Beiträge von tiger

    Ist natürlich interessant, die meisten 7-Meter, die meisten Tore usw. Das sind absolute Zahlen

    Viel interessanter finde ich, wieviel Tore hat ein Spieler pro Einsatzminute erzielt. Wenn einer in 60 Minuten 4 Tore wirft ist das doch etwas anderes als 3 Tore in einem Kurzeinsatz (zB Jimmi Waltke in ca 3 Minuten). Damals war Klühspies auch dabei (mickrige 2 Tore)

    Diese Relation fehlt mir immer ein wenig.

    Nicht selbst besser gemacht zu haben bedeutet aber nicht dass sie es nicht zutreffend analysieren können.

    Wer so auf die Kritik der 3 reagiert beweist in meinen Augen eher dass die Kritik berechtigt war denn es kommen keine Sachargumente sondern lediglich persönliche Diskreditierung.

    Das seh ich aber auch so. Bisher habe ich von AG auch wenige bis keine Sachbeiträge zum Spielkonzept gelesen. Welches hat er? Außer vielleicht, dass er Dahmke mitgenommen hat, weil er besser in der Abwehr steht.

    Aber nichts davon, wie er vorne den Rückraum auf HL (eher die Shooter) in Position bringen will, noch wie er den Rückraum HR (Uscins geht eher durch) mit seiner nicht spielfähigen Rückraum-Mitte (nichts gegen Köster, aber er ist kein RM Mann) zusammenbringen will. Und nie habe ich gesehen, dass versucht wird eine Überzahl mit einstudiertem Konzept auszuspielen.

    Ich meine, AG sollte darauf eingehen. Oder gehen.

    Na ja... das haben ihm ja sogar die Schiedsrichter im Finale gezeigt, dass noch immer sie pfeifen .... und allen anderen auch.

    In meinen Augen haben sich die Schiedsrichter in allen Spielen nicht immer unbedingt von der Besten Seite gezeigt und es gibt doch ein unterschiedliches Niveau obwohl sie auch international pfeifen.

    ...

    Ist ja auch richtig, dass die Schiris das letze Wort haben, bin ich dabei.

    Aber ich möchte meine eigene Meinung(!) hier zur Diskussion stellen, und die deckt sich nicht immer mit der der Schiris. Auch wenn ich das auf der Platte akzeptieren müsste/würde.

    Dennoch finde ich, dass die Schiris in den Spielen, die ich gesehen habe, im Durchschnitt ganz gut gepfiffen haben. Incl. HF und Finale. Denn die standen ganz schön unter Druck bei den Umgebungsbedingungen in der Halle.

    Gestern im Finalspiel wurde Gidsel min. 2x ermahnt den Kopf/Oberkörper nicht so nach "hinten" zu schmeißen. Ja, genau solche Aktionen sollte er schleunigst unterbinden, ansonsten hat er sich den "Ruf des Schauspielers" absolut verdient.

    Ich kann nicht wirklich beurteilen, was Schauspielerei ist und was nicht. Manche Bewegungen mögen auch aus Selbstschutz entstehen.

    Allgemein kann ich einige Beurteilungen der Schiris auch nicht nachvollziehen. Ist aber keine fundamentale Kritik an Schiris. Die haben mE einen guten Job gemacht.

    Gidsel ist ein großartiger Handballer gar keine Frage , aber er übertreibt auch ein wenig und hat einen Hang zum Schauspieler... auch seine waagerechten Einlagen , wo er dann mit seinen Beinen am Oberkörper/Kopfbereich des gegnerischen Spielers kommt , halte ich für sehr fragwürdig.. In einigen Szenen hätte ich glatt anders entschieden.... aber ich bin kein Schiedsrichter.

    Ja, ist er

    Aber seine Füße/Beine sind nur in Kopfhöhe zu finden, wenn der Oberkörper in Folge des Trikot-Tests nach unten gezogen wurde.

    Seine Körperbeherrschung in dieser Lage und Kraft und Zielgenauigkeit der Würfe sind einfach bewundernswert (kann ich nicht anders sagen).

    Schauspielerei kann ich nicht wirklich erkennen. Hat er nicht nötig. Er versucht aus jeder Lage den Ball aufs Tor zu bekommen, nimmt Fouls hin und wenn es wirklich nicht weitergeht dann hatte das seinen Grund.

    Volle Zustimmung.

    (Egbert Schaffrath war Mr. Jugendarbeit bei SR mit Leib und Seele. Sein Weggang kann nicht kompensiert werden.)

    Wenn ich an das erste Spiel gegen die Dänen am Montag denke, werde ich bei der Ansetzung leider ziemlich pessimistisch, sorry.

