Meine Prognose heute:
Sieg Göppingen, Bensheim, Buxtehude, Dortmund
Knapp daneben...
Wobei: knapp ist noch nicht sicher
Beiträge von BlKW168
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Doch. Aber gerade ein F4 oder eine hohe Anzahl schwerer Spiele im 3-Tages-Abstand sorgt dafür, dass man ein Team benötigt. Ich hätte auch bei der WM gerne am Schluss eine 6er-Gruppe gesehen. Dann wären auch die Norweger müde geworden.
Mannschaften, die in der entscheidenden Phase eines großen Turniers oder auch einer Meisterschaft physisch am Ende sind? Spielerinnen, die auf dem Zahnfleisch kriechen??
Verletzungsgefahr???
Und dann jammern, dass das Niveau der Spiele am Boden liegt und die Zahl der Fehlwürfe in's Utopische steigt ...
Also was hier gerade wieder abgesondert wurde, bestärkt mich in der Annahme, dass der Autor oder zumindest wichtige Teile von ihm KI-gesteuert sein müssen ...
P.S.
Sorry für die Wahl drastischer Worte im ironischen Teil meines Kommentars, ist sonst nicht meine Art. Aber wenn ich soetwas lese, kommt mir die Galle hoch ...
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Warum? Es soll doch die beste Mannschaft und nicht die beste Startformation Meister werden.
Irgendwie nicht verstanden, was ich zum Ausdruck bringen möchte, obwohl schon mehrfach dargelegt? Ich helfe gerne mit einem Beispiel:
Wenn letztendlich ein Spiel entscheidet, ob ich in die Relegation gehen muss (oder Meister werde, oder mich für einen internationalen Startplatz qualifiziere, oder, oder, oder), und in diesem Spiel sind die Rahmenbedingungen für mich aus einem oder mehreren von mir in meinen Kommentar genannten Gründen ungünstig, dann ist mit diesem Spiel so oder so der Drops gelutscht. In einer normalen Meisterschaftsrunde mit Hin-und Rückspiel habe ich dagegen viel mehr Möglichkeiten, durch spezielle Konstellationen entstandene Nachteile über die Saison wieder auszugleichen. Natürlich können auch in einer doppelten Meisterschaftsrunde einzelne Spiele entscheidende Ergebnisse kreieren, aber die Betonung liegt hier auf "können".
Was diese Tatsache mit der "Qualität der Startformation am Beginn der Saison" zu tun hat, musst du mir bitte noch erklären...
P.S.
Betonen möchte ich noch, dass ich diese Diskussion zum Thema Meisterschaftsmodus hier nicht auf das Thema "Startformation" fokussieren möchte, das ist in diesem Zusammenhang allenfalls ein Nebenkriegsschauplatz. Schwerpunkt in meinem Kommentar war und bleibt die Frage, was es bedeutet, wenn Schiedsrichter(-paare) angeblich oder tatsächlich bestimmte "Linien" verfolgen und welche Auswirkungen das gegebenenfalls auf den Verlauf und das Ergebnis einer kompletten Handballsaison haben kann ...
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In meinen Augen haben die Schiedsrichter schon versucht, eine konsequente Linie zu pfeifen. Das Problem ist nur, dass diese Linie Teams bevorteilt, die hauptsächlich auf Durchbrüche setzen und damit Teams benachteiligt, die auf eher klassische Rückraum-Shooter setzen.
Eine in meinen Augen höchst brisante Argumentation. Sie unterstellt, dass es bei den verschiedenen Schiedsrichterpaaren unterschiedliche "Linien" gibt, die je nach Spielanlage einzelne Mannschaften bevorteilt oder benachteiligt. Eine solche Konstellation an sich ist schon höchst fragwürdig, denn wenn Regeln zumindest innerhalb einer Leistungsebene durch die Schiedsrichter nicht einheitlich umgesetzt werden, ist Misstrauen und Unverständnis vorprogrammiert, letztendlich bei allen Beteiligten. Und dieser Aspekt birgt noch einen viel größeren Konflikt, auf den ich hier an anderer Stelle auch schon hingewiesen habe: Wer will denn mit 100-prozentiger Sicherheit ausschließen, dass mit der zielgerichteten Ansetzung bestimmter Schiedsrichterpaare mit bekannter Vorliebe für eine bestimmte "Linie" einzelne Mannschaften insbesondere bei wichtigen Spielen bevorteilt bzw. benachteiligt werden und damit Einfluss genommen wird auf den Meisterschaftsverlauf, egal ob es gegen den Abstieg oder um die Teilnahme am Final4 geht.
