das projekt läuft ja schon seit einem jahr. --> man hatte nie einen PM oder derjenige wurde gefeuert/ist gegangen.
Was mich eben dazu bringt mal den Kontext noch zu betrachten.
Der DHB hat 320000 aktive Spieler. Blöderweise findet sich für so ein Projekt keine IT sponsor, der das denen als Sachleistung schreibt. Seriös- 4-5 Mio, z.B. Schwarz digital. viel zu individuelle Software.
und damit hat der Dr. Berding ein problem. Er kann das Projekt nur über Umlage an die LVs finanzieren, welche das an die Vereine weitergeben.
Ich erinnere an den "Aufschrei", als vor ca 8 jahren Nuliga kam und die Vereine deshalb die Verbandsabgabe um nen Hunni erhöhen musste.
Das vergessen ja die ganzen "Erregungsschreiberlinge" hier.
ein Projekt dieser Dimension mit seriöser Besetzung, d.h. Projektleiter mit Erfahrung: Stundensatz 200 Euro/h, um dann den Dienstleister zu steuern und Tests seriös durchzuführen: Da sind wir im mittleren Millionenbereich. und nun reche sich jeder mal aus, was das für eine Vereinsabgabe gewesen wäre/wird.
Aus diesem "guten Grund" hat der DHB das Projekt ja auch "vorfinanziert", d.h. der Dr. Berding ist zur Kreissparkasse Dortmund gegangen und hat gecheckt wie hoch denn der Dispo ist. und der wird jetzt definitiv schon mal nicht mehr so doll aussehen.
So, mal aus meiner Perspektive. Mag jeder gerne gegenargumentieren. Die Welt ist ne graue Suppe und nicht schwarz/weiss.
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das ist alles richtig, was du anführst
Dennoch sollte, nein man man muss sich vor einem Projekt dieser Größe auch schon mal Gedanken machen ob die Ziele die man sich setzt halbwegs realistisch und verträglich erreichbar sind und was es dazu braucht
Oder ob der Anteil an Optimismus (auch 2026 fallen überraschenderweise Ostern und Weihnachten dann doch nicht auf einen Tag!), Blauäugigkeit, Luftschlössern und Treibsand auf den man baut nicht doch zu groß ist.
Stichwort: realistische Ziele, realistischer Zeitrahmen und Projektgröße
auch in der freien Wirtschaft ist es ja alles andere als unüblich, das unternehmenskritische, große IT Projekte nicht mit einem großen "Big Bang" eingeführt werden, sondern man zB erst mal bei kleineren/unkritischeren Niederlassungen, Ländern, Regionen startet, dort dann erste "Lessons Learned" sammelt und damit dann danach den flächendeckenden Rollout angeht
Zumal Go Live nach hinten schieben ja auch quasi Gang und Gäbe ist, selbst wenn man nicht direkt flächendeckend ausrollen möchte, erst Recht, wenn die Anzahl der Bugs zu groß und die Anzahl der geschulten User noch viel zu klein ist!
Mit den "Herausforderungen" geringes Budget und damit einhergehend nur beschränkt verfügbares (teures) Fachpersonal wirst du also sicherlich einen Punkt haben (ich lege sogar noch eine Herausforderung mit drauf: der gewählte Partner hat seinen Sitz in Spanien, auch die unterschiedlichen Muttersprachen werden in so einem Projekt sehr schnell zu einer weiteren Herausforderung. Klar kann heute quasi jeder irgendwie Englisch, auch sämtliche IT Leute in der Regel, aber es ist nun mal Fakt, dass sich jeder in seiner eigenen Muttersprache noch mal einen Tick präziser und besser ausdrücken kann als in Englisch oder Spanisch, gerade wenn es um echte Details und (handballerische) Fachbegriffe geht!), nur dann muss man daran eben auch seine Planungen und Ziele anpassen, immer nur Augen zu und durch und alles andere regeln wir dann vielleicht über die emotionale Schiene, sorry aber so was ist zum Scheitern verurteilt!
HBHummes hat es ja perfekt auf den Punkt gebracht:
"Peinlich, dass man jetzt ein Softwareprojekt mit Zusammenhalt retten will. Wie soll das gehen?"