    Das SR-Gespann hat voll auf die "Durchbrüche" vom Duracellhasen reagiert und 7M und/oder 2M gegeben, wenn die Abwehr versucht hat das zu unterbinden. Es war nahezu unmöglich dem irgendwie Herr zu werden, wenn so gepfiffen wird. Dagegen haben die SR gestern gegen Kroatien fast alles laufen gelassen und so gut wie gar nicht eingegriffen, was eher gut für uns war. Mit dieser (von mir bevorzugten) Art von Spiellenkung hätten wir eine realistische Chance. Aber das erwarte ich vom vorgesehenen Gespann nicht. Und da wir keinen "Rammelhandball" spielen, werden wir von den Pfiffen eher nicht profitieren, wie gestern die Isis und Dänen, wo es dann insgesamt fast 20 x 7M gab, Wahnsinn!!! Trotzdem drücke ich unseren Jungs die Daumen und hoffe auf einen Überraschungssieg mit fairen Mitteln!

    Ich habs nicht so mit Schiedrichterschelte. Mein Ansatz ist, dass sie immer ihr Bestes geben. Mit dem Ergebnis muss man leben. Dass das manchmal durch den Heimvorteil beeinflusst wird ist halt so.

    Wenn das Endspiel durch das Gespann geleitet wird, das auch DEN-POR gepfiffen hat, dann weiß ich nicht, was die Bedenken sollen. Portugal hat auch keinen "Rammelhandball" gespielt (Was ist das überhaupt?).

    Es gibt zwei Punkte, die dagegen sprechen. Erstmal wussten sie vorher gar nicht, ob sie weiterkommen. Und zweitens obliegt diese Planung mit den Fahrten der EHF. Fraglich, ob die dem mal so eben zugestimmt hätten. Sinnvoll wäre es definitiv gewesen.

    Klar, fraglich. Aber für beide Punkte: irgendeine Mannschaft aus der Gruppe kommt schon weiter. Bus und Unterkunft könnte man in Absprache also unabhängig vom Team planen.

    Wie breits gesagt: Inhaltlich hat Sigurdsson natürlich recht.

    Aber mal taktisch auf diese Situation bezogen: Welcher Sportler kann nach einer Hochleistung und der Dusche sofort ins Bett gehen und schlafen? Da steht man doch noch eine ganze Weile unter Strom, spielt das Spiel nach und denkt über seine Fehler und guten Aktionen nach. Wenn die Kroaten das berücksichtigen und nicht erst wieder ins Hotel fahren, sondern sich direkt nach dem Spiel in den Bus setzen und losfahren, dann wird die Anspannung auf der Busfahrt abgebaut uns es geht nur ganz wenig Schlaf verloren. Sie haben bis ca 20:00 Uhr gespielt. Dann könnten Sie um 21:00 Uhr im Bus sitzen und 01:00 Uhr nachts (4 Stunden später) in Herning sein und sich dort gut ausruhen. Vielleicht hätten die Kroaten das so machen können. Dann stände der Folgetag voll zur Verfügung.

    Und bei so einem System hilft ein Lichtlein, der das in Berlin spielt, auf Sicht mehr als Knorr (auch wenn der tolle Fähigkeiten hat).

    Und bei richtiger Vorbereitung kann Lichtlein auch mit Grgic/Schluroff/Köster auf HL. Zeigt er ja mit Andersson in Berlin. Knorr ist nur etwas für den Fall, dass nichts mehr geht. Dann versuchts man halt mit individuellen Fähigkeiten statt Mannschaftsspiel.

    Sowohl bei Magdeburg als auch im DEN-Team sind es nicht allein Einzelkönner, sondern der Rückraum passt und spielt einfach zusammen. Damit kann Saugstrup (dem Meister der Sperren, s.o.), in Magdeburg in exakt dem System spielen, das er auch in DEN spielt: Sperren für die Halben setzen, wenn die aus einem Wackler oder schnellen Kreuzbewegungen heraus entweder selber gehen oder den jeweils andern Halben einsetzen können. Und da bist du in der Deckung einfach überlastet, wenn du helfen musst und der Balls auch noch superschnell gepasst wird. Gidsel hat den Ball teils schon weitergespielt, noch bevor er ihn in der Hand hat. Und da der Deckungsspieler auf 2 bzw 5 so oft schieben und helfen muss, gibts für die Außen dann reichlich Platz.

    Schau Alfred: Das ist ein System und das hat Hand und Fuß.

    ...

    Das gleiche Problem hatte ja jahrelang Emily Vogel (geb. Bölk). Immer vor einem Großturnier wurde die Familiengeschichte von den Medien rausgekramt und unnötiger Druck aufgebaut. Ihr hat der Wechsel des Nachnamens gefühlt gut getan, da plötzlich nicht mehr so ei Mediendruck auf ihr lastete. Vermutlich, weil manche ihre Hochzeit gar nicht mitbekommen hatten und sich wunderten, dass Bölk nicht nominiert worden ist 😅

    Genau so ging es mir auch: Wer ist denn Emily Vogel? Aber sie hat bei Weitem besser gespielt als Emily Bölk.