Für mich übrigens nach wie vor ein wichtiger Grund, die aktuelle Version der HBF1-Meisterschaft grundsätzlich abzulehnen, weil hier u.U. ein einziges Spiel über Wohl und Wehe einer Mannschaft entscheiden kann, und das gleich mehrfach (also für verschiedene Mannschaften) innerhalb einer Saison. So etwas charakterisiert eindeutig einen Pokalwettbewerb und niemals eine Meisterschaft.
Auf weitere Probleme in diesem Zusammenhang wie Verletzung oder Überlastung (z.B. durch NM-Einsätze) von Schlüsselspielerinnen oder auch die Konzentration schwerer Spiele in einem extrem engen Zeitraum, die dann durchaus schon zu einer nachhaltigen Wettbewerbsverzerrung führen können, möchte ich hier nur am Rande hinweisen...
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Ich kann nichts dafür, dass ich unangenehme Aussagen, die nicht allen passen, treffe.
Du kannst aber etwas dafür, dass du manche Mannschaften verbal huderst, wann immer es geht und andere Mannschaften immer (!!!) mit einem negativen Grundton belegst, egal worüber du gerade schreibst...
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Ja, Vester61, da bin ich ganz bei dir und habe solche und ähnliche Entscheidungen auch schon mehrfach hier in der HE kritisiert. Darüber hinaus gibt es ganz grundsätzlich Situationen, wo ich die Linie nicht nachvollziehen kann. Halten/Ziehen am Trikot, Greifen in den Wurfarm, Stoßen gegen den Körper beim Sprungwurf sind nur einige Beispiele, wo klare Regelverstöße regelmäßig nicht geahndet werden. Auch Schritte und Betreten des Torraumes durch Feldspieler ist hinsichtlich der betreffenden Schiedsrichterentscheidungen vermintes Gelände ...
Mir geht es hier aber auch um die Tatsache, dass die Verbände eine öffentliche Diskussion über dieses Thema ganz offensichtlich scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Es dringt nichts nach außen ob und wenn wie fragwürdige, oft spielentscheidende Schiedsrichterentscheidungen erfasst und ausgewertet werden. Das einzige, was ich dazu (auch hier) regelmäßig höre oder lese, ist die Phrase, dass sich mögliche Fehlentscheidungen über die Saison betrachtet ja immer wieder ausgleichen.
Meine Wahrnehmung ist da oft eine andere ...
Und ja, es ist angesichts der immer weiter zunehmenden Dynamik des Spiels (die ich auch nicht uneineschränkt befürworte!) für die Schiedsrichter praktisch unmöglich, ohne Fehler ein Spiel zu leiten. Gerade deshalb wäre eine offene, saubere Fehlerkultur wichtig, um das zweifellos bei Spielern, Offiziellen und Zuschauern gleichermaßen vorhandene Gerechtigkeitsempfinden ausreichend zu bedienen!
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Beim Spiel Oldenburg vs. Blomberg gab es von beiden Trainern viel Kritik zu den Schiedsrichtern,...und beide bekamen Gelb dafür. Ich finde auch, viele Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar. Besonders die Siebenmeter.
PS. Das waren auch die selben Schiedsrichter die Buxte vs. Göppingen gepfiffen haben. Ich sage nur 10:1 Siebenmeter für Göppingen. Wenn ich diese beiden Schiedsrichter nur sehe, dann steigt mein Adrenalin.
Solange die zuständigen Verbände strukturelle Probleme mit den Schiedsrichtern und ihren Entscheidungen leugnen, fehlt mir der Glaube und das Vertrauen, dass die Verbände überhaupt ein Interesse daran haben, dieses offenkundige Problem zu lösen. Da hilft es auch nicht wirklich, dass die Ursache für diese Probleme nach meiner Überzeugung oft weniger bei den Schiedsrichtern selber sondern eher im Regelwerk und seinen (oft vorgegebenen) Interpretationen liegt ...
