Beiträge von Löwenherz

    das 7:6 war vielleicht effektiver als 6:6. aber gewonnen hat das Spiel doch eher Kuske als der Angriff

    Kuske hatte 13 Paraden (viele davon in der entscheidenden Phase), die 3 Torfrauen vom Blomberg zusammen 7. Kuske hat damit genau die 13 TF kompensiert, die der THC gemacht hat (Blomberg hatte 9). Wenn Kuske in Blomberg so hält wie zu Hause und der THC seine TF deutlich reduziert, hat er auch im 3.Spiel eine Chance - wenn auch nur eine kleine.

    Hier wird entweder über den Transfer einzelner Spielerinnen oder über den Qualitätsverlust der Liga gesprochen. Keiner scheint sich Gedanken darüber zu machen, was die Transfers für das Spielsystem der jeweiligen Mannschaften bedeuten. Ich habe das vor einiger Zeit am Beispiel des THC versucht. Aber solche Veränderungen gibt es vermutlich auch bei anderen Vereinen. Für mich ist das viel wichtiger, als über einzelne Mädels zu reden.

    Ich bleibe, ganz ohne Ironie, bei meiner Meinung, dass die Reise der drei Spielerinnen höchst unprofessionell war. Wir wissen es alle nicht, aber es ist schon denkbar, dass das genaue die 5% Körner gekostet hat, die gestern die zwei Tore Unterschied gemacht haben.

    Dabei ist es gar nicht entscheidend, wie sich die Reise nun auf die Fitness ausgewirkt hat. Der Punkt ist, so eine Reise kann den Körper belasten, und ob das der Fall sein wird, das wissen auch die Spielerinnen im Vorfeld der Reis nicht. Ergo lasse ich sie sicherheitshalber bleiben. Aber fangen wir nicht wieder von vorne an, sorry dafür. Bensheim wird jetzt damit leben müssen, Dortmund wird es recht sein.

    Deine Auffassung akzeptiere ich voll und ganz, sehe diese Dinge mit der Milde des Alters allerdings heute etwas anders. Als Trainer/Übungsleiter (der ich ebenfalls war) haben wir unsere Sicht darauf, welche Einstellungen und nicht zuletzt welches Freizeitverhalten für die Spieler/Spielerinnen leistungsfördernd ist oder eben nicht. Viele der von uns betreuten Menschen sehen das jedoch anders - abgesehen von relativ wenigen Spitzenkräften mit einem sehr hohen Leistungsanspruch. Machen wir uns nix vor: Das Thema Work-Live-Balance ist doch längst auch im Sport angekommen und zeigt sich z.B. im Spektrum zwischen Abibällen, Urlaubsreisen, Auszeiten vom Handball und immer mehr Ausstiegen aus dem aktiven Sport bereits in den Zwanzigern. Wir haben es nun mal mit Menschen zu tun, die auch in ihrer aktiven Zeit unterschiedliche Bedürfnisse ausleben wollen. Nur wenige davon sind sehr stark (um nicht zu sagen: einseitig) auf ihren Sport fixiert. Ganz angesehen davon, dass bei uns nur wenige davon leben können (insbesondere im Frauenhandball) und auch das nur relativ kurze Zeit.

    Wenn du sachlich diskutieren würdest, könnte man das auch ernst nehmen.

    Aber: nicht die ganze Mannschaft war unterwegs. Diskutierst du also uninformiert? Dein Satz ist Populismus pur.

    Hoch motiviert zu sein hat erstmal nichts mit der körperlichen Verfassung zu tun.

    Die Werte der betreffenden Spielerinnen stehen hier bereits und sind angesichts des knappen Ergebnisses ein Knackpunkt.

    Jeder hier weiß, dass niemals festgestellt werden kann, ob es am Jetleg lag. Das deligitimiert aber keine Kritik an dem Verhalten.

    Ich bin da von ausgegangen, dass die Ironie bemerkt wird - auch ohne den Button. Wenn Du meine Texte zu dem Thema gelesen hast: Ich habe am Verhalten der Spielerinnen überhaupt nix kritisiert. Da musst Du etwas gründlich missverstanden haben!

