HSG Nordhorn-Lingen zurück in der 2. Liga

  • Hüttenberg und Dormagen hatten zuletzt finanzielle Probleme. Essen taumelt auch seit Jahren. Die nächsten Jahre werden interessant, wenn die Kosten und die Anforderungen für einen Lizenz weiter steigen.

    Ja ok welche Anforderungen sollen den steigen. Infrastruktur und Hallle wird es so bleiben.

    Wenn dann eher mehr Eigenkapital und oder mehr Bürgschaften etc. Doch wie will man es dann genau nachweisen? Ich denke eher das eine HBL so ja mal drüber schaut jnd und wenn es nachvollziehbar ist,gibt es die Lizenz. Für eine genaue Prüfung gibt es doch keine Zeit.

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  • Ja ok welche Anforderungen sollen den steigen. Infrastruktur und Hallle wird es so bleiben.

    Da täuscht du dich. Für uns ist durch den Aufstieg z.B. aktuell der Videobeweis eine größere finanzielle, logistische und personelle Herausforderung und der wird absehbar auch in der 2. Liga kommen. Dann gehören höhere Anforderungen an die Hallen zur weiteren Planung der HBL. Z.B. Torkamerasystem, elektronische Werbebanden, moderne Video-Anzeigentafeln und auch 4 Tribünen mit höherer Hallenkapazität als Pflicht.

    Aber das Thema geht jetzt langsam Richtung Off-Topic HSG Nordhorn-Lingen

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Ich würde sagen, dass sich gerade zwei Krisen parallel entwickeln.

    Zum einen die direkte finanzielle Schieflage der HSG. Zum anderen die von der BILD gepushte Lizenzierungsgeschichte, die sowohl die Verantwortlichen der HSG als auch die HBL ziemlich schlecht aussehen lässt.

    Daher bin ich wirklich gespannt, was heute bei dem Termin rauskommt und ob die Öffentlichkeit überhaupt direkt etwas erfährt. Auch der HBL dürfte viel daran liegen, das Ganze irgendwie noch geschaukelt zu bekommen. Wenn der Laden wenige Wochen nach der Lizenzvergabe quasi abgeschlossen wird, stellt sich schon die Frage, wie die Lizenz ohne Auflagen bzw. überhaupt erteilt werden konnte. Fantasiezahlen der HSG hin oder her, alleine die Entwicklung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags ist ja öffentlich einsehbar. Das allein beweist zwar keine Zahlungsunfähigkeit, hätte aber vielleicht Anlass sein können, die Planung seitens der HBL etwas kritischer zu hinterfragen.

    Für die Zukunft der HSG sehe ich theoretisch vier Szenarien:

    (1) Man findet unterm Euregium Öl, aka jemand öffnet kurzfristig die Geldschatulle.
    -> Die Liquiditätslücke wird geschlossen und es geht irgendwie weiter, wahrscheinlich mit Sparmaßnahmen und HBL-Auflagen.

    (2) Man meldet Insolvenz an, das Verfahren wird eröffnet und bis zum 10. April 2027 erfolgreich abgeschlossen.
    -> Acht Punkte Abzug, aber eine Lizenz für die 2. HBL 2027/28 wäre bei Klassenerhalt grundsätzlich weiterhin möglich.

    (3) Man meldet Insolvenz an, kann die Saison weiterspielen, schafft den Abschluss des Insolvenzverfahrens aber nicht bis zum 10. April 2027.
    -> Zwangsabstieg, danach könnte man beim DHB die Lizenz für die 3. Liga beantragen.

    (4) Die Lizenz wird entzogen oder selbst im Insolvenzverfahren kann der Spielbetrieb nicht mehr finanziert werden.
    -> Ende des Profihandballs in Nordhorn und Lingen. Dieses Mal wahrscheinlich wirklich final, weil wer würde sich das Projekt danach nochmal antun?

    Variante 1-3 sind mMn nur realistisch, wenn jemand bereit ist, die HSG als Herzensprojekt zu retten. Also rein aus emotionaler Verbundenheit. Ob das dann die besagte Gruppe aus neuer Führungsetage plus potenziellen Sponsoren (falls es diese Gruppe wirklich gibt, hab ich persönlich nichts von mitbekommen) oder der Geldgeber aus Lingen, der den Spielbetrieb dann augenscheinlich komplett ins Emsland verlagern will, oder jemand ganz anderes ist, keine Ahnung. Dafür braucht man aber nicht nur das nötige Geld. Man muss auch bereit sein, sehr schnell und unbürokratisch zu handeln. Und vor allem müssten Jonker und Terwedow mitspielen.

