Beiträge von tiger

    Gestern im Finalspiel wurde Gidsel min. 2x ermahnt den Kopf/Oberkörper nicht so nach "hinten" zu schmeißen. Ja, genau solche Aktionen sollte er schleunigst unterbinden, ansonsten hat er sich den "Ruf des Schauspielers" absolut verdient.

    Ich kann nicht wirklich beurteilen, was Schauspielerei ist und was nicht. Manche Bewegungen mögen auch aus Selbstschutz entstehen.

    Allgemein kann ich einige Beurteilungen der Schiris auch nicht nachvollziehen. Ist aber keine fundamentale Kritik an Schiris. Die haben mE einen guten Job gemacht.

    Gidsel ist ein großartiger Handballer gar keine Frage , aber er übertreibt auch ein wenig und hat einen Hang zum Schauspieler... auch seine waagerechten Einlagen , wo er dann mit seinen Beinen am Oberkörper/Kopfbereich des gegnerischen Spielers kommt , halte ich für sehr fragwürdig.. In einigen Szenen hätte ich glatt anders entschieden.... aber ich bin kein Schiedsrichter.

    Ja, ist er

    Aber seine Füße/Beine sind nur in Kopfhöhe zu finden, wenn der Oberkörper in Folge des Trikot-Tests nach unten gezogen wurde.

    Seine Körperbeherrschung in dieser Lage und Kraft und Zielgenauigkeit der Würfe sind einfach bewundernswert (kann ich nicht anders sagen).

    Schauspielerei kann ich nicht wirklich erkennen. Hat er nicht nötig. Er versucht aus jeder Lage den Ball aufs Tor zu bekommen, nimmt Fouls hin und wenn es wirklich nicht weitergeht dann hatte das seinen Grund.

    Volle Zustimmung.

    (Egbert Schaffrath war Mr. Jugendarbeit bei SR mit Leib und Seele. Sein Weggang kann nicht kompensiert werden.)

    Wenn ich an das erste Spiel gegen die Dänen am Montag denke, werde ich bei der Ansetzung leider ziemlich pessimistisch, sorry.

    Das SR-Gespann hat voll auf die "Durchbrüche" vom Duracellhasen reagiert und 7M und/oder 2M gegeben, wenn die Abwehr versucht hat das zu unterbinden. Es war nahezu unmöglich dem irgendwie Herr zu werden, wenn so gepfiffen wird. Dagegen haben die SR gestern gegen Kroatien fast alles laufen gelassen und so gut wie gar nicht eingegriffen, was eher gut für uns war. Mit dieser (von mir bevorzugten) Art von Spiellenkung hätten wir eine realistische Chance. Aber das erwarte ich vom vorgesehenen Gespann nicht. Und da wir keinen "Rammelhandball" spielen, werden wir von den Pfiffen eher nicht profitieren, wie gestern die Isis und Dänen, wo es dann insgesamt fast 20 x 7M gab, Wahnsinn!!! Trotzdem drücke ich unseren Jungs die Daumen und hoffe auf einen Überraschungssieg mit fairen Mitteln!

    Ich habs nicht so mit Schiedrichterschelte. Mein Ansatz ist, dass sie immer ihr Bestes geben. Mit dem Ergebnis muss man leben. Dass das manchmal durch den Heimvorteil beeinflusst wird ist halt so.

    Wenn das Endspiel durch das Gespann geleitet wird, das auch DEN-POR gepfiffen hat, dann weiß ich nicht, was die Bedenken sollen. Portugal hat auch keinen "Rammelhandball" gespielt (Was ist das überhaupt?).

    Es gibt zwei Punkte, die dagegen sprechen. Erstmal wussten sie vorher gar nicht, ob sie weiterkommen. Und zweitens obliegt diese Planung mit den Fahrten der EHF. Fraglich, ob die dem mal so eben zugestimmt hätten. Sinnvoll wäre es definitiv gewesen.

