Schon spannend, was hier teilweise geschrieben wird. Wenn man aber Handball aus den 90ern oder 00er Jahren einfordert, mit Kreuzen und Draufballern, frage ich mich schon, ob man die aktuelle Entwicklung im Frauenhandball mitbekommen hat. Die sieht nämlich ganz anders aus. Keine der Topnationen spielt so und mit dieser Art Handball wird man sie auch nicht schlagen. Dafür sind die Kombinationen Abwehr/Keeper einfach zu gut. Man muss gute Lösungen in der Spielstruktur finden, um dann entsprechend Durchbrüche zu kreieren. Wir haben leider auf den Halbpositionen keine Henny Reistad, eine Cristina Neagu früherer Tage oder eine Djurdjina Jaukovic in ihrer Form dieses Turniers. Wäre das so, dann wären wir automatisch erfolgreicher. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass beispielsweise Emily Bölk in den drei Spielen gegen die Topnationen eine Quote von knapp über 26 Prozent aufweist, dann muss ich mich über die Forderung, mehr für die Halben zu spielen, schon sehr wundern. Ich erinnere mich zudem an ein Spiel von Leuchter in der Hauptrunde, wo sie innerhalb eines (!) Angriffs drei Mal den Ball nicht gefangen hat. Das kann aber auch nicht an der Ausbildung und der so schlechten Arbeit der vergangenen 20 Jahre liegen, das ist dann eine mentale Geschichte. Sie war auch jedes Mal unbedrängt. Aber ich möchte an der Stelle nicht weiter in die Tiefe gehen, das ist jetzt nur ein Beispiel.
Ansonsten: Es folgt zeitnah eine Kolumne zum Spiel gegen Slowenien und später ein finales Fazit, das dann deutlich mehr in die Tiefe geht.
Genau deswegen muss man für die Halben spielen, damit sie frei von hinten werfen können. Die Würfe waren doch teilweise einach aus der Not heraus.
Ich vermisse deine Einschätzung zur Spielführung von A.G. , die einfach nicht vorhanden war!! Wieder einmal nicht.