Felix Höppner ist eines der größten Handballtrainer-Talente Deutschlands.
Höppner, der Quereinsteiger! Bis zur U15 spielte der gebürtige Oldenburger Handball und Fußball parallel auf Landesauswahlebene. Dann stand er vor der Entscheidung, zu priorisieren. Die Wahl fiel auf den Fußball. Er wechselte zum VfB Lübeck statt zum VfL Bad Schwartau. Doch schon früh bremsten ihn Verletzungen aus. Mit 17 Jahren musste er nach Kreuzbandrissen und Knorpelschäden seine aktive Fußballer-Karriere beenden. Die Leidenschaft für den Sport indes blieb.
„Es war aber nie mein Ziel, als Trainer durchzustarten“, erklärt Höppner rückblickend. „Irgendwie bin ich in die Sache hineingestolpert.“ Nach dem Abitur hatte er sich beim THW Kiel für ein Freiwilliges Soziales Jahr beworben, weil er weder sofort in ein Studium noch in eine Ausbildung starten wollte.
Im September muss er jetzt seine Masterarbeit abgeben. Dafür untersucht er, wie sich Talententwicklung im Handball in verschiedenen Vereinssystemen unter verschiedenen Parametern unterscheidet. „Ich vergleiche Philosophien und Methodiken von monosportlichen Handballabteilungen im Vergleich zu Multisportvereinen“, erläutert Höppner. Doch neben seiner Masterarbeit und der Vorbereitung auf die neue Saison absolviert der 24-Jährige auch noch seine Trainer-A-Lizenz.
Schließlich stehe er nicht jeden Morgen auf, um „Nachwuchstrainer des Jahres“ zu werden, sondern weil ich Jungs oben in den Profibereich bringen will". So wie es ihm mit Rasmus Ankermann, Johan Rohwer, Tobias Dengler, Jarnes Faust, Connar Battermann, Henri Pabst und Linus Kutz bereits gelungen ist. Zu diesem Karrieresprung will auch Höppner selbst irgendwann im Handball ansetzen. Doch den Gedanken schiebt er noch weit weg. Es gibt noch Zwischenziele: Master, A-Lizenz, Profis entwickeln. Höppner, der Bessermacher!
Quelle KN