Beiträge von Andi.Waffen57


    Und zack, ist das Event gar nicht mehr SO interessant, da man ja immer an Tickets kommt.


    Nur aus diesem Grund künstlich an der Wachstumsbremse, die die geringe Zuschauerkapazität trotz Hallenausbau auf Dauer ist, festzuhalten... Ich weiß nicht.


    Wenn man wirklich in der (möglichen) Zweitligasaison kommende Spielzeit immer die Halle ausverkauft hat, sollte man definitiv überlegen, weiter auszubauen. Sofern das baulich überhaupt ginge...? Es kann aber natürlich auch sein, das mit ausbleibenden Siegen und einer Saison im Tabellenkeller wieder nur etwas über 1000 pro Spiel kommen. Dennoch: Auch 1400 Zuschauer bedeuten immer noch eine der kleinsten Hallen in Liga 2. Will man dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit in deren Mittelfeld, muss man in allen Belangen wachsen. Und allen heißt auch Zuschauerkapazität.

    Für Sport braucht es nicht viele Voraussetzungen. Aber eine fundamentale solche ist der Soft Skill des Verlierenkönnens. Und ja, wenn es ein "Skill" ist, heißt das, das muss man lernen. Das kann nicht jeder Mensch von Natur aus. Ernsthaft, wenn du beim Sport bist, aber nicht verlieren kannst, dann geh nach Hause und lern verlieren können. Und komm erst dann wieder. Ansonsten fällt das Prädikat "unsportlich" schnell - und zurecht. Egal ob du Athlet, Zuschauer, Staff oder Kommentator bist.


    Gestern wurde den bestimmt weit über 1000 Zuschauern des Streams eine Galavorstellung des Nicht-Verlierenkönnens geboten. Das war so daneben, das sogar die hiesige Lokalpresse einen eigenen Kommentar darüber geschrieben hat. Das habe ich noch nie erlebt. Aber der Autor, Großmann, hat vollkommen Recht. (Artikel: https://www.wp.de/sport/lokals…eibt-auf-der-Strecke.html hinter einer Paywall).


    Da es hier die meisten vermutlich nicht gesehen haben: Da sind, ob ihrs glaubt oder nicht, Verschwörungstheorien geäußert worden, das (von mir überspitzt) dunkle Machenschaften des DHB dem MTV übel mitspielen und den TuS mit unfairen Mitteln in die 2. Liga hieven wollen.


    Mein Kompliment an die beiden Kommentatoren. Das war ein brilliantes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.

    Es trifft ja nicht nur Zuschauer. Das gilt auch für die Masse der anderen Zweitligisten, wenn sie in Konstanz antreten müssen bzw. für deren Auswärtsspiele.

    Aus diesem Gesichtspunkt heraus werden wohl etliche Fans der etablierten Zweitligisten den Hildesheimern die Daumen drücken.

    Einen Aufstiegsverzicht lese nirgends. Das wäre ja in der jetzigen Phase die Unverfrorenheit schlechthin.

    Nein, sie wollen aufsteigen wenn sie es schaffen. Das es dann direkt wieder runtergeht, ist ihnen relativ egal -so kann man es aus dem Artikel lesen. Da steckt sogar eine kleine Spitze gegen den TuS zwischen den Zeilen denn sie schrieben sinngemäß, dass sie ihre Kaderplätze nicht an hochdotierte Auslandsprofis vergeben wollen, um irgendwas zu reißen, man das aber rein sportlich betrachtet müsste. Lieber wollen sie Auffüllen mit Eigengewächsen und das Jahr 2. Liga mitnehmen - um danach nicht in der Nachhaltigkeit geschädigt zu sein.


    So sympathisch ich das finde - für die 2. Liga wäre so ein Teilnehmer wohl enorm unattraktiv. Am Ende mit diesem Winz-Etat und 0-5 Punkten wieder runter - das will noch weniger jemand sehen als das bisherige Gestrampel der Aufsteiger.

    In Braunschweig ist man mutig und will das Maximum (https://www.braunschweiger-zei…ig-zweitligatauglich.html, hinter einer Paywall). Das gefällt mir. Nur das ist Sport. Sie schreiben von einem 300.000€-Etat. Dagegen ist der TuS Ferndorf ein finanzielles Schwergewicht und gleichzeitig stünden wir tief im unteren Teil der Etat-Tabelle der 2. Liga nächster Saison. Aber sie haben mit Emsdetten jetzt ein Team "gekillt", das in ähnlichen finanziellen Gefilden wie der TuS unterwegs ist.

