichterinnen waren insgesamt eine Katastrophe - wobei die Fehlentscheidungen überwiegend zu Lasten der Leipzigerinnen gingen. Ein Beispiel ist die Verteilung der Strafzeiten. Eigentlichen hätten die Ungarinnen in der letzten Viertelstunde ständig nur zu fünft auf dem Feld stehen dürfen. Da wurden ganz offensichtliche Fouls nicht geahndet, wie z. B. der Stoß gegen Anne Müller, ohne dass ein Ball in der Nähe war. Hingegen war die Strafe gegen Anne Müller eine Lachnummer.

    Mein Fazit: Ständige Fehlentscheidungen, aber alles in allem sehe ich nicht, dass der HCL durch die Schiedsrichterinnen bevorteilt wurde.

    .. womit letztlich bewiesen wäre, was der Rauswurf von Leukefeld und die Verpflichtung von Andersen für ein toller Wurf war: Quote Leukefeld: 8 von 18 Pflichtspielen gewonnen (44,4 %), Quote Andersen: 3 von 8 Pflichtspielen gewonnen (37,5 %). Die Quote kann natürlich in der Abstiegsrunde nur noch besser werden - sollte man zumindest meinen. Neue Besen kehren eben nicht immer gut ...

    Die Beantwortung dieser Frage kann nur durch absolute Insider vorgenommen werden. Aber wer ist das schon?

    Das mag richtig sein, doch meines Erachtens sprechen die Fakten eine ziemlich deutliche Sprache: Wenn eine Mannschaft mit 7 erstligaerfahrenen Spielerinnen (darunter 2 der besten deutschen Abwehrspielerinnen!!!) und weiteren guten Leuten (wie z. B. Anna Eber, die das Handballspielen beim THC erlernt hat, deutscher B-Jugend-Meister war und schon schon damals eine gute Abwehrspielerin) in 2 Spielen hintereinander je 33 Buden kassiert (dazu 18 Stück in 35 min. zu Hause gegen Kirchhof, da stand es 9:18!), dann ist klar, dass hier die Einstellung nicht stimmen kann. Mit der Verkündung des Aufstiegsanspruchs vor einigen Wochen (was sich nach dem Zugang von Natalie Augsburg und Janine Wegner nicht mehr umgehen ließ) glaubten wohl einige der Mädels, das ginge nun von selbst und die Gegener würden die Punkte mit der Post nach Berlin senden. Wir werden sehen, wie schnell der Schalter in den Köpfen umgelegt werden kann. Denn von der personellen Besetzung her müssten die Füchse in der 2. Liga eine ähnlich dominante Rolle spielen wie der THC in der 1. Liga.