Man stelle sich DP beim Bäcker oder beim Metzger oder sonstwo vor.
Das letzte Brötchen vor Ladenschluss um 16:57, das seit 4 Uhr morgens in der Auslage flaniert, kostet doch immer 9,99 - bei euch nicht?
Man stelle sich DP beim Bäcker oder beim Metzger oder sonstwo vor.
Das letzte Brötchen vor Ladenschluss um 16:57, das seit 4 Uhr morgens in der Auslage flaniert, kostet doch immer 9,99 - bei euch nicht?
Ich lege mich fest: Wir brauchen eine solche Aushilfe bis zum Saisonende auf der Mitte. Jemanden, der erfahren ist; der die Abwehr lesen und unseren Angriffen seinen Stempel aufdrücken kann. Es liegt nicht an Klatt, es liegt an der riesigen Baustelle in der Spielsteuerung.
Different week, same story.
Freundschaft!
Kann Dir ja egal sein, da Du uns eh alle umlegen willst, oder?
Auf keinen Fall. In der Debatte "Bernstein - Luxemburg" gehe ich klar mit letzerer. Daher ist es mir wichtig, in Zeiten von knallharter Geopolitik, massenhafter Gefahr des sozialen Abstiegs und einer sich immer weiter beschleunigenden Welt die Perspektive der einfachen, ehrlich arbeitenden Menschen nicht zu vergessen von denen ich großgezogen wurde und zu denen ich selbst gehöre. Und deren Perspektive - so maße ich mir an zu behaupten - steht in recht argem Widerspruch zu der Ausmelkerei, um die es in diesem Thread geht.
Freundschaft!
Ziehe ich aus dieser Grußformel korrekterweise, dass du dich als Sozialist verstehst?
Ich fänd es okay, wenn man dynamic pricing für Einzeltickets hätte [...]
Denn falls ja, ist das hier für meine Begriffe eine ziemlich unsozialistische Perspektive. "Arbeiterfreundlich" ist daran rein gar nichts; insbesondere wenn man den realen Kaufkraftverlust bedenkt, der uns alle spätestens seit Covid und Ukrainekrieg - in Realitas aber als größer werdendes Reagangetröpfel schon viel länger peinigt. Worum es geht ist, auch noch den letzten Zehner mehr aus dem Publikum rauszumelken, den man rausmelken kann. In meinen Augen ist das in einem Sport wie dem unseren ein Schlag vor den Kopf der Fans. Die Vereine sollten versuchen, Mehreinnahmen auf andere Weise zu generieren als so.
Wenn ich als Verein auf die Willkürlichkeit der EHF angewiesen bin, dann würde ich mich mit Kritik an der EHF, die zwar berechtigt, aber ohne Aussicht auf Erfolg ist, lieber zurück halten. Das ist schon recht clever gemacht.
Da hast du einen validen Punkt - mein persönlicher Ansatz wäre aber tatsächlich "Lieber stehend Unrecht erfahren als kniend nach der Gunst der Diktatur zu heischen". Aber ich verstehe, dass das ein Spiel mit dem Feuer wäre.
Unterm Strich ist es am Ende reine Willkür
Zudem intransparente und korruptionsanfällige Willkür! Ich fänds schade, wenn sich die Vereine der europäischen Ligen das einfach bieten lassen würden. Man kann ja zumindest eine gemeinsame Protestnote oder sowas verfassen. Das Modell ist ja ganz sicher nicht im Sinne z.B. derjenigen Vereine der HBL, die um die CL-Plätze konkurrieren. Es gibt keine klar planbare Wettbewerbsstruktur. Das ist eigentlich schon fast skandalös.
Schlimmer wie die FIFA [...]
zwar "als" aber ja, da stimme ich zu.
Wahnsinn! Dieser Modus ist eine einzige, interntionale Wachstumsblockade! Ein trauriger Tag für den Handball, da schließe ich mich Rasmus Boysen an. Wild Cards und Upgrades sind ein einziger Nonsense. Das einzige Kriterium sollte der sportliche Erfolg sein. Noch dazu ist es intransparent und dadurch korruptionsanfällig. Mich würde sehr die rationale Begründung für diesen Modus interessieren denn außer "Wille zur Macht entfremdeter Anzugträger" fällt mir keiner ein.
Die EHF ist ein - mit Verlaub - Scheißverband!