    Ich prognostiziere Braunschweig ein ähnliche Kür wie Oppenweiler im Hinspiel: Titel "Der Terrier". Kein Ästhetiker der Kampfkunst aber durch das permanente Waden-Verbeißen wortwörtlich nervtötend und schmerzhaft. Sie werden den TuS unter Dauerstress setzen wollen, weil das im Sinne der "Flucht nach Vorne" ihre einzige Chance ist. Sie werden Ferndorf nicht mit Klasse schlagen wollen (und können), sondern mit offenen Schleusen. Solche Spiele sind anstrengend zu spielen und zu schauen. Dazu gehe ich von einer enorm engen Halle aus. Also auch ähnlich wie in Oppenweiler.


    Ich tippe aber auch ein ähnliches Ergebnis. Der originale David hat damals auch nur einen Goliath erledigt und nicht zwei hintereinander.

    Trotzdem: 90:10 für Ferndorf.

    Soweit würde ich nicht gehen und angesichts dessen, das es das AufstiegsFINALE ist, schon gar nicht. Auch Braunschweig ist nur noch 2 Schritte von der 2. Liga weg. Da landet man nicht umsonst, egal wie stark oder nicht stark ein Team wirkt. Auch Oppenweiler konnte phasenweise richtig guten Handball spielen, das hätte man rein vom Papier auch nicht gedacht. Und Ferndorf fehlt mit Fanger einer der wichtigsten Spieler der Saison. Ich würde sagen es ist maximal eine 70-30-Entscheidung.

    Bis zur 20. Minute wurde tatsächlich gebibbert. Fangers schwere Handverletzung und die Rote Karte für Kevic in Minute 3 haben uns beide Spielmacher genommen. Hideg brauchte seine Zeit, um in die neue Rolle reinzukommen. Die ganze Mannschaft musste sich erst schütteln. Aber die Ausfälle dieser beiden absoluten Schlüsselspieler hat man als Team kompensiert. Ganz großes Kompliment. Für Ante Simic hat es mich besonders gefreut. Kälter konnte das Wasser, in das er geschmissen wurde, kaum sein. Aber er hat geliefert, als es drauf ankam - auch ohne jegliche Spielpaxis und -chemie mit seinen heutigen Nebenleuten.


    Dazu ab Minute 20 dann eine unfassbare Deckungsleistung inklusive Torhüter Wilde. In fast 30 Minuten nur 4 Gegentore bekommen.

    Es war hier länger ruhig, es gab auch keinen wirklichen Grund zu schreiben. Aber das hat sich jetzt geändert.


    Morgen steht er an, der erste von zwei Schicksalstagen für die jüngere Geschichtsschreibung des TuS Ferndorf. Muss man sich doch fürs Erste mit dem Prädikat "Ambitionierter Drittligist - aber nicht mehr" abgeben oder kann die selbstbewusste Position "Der Abstieg war nur ein Schönheitsfehler - vom Anspruch her sind wir größer als die 3. Liga" legitim vertreten werden? Im Anschluss an den erstmaligen Zweitligaaufstieg 2012 hat man bisher nie länger als 2 Saisons hintereinander 3. Liga gespielt. Es ging (im Prinzip seit 2008) bisher eigentlich immer Schritt für Schritt wellenförmig aufwärts. Kommt es jetzt zum ersten Mal seit 16 Jahren doch zu einer etwas längeren "Stagnation"? Der 02.06.24 ist wahrlich ein Schicksalstag für die Antwort auf diese Frage. Von einer Stagnation zu sprechen ist angesichts der realen Entwicklung (sportlich und neben dem Parkett) eigentlich ein Unding. Es ging in der letzten Zeit überall nach oben. Aber morgen kann es plötzlich sein, das durch das Ligasystem des DHB harte Fakten geschaffen werden, die zumindest rein auf dem Ergebnisblatt doch das böse Wort, das mit Stagna- anfängt und -tion aufhört, bedeuten. In den Hinspielen kann man es sich noch mal erlauben, zu verhauen (Siehe der VfL Bochum im Fußball). Aber in Rückspiel ist es dann "Tod oder Gladiolen". Zum Glück haben wir beide Schicksalsspiele zuhause in der Stählerwiese.


