Beiträge von Nikusch

    Ok nur dies ist doch nach dem Saison wieder eher und wahrscheinlich ein Fall für Gerichte, denn was wäre wenn und wie wasserdicht ist alles.

    Da kann man davon ausgehen das es am Ende der Saison vor Gericht landet, sollte man Absteigen wegen der 8 Punkte.


    Wenn dann macht es doch nur Sinn mit Lizenz ist weg für 26/27 es wird mit 17 Mannschaften gespielt oder Krefeld kann bleiben.

    Oder man bekommt einen Lizenz auf Vorbehalt und erfüllt man im Mai 27 die Auflagen und kann nachweisen das man den Verein saniert hat und hält die Liga bekommt man eine für 27/28.

    Das gäbe es mMn nicht viel zu klären, da der Vorgang bei Insolvenz während einer laufenden Saison klar in der Satzung der HBL geregelt ist:

    § 8b Folgen bei Insolvenz
    1. Wird gegen einen Lizenznehmer bzw. gegen den wirtschaftlichen Träger eines Lizenznehmers während eines laufenden Spieljahres ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt, so werden dem Lizenznehmer am Ende der laufenden Spielsaison 8 Pluspunkte aberkannt.

    2. Wird für die kommende Spielsaison von dem unter Ziffer 1 genannten Lizenznehmer bzw. dessen wirtschaftlichen Träger unter Einhaltung der maßgeblichen Fristen (§§ 2; 7 Ordnung zur Lizenzierung) eine Lizenz beantragt und befindet sich dieser Lizenznehmer bzw. dessen wirtschaftlicher Träger in einem Insolvenzplanverfahren, so muss dieses erfolgreich bis zum 10.04. des laufenden Spieljahres, für das die Lizenz erteilt worden ist, beendet sein. Dies bedeutet, dass bis zum 10.04. des laufenden Spieljahres, für das die Lizenz erteilt worden ist, durch das Insolvenzgericht die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach § 258 InsO beschlossen sein muss. Sollte dies nicht der Fall sein, kann keine Lizenz für die kommende Spielsaison erteilt werden.

    3. Wird gegen einen Lizenznehmer bzw. gegen den wirtschaftlichen Träger eines Lizenznehmers der Bundesliga nach den maßgeblichen Fristen zum Antrag auf Erteilung der Lizenz (§§ 2; 7 Ordnung zur Lizenzierung) ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt, oder wird die unter Ziffer 2. geregelte Frist (10.04. des laufenden Spieljahres) nicht eingehalten, so kann - durch den Verein selbst- oder - mit einem neuen wirtschaftlichen Träger ein Lizenzantrag bis zum 15.04. der laufenden Spielsaison (Ausschlussfrist) für die 2. Bundesliga gestellt werden. Zweitligisten können nur einen Antrag beim DHB für die 3. Liga stellen, auf dessen Entscheidung der Ligaverband keinen Einfluss hat.

    Ich würde sagen, dass sich gerade zwei Krisen parallel entwickeln.

    Zum einen die direkte finanzielle Schieflage der HSG. Zum anderen die von der BILD gepushte Lizenzierungsgeschichte, die sowohl die Verantwortlichen der HSG als auch die HBL ziemlich schlecht aussehen lässt.

    Daher bin ich wirklich gespannt, was heute bei dem Termin rauskommt und ob die Öffentlichkeit überhaupt direkt etwas erfährt. Auch der HBL dürfte viel daran liegen, das Ganze irgendwie noch geschaukelt zu bekommen. Wenn der Laden wenige Wochen nach der Lizenzvergabe quasi abgeschlossen wird, stellt sich schon die Frage, wie die Lizenz ohne Auflagen bzw. überhaupt erteilt werden konnte. Fantasiezahlen der HSG hin oder her, alleine die Entwicklung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags ist ja öffentlich einsehbar. Das allein beweist zwar keine Zahlungsunfähigkeit, hätte aber vielleicht Anlass sein können, die Planung seitens der HBL etwas kritischer zu hinterfragen.