Mit etwas Abstand hier meine Nachbetrachtung zum Eulen-Spiel, in der nicht viel Neues enthalten ist: In HZ1 haben wir einige schnelle/ einfache Tore gemacht und die Eulen uns etliche leichte Fehler und Ballverluste geschenkt. In HZ2 war beides nicht mehr der Fall. Was uns da dann komplett und mit zunehmender Spieldauer immer mehr gefehlt hat, ist eine Person im Rückraum, die klar und beständig das Spiel lenkt. Klatt hat alle Einflussmöglichkeiten die er hat einzusetzen versucht: Über enorm hohe Pass- und Kreuzgeschwindigkeit, über Einläufer, auch über die Variante mit 4 Rückraum. Es hat alles nicht gefruchtet. Es sah hilflos aus, wie sich immer wieder im 1-1 festgerannt wurde. Es fehlt nach wie vor der klare Lenker und Denker. Klatt hatte mit seiner Aussage in der PK komplett Recht: "Es fehlen uns dann Routine, Kaltschnäuzigkeit und vielleicht auch Klasse". Klasse! Definitiv! Auf der Rückraummitte! Er charakterisiert im Grunde Kevic, für den es keinen Ersatz gibt. Soweit mein bisheriger Tenor dieser Saison. Mein aktueller Eindruck von Schnabl ist, dass er ein solider Rückraumspieler ist was den eigenen Zug zum Tor angeht, was die Kreiskooperation und was die Physis angeht. Aber dass er ein genialer Stratege und ein spielerisch-taktischer Leitwolf ist, hat man bisher nicht erahnen können. Daher sehe ich mich insbesondere durch die zweite Halbzeit in meinem Statement vom 30.11. bestätigt:
Ich lege mich fest: Wir brauchen eine solche Aushilfe bis zum Saisonende auf der Mitte. Jemanden, der erfahren ist; der die Abwehr lesen und unseren Angriffen seinen Stempel aufdrücken kann. Es liegt nicht an Klatt, es liegt an der riesigen Baustelle in der Spielsteuerung.
Ein anderes Thema, das mich nach wie vor sehr belastet ist das immer zerrütteter wirkende Verhältnis zwischen Hallenpublikum und Team/ insbesondere Trainer. Wir haben scheinbar auf vielen Sitzschalen keine Fans sitzen und schon gar keine Mitglieder der Familie Ferndorf. In einer Familie zerfleischt man sich in der Krise nicht, sondern steht zusammen. In einer Familie reagiert man nicht gekränkt auf absolut nachvollziehbare Aussagen des Trainers, nur weil er einen wunden Punkt getroffen hat. Nochmal, gebetsmühlenartig: Wir verlieren 5 Heimspiele mit einem Tor. In jedem davon sind wir auf Augenhöhe, werden in keinem abgeschossen. Wir sehen eine kämpfende und menschlich intakte Mannschaft. Es fehlt immer nicht viel. Die Frage sollte sein: Wie kann ich, als Fan, versuchen meinen Beitrag dazu zu leisten, dass das was fehlt kompensiert wird. Die Frage sollte nicht sein: Komme ich auf meine Kosten? Ein Team wird am Ende der Saison auf Platz 16 landen und wenn das der TuS Ferndorf ist, haben wir alles erreicht worum es vor der Saison ging. Dann haben wir alles erreicht, was unser Ziel sein kann. Der TuS Ferndorf muss dankbar sein um jede weitere Zweitligasaison, um jeden Sieg, um jeden Punkt und um jedes Tor. Wer andere Ansprüche hat und die zweite Liga nicht feiern kann soll zuhause bleiben. Abstiegskampf heißt viel verlieren. Abstiegskampf heißt, hinter der Mannschaft zu stehen INSBESONDERE wenn es scheiße läuft. Ansonsten ist man kein Fan sondern ein verbitterter Sack, der den Laden lieber brennen sehen will als dass sein Herz wirklich für den TuS brennt.
ZitatWir werden auch aus Rotterdam mit großem Studio berichten, obwohl parallel ARD und ZDF übertragen. Da legen wir eher nochmal ein Level drauf. Die Leute bleiben uns treu und schauen trotzdem bei uns.
Tatsache, ich habe das Viertelfinale bei ihnen geschaut und nicht im ÖRR - das gleiche werde ich auch heute tun. Da sitzen immerhin garantiert kompetentere Kommentatoren und dieser Spielbegleitungsstil "für die, die mit Handball sonst nix am Hut haben" in den ÖRR nervt mich eh relativ doll.
Dieses Gemotze ist unsäglich. Und die ständige Wiederholung von „gekauft“ setzt diesen unisono abwertenden Kommentaren die Krone auf.
Man kann sich einfach mal freuen, dass unsere Frauen im Halbfinale einer WM stehen. Zurecht gefeiert von den Fans in der ausverkauften Westfalenhalle.
Das männliche Ego einiger hier scheint damit nicht klarzukommen.
Ich weiß nicht ob es was mit dem Geschlecht zu tun hat. Das hier ist ein Handball-"Fach"Forum. Die meisten Leute hier gucken seit Jahrzehnten diesen Sport und das nicht zu knapp. Hier ist viel Expertise. Dass diese Leute dann nicht unbedingt in schwarz-rot-geil einsteigen sondern eine Meinung zur vorgetragenen sportlichen Qualität abgeben, ist jetzt nicht unbedingt was besonderes.