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Ich gebe dir in der Sache ja recht, ich würde jetzt aber Horsts Einfluss auf das öffentliche Meinungsbild nicht überbewerten wollen...
Daher: lass ihn bruddeln, das sorgt für Stimmung und herrliche Momente in der kleinen HE-Welt
Da gebe ich dir ja recht. Aber ab und zu muss man ihn ja ein wenig anfeuern, damit er auch brav so weitermacht, zumal seine Zahlen im Einzelfall durchaus interessant sind.
Wenn ich allerdings (wie auch hier) so manche Entgegnung von ihm lese, frage ich mich regelmäßig, ob er oder zumindest seine Argumentation nicht KI-generiert ist. Das würde zumindest die eine oder andere schräge Aussage erklären... 😆
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50% der THC-Tore kamen von Ungarinnen. Realität beim "deutschen" Europapokalsieger.
Herrlich!

Wenn Kuczora wenige Tore wirft, taugt sie nichts und ist überbewertet.
Trifft sie, ist der THC eine böse Mannschaft, weil so viele Tore von den "Ungarinnen" geworfen werden.
Genau diese Einstellung braucht der Frauenhandball in Deutschland!
Große Klasse, einzigartig ...
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(Und was der eigentlich Grund für die Ruhe hier ist, sieht man ja auch sofort: Die beiden Vollzeit-Kommentierer sind aktuell nicht da, das führt direkt dazu, dass es deutlich weniger Kommentaraufkommen gibt.)
Naja, ein bisschen sehr dünn diese Argumentation. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich nun gerade die zwei "Vollzeit-Kommentierer"

und ihre Themenschwerpunkte nun wirklich nicht meine ist doch selbst bei übertrieben optimistischer Wahrnehmung nicht zu übersehen, dass in den Threads zur HBF1 und zur HBF2 auch jetzt nach +/- 24 Stunden nicht ein (!!!) Kommentar zu den Spielen zu lesen ist...Was zur positiven Entwicklung beiträgt, sind gut besuchte Hallen. Und die gab es ja gestern definitiv.
Tut mir leid, auch das taugt in meinen Augen nicht wirklich als Ausrede. Erfahrungsgemäß waren auch in den zurückliegenden Jahren die Spiele in der Zeit zwischen den Jahren immer besser besucht als im Jahresdurchschnitt...
Übrigens bin ich der festen Überzeugung, dass am Anfang einer nachhaltigen Verbesserung einer problematischen Situation immer eine nüchterne Analyse des aktuellen Status Quo steht. Das hat nichts mit einer negativen oder gar destruktiven Grundhaltung zu tun, im Gegenteil!
Wer das anders sieht, darf gerne weiter die Gurkenscheiben auf die Augen legen ...
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Nach aussen hin passiert gar nichts! Niente. Nothing.
"Innen" passiert aber auch nichts. Wenn ich mal davon ausgehe, dass hier nicht wenige aktive oder ehemalige Handballer und/oder mithelfende Vereinsaktivisten und/oder sonstige aktiv mitwirkende Handballfreunde unterwegs sind, mutet es ausgesprochen befremdlich an, dass die gestrigen Spiele in der HBF1 und in der HBF2, praktisch Null Resonanz in diesem Forum hervorrufen. Es ist ja nicht so, dass da keine interessanten, spannenden und wichtigen Spiele dabei gewesen wären.
Eigentlich ganz schön deprimierend und vielsagend zugleich ...
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Also ich will ja niemandem zu nahe treten, aber die Sportlehrer, die ich kenne, waren da deutlich vielseitiger und fundierter ausgebildet.
Kleine Anekdote am Rande: Unser Sportlehrer am Gymnasium (war außerdem Turntrainer, hatte aber eher die Statur eines mittelgroßen durchtrainierten Kugelstoßers) hat sich beim Handballspielen im Sportunterricht mal in's Tor gestellt und diese Tortur auch tapfer durchgestanden. Wiederholt hat er dieses Experiment aber nie...
PS.