    "Im Normalfall" sollte es morgen gutgehen. Das Hinspiel hat gezeigt, das der TuS die bedeutend bessere Mannschaft ist - unabhängig davon, das der HCOB gallig und mit Szenen ansehnlicher Qualität dagegen halten konnte. Im Hinspiel war die Heimmanschaft über die 60 Minuten betrachtet enger am Maximum ihres möglichen Leistungspensums als der TuS. Oppenweiler muss in der Stählerwiese zeigen, dass es dieses Niveau tatsächlich noch ein zweites Mal abgerufen bekommt. Man sprach dort unten von der besten Saisonleistung. Für den TuS war es eine solide, aber auf keinen Fall die beste Saisonleistung. Zeigen die Süddeutschen ihre zweite beste Saisonleistung hintereinander? Wenn nicht, wird es schwer für sie.


    Aber ich muss gestehen, dass ich nervös bin. Es ist ein katastrophaler Umstand, dass der Meister nicht aufsteigt und wir jetzt trotz allen Argumenten hier durch diesen Nervenkitzel "Morgen kann die fantastische Saison mit einem Schlag hin sein" durch müssen. Und sollte es morgen klappen ist der Albtraum ja nicht mal vorbei, wir fahren die gleiche Schleife ja noch ein zweites Mal. Es sind etwas undankbare Tage, ein TuS-Fan zu sein.

    Seitens der SG könnte es aber mal wieder sportlich ein Griff ins Klo gewesen sein, wenn Smits nächstes Jahr quasi die Reha-Saison hat und dann ginge.

    Ich habe es schon mal an anderer Stelle geschrieben: Die Vorbereitung zur kommenden Saison wird entscheidend dafür, ob Smits der SG nochmal helfen kann oder nicht. Helfen heißt: Auf Spitzenniveau (physisch und handballerisch) zurückzukehren - alles darunter ist angesichts der Flensburger Ambitionen, immer um 3 Titel zu spielen, nicht drin, wenn man als Erstbesetzung auf einer Rückraumposition gedacht ist.


    Das große Risiko dabei ist aber: Was, wenn sich während/nach der Vorbereitung herausstellt, dass es nicht mehr reichen wird? Dann muss man reaktiv einen Ersatz herbeischaffen, der Spitzenniveau abrufen kann. Aktiv zu agieren ist demgegenüber für jeden Verein immer komfortabler. Daher wäre mein Vorgehen wohl - ohne Einblicke in Smits Gesundheitslage zu haben - eine in beidseitigem Einvernehmen erfolgte Vertragsauflösung nach dieser Saison zu erzielen und dann einen Komplettanfang auf RR mit Kirkelökke und XY zu starten. Das halte ich für den vernunftgeleiteteren Weg, als das Risiko mit Smits in die neue Saison hinüberzutragen.

    Naja man hört auch von sehr vielen Leuten das Sie noch Geld vom Vfl bekommen ....

    Auch ein interessanter "Erstpost" hier im Forum, so ein mit "Naja" startender Relativierungs-Einzeiler der klingt, als solle er primär ans Bein pinkeln wollen.

    Quasi jede Nachricht, die in der letzten Zeit aus Gummersbach kommt, ist eine, die das Nachvorneschreiten dokumentiert.



    "Seht ihr, Hamburg, so wird das gemacht"....

    [...] und taugt deshalb überhaupt nicht, um hier einen Skandal hochzustilisieren.

    Ach komm schon. Es geht mir in keiner Weise drum, einen Skandal "hochzustilisieren". Das Spiel ist durch, Ende aus. Riesen Glückwunsch nach Magdeburg. Gleich gehe ich schlafen, morgen früh auf die Arbeit und dann werde ich keinen Gedanken mehr an das Spiel von gestern Abend verlieren.


    Aber in dem Moment, als es geschah, hat es sich definitiv wie ein Skandalpfiff angefühlt. Das ist alles, was ich sagen wollte.

    Wir können das Spiel gern Szene für Szene zerpflücken. Ich bin der Meinung, dass die Schiedsrichter alles andere als gut waren, aber keine Seite damit benachteiligt haben.

    Bei aller Freude über den F4-Einzug Magdeburgs: Die letzte Szene der regulären Spielzeit war ein kleiner Skandal. Da ist Kielce definitiv um den Sieg gebracht worden, der KM war schon in Schussposition aber der Schiri hat den Vorteil weggepfiffen. Sowas sieht man in so einem wichtigen Moment nicht oft, entsprechend heftig emotional auch die Reaktionen von Alex D und Karacic.