    Jonker könnte der e.V. mittlerweile wohl selbst als Geschäftsführer abberufen. Um die Gesellschafterstruktur komplett neu zu ordnen und den potentiellen Rettern auch Kontrolle durch den Erwerb von (den ruhenden) Gesellschaftsanteilen zu ermöglichen, bräuchte man meines Verständnis nachs eine 75% Mehrheit und damit die Zustimmung von SMG/Terwedow.

    Da stellt sich dann die Frage, ob die handelnden Personen bereit sind, die eigenen Fehler einzugestehen und unkompliziert das Feld zu räumen? Oder sind die Egos am Ende so groß, dass man den Laden lieber gegen die Wand fahren lässt, als Kontrolle abzugeben bzw. das eigene Versagen einzugestehen? Alles natürlich unter der Vorrausetzung, dass es überhaupt jemanden gibt der bereit wäre die HSG zu retten.

    Daher rate ich jedem der es mit der HSG hält sich klar auf Variante 4 und das Ende des Handballsports in der Grafschaft und im Emsland einzustellen.

    Handball. Heimat. HSG.

  • Da täuscht du dich. Für uns ist durch den Aufstieg z.B. aktuell der Videobeweis eine größere finanzielle, logistische und personelle Herausforderung und der wird absehbar auch in der 2. Liga kommen. Dann gehören höhere Anforderungen an die Hallen zur weiteren Planung der HBL. Z.B. Torkamerasystem, elektronische Werbebanden, moderne Video-Anzeigentafeln und auch 4 Tribünen mit höherer Hallenkapazität als Pflicht.

    Ok doch da denke ich das Dinge wie 4 Tribünen, Torkamerasystem, eher nicht kommen werden in der 2 HBL.

    Doch stimmt geht hier zu weit.

  • 2) Man meldet Insolvenz an, das Verfahren wird eröffnet und bis zum 10. April 2027 erfolgreich abgeschlossen.
    -> Acht Punkte Abzug, aber eine Lizenz für die 2. HBL 2027/28 wäre bei Klassenerhalt grundsätzlich weiterhin möglich.

    Ok nur dies ist doch nach dem Saison wieder eher und wahrscheinlich ein Fall für Gerichte, denn was wäre wenn und wie wasserdicht ist alles.

    Da kann man davon ausgehen das es am Ende der Saison vor Gericht landet, sollte man Absteigen wegen der 8 Punkte.


    Wenn dann macht es doch nur Sinn mit Lizenz ist weg für 26/27 es wird mit 17 Mannschaften gespielt oder Krefeld kann bleiben.

    Oder man bekommt einen Lizenz auf Vorbehalt und erfüllt man im Mai 27 die Auflagen und kann nachweisen das man den Verein saniert hat und hält die Liga bekommt man eine für 27/28.

  • Ok nur dies ist doch nach dem Saison wieder eher und wahrscheinlich ein Fall für Gerichte, denn was wäre wenn und wie wasserdicht ist alles.

    Da kann man davon ausgehen das es am Ende der Saison vor Gericht landet, sollte man Absteigen wegen der 8 Punkte.


    Wenn dann macht es doch nur Sinn mit Lizenz ist weg für 26/27 es wird mit 17 Mannschaften gespielt oder Krefeld kann bleiben.

    Oder man bekommt einen Lizenz auf Vorbehalt und erfüllt man im Mai 27 die Auflagen und kann nachweisen das man den Verein saniert hat und hält die Liga bekommt man eine für 27/28.

    Das gäbe es mMn nicht viel zu klären, da der Vorgang bei Insolvenz während einer laufenden Saison klar in der Satzung der HBL geregelt ist:

    § 8b Folgen bei Insolvenz
    1. Wird gegen einen Lizenznehmer bzw. gegen den wirtschaftlichen Träger eines Lizenznehmers während eines laufenden Spieljahres ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt, so werden dem Lizenznehmer am Ende der laufenden Spielsaison 8 Pluspunkte aberkannt.

    2. Wird für die kommende Spielsaison von dem unter Ziffer 1 genannten Lizenznehmer bzw. dessen wirtschaftlichen Träger unter Einhaltung der maßgeblichen Fristen (§§ 2; 7 Ordnung zur Lizenzierung) eine Lizenz beantragt und befindet sich dieser Lizenznehmer bzw. dessen wirtschaftlicher Träger in einem Insolvenzplanverfahren, so muss dieses erfolgreich bis zum 10.04. des laufenden Spieljahres, für das die Lizenz erteilt worden ist, beendet sein. Dies bedeutet, dass bis zum 10.04. des laufenden Spieljahres, für das die Lizenz erteilt worden ist, durch das Insolvenzgericht die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach § 258 InsO beschlossen sein muss. Sollte dies nicht der Fall sein, kann keine Lizenz für die kommende Spielsaison erteilt werden.

