Das Spiel gegen Blomberg-Gegner Esztergom (v.a. von Minute 13 bis zur HZ) hast sichergesehen?
Wenn man nix als die ungarische Brille auf hat, sieht man das natürlich so. Aber obwohl Du Afentalers beste Minuten in diesem Spiel herausgesucht hast und nicht das ganze Spiel oder sogar die ganze Saison betrachtest: Über Deine Einschätzung: "Hätte man (wie ich es vor zwei Jahren sagte) die richtige Spielerin aus Vac geholt, dann hätte man eine bessere Spielerin als Reichert" lachen nun wirklich die Hühner. Wie gerade das von Dir herangezogene Spiel zeigt: Sie macht schöne Tore und Anspiele, wenn sie keinerlei Kontakt hat (Das können viele!). Reichert geht dorthin, wo es weh tut, und setzt sich meist auch unter heftigster Gegenwehr durch. Reichert spielt zwar bisher keine Abwehr, aber Afentaler reißt dort auch keine Bäume aus. Sie lässt sich oft vernaschen und kassiert dumme Zeitstrafen. Wir werden sehen, was beide in der CL leisten.
Natürlich war die Entscheidung Müllers für Kuczora (rückblickend) falsch. Aber er hat immer wieder gezeigt, dass er Spielerinnen gut entwickeln kann - Snelder, Nadgornaja, Luzumova, Hanfland oder Reichert, um nur einige über die vielen Jahre hinweg zu nennen. Bei Kuczora hat es eben nicht geklappt.
horst65: "Ich habe dir meine Meinung zu Kuczora gesagt und gegenüber Vac spielt sie gut, da sie viel mehr läuft und ins 1 gegen 1 geht."
Läuft viel mehr? Am schnellsten läuft sie zur Wechselbank, da sie in der Abwehr nach wie vor nicht zu gebrauchen ist. Im Angriff bewegt sie sich von allen THC-Spielerinnen immer noch am wenigsten. Ja, sie geht 1 - 2 mal pro Siel ins 1 gegen 1 - aber mit welchem Effekt? Beruflich ist sie "Master in Innovation", auf dem Feld merkt man davon leider nix. Während der laufenden Saison hat sie in der Liga im Schnitt 3 Feldtore pro Spiel erzielt - mit abnehmender Tendenz (5 Feldtore in den letzten 3 Spielen, davon zweimal null). Aus der Sicht dieser Ergebnisse bei Kuczora eine positive Entwicklung zu erkennen - dazu gehört eine große Portion Mut (um es freundlich zu formulieren).