    Für die Zukunft der HSG sehe ich theoretisch vier Szenarien:

    (1) Man findet unterm Euregium Öl, aka jemand öffnet kurzfristig die Geldschatulle.
    -> Die Liquiditätslücke wird geschlossen und es geht irgendwie weiter, wahrscheinlich mit Sparmaßnahmen und HBL-Auflagen.

    (2) Man meldet Insolvenz an, das Verfahren wird eröffnet und bis zum 10. April 2027 erfolgreich abgeschlossen.
    -> Acht Punkte Abzug, aber eine Lizenz für die 2. HBL 2027/28 wäre bei Klassenerhalt grundsätzlich weiterhin möglich.

    (3) Man meldet Insolvenz an, kann die Saison weiterspielen, schafft den Abschluss des Insolvenzverfahrens aber nicht bis zum 10. April 2027.
    -> Zwangsabstieg, danach könnte man beim DHB die Lizenz für die 3. Liga beantragen.

    (4) Die Lizenz wird entzogen oder selbst im Insolvenzverfahren kann der Spielbetrieb nicht mehr finanziert werden.
    -> Ende des Profihandballs in Nordhorn und Lingen. Dieses Mal wahrscheinlich wirklich final, weil wer würde sich das Projekt danach nochmal antun?

    Variante 1-3 sind mMn nur realistisch, wenn jemand bereit ist, die HSG als Herzensprojekt zu retten. Also rein aus emotionaler Verbundenheit. Ob das dann die besagte Gruppe aus neuer Führungsetage plus potenziellen Sponsoren (falls es diese Gruppe wirklich gibt, hab ich persönlich nichts von mitbekommen) oder der Geldgeber aus Lingen, der den Spielbetrieb dann augenscheinlich komplett ins Emsland verlagern will, oder jemand ganz anderes ist, keine Ahnung. Dafür braucht man aber nicht nur das nötige Geld. Man muss auch bereit sein, sehr schnell und unbürokratisch zu handeln. Und vor allem müssten Jonker und Terwedow mitspielen.

    Jonker könnte der e.V. mittlerweile wohl selbst als Geschäftsführer abberufen. Um die Gesellschafterstruktur komplett neu zu ordnen und den potentiellen Rettern auch Kontrolle durch den Erwerb von (den ruhenden) Gesellschaftsanteilen zu ermöglichen, bräuchte man meines Verständnis nachs eine 75% Mehrheit und damit die Zustimmung von SMG/Terwedow.

    Da stellt sich dann die Frage, ob die handelnden Personen bereit sind, die eigenen Fehler einzugestehen und unkompliziert das Feld zu räumen? Oder sind die Egos am Ende so groß, dass man den Laden lieber gegen die Wand fahren lässt, als Kontrolle abzugeben bzw. das eigene Versagen einzugestehen? Alles natürlich unter der Vorrausetzung, dass es überhaupt jemanden gibt der bereit wäre die HSG zu retten.

    Daher rate ich jedem der es mit der HSG hält sich klar auf Variante 4 und das Ende des Handballsports in der Grafschaft und im Emsland einzustellen.

    Kurze Ergänzung, da die dargestellte absolute Mehrheit der Stimmrechte beim e.V. ggf. ein falsches Bild verursachen könnten. Hier muss man sich die zeitliche Entwicklung betrachten:

    Bis März 2026: Das von mir vor einiger Zeit mal dargestellte Konstrukt aus 7 Gesellschaftern -> e.V. lediglich Sperrminorität

    Ab März 2026: Effektives Stimmgewicht der e.V. von 47,36%, dazu SMG 26,32% und Matthias Stroot 26,32% -> e.V. lediglich Sperrminorität, 2 von 3 Gesellschaftern für Mehrheit benötigt

    Ab Juli 2026: Effektives Stimmgewicht wie oben dargestellt -> e.V. mit absoluter Mehrheit

    Und in der Satzung der HSG Nordhorn-Lingen GmbH steht folgendes:

    Bei Geschäften, die über den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft hinausgehen, ist ein Zustimmungsbeschluss der Gesellschafterversammlung erforderlich. Solche Geschäfte sind insbesondere:
    a) die bei der Handball-Bundesliga als Grundlage für die Lizenzerteilung vorzulegende Jahresplanung
    [...]
    g) die Aufnahme oder die Gewährung von Darlehen
    h) die Eingehung von Dauerschuldverhältnissen, dazu zählen insbesondere Miet-, Pacht- und auch Arbeitsverträge, sofern diese nicht bereits Gegenstand der gemäß der unter a) genehmigten Jahresplanung sind

    Kommt mir jetzt nicht mit Bültmann dem Spartenpauli. Am Ende hat Stroot die alleinige Verantwortung, er ist der Geschäftsführer im Zweifel haftet er.

    Nein, Bültmann ist nicht gemeint. Das er da noch groß, trotz der paar Anteile, bei Gesellschafterversammlungen dabei war oder sich eingebracht hat, bezweifle ich sehr.

    Und das sollte Stroot auch nicht aus der Verantwortung nehmen, aber nur ihn als Sündenbock durchs Dorf zu treiben ist meiner Meinung nach zu einfach bzw. kurz gedacht. Da haben gewisse Gesellschafter, die im Hintergrund einiges zu sagen haben, der e.V., welcher augenscheinlich das Ganze einfach geschehen lassen hat und natürlich die Geschäftsführung, die am Ende ihre Unterschrift drunter gesetzt hat, allesamt mit zutun.

    Endlich mal jemand (Thomas F.G.), der anspricht, wo die Probleme der HSG angesiedelt sind! Wenn man sich die Gesellschafterstruktur anschaut (ist in einigen vorherigen Posts detailliert aufgeführt), weiß man, von wem die Rede ist.

    Schön zu sehen, dass meine kleine Analyse der Gesellschafterstruktur bei dem ein oder anderen hängegeblieben ist, dann war der Aufwand nicht umsonst! Mich wundert es aber trotzdem immer wieder, dass anscheinend den meisten HSG-Fans nicht so bewusst wer eigentlich die Geschehen im Hintergrund lenkt und dürfte mMn auch mal journalistisch aufgegriffen werden. Ohne das ich irgendwas direkt oder indirekt gehört hätte, würde ich mal behaupten, dass das die Idee mit dem Luxus-Kader und "all-in" Wiederaufstieg nicht rein auf Strootis Mist gewachsen ist, sondern er am Ende hauptsächlich für die Umsetzung des (mittlerweile als wahnwitzig zu bezeichnenden) Projekts verantwortlich war.

    Man kann für die Region, Spieler und Fans nur hoffen, dass sich am Ende doch wieder einige engagierte Geschäftsleute, denen selber was an der HSG liegt, zusammen finden und den Karren irgendwie aus der Scheiße ziehen.

    Sollte man noch irgendwie die Kurve kriegen, müssen aber dringend irgendwelche Kontrollinstanzen implementiert werden, damit die HSG in Zukunft nicht wieder zur Erfüllung der persönlichen Sport-Manager Fantasien einzelner Personen dient. Dafür gibt es doch den Football Manager liebe Leute...

    Aber hey, wir sollten es auch positiv sehen: Mindestens einmal pro Jahrzehnt finanzielle Schieflage bei der HSG, da kann man schon so langsam von Tradition sprechen! Und Traditionsverein ist man doch gerne ;)

    Luka Sokolic verlässt die HSG.

    Am Ende ist er doch noch gut reingekommen und hat in der Abwehr einen Mehrwert bieten können, nichtsdestotrotz für mich kein schmerzhafter Abgang. Ist mit seinen 36 Jahren einfach aus dem besten Alter raus, war manchmal in seiner Hand-Augen-Koordination einfach zu langsam (an welcher der Komponenten es lag, vermag ich nicht zu beurteilen) und passt auch einfach nicht in das neue Konzept mit vielen jungen, talentierten Spielern.

    Also ich sage: endlich!