    3. Wird gegen einen Lizenznehmer bzw. gegen den wirtschaftlichen Träger eines Lizenznehmers der Bundesliga nach den maßgeblichen Fristen zum Antrag auf Erteilung der Lizenz (§§ 2; 7 Ordnung zur Lizenzierung) ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt, oder wird die unter Ziffer 2. geregelte Frist (10.04. des laufenden Spieljahres) nicht eingehalten, so kann - durch den Verein selbst- oder - mit einem neuen wirtschaftlichen Träger ein Lizenzantrag bis zum 15.04. der laufenden Spielsaison (Ausschlussfrist) für die 2. Bundesliga gestellt werden. Zweitligisten können nur einen Antrag beim DHB für die 3. Liga stellen, auf dessen Entscheidung der Ligaverband keinen Einfluss hat.

    Handball. Heimat. HSG.

  • Hoffen wir auf Variante 1 und es findet sich ein oder mehrere Retter. Wahrscheinlich wird es dann ein Rettungspaket geben, aus Geld von aktuellen Sponsoren, Fanaktionen und Geld der beiden Städte.

  • Hoffen wir auf Variante 1 und es findet sich ein oder mehrere Retter. Wahrscheinlich wird es dann ein Rettungspaket geben, aus Geld von aktuellen Sponsoren, Fanaktionen und Geld der beiden Städte.

    Wäre optimal

    Doch warum sollen die Städte Steuergelder ausgeben oder die Pacht stunden?

    Und im Ernst wie lange geht es gut wenn die Onkels mit dem Geldkoffer kommen die Schulden decken und dann wieder neu finanzieren?

    Sowas geht doch meist nie gut und endet doch dann so und so mit kompletter Pleite.

    Denn auch der Onkel mit dem Geldkoffer will sein Geld zurück oder hat keinen Bock mehr sein Geld in Löcher zu stopfen um einen Verein am Leben zu halten.

  • Wäre optimal

    Doch warum sollen die Städte Steuergelder ausgeben oder die Pacht stunden?

    Und im Ernst wie lange geht es gut wenn die Onkels mit dem Geldkoffer kommen die Schulden decken und dann wieder neu finanzieren?

    Sowas geht doch meist nie gut und endet doch dann so und so mit kompletter Pleite.

    Denn auch der Onkel mit dem Geldkoffer will sein Geld zurück oder hat keinen Bock mehr sein Geld in Löcher zu stopfen um einen Verein am Leben zu halten.

    Naja die HSG ist unabhängig von der aktuellen Situation ein sportlicher Leuchtturm in der Region neben dem SV Meppen und dazu auch ein guter und wichtiger Werbeträger für die Stadt Nordhorn und Lingen. Ohne den Verein würden viele Nordhorn gar nicht kennen. Es gibt zumindest in Nordhorn nicht mehr viel woran sich die Menschen festhalten können. Der Eissport ist schon weg und bald auch der Handball? Den beiden Städten und Landkreisen wird die HSG nicht egal sein. Ein Wegfall der HSG wäre ein schwerer Schlag für die Region. Die HSG hatte zudem in den letzten Jahren den höchsten Zuschauerdurchschnitt.

  • Den beiden Städten und Landkreisen wird die HSG nicht egal sein.

    Apropros, folgenden Blog-Beitrag habe ich kürzlich zu dem Thema gefunden, geht vor allem um die Rolle der Stadt Lingen und des Oberbürgermeisters bei einer möglichen Rettung der HSG:

    HSG Nordhorn-Lingen: Schockstarre statt Aufbruchstimmung – OB Krone schweigt

    Kenne mich mit der Lingener Lokalpolitik nicht wirklich aus, aber was da skizziert wird klingt nicht gerade vielversprechend und als dürfte man sich da große Hoffnungen auf klare Statements und ein Bekenntnis zum Projekt HSG erwarten.

    Handball. Heimat. HSG.

  • Apropros, folgenden Blog-Beitrag habe ich kürzlich zu dem Thema gefunden, geht vor allem um die Rolle der Stadt Lingen und des Oberbürgermeisters bei einer möglichen Rettung der HSG:

    HSG Nordhorn-Lingen: Schockstarre statt Aufbruchstimmung – OB Krone schweigt

    Kenne mich mit der Lingener Lokalpolitik nicht wirklich aus, aber was da skizziert wird klingt nicht gerade vielversprechend und als dürfte man sich da große Hoffnungen auf klare Statements und ein Bekenntnis zum Projekt HSG erwarten.