    Klar, fraglich. Aber für beide Punkte: irgendeine Mannschaft aus der Gruppe kommt schon weiter. Bus und Unterkunft könnte man in Absprache also unabhängig vom Team planen.

    Wie breits gesagt: Inhaltlich hat Sigurdsson natürlich recht.

    Aber mal taktisch auf diese Situation bezogen: Welcher Sportler kann nach einer Hochleistung und der Dusche sofort ins Bett gehen und schlafen? Da steht man doch noch eine ganze Weile unter Strom, spielt das Spiel nach und denkt über seine Fehler und guten Aktionen nach. Wenn die Kroaten das berücksichtigen und nicht erst wieder ins Hotel fahren, sondern sich direkt nach dem Spiel in den Bus setzen und losfahren, dann wird die Anspannung auf der Busfahrt abgebaut uns es geht nur ganz wenig Schlaf verloren. Sie haben bis ca 20:00 Uhr gespielt. Dann könnten Sie um 21:00 Uhr im Bus sitzen und 01:00 Uhr nachts (4 Stunden später) in Herning sein und sich dort gut ausruhen. Vielleicht hätten die Kroaten das so machen können. Dann stände der Folgetag voll zur Verfügung.

    Und bei so einem System hilft ein Lichtlein, der das in Berlin spielt, auf Sicht mehr als Knorr (auch wenn der tolle Fähigkeiten hat).

    Und bei richtiger Vorbereitung kann Lichtlein auch mit Grgic/Schluroff/Köster auf HL. Zeigt er ja mit Andersson in Berlin. Knorr ist nur etwas für den Fall, dass nichts mehr geht. Dann versuchts man halt mit individuellen Fähigkeiten statt Mannschaftsspiel.

    Sowohl bei Magdeburg als auch im DEN-Team sind es nicht allein Einzelkönner, sondern der Rückraum passt und spielt einfach zusammen. Damit kann Saugstrup (dem Meister der Sperren, s.o.), in Magdeburg in exakt dem System spielen, das er auch in DEN spielt: Sperren für die Halben setzen, wenn die aus einem Wackler oder schnellen Kreuzbewegungen heraus entweder selber gehen oder den jeweils andern Halben einsetzen können. Und da bist du in der Deckung einfach überlastet, wenn du helfen musst und der Balls auch noch superschnell gepasst wird. Gidsel hat den Ball teils schon weitergespielt, noch bevor er ihn in der Hand hat. Und da der Deckungsspieler auf 2 bzw 5 so oft schieben und helfen muss, gibts für die Außen dann reichlich Platz.

    Schau Alfred: Das ist ein System und das hat Hand und Fuß.

    ...

    Das gleiche Problem hatte ja jahrelang Emily Vogel (geb. Bölk). Immer vor einem Großturnier wurde die Familiengeschichte von den Medien rausgekramt und unnötiger Druck aufgebaut. Ihr hat der Wechsel des Nachnamens gefühlt gut getan, da plötzlich nicht mehr so ei Mediendruck auf ihr lastete. Vermutlich, weil manche ihre Hochzeit gar nicht mitbekommen hatten und sich wunderten, dass Bölk nicht nominiert worden ist 😅

    Genau so ging es mir auch: Wer ist denn Emily Vogel? Aber sie hat bei Weitem besser gespielt als Emily Bölk.

    Was muss ich grade lesen?:

    "Wir haben eine Top-Sechs-Platzierung. Es gibt in diese Richtung (Anm: geht um AG) keine Gedanken, dass wir etwas verändern", sagte Sportvorstand Ingo Meckes vor dem deutschen Endspiel ums EM-Halbfinale gegen Frankreich".

    So wirds laufen. Keiner hört auf die Berater hier im Forum ... =OX/

    Er kann (wie auch Tissier oder Suton) das Spiel schnell machen und seine Nebenleute in Szene setzen. Gestern wurde nur hin und her gepasst und bestenfalls mal eine (!) Kreuzung gespielt. Und klar: Klappt nicht immer sofort und in jedem Spiel, wenn die ganze "Philosophie" (etwas hochgegriffen) eine ganz andere ist.

