TuS Ferndorf 25/26

  • Ich wünsche mir, dass angesichts der dramatischen Lage im Tabellenkeller wieder "Heimspiel in Hagen" ist. Es liegt auch an uns Fans!

    Der Wunsch ist ja mal voll in Erfüllung gegangen :thumbup:

    Klasse Spiel, Schnabl & Jansen offenbar angekommen, verdient 2 Punkte mit nach Hause genommen :)

  • Der Wunsch ist ja mal voll in Erfüllung gegangen :thumbup:

    Absolut. Ich weiß nicht, ob das Ischeland so einen dermaßen lauten Auftritt von Gästefans beim Handball schon mal erlebt hat. Was auch am Anteil der Ferndorffans zur Gesamtzuschauerzahl gelegen haben mag, aber dennoch. Das war erste Sahne👍

  • Der Wunsch ist ja mal voll in Erfüllung gegangen :thumbup:

    Klasse Spiel, Schnabl & Jansen offenbar angekommen, verdient 2 Punkte mit nach Hause genommen :)

    Schnabl geht mir zu sehr unter im allgemeinen Jubel über den Derbysieg.

    Ja, Julius Fanger hat in den letzten beiden Spielen einen Schritt nach vorne gemacht. Aber dann hat Nico Schnabl im letzten Spiel anderthalb Schritte nach vorne gemacht. Wir müssen uns in Ferndorf mal von der Spielweise Kevics verabschieden. Janko spielt nicht mehr für den TuS und somit muss man sich auch mal auf eine andere Interpretation des Mittelmannes einlassen.

    Nico ist so eine andere Interpretation. Mehr Tiefe, mehr Torgefahr, besserer Abwehrspieler - aber bei weitem nicht dieser Stratege wie Kevic. Einen Kevic, der Länderspiele für Kroatien (an der Seite Duvniaks) auf dem Konto hat, mit Schnabl zu vergleichen, ist ein Vergleich von Äpfel mit Birnen.

    Ich bin davon überzeugt, dass wir in der kommenden Saison noch viel Freude an Nico Schnabl haben werden. Auch an seinem Spielverständnis, aber ganz besonders an seiner Torgefahr.

  • Das deskriptive Fazit zum Lübbecke-Spiel wäre, dass man zu viel freie Dinger verschossen hat und dass man aufgrund der krassen Spieltaktung (Samstag - Dienstag - Freitag) und dem winzigen Kader, aus welchem sich sogar Servos noch verletzt) etliche Körner gelassen hat.

    Das analytische Fazit sieht demgegenüber aber nach wie vor so aus, dass wir kaum zusammenhängende, spielerische Lösungen im Positionsangriff finden. Das ist phasenweise leider echt anstrengend und krampfig. Es geht mir auch nicht darum, dass der TuS jetzt für immer "Janko-Kevic-Handball" spielen soll, das wäre völlig vermessen. Es geht mir darum, dass wir von der Rückraum-Mitte-Position aus systematischer in der Lage sein müssen, Räume zu öffnen, Deckungsspieler zu isolieren und als Resultat von Auftakthandlungen Entscheidungspositionen in Sollbruchstellen zu schaffen. Das passiert nach wie vor so gut wie gar gar nicht.

    Unsere langen Kreuzbewegungen liefen heute durch die gute Beinarbeit der Ostwestfalen immer genau in die Arme der Deckung (kann zig solcher Szenen zusammenzählen falls gewünscht). Demgegenüber waren unsere rot-weißen Deckungsspieler direkt enorm schnell in der Seitwärtsbewegung und dann entsprechend hinten dran, wenn Lübbecke ähnliche Abläufe gespielt hat. Genau so müsste es bei uns auch aussehen. Warum tut es das nicht? Weil nicht gelesen wird, wo der Gegenspieler heraustreten wird, wie seine Körperstellung ist und so weiter und so weiter. Weil genau diese individuelle Qualität in der Raumöffnung fehlt. Unser Spiel ist Stückware. Es wurde sich zudem auf allen drei Rückraumpositionen enorm viel in aussichtslosen 1vs1-Situationen aufgerieben, in denen mit bloßem Tempo (aka der Brechstange) auf den Gegenspieler im bombenfest sitzenden Deckungsverbund zugegangen wurde - ohne, dass zuvor größere Lücken geschaffen wurden bzw. eine Situation bestand, in der die Lübbecker sich nicht mehr helfen konnten. So "verballert" man Körner, die man eh dank der Personalsituation schon nicht allzu ausgiebig vorweisen kann.

    Der Handball in der 2. HBL ist nicht wie beim SC Magdeburg oder in der Weltspitze, wo ein unfassbarer Ausnahmeathlet auf der Mitte steht, der nach einem Auftakt kerzengerade mit allem was er hat ins 1vs1 startet, entweder direkt selbst durch ist oder der Angriff dann zwischen 2-3 oder auf Außen endet - überspitzt gesagt. Unser Handball ist demgegenüber altmodischer. Entsprechend wichtig ist die Fähigkeit, deren Abwesenheit in unserem Angriffsspiel ich die ganze Saison schon beschreibe: Das Lenken! Völlig egal, ob man es wie Kevic macht oder wie jemand anderes. Aber unsere Angriffe werden nicht gelenkt, weil immer wieder in der Raumöffnung die individuelle Qualität fehlt, um die Vorgaben des Matchplans so umzusetzen, wie es angesichts der Qualität gegnerischen Deckungsreihen in dieser verflucht starken Liga nötig wäre.

    PS: Kompliment an Lübbecke, die waren heute schlichtweg die bessere Mannschaft.