    Zintel war/ist per se kein schlechter Handballer und hat auch bei der HSG gute Auftritte gezeigt, nichtsdestotrotz bin ich persönlich froh, dass dieses Kapitel abgeschlossen ist. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her war es einfach nicht das Wahre und vom Spielertyp her waren er und Erlingsson sich auch einfach zu ähnlich, da konnte man nicht mal eben einen komplett neuen Impuls auf der Mitte reinwerfen.

    Klar wird Hoogland Zeit brauchen und sicherlich auch einige wilde, übermütige Aktionen dabei haben, aber die Neuaufstellung der HSG finde ich viel sympathischer als die Kaderplanung der letzten Jahre. Es wirkt wie ein Schritt back to the roots in die Bültmann-Ära mit jungen, hungrigen Spielern, die hoffentlich die Chance bekommen, zusammenzuwachsen und sich nicht über Individualisten auszuzeichnen, sondern den Hunger und Bock, als Team zu spielen und zu gewinnen.

    Außerdem kann man so auch auf der Kapitänsposition einen neuen Impuls setzen. Was ich so gehört habe, wurde Zintel damals einfach wegen seinem Standing in der 2. Liga von Bult zum Kapitän gemacht, obwohl sich kurz danach rausgestellt hat, dass er in der Mannschaft eigentlich keiner der Leader sondern eher der ruhigere, passivere Typ ist. Da war das Kind dann aber schon in den Brunnen gefallen und Zintel bereits groß als neuer Kapitän angekündigt.

    Bin gespannt, wer es in Zukunft macht. Persönlich wäre Ruddat ganz klar mein Favorit, Wilhelm könnte ich mir auch vorstellen. Tarek ist zwar am längsten bei der HSG und sicherlich auch ein Führungsspieler, sehe ihn aber trotzdem nicht in der Rolle. Hüter war u.a. bei Dormagen schon Kapitän und ist aktuell Kapitän der USA , könnte es also vielleicht machen, müsste dafür aber sicherlich in einer etwas tragenderen Rolle eingeplant sein kommende Saison, sonst würde das keinen Sinn machen.

    Spelbepaler Hoogland van Hurry-Up onderweg naar Duitsland

    Aber irgendwie verrückt, dass das am 24.05. in den Niederlanden in der Zeitung stand und man sowohl von Seiten der HSG als auch in der GN noch kein Wort dazu gelesen hat. Gerade von der GN hätte ich einen kurzen Bericht im Sinne von "Wie RTV Drenthe berichtet steht Emiel Hoogland von Hurry-Up vor einem Wechsel zur HSG, der Spielmacher ist ..." erwartet. Wobei erwartet wahrscheinlich das falsche Wort ist, da die Berichterstattung um Transfers/Hintergründe bei der HSG ja generell leider eher dürftig und recht spät sind. Aber wenn es die Kollegen aus den Niederlanden schon schreiben, ist es ja wirklich kein Hexenwerk den Artikel einfach aufzugreifen.

    Die HBL gibt diese Info im Normalfall nicht öffentlich raus

    Bin auch nicht davon ausgegangen, dass wir die Info zwingend von der HBL erhalten. Aber z.B. im Rahmen eines GN-Artikels bzw. das man es sich ableiten kann, wenn in der offiziellen Kommunikation eben nicht eindeutig erwähnt wird, dass man die Lizenz ohne Auflagen erhalten hat. Vereine wie Magdeburg, Hamburg, Minden, Lübbecke oder Schwartau haben den Erhalt der Lizenz ohne Auflagen ja schon ganz klar über ihre eigene Website oder die Lokalnachrichten kommuniziert.

    Die HSG (so wie alle anderen 1. und 2. Ligisten) hat die Lizenz für die kommende Saison erhalten.

    Allerdings steht in der HBL Pressemitteilung: "nur durch einige wenige Clubs sind im Verlauf der kommenden Spielzeit Auflagen zu erfüllen".

    Ich bin mal gespannt, ob wir zeitnah erfahren welche Clubs Auflagen zu erfüllen haben und ob die HSG dazugehört.