    Deshalb ist das eben ein strukturelles und strategisches Problem und keines, das durch ein paar Wechsel in einem Spiel zu beheben ist. Da muss man viel früher ansetzen.

    Das sehe ich genau so. Da das nicht zur Philosophie von AG passt, ist Lichtlein bei ihm falsch aufgehoben. Mit Uscins (macht Tempo, geht auch mal durch), Grgic (setzt auch mal eine Sperre aus einer Kreuzung heraus) könnte er anders spielen. Aber AG spielt das nicht. Und das will eben (in der Vorbereitung) einstudiert werden. Auch Semper geht schon mal ordentlich quer und durch. Er war in seinen Einsätzen besser, als alle vorher gedacht haben. Warum AG ihn nicht früher gebracht hat, nachdem Uscins offenbar platt war? Who knows.

    Beim Trainer ist es wie bei den Spielern:

    1. Die kann man sich nicht backen

    2. ein guter Vereinstrainer kann ein schlechter Nationaltrainer sein - und umgekehrt

    3. taktische Finessen sind in Turnieren nicht so wichtig wie strategisches Vorgehen

    Sieben individuell gute Spieler ergeben noch kein gutes Team. Ich lese hier immer wieder, Gislason hätte das beste Spieler"material" seit Jahren zur Verfügung. Das sehe ich anders. Er setzt es nur offensichtlich besser ein als andere Trainer. Und natürlich sind wir nicht bei 100%, sondern vielleicht bei 85%. Das reicht, solange andere Länder/ Trainer nur bei 80% sind. Und wer glaubt, ein Trainer sei nur ein guter Trainer, wenn er gestandenen Profis Laufwege vorgibt, der hält Spieler wohl für Marionetten, die auf der Platte nicht selbst entscheiden können, was in der individuellen Spielsituation das Sinnvollste ist.

    Trainer kann man sich nicht backen, aber der DHB sollte einen Pool kennen, aus dem er wählen kann.

    Gerade in Turnieren sind taktische Finessen, also das Reagieren auf einen Gegner mit Eigenheiten, wichtig.

    Und das strategische Vorgehen vermisse ich schon lange. Strategisches Vorgehen heißt, ein spielerisches Konzept zu entwickeln, das zu den vorhandenen Spielern passt und in das die Spieler dann eingebettet werden. Und das bedeutet, Auftakthandlungen zu initiieren, Laufwege und Spielzüge einzustudieren, Sperren zu setzen, Verteidiger zu binden und für den Nebenmann Räume zu schaffen. Sowas kommt nicht von alleine, wenn Spieler normalerweise nicht zusammen spielen. Unsere technischen Fehler (Fehlpässe) resultieren genau aus nicht vorhandenen Vorgaben. Und daraus, dass Spieler in der individuellen Spielsituation verscheiden Ansichten haben, was denn nun das Sinnvollste sei. Einer will kreuzen, der andere geht parallel, und dann??

    Ich weiiß nicht, ob Spieler, denen man die Laufwege und Anspielmöglichkeiten an die Hand gibt, sich als Marionetten fühlen. Ich denke eher, dass sie begeistert sind, wenn ein mehrfach einstudierter Spielzug mal wirklich klappt.

    Weil sie jung sind.

    ...

    Für mich sind die jungen Spieler tatsächlich die Hoffnung, dass das Spiel schöner wird. Dass sie es können haben sie bei den verschiedenen U-Weltmeisterschaften gezeigt. Aber die Konstanz fehlt. Und im Männerbereich braucht man mehr Erfahrung.

    Und wer zeigt ihnen, wie man ein schönes Spiel aufzieht? Das kommt doch nicht mit dem Alter.