    Was muss ich grade lesen?:

    "Wir haben eine Top-Sechs-Platzierung. Es gibt in diese Richtung (Anm: geht um AG) keine Gedanken, dass wir etwas verändern", sagte Sportvorstand Ingo Meckes vor dem deutschen Endspiel ums EM-Halbfinale gegen Frankreich".

    So wirds laufen. Keiner hört auf die Berater hier im Forum ... =OX/

    Er kann (wie auch Tissier oder Suton) das Spiel schnell machen und seine Nebenleute in Szene setzen. Gestern wurde nur hin und her gepasst und bestenfalls mal eine (!) Kreuzung gespielt. Und klar: Klappt nicht immer sofort und in jedem Spiel, wenn die ganze "Philosophie" (etwas hochgegriffen) eine ganz andere ist.

    Deshalb ist das eben ein strukturelles und strategisches Problem und keines, das durch ein paar Wechsel in einem Spiel zu beheben ist. Da muss man viel früher ansetzen.

    Das sehe ich genau so. Da das nicht zur Philosophie von AG passt, ist Lichtlein bei ihm falsch aufgehoben. Mit Uscins (macht Tempo, geht auch mal durch), Grgic (setzt auch mal eine Sperre aus einer Kreuzung heraus) könnte er anders spielen. Aber AG spielt das nicht. Und das will eben (in der Vorbereitung) einstudiert werden. Auch Semper geht schon mal ordentlich quer und durch. Er war in seinen Einsätzen besser, als alle vorher gedacht haben. Warum AG ihn nicht früher gebracht hat, nachdem Uscins offenbar platt war? Who knows.

    Beim Trainer ist es wie bei den Spielern:

    1. Die kann man sich nicht backen

    2. ein guter Vereinstrainer kann ein schlechter Nationaltrainer sein - und umgekehrt

    3. taktische Finessen sind in Turnieren nicht so wichtig wie strategisches Vorgehen

    Sieben individuell gute Spieler ergeben noch kein gutes Team. Ich lese hier immer wieder, Gislason hätte das beste Spieler"material" seit Jahren zur Verfügung. Das sehe ich anders. Er setzt es nur offensichtlich besser ein als andere Trainer. Und natürlich sind wir nicht bei 100%, sondern vielleicht bei 85%. Das reicht, solange andere Länder/ Trainer nur bei 80% sind. Und wer glaubt, ein Trainer sei nur ein guter Trainer, wenn er gestandenen Profis Laufwege vorgibt, der hält Spieler wohl für Marionetten, die auf der Platte nicht selbst entscheiden können, was in der individuellen Spielsituation das Sinnvollste ist.

    Trainer kann man sich nicht backen, aber der DHB sollte einen Pool kennen, aus dem er wählen kann.

    Gerade in Turnieren sind taktische Finessen, also das Reagieren auf einen Gegner mit Eigenheiten, wichtig.

    Und das strategische Vorgehen vermisse ich schon lange. Strategisches Vorgehen heißt, ein spielerisches Konzept zu entwickeln, das zu den vorhandenen Spielern passt und in das die Spieler dann eingebettet werden. Und das bedeutet, Auftakthandlungen zu initiieren, Laufwege und Spielzüge einzustudieren, Sperren zu setzen, Verteidiger zu binden und für den Nebenmann Räume zu schaffen. Sowas kommt nicht von alleine, wenn Spieler normalerweise nicht zusammen spielen. Unsere technischen Fehler (Fehlpässe) resultieren genau aus nicht vorhandenen Vorgaben. Und daraus, dass Spieler in der individuellen Spielsituation verscheiden Ansichten haben, was denn nun das Sinnvollste sei. Einer will kreuzen, der andere geht parallel, und dann??

    Ich weiiß nicht, ob Spieler, denen man die Laufwege und Anspielmöglichkeiten an die Hand gibt, sich als Marionetten fühlen. Ich denke eher, dass sie begeistert sind, wenn ein mehrfach einstudierter Spielzug mal wirklich klappt.

    Weil sie jung sind.

    ...

    Für mich sind die jungen Spieler tatsächlich die Hoffnung, dass das Spiel schöner wird. Dass sie es können haben sie bei den verschiedenen U-Weltmeisterschaften gezeigt. Aber die Konstanz fehlt. Und im Männerbereich braucht man mehr Erfahrung.

    Und wer zeigt ihnen, wie man ein schönes Spiel aufzieht? Das kommt doch nicht mit dem Alter.