    Ich kann den GN-Artikel leider nicht lesen, aber taucht in diesem der Name Stroot auf oder nur Jonker? Zum 1. April fängt ja auch Thomas Grotjan (noch OHV Aurich) bei der HSG an. Vielleicht verlässt Stroot ja auch schon vorher die HSG 🤷

    Zur Neuverpflichtung bzw. dem Abgang von Van der Merwe wird dort nur Jonker zitiert, hier der relevante Ausschnitt:

    "Michael Jonker, der zum 1. April Matthias Stroot als Geschäftsführer der HSG Marketing GmbH ablösen wird, erklärt den neuen Kurs mit der „angespannten allgemeinen wirtschaftlichen Situation“. Die Folgen: „Das merken wir beim Sponsoring. Deswegen müssen wir unsere Kosten senken. Und das geht im Sport vor allem über Personalkosten.“ Was das für das Zwei-Städte-Team bedeutet, erklärt Jonker so: „Wenn wir bislang auf bundesligaerfahrene Spieler gesetzt haben, die entsprechend teuer sind, wollen wir in der Zukunft jüngere und günstigere Spieler verpflichten, bei denen wir das Potenzial sehen, sie weiter entwickeln zu können.“ Jonker will sich bald detaillierter äußern, wie es mit der HSG perspektivisch weitergehen soll: „In den nächsten Wochen werden wir ein schlüssiges Zukunftskonzept präsentieren“, sagt er."

    Auf der Torwart Position mach ich mir mit Ligarzewski und Tschentscher keine Sorgen.

    Die Aussagen von Jonker im GN Artikel sehe ich grundsätzlich als vielversprechend. Keinen Aufstieg über den eigentlichen finanziellen Möglichkeiten hinaus erzwingen, sondern das Ziel die HSG erstmal wieder gesund wirtschaften und dabei vermehrt auf junge (hoffentlich hungrige) Talente setzen, anstatt auf gestandene Spieler; damit kann ich als Fan gut leben. Bin auf das angekündigte Zukunftskonzept gespannt.

    Von der Distanz kommen da wohl nur Nordhorn/Lingen und Lübbecke in Fragen, das wäre beides in 1:30 zu erreichen. Da die HSG ja kürzlich die Stelle "Leitung Partnermanagement & Sponsoring" ausgeschrieben hat und die Anzeige nicht mehr aktiv unter "Jobs" auf der Website gelistet ist, spricht einiges dafür, dass die Stelle bereits besetzt wurde. Ich gehe mal davon aus, dass Hrubesch hier ein top Bauchgefühl hat und Grotjan die HSG ab April oder spätestens ab Saisonende in Liga 3. verstärken wird.

    Würde ja auch weiter zu unserer Vermutung/Beobachtung passen das Team hinter dem Team professioneller aufzustellen und dafür im Kader erstmal einen Gang zurückzufahren. Das Modell kann man dann aber gerne noch durch einen sportlichen Leiter ergänzen. Mit einem GF und dann Leiter Geschäfskunden und Leiter Sport da drunter wäre man dann wirklich deutlich solider aufgestellt.

    Falls Van der Merwe geht, würde ich persönlich Tschentscher durchaus die Rolle als Torhüter Nr. 1 neben einem weiteren jungen TW zutrauen.

    Heute eine volle Halle wäre schön und auch ein wichtiges Signal, dass die Zuschauer den tollen Lauf der HSG wahrnehmen und auch durch zahlreiches erscheinen wertschätzen. Ich bin gespannt und freue mich selber wieder in der Halle zu sein!

    Wir kritisieren hier die HSG viel für ihre Kommunikation, aber man darf dann in diesem Fall auch loben! Am Dienstag wurde Duvancic hier mal vage in den Raum geworfen, heute wurde der Transfer kommuniziert.