Vielleicht sollten diese Beiträge auch in das Thema "Entwicklung im (Frauen-)Handball)" verschoben werden, damit zusammenwächst was zusammengehört...
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dazu brauchst du aber auch erst mal einen Lehrer mit entsprechenden Handballbezug
meiner stand damals definitiv mehr auf Geräteturnen als auf Ballsportarten, erinnere mich an total kratziges Turnerhemd, dass wir anfangs alle tragen sollten....
Volleyball ging irgendwann noch und das obwohl Lemgo damals schon höherklassig spielte
Handball gabs dann in der Oberstufe im Rahmen der Kooperation der Gymnasium,
kann das heute nicht mehr beschwören, aber ich meine der Lehrer war auch als Vereinstrainer aktivForderungen nach mehr Handball in der Schule klingen erstmal gut.
Gibt nur ein paar praktische Probleme dabei.
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Niemand behauptet, dass wir uns in Bezug auf das Thema Handball im Schulsport an den gedeckten Tisch setzen können. Aber einfach nur abzuwinken greift mir zu kurz. Der Schulsport hat große strukturelle Probleme und natürlich gibt es keinen Schalter, den wir nur umzulegen brauchen, damit in allen Schulen Handball gespielt wird. Aber in solchen Problemen liegt auch immer eine Chance, wenn man den Verantwortlichen Lösungsvorschläge unterbreiten kann z.B. durch Bildung von Arbeitsgemeinschaften. Mein ehemaliger, mittlerweile über 70-igjähriger Trainer realisiert das noch heute sehr erfolgreich an mehreren Schulen im Landkreis. Bessere Voraussetzungen ( z.B. auch zum Thema Harz) zu schaffen, liegt in unserer Hand. Darauf habe ich hingewiesen. Nur mit dem Finger auf andere zu zeigen hilft niemandem.
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Es gibt noch eine weitere, vielversprechende Möglichkeit, Interesse zu erzeugen. Der Schulsport kann zumindest erste Anreize setzen, Handball mal im Verein auszuprobieren. Mannschaftssportarten, die vorwiegend in der Halle ausgetragen werden, haben gegenüber dem Fußball den Vorteil, dass man sie im Winterhalbjahr wetterunabhängig betreiben kann. Vor vielen Jahren war es zumindest in unserer Region selbstverständlich, dass im Sportuntericht Handball gespielt wird. Mannschaftssport war neben Schwimmen, Turnen und Leichtathletik Pflichtfach. Die Sportlehrer, auch wenn sie ehrenamtlich als Fußball-, Turn- oder Tischtennistrainer tätig waren, haben uns ausschließlich Handball spielen lassen. Im Ergebnis waren zeitweilig 11 von 18 Jungen in der Klasse Mitglied im Handballverein, und das war nicht nur in unserer Klasse so! Volleyball und Basketball haben wir dann gelegentlich beim Handballtraining gespielt, zur Abwechslung und zur Verbesserung der individuellen Flexibilität im Kopf und im Körper...
Hier sehe ich unsere Verbände in der Pflicht, endlich aus dem Allerwertesten zu kommen und im Mutterland des Handballs auf der (sport-)politischen Ebene aktiv für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für unseren geliebten Handballsport zu kämpfen. Niemand erwartet, dass noch einmal solch' paradiesische Bedingungen wie vor 50 Jahren geschaffen werden können.
Aber vor dem Hintergrund, dass die Politik erkannt hat, dass sich in den Schulen grundsätzlich etwas ändern muss, um die Kinder aus der elektronischen Lethargie zurückzuholen, ist jetzt Initiative gefragt. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Mannschaftssport ist anerkanntermaßen bestens geeignet, wichtige Eigenschaften und Fähigkeiten im Komplex zu erwerben und zu entwickeln und das betrifft bei Weitem nicht nur die sportliche Fitness. Da gilt es anzusetzen und die Entscheidungsträger zu überzeugen. Auch scheinbare Nebensächlichkeiten können dabei eine wichtige Rolle spielen. Ich nenne hier nur mal die neuen harzfreien Bälle. Schon lange entwickelt und erprobt lässt ihr privilegierter Einsatz immer noch auf sich warten. Für viele Vereine wäre es eine enorme Erleichterung, das Harzproblem endlich hinter sich lassen zu können und auch die Träger der Sporthallen hätten weitaus weniger Veranlassung, den Handball als hallensportliches Stiefkind zu betrachten...