    Natürlich will er wissen, wer nächstes Jahr 1. Liga spielt. Die Playoffs sind eh egal. Konnte ja keiner ahnen, dass es in Dortmund so eng wird. Übrigens: Hat jemand bei Bensheim etwa von Jetlag generkt? Die waren jedenfalls hoch motivert und haben dem BVB ganz schön zugesetzt.

    ich habe in Malaga Joana Resende entdeckt. Die Tochter von Carlos Resende. War 2019 Toptorschützin bei der U19 EM. Nicht alle Karrieren verlaufen wie vorhergesagt.

    Campos hat nur 16 Spiele gemacht in der Liga, aber in der Tat wohl nicht Nummer 1 dort. Malaga immerhin ein Spitzenteam in der 14 er Liga.

    Spielerinnen können sich gut entwickeln, wenn sie in die richtigen Hände kommen. Es wird sich zeigen, ob das in Zwickau der Fall ist. Rentsch gilt als guter Trainer, aber schlechter Spielgestalter, wie sich gerade erst in Göppingen wiedermal gezeigt hat.

    Und heutzutage, in Zeiten, in denen Selbstverwirklichung und Selbstbestimmtheit über allem stehen, darf man so ein Verhalten scheinbar auch gar nicht mehr befremdlich finden.

    Tut mir leid, ich finde es befremdlich und könnte es mir nicht vorstellen, so zu handeln. Wenn ich morgen einen Vortrag halten muss, trinke ich heute auch nicht unangemessen und gehe so ins Bett, dass ich morgen fitt bin, um den Menschen, die kommen, um mir zuzuhören, das bestmögliche zu bieten. Obwohl mir das mein AG nicht vorschreibt.

    Du schilderst ein Extremverhalten, das natürlich abzulehnen ist. Aber wer ist berechtigt, zu beurteilen ob das Verhalten der Mädels leistungsmindernd oder vielleicht sogar motivierend und lesitungssteigernd ist, weil sie sich einen Traum erfüllt haben? Ich maße mir das nicht an, weil ich erlebt habe, wie Menschen bestimmte Ereignisse einen gewaltigen Schub geben können.

    Ich finde den Vergleich zu „jeder Arbeitnehmer“ halt einfach nicht passend. Es ist ja nicht so, dass die einen Urlaubsantrag einreichen oder sonst was. Sie haben trainingsfreie Tage und sind als Elitesportlerinnen dazu angehalten, diese Zeit angemessen der sportlichen Herausforderungen der Folgewochen zu verbringen.

    Wir sprechen hier von körperlichem Hochleistungssport und nicht von Karl-Heinz mit Excel-Tabellen. Eine Jetlag-Langstreckenreise ist einfach hochgradig unprofessionell.

    ... aber vor allem sind es Menschen mit Bedürfnissen wie Du und ich. Und die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse kann dazu beitragen, im Sport (und anderswo) Spitzenleistungen zu erbringen. Mit welchem Recht kritisieren wir Menschen, von denen wir gar nicht wissen, was sie zu Höchstleistungen motiviert? Ich finde das eine Frechheit.

    Ich finde die Diskussion einfach albern: Jeder professionell arbeitende Verein setzt Rahmenbedingungen für das Verhalten der Spielerinnen, auch für deren An- und Abwesenheit (wie dies jeder Arbeitgeber tut bzw. tun sollte). In diesem Rahmen steht es den Mädels frei, zu tun und zu lassen, was sie wollen - auch, um sich individuell gut auf die nächsten Spiele vorzubereiten (z.B. den Kopf freizubekommen). Verstöße gegen diese Rahmenbedingungen hat es offenber nicht gegeben, sonst wären Reaktionen seitens der Clubs erfolgt. Für mich gibt es da überhaupt nix zu diskutieren oder gar zu verurteilen.

    Das ständige Bäumchen-wechsle-dich-Spielchen macht über kurz oder lang sowohl die Mannschaften als auch die Vereine (Fankultur/Identifikation mit Idolen/Zuschauerbindung!) kaputt. Viele aus der Söldnerschar spielen nur solange wirklich engagiert, wie es für die eigene Karriere notwendig/förderlich ist.

    Du hast recht, aber diese Tendenz nimmt doch zu - "oben" wie "unten". Wenn jedes Jahr 6 oder mehr Spielerinnen (bzw. auch der Trainer) wechseln (wie heuer beim THC, bei Buxtehude und Bensheim) - wo sollen da Stabiliät und Fannähe herkommen?