    Bezüglich der finanziellen Situation würde ich das Ganze mal folgendermaßen betrachten:

    RA
    Lux, Van Berlo, Bock → Lux, Bock
    (wenn das Gerücht über einen Abgang auf RA stimmt und wir mal von Van Berlo ausgehen)
    => Man spart

    RR
    Bandlow, Tobeler → Tobeler, Thiel
    => Man spart, Toptorschütze wird durch Spieler der Jung-Recken ersetzt

    RM
    Zintel, Erlingsson, Hüter → Erlingsson, Hüter
    (wenn das Gerücht über Zintel-Abgang stimmt)
    => Könnte mir vorstellen, dass man ggf. nur mit Erlingsson und Hüter in die Saison geht und keinen weiteren RM holt
    => Man spart auch hier

    RL
    Marschall, Gentzel → Marschall, Gentzel
    => Bleibt gleich

    LA
    Ruddat, Jaeger → Ruddat, Talent
    => Man spart, Jaeger-Abgang auch schon in der Saison, also spart man zusätzlich noch das Gehalt für die Rückrunde

    KM
    Sajenev, Wilhelm, Sokolic* → Wilhelm, Pottgeter
    bzw. Wilhelm, Duvancic, ggf. Rodriguez (?), ggf. Pottgeter
    => Wenn Rodriguez auch noch kommt, ist man hier wahrscheinlich finanziell bei Duvancic + Rodriguez ungefähr bei dem, was aktuell Sajenev + Sokolic bekommen, also gleichbleibend.
    => Wenn „nur“ Duvancic kommt und Pottgeter über die Rückrunde hinaus bleibt, dann wird man auch hier sparen.

    TW
    Van der Merwe, Tschentscher → Tschentscher, ???
    (könnte Van der Merwe sein, aber ich gehe aktuell nicht von einem Verbleib aus, wenn überhaupt bei einem Aufstieg)
    => Sollte Kristian gehen, wird man hier ja auch nicht zwingend den nächsten Top-Torhüter der 2. Liga verpflichten und sparen.

    Unterm Strich würde ich sagen, dass klar zu erkennen ist, dass nächste Saison für den Kader weniger Geld zur Verfügung stehen wird.

    Ob das jetzt finanzielle Probleme sind, eine andere Bewertung der wirtschaftlichen Situation durch die neue Geschäftsführung, einfach eine Rückkehr zum normalen/gesunden Level und die HSG die letzten zwei Saisons ggf. etwas übertrieben hat, oder oder oder, ist dann eine andere Frage und wahrscheinlich auch viel subjektive Wahrnehmung.

    *mir ist bewusst, dass Sokolic offiziell RL ist

    Nachdem nun auch andere Teams mehr und mehr Personalentscheidungen veröffentlichen, könnte man auch Eins und Eins zusammenzählen ;)

    Du scheinst da ja mehr zu wissen was Duvancic angeht ;) Der Kollege folgt übrigens exakt drei deutschen Handballvereinen auf Instagram: Erlangen (Ex-Club), Ferndorf (aktueller Club) und der HSG. Außerdem scheint er bei der gleichen Spielerberatung wie Luca Tschentscher zu sein (Sport Transfair). Vielleicht sollten wir hier also wirklich mal Eins und Eins zusammenzählen.

    Ich hab ja gesagt: Der Unfall namens Aufstieg ;)

    Souverän war der Auftritt heute nicht. Ein wenig Spiel- und Schiriglück war dabei & am Ende setzt sich Qualität dann auf Strecke oft durch (danke Frieda!).

    Das Sokolic im Innenblock einfach kein Ersatz für Sajenev ist hat man heute wieder gesehen, da wird es wahrscheinlich über die restliche Saison dann doch dünn werden und die HSG sich selbst zu sehr ausbremsen, bevor es zum Unfall kommt.

    Aber Ende März sollten wir - zumindest was die Aufstiegschancen der HSG angeht - Klarheit haben! Bietigheim, Balingen, Potsdam und Dresden back to back ist schon eine Ansage, in der Hinrunde hat man hier nur 1 aus 8 Punkte geholt. Sollte das nochmal so Laufen wird das Thema durch sein. Aktuell sind wir oben mit dabei, weil wir die vermeintlichen Pflichtsiege konstant irgendwie über die Ziellinie retten. So eben auch heute.

