In Bezug auf die HsG hoffe ich sehr, dass der SPIEGEL dranbleibt. Nicht nur in Heft 1/23, sondern solange bis die handelnden Verantwortlichen weg sind.
Da wird in den Medien wohl nicht mehr viel passieren. Im aktuellen Spiegel steht ja schon nix Neues mehr. Es war einfach nur ein Rückblick - meines Erachtens sogar schon etwas verklärt, wenn Fiedler schreibt: "Die Protokolle der befragten Spielerinnen, die der SPIEGEL veröffentlichte, lösten nicht nur in der deutschen Handballwelt ein Beben aus." Ein Beben? Wenn nicht noch etwas passiert, war es leider nicht viel mehr als ein Sturm im Wasserglas. Zwei Leute, die (zum Glück!) ihren Job eingebüßt haben, und viele vollmundige Erklärungen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Dazu einige "Beauftragte" und eine eilig zusammengeschusterte Gruppe bei DHB, die schon wieder auseinandergeflogen ist. Natürlich viel öffentliche Empörung - aber das war es dann auch schon.
Entscheidend ist für mich: Wir haben immer noch kein gesellschaftliches Klima, in welchem eine umfassende Auarbeitung erfolgreich sein kann, wie selbst der Spiegel eingesteht: "Doch zur Wahrheit gehört auch: Viele Betroffene schweigen bis heute über die Auswüchse. Aus Angst vor juristischen Konsequenzen oder wegen der Sorge um ihren Ruf in der Sportwelt."