Bis jetzt gab es kein hochwertiges Spiel in Dortmund.
Das stimmt und das hat die legendäre Westfalenhalle irgendwie nicht verdient. Ein absolut fragwürdiges Turnier was die Teamanzahl und die Wettbewerbsstruktur angeht. Zumal man für die "guten Plätze" in der Westfaenhalle echt gut Geld latzen musste Habe mich einen Tag dort mit meinem Sohn mit 3 Norwegerinnen aus Trondheim unterhalten und fast schon dafür geschämt, dass sie so einen dicken Batzen Geld ausgeben (Flüge, Unterkunft, Verpflegung, Tickets) für dieses Turnier in Dortmund. Klar - man wusste vorher was das wird. Aber dennoch ist es mir irgendwie peinlich gewesen.
Man müsste halt auch als Verband ehrlich zu sich selbst sein was die gegenwärtige Qualität im internationalen Damenhandball angeht und solche Turniere wieder in eine Mannschaftsstärke wie im letzten Jahrhundert austragen (12!). Ansonsten vergrault man alle Handball-Bestandsfans von denen es viele nicht gucken und wirklich neue Leute gewinnt man auch nicht mit solchen Katastrophenspielen, wie es sie zu sehen gab.
Mal wieder Finanzprobleme bei Kolstad:
Daher wäre ein Ausscheiden gegen so einen Gegner und mit dem eigenen Publikum im Rücken eine große Blamage in meinen Augen.
Das Halbfinale ist Pflicht. Bruna de Paula und Moreschi sind nach der Serbin Cvijic (FTC) sowie Jaukovic und Brnovic aus Montenegro (CSM) erst die vierte und fünfte Spielerin mit Topformat und aus internationalen Spitzenteams (Györ und CSM), auf die das deutsche Team im Turnier trifft und sie sind - da schließe ich mich Vorrednern an - individuell stärker als jede deutsche Spielerin. Aber in der Breite des Kaders muss das trotzdem reichen + die Halle im Rücken.
Das Niveau des gesamten Turniers ist enorm niedrig, es gibt nur wenige Ausnahmen. Es war für eine deutsche Mannschaft wahrscheinlich seit dem 3. Platz 2007 nie leichter, wieder in ein Halbfinale zu kommen als dieses Jahr. Und jetzt nennt mich wieder den "typisch deutschen" Nörgler. Für meine Begriffe betrachte ich einfach nüchtern den Sport, den ich zu sehen bekomme. Und bin irgendwas zwischen enttäuscht und entsetzt.
Mit Minne kommt ja ein sehr guter Spieler. L. Møller, Grgic, Witzke, Minne + Mister X ??? Auf RL ist man dann doch gut aufgestellt. Vielleicht noch ein RM-Spezialist?
Mein Traum wäre Remili als "Hybridlösung" für RR und RM. Aber das wird ein Traum bleiben, ich weiß.
Auf das Risiko hin, nur auf Grund eines Rahmenspielplans UND dass der BVB ein Heimspiel im Achtelfinalspiel am gleichen Tag haben KÖNNTE eine WM zu planen, ist komplett Vabanque.
Populismus hilft uns nicht weiter. Es geht nicht darum, auf dieser Grundlage "eine WM zu planen". Sondern den Super-GAU zu vermeiden, der darin besteht, dass die (sportliche) Herzkammer eines Austragungsorts mit einer Zugkraft von knapp 80.000 Menschen pro Spiel nicht ausgerechnet dann ein wichtiges Heimspiel hat, wenn die deutsche Nationalmannschaft - als das Zugpferd des gesamten Turniers - in den Standort startet. Man hätte einfach Dortmund zum Vorrunden-Standort oder whatever machen können. Am vergangenen Wochenende, als die Gruppenphase noch lief, hat der BVB auswärts gespielt. Der Bundesliga-Spielplan ist seit knapp 6 Monaten veröffentlicht. Andererseits hätte auch die Möglichkeit bestanden, dass am Mittwoch, als Turnierstart war, der BVB in der Champions League spielt.
In jedem Fall planen gute Turnierplaner die Spiele des Zugpferds um große Zuschauerkonkurrenz herum.
So beraubt man sich doch selbst des einzigen Pfaustfands, das man an so einem Standort hat - der sportbegeisterten Bevölkerung. Selbst die, die nicht unter den 80.000 im Stadion sind, gucken lieber in ihren Stammkneipen das Pokalspiel als Frauenhandball. Ob man es nun hätte vermeiden können oder nicht - der Outcome ist nicht förderlich für den Damenhandball.