Habe ich alles (und noch einiges mehr in diesem Zusammenhang) in der einen oder anderen Form hier schon geschrieben. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, auch wegen manchen, schwer nachzuvollziehenden Reaktionen, es dabei bewenden zu lassen. Aber vielleicht ist jetzt wirklich die Zeit gekommen, wo es nochmal eine Chance gibt, den Niedergang aufzuhalten, wenn die richtigen Hebel gezogen werden.
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Weggelassen habe ich gar nichts, nur die Schwerpunkte anders gesetzt. Das ist etwas völlig anderes...
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Die Zielgruppe ist viel größer, aber die hängt am Handy mit Tiktok Snapchat Instagram Discord. Dahin muss Frau Schneider und dafür werben das vor allem Mädchen in Hallen gehen. Nicht zu handball-world.news, wo nur alte Säcke abhängen!
Dass aber rund 70 Millionen Deutsche - und dabei insbesondere Jüngere - gar keinen Fernseher eingeschaltet hatten, wird dabei ausgeblendet. Die 14- bis 29-jährigen, vor allem die weiblichen, sind in dieser Zeit nämlich bei Tiktok und Co.
DA befindet sich ihre Zielgruppe.
Das sehe ich grundsätzlich anders!
So grundsätzlich richtig und wichtig diese Diskussion ist und so sehr allen zu danken ist, die sich daran beteiligen, um den Frauenhandball aus der Versenkung zu holen, ein entscheidender Aspekt fehlt bisher aus meiner Sicht:
Wenn wir die Kinder wieder verstärkt für den Handball begeistern wollen, müssen wir uns an die Eltern wenden! Denn nicht die 12 bis 18-jährigen sind die richtige Zielgruppe, sondern die 5 bis 10-jährigen. Hier schlummert das Potential für eine solide Basis und zukünftige Erfolge. Und diese Altersgruppe kommt nicht allein in die Sporthalle, da sind die Eltern der entscheidende Faktor, und die sind mehrheitlich zwischen 25 und 45 Jahre alt. Natürlich ist es nicht von Nachteil, den einen oder anderen Jugendlichen zu überreden, neben dem Smartphone auch mal einen Handball in die Hand zu nehmen und auf's Tor zu werfen, aber die große Masse bringt das nicht.
Natürlich dauert es, bis die kleinen Bambino's bei entsprechender Veranlagung und günstigen Rahmenbedingungen die Spitzenteams verstärken können. Letztendlich ist die daraus erwachsende Durststrecke aber selbstverschuldet, hat man doch viele Jahre den Focus nur auf den Spitzensportbereich gelegt. Frei nach Adenauer: junge talentierte Handballer kommen von alleine zu den großen Vereinen. Ein fataler strategischer Fehler, dabei war das Dilemma angesichts des rasanten Wachstums der sozialen Medien mit all seinen Auswirkungen schon frühzeitig absehbar.
Wie habe ich letztens geschrieben:
Der Weg wird lang und steinig.
Der WM-Erfolg wird daran nichts ändern. Er ist die Voraussetzung dafür, dass überhaupt genügend Handballfreunde bereit sind, diesen Weg zu beschreiten, damit das Ziel auch nur ansatzweise erreicht werden kann...
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Dein Punkt "Rennball" ist aber nur ein Aspekt von ganz vielen Aspekten, die eine Rolle spielen. Die anderen Aspekte lässt du gekonnt weg...
Schon wieder auf Krawall gebürstet? Schade!
Dabei sind wir gar nicht soweit auseinander. Natürlich gibt es mehrere Faktoren, auf die Überlastung durch zu viele Spiele bin ich z.B. auch eingegangen oder weiter oben auch auf die Rolle der Regeln und deren Auslegung durch die Schiedsrichter.
Du siehst den Schwerpunkt bei der Überlastung durch zuviel Spiele, ich bei zuviel Hin- und Hergerenne, was ja letztendlich auch eine Überlastung darstellt.
Wo ist dein Problem?