    Hinzufügen sollte man auch, dass er nur bleibt, weil B. Zintel sich zum Ende der Saison anderweitig orientiert.

    Dass das Zintel geht, habe ich noch gar nicht mitbekommen. Hast du da verlässliche Infos? Wäre meiner Meinung nach nur positiv für die HSG, wenn er den Verein im Sommer verlässt. Absoluter Topverdiener, sehr ähnlicher Spielertyp zu Erlingsson und wohl kein gutes Standing in der Mannschaft.

    Er ist damals wohl Kapitän geworden, weil man gedacht hat, er wäre der klassische Leader, jemand der Verantwortung übernimmt und auch einfach von seinem Standing in der 2. Liga dafür prädestiniert wäre. Dies scheint wohl nicht der Realität zu entsprechen, und man ärgert sich intern wohl über die Benennung als Kapitän. Für mich wird hier kommende Saison Ruddat eine tragendere Rolle spielen. Ist jetzt schon einer der emotional engagiertesten Spieler auf der Platte und auch abseits, z.B. beim traditionellen Abschluss in der Kellerbar, jemand, der seine Mitspieler klar dazu aufgefordert hat, sich jetzt doch nochmal weiter hinter die Theke zu stellen, und selbst bis zum Ende aktiv war und sich der Rolle & Wichtigkeit von einem soliden Auftritt gegenüber den Fans bewusst war.

    Jeder Abgang wurde bisher von der HSG auf sämtlichen Plattformen kommuniziert.

    Naja, fast jeder Abgang wurde entweder so spät kommuniziert, dass jeder, der sich halbwegs mit der HSG auseinandersetzt, schon Wochen vorher wusste, wer wechselt und auch wohin. ODER es wurde (z.B. bei Jaeger) so kurzfristig entschieden und kommuniziert, dass teilweise wohl die eigenen Leute bzw. die, die sonst immer top informiert sind, überrascht wurden.

    Hier fehlt es einfach an einer klaren Linie und Erwartungsmanagement gegenüber Fans & Sponsoren. Und wenn es dann zu einer Ankündigung kommt, besteht diese immer aus den gleichen austauschbaren und nichtssagenden Floskeln. Da kann man doch durchaus mal Kritik an der Kommunikationsstrategie der HSG anbringen...

    Mich wundert sehr, wie es von langfristigen Aufstiegsambitionen fast in Richtung Endzeitstimmung kippt, zu mindestens hier im Thread.

    Das dürfte wohl der Historie der HSG, der durchaus dürftigen und teils sehr späten Kommunikation und der Nordhorner Gerüchteküche (ist ja schließlich keine anoynme Großstadt) liegen. Zudem sind wir hier im Forum wahrscheinlich alle deutlich überdurchschnittlich an der HSG generell sowie ihrem wirtschaftlich nachhaltigen Fortbestand und sportlichem Erfolg interessiert.

    Die Abgänge von zwei absoluten Leistungsträgern, einer davon sogar schon im Winter und die damit verbundenen "Ersatzlösungen" deuten halt darauf hin, dass nicht alles rosig aussieht. Sajenev wird als U21 Weltmeister mit Angeboten aus Liga 1 bei der HSG sicherlich nicht für nen Appel und nen Ei gespielt haben, wenn der Ersatz dann allerdings ein Spieler aus der Region ist, der hauptsächlich in der 2. Mannschaft gespielt hat und diese Saison selbst in der 3. Liga nicht richtig Fuß fassen konnte, geht die Rechnung ja einfach nicht auf. Gerade im Hinblick auf die angesprochenen Aufstiegsambitionen.

    Und spätestens durch den zusätzlichen vorzeitigen Abgang von Jaeger, müsste es ja theoretisch noch größeren finanziellen Spielraum für Nachverpflichtungen geben. Die Realität scheint halt anders auszusehen und deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir das hier im Forum herausarbeiten und kritisch betrachten.