    Hier wird doch immer auf mehreren Ebenen diskutiert, je nachdem was einem wichtig ist gibt er seinen Senf dazu, womit man dann manchmal aneinander vorbei redet und sich was vorwirft:

    1) Ergebnistechnisch. Da ist gegen 6:0 Punkte nichts zu sagen.

    2) Auf Einzelspielerebene. Das kann man mal machen. Aber ich denke, jeder Einzelne gibt sein Bestes. Und ich würde einen Spieler zunächst nicht an der Anzahl ge- oder verworfener Tore messen. Wenn einer mal zuviel verballert, oder in der Deckung herumirrt, dann ist der Trainer gefragt, zu reagieren.

    3) Auf Team-Ebene. Und da gehts für mich los. Ich persönlich würde sehr gern guten Handball sehen. Und wenn ein Spiel verloren geht, aber das Team hat gekämpft und es hat ansonsten alles gepasst, dann bin ich fein. Wenn aber ein Spiel gewonnen wird und es hat nicht soviel gepasst, dann frage ich mich nach Ursachen. Und da bin ich bei der Abstimmung untereinander. Ohne die geht es nicht. Ein Einzelner hat noch nie ein Spiel gewonnen, es gehören immer die (Klein)Gruppen, abgestimme Laufwege und Automatismen dazu. Und da in jedem BuLi Team anders gespielt wird bzw die Spieler Stärken und Schwächen haben ist hier ein Bundestrainer gefragt, diese Abstimmung untereinander herzustellen. Und da sehe ich einfach nicht, dass da ein Prozess stattfindet. Und mit dieser Meinung bin ich offenbar nicht allein. Seit Langem ist AG nun am werkeln. Und vor jedem Spiel frage ich micht, wer denn nun heute in der Startelf steht und was gespielt wird. Von Spiel zu Spiel sieht das anders aus. Da ist einfach keine Linie drin und es kommt auch keine rein. Und das ist jedesmal sichtbar und das wird hier auch zumeist richtig erkannt und kritisiert. Schaut euch dagegen FR und DEN an. Die spielen immer den gleichen Aufbau und die Deckung ist aufmerksam und abgestimmt.

    Jetzt könnt ihr diiese Anmerkung wieder als "moppern" bezeichnen. Wer nur das Ergebnis sehen möchte, der kann das hier wieder vergessen.

    Platz 3 ist gesichert und jetzt kann die deutsche Mannschaft die zwei "Viertelfinalspiele" ins Visier nehmen. Die DHB-Auswahl ist in beiden Spielen Außenseiter, aber sicherlich nicht chancenlos. Der VfL-Innenblock Tom Kiesler & Julian Köster hat in der HBL diese Saison schon einmal Mathias Gidsel entzaubert und ihn von Anfang an Spüren lassen, dass es keine leichten Durchbrüche durchs Abwehrzentrum gibt. Die Franzosen mussten sich im letzten Sommer in Frankreich der deutschen Mannschaft geschlagen geben.

    Das mit dem Innenblock mag stimmen. Aber das musst du AG sagen. Der hat schon diverse Innenblöcke ausprobiert.

    Wie kommen wir nur immer wieder zu 2 Punkten? Wir haben mal wieder gesehen, dass es keine eingespielte Formation gibt. Es gibt keine erste 7. Oft werden andere Spieler auf andere Positionen gestellt. Keine Automatismen, keine Abläufe, keine Kreuzungen. Wozu brauchen wir denn noch Vorbereitungsspiele? Da hat Schluroff mal ein paar Tore gemacht, schon steht er in der Startelf. Aber dass es für ihn auch eine RM braucht, die ihn holt oder Druck auf die Deckung ausübt: Fehlanzeige. Knorr lief teils wie Falschgeld auf der Platte herum. Und Schluroff konnte damit nichts anfangen. Warum sieht AG das nicht? Warum bringt er Lichtlein nicht früher? Hätte Schluroff vielleicht gut getan. Na, für Grgic freuts mich. Und für die Tabelle auch. Mal sehen wie wir uns gegen DEN bzw FR anstellen.