Und dass das Fazit dieses Berichts sich genauso wie der Bericht selber auf die 1. und 2. Liga bezieht, sollte dir auch nicht entgangen sein. Dass ich die Betrachtung auf die nachfolgenden Spielklassen und den Nachwuchs erweitert habe, ist für eine ganzheitliche Betrachtung wohl auch eher förderlich.
Also was soll dieses Theater? Ich verstehe es nicht.

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Das ist doch mal ein guter, ausführlicher Bericht
Das sehe ich genauso und meine Thesen eindrucksvoll bestätigt. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die hier dargestellten Zahlen ausschließlich auf dem Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga basieren, sollte jeder nachvollziehen können, dass in den nachfolgenden Ligen die Verletzungsgefahr eher noch höher liegt. Denn hier sind ähnlich große und ähnlich schwere Spielerinnen und Spieler ähnlich oft ähnlich schnell unterwegs. Allerdings weniger intensiv trainiert und damit auch weniger gut auf Maximalbelastungen eingestellt. Diese Konstellation lässt sich mit Sicherheit auch auf den Nachwuchs übertragen.
Weiterhin sagt der Bericht auch aus, dass die Zahl der Angriffe pro Spiel (und damit das Hin- und Hergerenne) in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist und dass beim Handball auffällt, dass Verletzungen von Knie und Sprunggelenk dominieren. Also genau die Bereiche des Bewegungsapperates, die beim Rennen und Stoppen am höchsten belastet werden.
Wer jetzt noch behauptet, dass das forcierte Hin- und Hergerenne gesund oder zumindest nicht verletzungsgefährdend ist ...
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Dass es heute belastender ist, als früher, haben mir leider schon einige Sportorthopäden bestätigt. Eine Statistik habe ich nicht.
Eine korrekt erstellte Statistik würde kein anderes Ergebnis ergeben. Auch jede(r) erfahrene handballaffine Physio (ich kenne mehrere, die z.T. seit Jahrzehnten im Handball unterwegs sind) wird dir nichts anderes erzählen. Die Grundregeln der Biomechanik lassen sich nicht ausblenden, egal wie gut das Training strukturiert ist. Überlastungsszenarien durch zu viele Spiele kommen da im Einzelfall noch obendrauf. Als Hauptgrund sehe ich das aber nicht.
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Ich kenne Dein ausschweifenden Argumentation "contra Rennball". Durch die Wiederholung wird es nicht anders sondern wirkt wie Geifer. Ich sehe keinen negativen Einfluss auf das Spiel. Schon E-Jugendliche in den oberen Leistungsklassen rennen gern
Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass sich nahezu alle hier vorgetragenen Argumente und Beispiele pro "Rennball" auf Kinder im Altersbereich 10 Jahre und jünger (E-Jugend) beziehen? Bekanntermaßen ist in diesem Alter der natürliche Bewegungsdrang noch sehr groß und das Rennen eher Lust als Last. Das lässt bei vielen Kindern aber mit zunehmendem Alter deutlich nach. War bei mir übrigens schon vor über 50 Jahren der Hauptgrund, vom Fußball, wo ich regelmäßig bei den Älteren aushelfen durfte, zum Handball zu wechseln. Die Wege auf dem Großfeld waren mir dann doch zu weit und da war ich nicht der einzige ...
Heute ist eine solche Verweigerungshaltung gegenüber nahezu ununterbrochener Rennerei bei jungen Menschen noch deutlich ausgeprägter. In den letzten Jahren habe ich von verschiedenen Trainern regelmäßig die Information erhalten, dass immer wieder Kinder und Jugendliche aussteigen, weil ihnen die Rennerei zu viel wird und andere Aspekte wie Spielwitz und Spielkultur zu kurz kommen. Und das waren beileibe nicht immer die wenig talentierten ...
So, nun genug gegeifert. Du wirst es ertragen müssen...

PS.
Es ist übrigens bezeichnend, dass du in deinen Tiraden gegen "Rennballgegner" auf die mit dem "Rennball" ganz offensichtlich verbunden Probleme (Thema Verletzungen und Entwertung erzielter Tore seien hier nur stellvertretend genannt) mit keiner Silbe eingehst...