    Robert Koop. Jeder Lingener kennt ihn als Meckerkopf, niemand nimmt ihn ernst. Sorry. Bei der letzten OB-Wahl ist er krachend gescheitert.

  • Es nützt alles Nix. Es bleibt der heutige Ausgang mit der HBL abzuwarten. Es kommt immer anders als man denkt. …

    Guter Call ;) Statement der HBL interpretiere ich mal als Resthoffnung besteht und die 6 Punkte Abzug gibts als Rüge für die geschönten Zahlen & um ggf. weiteren rechtlichen Schritten seitens Krefelds erstmal etwas Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Handball. Heimat. HSG.


  • Robert Koop. Jeder Lingener kennt ihn als Meckerkopf, niemand nimmt ihn ernst. Sorry. Bei der letzten OB-Wahl ist er krachend gescheitert.

    Danke für die Einschätzung, wie gesagt mit der Lingener Lokalpolitik kenn ich mich nicht aus. Ändert nichts daran, dass sich beide Städte bisher bedeckt gehalten haben und man zumindest nicht öffentlichkeitswirksam die Rettung der HSG unterstützt oder wenigstens nochmal die Wichtigkeit des Vereins für die beiden Städte und die Region hervorhebt.

    Handball. Heimat. HSG.

  • Kenne mich mit der Lingener Lokalpolitik nicht wirklich aus, aber was da skizziert wird klingt nicht gerade vielversprechend und als dürfte man sich da große Hoffnungen auf klare Statements und ein Bekenntnis zum Projekt HSG erwarten.

    Aus dem Blog: "Krone (Oberbürgermeister) hat in der Stadt bislang keinerlei Vorstellungen geäußert, wie er sich die Entwicklung und vor allem die Sanierung des Vereins vorstellt."

    Das geht komplett in die falsche Richtung. :wall:

    Nicht der Oberbürgermeister ist gefragt, sondern die HSG. Die HSG hat wissentlich bei der Lizenzvergabe mit falschen Zahlen gearbeitet. Die HSG muss erklären, wie sie aus dem Sumpf rauskommen will. Die Stadt kann ja dann schauen, ob sie in irgend einer Form helfen kann.

  • "Die Liga reagiert nun drastisch. Neben einer Androhung eines Punktabzugs muss Nordhorn "mit sofortiger Wirkung" drei Auflagen erfüllen. Zum einen muss kurzfristig nachgewiesen werden, dass die ermittelte Liquiditätsunterdeckung abgedeckt werden kann. Heißt, die Finanzlücke muss gefüllt werden. Zweitens muss monatlich die Liquiditäts- und Ertragsplanung für die kommende Saison vorgelegt werden.

    Und drittens begrenzt die HBL die Personalausgaben der Nordhorner. Neue Spieler dürfen demnach nur noch mit einer Sondergenehmigung durch die Lizenzierungskommission der Liga verpflichtet werden."

    Jetzt muss man also Daumen drücken, dass die Lücke schnellstmöglich geschlossen werden kann. Ich habe fast damit gerechnet, dass die HBL so vorgehen wird und nicht direkt die Lizenz entzieht. Am Ende hat auch die HBL kein Interesse daran das ein Verein direkt insolvent geht. Hoffen wir mal das der HSG keine 6 Punkte abgezogen werden, wobei ein solcher Abzug nicht direkt Abstieg bedeuten würde. Würde man 6 Punkte von der Gesamtpunktzahl in der letzten Saison abziehen, wäre man immer noch 6. 🤷

  • Nicht der Oberbürgermeister ist gefragt, sondern die HSG. Die HSG hat wissentlich bei der Lizenzvergabe mit falschen Zahlen gearbeitet. Die HSG muss erklären, wie sie aus dem Sumpf rauskommen will. Die Stadt kann ja dann schauen, ob sie in irgend einer Form helfen kann.

    Absolut, bin ich komplett bei dir.

    Nur wird hier im Forum immer davon gesprochen wie toll und wichtig die HSG für die Städte und die Region ist, was für ein wichtiger Werbeträger und Leuchtrum. WENN dem so wäre, DANN dürfte man in einer solchen Situation wie jetzt trotzdem klare Bekenntnisse pro HSG seitens der Lokalpolitik und Unternehmen der Region erwarten.

    Das wäre mMn die logische Konsequenz, aber ich glaube hier scheitert es bereits beim WENN und dieser Stellenwert ist gar nicht so gegeben.

    Handball. Heimat. HSG.