    Und wenn ich es richtig überblicke, ..... - innerhalb von zwei, drei Stunden ausverkauft !!

    Das zeigt einmal mehr, dass das Siegerland nach höherklassigen Sportevents dürstet.

    Da würde ich tatsächlich doch etwas differenzieren. Ich glaube, es werden nicht unbedingt viele Klatschpappen-Eventfans sein, die am 02.06. die Halle bevölkern. Der TuS hat mittlerweile eine wirklich große "Fanbase und Interessiertenschar" aufgebaut.

    Man hätte bestimmt auch 1700, gar 1800 Tickets absetzen können? Nicht, dass man solche Zahlen schon regelmäßig aufrufen kann. Aber für ein ungemein wichtiges Spiel eben schon. Das eventuelle Finalheimspiel ist sicher noch schneller weg. Man ist die letzten zwei Drittligajahre meinem Gefühl nach erheblich in die Breite gewachsen, was die Am-TuS-Interessierten im Siegerland angeht. So viele Arbeitskollegen, aus Bekannten- und Freundeskreisen verfolgen es mittlerweile und waren schon ein paar Mal in der Halle.


    Wenn man dann in einer eventuellen Zweitligasaison einigermaßen mithalten kann und gegen die großen Teams spielt, werden wir sicherlich öfters "Vollständig ausverkauft" lesen. Überspitzt gesagt kann man schon mal planen, wann die nächste Tribüne angebaut wird. Natürlich hast du grundsätzlich Recht, dass im Siegerland ein großes Bedürfnis nach relevantem Sport besteht. Aber der TuS und die Heimspiele sind trotz einiger bedenklicher Tendenzen bei weitem noch nicht die Event-0815-Volksfeste, die für gewöhnlich bei sowas rauskommen. Und man sollte auch versuchen, sich die Atmosphäre zu bewahren und nicht zu sehr das Standard-Sportevent zu werden.

    Wenn es meine begrenzten technischen Fähigkeiten richtig überblicken, dann ist das Heimspiel der ersten Aufstiegsrunde direkt am ersten Tag nach wenigen Stunden AUSVERKAUFT gewesen. Also komplett, inklusive allen Stehplätzen. Das hat es mit der neuen Tribüne noch nicht gegeben.


    Ein zweitligawürdiges Publikum!

    Bei der Kommissionszusammensetzung stimmt mich skeptisch, dass anscheinend kein Mitglied nähere praktische Erfahrungen mit Frauenhandball auf Leistungsbasis hat (Erfahrungen aus Einzelsportarten sind z.B. nur sehr begrenzt übertragbar).

    Kannst du das etwas ausführlicher erläutern? Es geht für die Kommission ja darum, grenzüberschreitendes und gegebenenfalls strafbares Verhalten, das aus einer Machtposition heraus getätigt wurde, als solches zu identifizieren und aufzuarbeiten. Deinen Post könnte man so lesen, als hinge es gewissermaßen vom Kontext der Sportart ab, was Grenzüberschreitend ist und was nicht. Als wäre beim Handball was noch okay, was beim Tischtennis nicht okay ist. Und das würde ich vehement bestreiten.

    Es gibt keinen Videobeweis im Champions League Viertelfinale?! Das war zum Schluss doch eine relativ unwürdige Szene. Die Schiris kommen zusammen, diskutieren länger vor sich hin und ohne jegliche Evidenz und nur auf Grundlage ihrer Diskussion bzw. ihres Bauchgefühls müssen sie dann eine Entscheidung treffen, die mit jeder Sekunde länger von der kritischen Situation weg ist.


    Das sah kläglich aus und - auch wenn sie sich wegen der schlimmen zweiten Hälfte nicht beschweren dürfen - da wäre ich als Aalborger Spieler auch auf der Palme.

    Am Rande…wie macht sich Ante Simic?

    Nicht allzu stark, nicht allzu schwach: Wenn er spielt ist er "ganz okay" und relativ unauffällig, was aber auch an der Omnipräsenz seiner Positionskonkurrenten liegen mag. In der aktuellen Form ist er aber wohl auch als Rechtshänder Nr. 5 in einem Zweitligakader nicht die Optimalbesetzung.


    Ob er bei uns überhaupt richtig ist, bin ich mir nicht sicher. Er bräuchte um zu Wachsen eigentlich Spielzeit, Spielzeit, Spielzeit. Die gibts im rot-weißen Dress aber nur sehr begrenzt.

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